Orthopädische Gelenk-Klinik

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Diaphyse

Anatomie des Knochens mit Diaphyse, Metaphyse und Epiphyse Die Diaphyse bildet den mittleren Teil der Röhrenknochen. © Gelenk-Klinik

Als Diaphyse oder auch Knochenschaft bezeichnet man den mittleren Teil eines Röhrenknochens. Im Bereich der Diaphyse ist der Knochen hohl und bildet die Markhöhle. Die Diaphyse liegt zwischen den beiden Metaphysen. Der Knochenschaft dient beim Erwachsenen hauptsächlich der Stabilität und Kraftübertragung und wird wie der gesamte Knochen von der gut durchbluteten Knochenhaut (Periost) überzogen. In der Kindheit findet in der Diaphyse der Röhrenknochen ein Großteil der Blutbildung statt, die sich beim gesunden Erwachsenen auf den Bereich der Epiphyse und Metaphyse beschränkt.

Achsfehlstellung der Beine bei Kindern (X-Beine/O-Beine)

Beinachsenfehlstellungen: normale Beinachse, Valgusstellung, Varusstellung Man unterscheidet grundsätzlich zwei Formen der Beinachsenfehlstellung: 1. Bei der Valgusfehlstellung (Genu valgum) weicht der Unterschenkel im Vergleich zum Oberschenkel nach außen ab. Man spricht daher auch von einem X-Bein. 2. Die Varusfehlstellung (Genu varum) zeichnet sich durch einen im Vergleich zur Oberschenkelachse nach innen abweichenden Unterschenkel aus. Diese Fehlstellung bezeichnet man auch als O-Bein. © kowalska-art, iStock

Ab einer gewissen Abweichung von einer geraden Beinachse spricht man von einer Beinachsenfehlstellung. Diese Kniefehlstellung äußert sich entweder als X-Bein (Genu valgum) oder als O-Bein (Genu varum). Während bei einer geraden Beinachse das Kniegelenk optimal in der Mitte belastet wird, kommt es bei Achsfehlstellungen zu veränderten Gewichtsbelastungen. Die Knorpelflächen im Kniegelenk werden nicht mehr gleichmäßig belastet. Ein O-Bein belastet den inneren (medialen) Anteil des Kniegelenks vermehrt und bei einem X-Bein wird die äußere (laterale) Gelenkfläche verstärkt belastet. Dies führt auf Dauer zu Knorpelschäden bis hin zur Arthrose (Gelenkverschleiß).

Bis zum Ende der Wachstumsphase können Beinachsenfehlstellungen sich bei idiopathischen Entstehungen (ohne erkennbare Ursache) spontan auswachsen, sodass keine Operation zur Korrektur der Beinachsen notwendig ist. In vielen Fällen ist die Beinachsenstellung physiologisch, also über die normale körperliche Entwicklung erklärbar. Der Kinderorthopäde kann feststellen, ob es sich um eine solche physiologische Veränderung der Beinachsen handelt oder um eine von der Norm abweichende behandlungsbedürftige Beinachsenfehlstellung, die durch eine minimalinvasive Operation begradigt werden kann. Konservative Therapien sind in diesem Fall nicht erfolgversprechend.

Hüftkopflösung (Epiphysiolysis capitis femoris)

Hüftschmerzen Eine Hüftkopflösung führt zu Hüftschmerzen und Bewegungseinschränkungen. Viele Betroffene klagen zudem über Knieschmerzen. © peterschreiber.media, Fotolia

Bei der Hüftkopflösung des Jugendlichen löst und verschiebt sich der Hüftkopf in der Wachstumsfuge auf dem Schenkelhals. Hormonelle Umstellungen in der pupertären Wachstumsphase schwächen diese Knochenzone so sehr, dass sich die Epiphyse unter Belastung verschiebt. Dieses Ereignis kann sehr rasch (akut) verlaufen oder über Wochen und Monate schleichend eintreten.

Hüftdysplasie: Ursachen, Spätfolgen, Behandlung

Röntgenbild eines 18 Monate alten Kindes mit Hüftluxation links Das Röntgenbild zeigt eine Hüftluxation links mit verkleinertem Hüftkopfkern bei einem 18 Monate alten Kind. Rechts ist das Hüftgelenk normal ausgebildet. © Gelenk-Klinik

Der Begriff Hüftdysplasie umfasst sowohl Fehlstellungen des Hüftgelenks als auch Störungen der Verknöcherung in früher Kindheit. Der Großteil aller Hüftdysplasien in Deutschland ist angeboren und tritt bei etwa 3 von 100 Säuglingen auf. Die Hüftdysplasie gehört damit zu den häufigsten angeborenen Fehlbildungen des Skelettsystems bei Neugeborenen.

Unbehandelt bleibt eine Hüftdysplasie lange Zeit schmerzfrei, kann aber ab dem jungen Erwachsenenalter gravierende Spätfolgen haben: Schmerzen im Leistenbereich, vorzeitige Abnutzung des Hüftgelenks (Coxarthrose), Ausrenkung des Hüftkopfes aus der Gelenkpfanne bis hin zu schweren Gehbehinderungen. Schätzungsweise 10 Prozent der heute eingesetzten künstlichen Hüftgelenke und die Hälfte aller diagnostizierten Coxarthrosen gehen auf eine nicht behandelte Hüftdysplasie in der Kindheit zurück.

Diese Zahlen machen die große Bedeutung einer möglichst frühzeitigen Behandlung nach Diagnosestellung durch den Facharzt deutlich. Bei Therapiebeginn im Säuglingsalter ‒ also vor einer nennenswerten Verknöcherung des Hüftgelenkes ‒ besteht eine fast 100-prozentige Heilungschance ohne jede Form von Spätfolgen.

Bei erwachsenen Patienten besteht die oberste Zielsetzung des orthopädischen Spezialisten darin, ein annähernd normales Gangbild und möglichst vollständige Schmerzfreiheit zu erreichen. Eine gründliche Diagnostik ist die Grundlage für die anschließende Therapie, die exakt auf die anatomischen Besonderheiten der Patienten abgestimmt wird.

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