Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
Alte Bundesstr. 58
79194 Gundelfingen
Tel: (0761) 55 77 58 0
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Digitus saltans

Bei einem Digitus saltans (lat. digitus "Finger" und saltans "springend") kommt es zu einer Einengung der Fingerbeugesehnen. Das Ringband, das die Sehne am Knochen fixieren soll, ist entweder zu eng (Ringbandstenose) oder die Sehne bzw. Sehnenscheide ist verdickt. Dies ist beispielsweise bei einer überlastungsbedingten Entzündung der Fall (Tendovaginitis stenosans). Die Beugesehne kann nicht mehr reibungslos gleiten, sondern bleibt am Ringband hängen. Erst durch vermehrte Kraftaufbringung (aktiv oder passiv) schnellt der Finger aus der Beugung zurück in die Streckung. Meist kann nur eine Entlastung der Sehne durch eine operative Ringbandspaltung die Symptomatik verbessern.

"Closer" 48/2018 mit Dr. Martin Rinio: "Was tun bei einem Schnappfinger?"

Was tun bei einem Schnappfinger?: mit Dr. Martin Rinio in Closer 48/2018Closer 48/2018 mit Dr. Martin Rinio: Was tun bei einem Schnappfinger?

Mehr als 20.000 Mal bewegen wir täglich unsere Finger, schätzen Fachärzte. Ohne die reibungslose Funktion unserer Hände ginge so gut wie nichts in Job, Haushalt und Freizeit. Dass bereits der Ausfall eines Fingers zum Handicap werden kann, erlebte eine 52-jährige Floristin. Sie war in meine Sprechstunden gekommen, da sie den Mittelfinger ihrer rechten Hand nur noch mit größter Mühe ausstecken konnte. Dies behinderte sie stark. Nach einer manuellen Untersuchung, bei der sich Knötchen ertasten ließen, stand die Diagnose fest: Sie litt unter einem sogenannten Schnappfinger. Bei dieser Erkrankung kommt es zu lokalen, knotigen Sehnenverdickungen sowie einer Einengung der betreffenden Sehnenscheiden. Die Folge: Die verdickte Fingersehne bleibt an den Ringbändern hängen. Erst nach kraftvollem Ziehen löst sie sich und schlüpft ruckartig oder eben schnappartig hindurch.

"Closer" 48/2018

"Freizeit Pur" mit Dr. Thomas Schneider: "Schnappfinger: Ursachen und Therapie"

Schnappfinger: Ursachen und TherapieSchnappfinger: Ursachen und Therapie

Mehr als 20.000 Mal täglich bewegen wir unsere Finger. Schon der Ausfall eines einzelnen Fingers kann zum Handicap werden, wie Menschen mit einemSchnappfinger wissen. „Hier kann die Fingersehne nicht mehr ungehindert durch die vorgesehenen Kanäle gleiten. Der betroffene Finger knickt ein und lässt sich nicht mehr ausstrecken“, erläutert Dr. Thomas Schneider, leitender Orthopäde der Gelenk- Klinik Gundelfingen

"Freizeit Pur"

Morbus Dupuytren: Wenn sich die Finger nicht mehr strecken lassen

Beugekontraktur bei Morbus DupuytrenDupuytren-Kontraktur: Die Finger können aufgrund einer Wucherung von Bindegewebe nicht mehr ausgestreckt werden. © mbbirdy, istock

Bei Morbus Dupuytren kommt es zu einer übermäßigen Bildung von Bindegewebe im Bereich der Handfläche. Die nach dem Chirurgen Baron Dupuytren benannte Erkrankung führt zunächst zu einer Beugekontraktur und in der Folge zur Streckhemmung der Finger. Die Fingerbeweglichkeit ist bei Morbus Dupuytren aufgrund einer Verhärtung der Sehnenplatte im Bereich der Hohlhand eingeschränkt. Neben Sehnen können auch Nerven oder Gefäße eingeengt werden und Beschwerden verursachen. Zu den Ursachen zählen Verletzungen, aber auch genetische Veranlagung. Morbus Dupuytren tritt vor allem im mittleren Lebensalter auf und betrifft vornehmlich Männer. Bei starken Schmerzen oder wenn die Finger sich nicht mehr vollständig strecken lassen, kann die Entfernung des gewucherten Bindegewebes in einer kleinen Operation die Fingerbeweglichkeit wiederherstellen.

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