Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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79194 Gundelfingen
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Schubladentest

Der Schubladentest ist eine diagnostische Methode zur Feststellung eines Kreuzbandrisses. Dafür hält der Patient das Knie in 90°-Stellung gebeugt. Der untersuchende Arzt umfasst dann den Unterschenkel des Patienten mit beiden Händen und legt die Zeigefinger in die Kniekehle. Lässt sich nun der Unterschenkel – ähnlich wie eine Schublade – verschieben, liegt vermutlich ein Kreuzbandriss vor. Bei einer Verschiebung nach vorne ist das vordere Kreuzband geschädigt und bei einer Verschiebung nach hinten das hintere Band.

Knieschmerzen beim Treppensteigen

KreuzbandDie Funktion des Kreuzbandes kann klinisch durch eine Reihe von Tests geprüft werden. Der Schubladentest zeigt das Wackelknie, das der Patient auch beim Bergabgehen oder beim Hinuntergehen einer Treppe als Instabilität spürt, wenn das vordere Kreuzband nicht mehr richtig funktioniert. © Gelenk-Klinik/Prof. Dr. Sven Ostermeier

Knieschmerzen beim Treppensteigen können durch Kniearthrose hinter der Patella (Kniescheibe) ausgelöst werden. Auch eine Instabilität der Patella kann beim Beugen des Knies oder beim Treppensteigen schmerzhaft werden. Schmerzen beim Treppensteigen sind in der Regel belastungsabhängig.

Röntgenbilder und Kernspin (MRT) zeigen Abnutzungen der Knorpelfläche oder lokale Schäden im Knie.

Kreuzbandriss: Ruptur des Kreuzbandes im Knie

Klinische Untersuchung bei KreuzbandrissDie Funktion des Kreuzbandes kann klinisch durch eine Reihe von Tests gut überprüft werden. © Gelenk-Klinik

Das Kreuzband stabilisiert im Knie Femur (Oberschenkel) und Tibia (Unterschenkel). Nach einem Kreuzbandriss ist bei jedem Schritt die Beweglichkeit der Gelenkpartner stark vergrößert. Das führt langfristig zur Abnutzung der Weichteile im Kniegelenk. Die Belastung auf Knorpel und Meniskus steigt und eine Arthrose kann resultieren.

Die Funktion der Kreuzbänder wird verständlich, wenn man sich die Biomechanik des Treppen abwärts Laufens anschaut. Der Oberschenkel würde durch die Gewichtsbelastung über den Unterschenkel nach vorne gleiten. Das vordere Kreuzband hält beide Partner des Kniegelenks exakt in ihrer Position und fixiert den Oberschenkelknochen über dem Schienbein. Bei jüngeren und aktiven Patienten empfehlen wir nach einem Kreuzbandriss immer eine Stabilisierung durch eine Kreuzbandplastik.

Knieschmerzen – was tun?

Kniegelenk – Knieschmerzen.Die Ursache Ihres Knieschmerzen kann aufgrund des komplexen Aufbaus des Kniegelenks sehr vielfältig sein. Dieses Bild zeigt die normale Anatomie des menschlichen Knies seitlich von vorne: Man sieht die Kniescheibe (Patella), die Bänder zum Aufhängen der Kniescheibe, den Meniskus als schalenförmigen Puffer zwischen Oberschenkel und Unterschenkel, das stabilisierende vordere Kreuzband im Inneren des Kniegelenks, das Außenband des Knies und die knöchernen Gelenkpartner im Kniegelenk: Oberschenkel (Femur), Unterschenkel (Tibia) und Patella (Kniescheibe) © Istockphoto.com/MedicalArtInc

Knieschmerzen sind ein Volksleiden: Allein in Deutschland sind etwa fünf bis zehn Millionen Menschen davon betroffen. Es gibt unterschiedliche Arten von Knieschmerzen. Nur eine gründliche ärztliche Untersuchung kann die genauen Ursachen Ihrer Knieschmerzen klären.

Ähnlich einer rot aufleuchtenden Warnlampe beim Auto sind Knieschmerzen nicht das eigentliche Problem: Knieschmerzen sind eher als hilfreiches Warnsignal zu sehen. Aufgrund dieses Hinweises können Sie mit ihrem Kniespezialisten Probleme erkennen und oft auf einfache Weise behandeln. Das Warnsignal "Knieschmerz" erlaubt den Betroffenen, eine ärztliche Beratung und gelenkerhaltende Therapie rechtzeitig wahrzunehmen. Schwere Schäden am Knie können durch vorbeugende Therapie des Knies vermieden werden, wenn der Patient auf seinen Körper hört.

Natürlich ist aber nicht bei allen Arten von Knieschmerz ein Arztbesuch erforderlich. Bei kleineren, oberflächlichen Verletzungen (z. B. durch einen Sturz auf das Knie) können Sie die Knieschmerzen auch selbst behandeln.

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