Orthopädische Gelenk-Klinik

Orthopädische Gelenk-Klinik

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Patella

Die Patella (Kniescheibe) ist ein scheibenförmiger Knochen, der vor dem Kniegelenk liegt. Die große Strecksehne des Oberschenkelmuskels (Quadriceps femoris) ist in sie eingebettet, wodurch sich der Hebelarm des Muskels verlängert. Auf diese Weise überträgt sich der Muskelzug des Oberschenkels auf den Unterschenkel und die Streckung des Knies wird ermöglicht. Zudem schützt die Kniescheibe das Kniegelenk vor äußeren Einflüssen und verbindet Oberschenkel und Unterschenkel gelenkig miteinander. Erkrankungen der Kniescheibe sind beispielsweise Patellaluxation, ein Herausspringen der Kniescheibe aus dem Kniegelenk, oder Patelladysplasie, bei der die Dreiecksform der Kniescheibe so verändert ist, dass sie nicht mehr optimal ins Oberschenkelgleitlager passt.

Knieschmerzen – Übungen zum Selbermachen

Im Folgenden empfehlen wir Ihnen einfache Übungen gegen Knieschmerzen. Bitte beachten Sie, dass Sie länger andauernde Knieschmerzen stets orthopädisch untersuchen lassen sollten. Diese Übungen sind also nur nach einer ärztlichen Abklärung empfehlenswert.

Übung 1: Knie pendeln lassen

Übung Knie pendeln lassen 1. Übung: Knie pendeln lassen. Die durch Pendeln angeregte Bildung von Gelenkschmiere hilft gegen Knieschmerzen. © Gelenk-Klinik.de

Bei dieser Übung lassen Sie sitzend das Knie pendeln (möglichst mit Gewicht am Sprunggelenk). Das Kniependeln fördert die Bildung von Gelenkschmiere und wirkt vorbeugend gegen Arthrose. Patienten mit Kniearthrose sollen diese Übung immer dann durchführen, wenn sich das Knie müde anfühlt oder Knieschmerzen nach einer längeren Anstrengung auftreten. Die Pendelbewegung ohne Belastung fördert die Knorpelernährung und bekämpft so die Knieschmerzen. Dauer: ca. 1 Minute.

Knieschmerzen vorne

Knieschmerzen vorne Bei Knieschmerzen vorne sind meist die Patella (Kniescheibe) oder umliegende Strukturen wie die Patellasehne beteiligt. © motortion, Fotolia

Bei Knieschmerzen vorne im Kniegelenk ist die Ursache häufig im Bereich der Kniescheibe zu finden. Folgende Krankheitsbilder können Knieschmerzen an der Vorderseite auslösen:

Knieschmerzen beim Beugen und Anwinkeln

Die Situation, in der die Knieschmerzen verstärkt auftreten, kann dem behandelnden Orthopäden einen Hinweis auf die Ursache geben. Je nachdem welche Grunderkrankung oder Verletzung vorliegt, lösen verschiedene Bewegungen die Knieschmerzen aus. Meist können Patienten genau benennen, bei welchen Bewegungsabläufen die Knieschmerzen am schlimmsten sind.

Stechende Knieschmerzen beim Beugen oder in die Hocke gehen

Knieschmerzen beim Beugen In hockender Position ist die Belastung für das Kniegelenk maximal. Bestimmte Berufsgruppen (z. B. Fliesenleger) sind daher besonders gefährdet, Knieschmerzen zu erleiden. © Wellnhofer Designs, Fotolia

Knieschmerzen beim Treppensteigen

Ursachen für Knieschmerz beim Treppensteigen:

Knieschmerzen beim Treppensteigen können durch Kniearthrose hinter der Patella (Kniescheibe) ausgelöst werden. Auch eine Instabilität der Patella kann beim Beugen des Knies oder beim Treppensteigen schmerzhaft werden. Schmerzen beim Treppensteigen sind in der Regel belastungsabhängig.

Röntgenbilder und Kernspin (MRT) zeigen Abnutzungen der Knorpelfläche oder lokale Schäden im Knie.

Operation der Kniescheibe: Laterale Retinaculumspaltung

Wenn durch Fehlstellung der Patella (Kniescheibe) zu viel Druck auf die seitliche Kniescheibenfacette ausgeübt wird, kann dies zu Knorpelverschleiß mit anschließendem Knochenschaden und starken Schmerzen führen. Um diese Druckbelastung zu minimieren, wird eine laterale Retinaculumspaltung durchgeführt.

Bei dieser Operation werden arthroskopisch (minimal invasiv) über zwei kleine Hautschnitte eine Kamera mit Lichtquelle und spezielle chirurgische Instrumente in das Gelenk eingeführt.

Kniescheibenluxation: Wenn die Kniescheibe (Patella) aus dem Gelenk springt

Test der Kniescheibendislokation Test auf Kniescheibenluxation durch den Kniespezialisten. © Gelenk-Klinik

Die Kniescheibe ist ein Knochen, der in die große Strecksehne der Oberschenkelmuskulatur eingebettet ist. Zur Knieseite hin verläuft sie in einem V-förmigen Gleitlager des Oberschenkelknochens. Durch ihre kongruente V-Form passt die Kniescheibe im Normalfall ideal in das Oberschenkelgleitlager. Der Zug der Muskulatur kann dann über die Sehne störungsfrei auf den Unterschenkel übertragen werden, wodurch die Streckung des Knies ermöglicht wird.

Was passiert bei der Patellaluxation? Man unterscheidet bei der Kniescheibenluxation im wesentlichen zwei Arten:

Patelladysplasie, Patellaluxation und Kniescheiben-Krankheiten

Patellaluxation - Patella-Kniescheibe Untersuchung des Patella-LaufsUntersuchung der Patellafunktion durch Beobachtung des Patellalaufs bei Beugung und Streckung des Kniegelenks. © Gelenk-Klinik

Die Patelladysplasie ist eine Fehlformung der Kniescheibe. Die Patella ist ein von vorne gesehen dreieckiger Knochen und fungiert als Gelenkpartner zwischen Oberschenkel und Unterschenkel.

Nicht immer führt die Patelladysplasie zu Knieschmerzen oder begründet die Notwendigkeit orthopädischer Behandlung. Viele Patienten mit Patelladysplasie haben in Ihrem Leben keine Beeinträchtigung.

Dennoch ist die Einseitige Belastung des Gelenkknorpels des patellofemoralen Gelenks ein Risiko für Knieschmerzen und Kniearthrose. Die Fehlform der Patella ist meist angeboren.

Beim Älterwerden kann die unebene Oberfläche der Patella im Kniegelenk einen Knorpelschaden verursachen (retropatellare Knorpelschädigung oder Retropatellar-Arthrose). Es ist sehr wichtig, die Patelladysplasie zu behandeln, bevor daraus eine Kniearthrose geworden ist. Die Patelladysplasie ist auch oft im Zusammenhang mit einer Patellaluxation zu beobachten.

Kniescheibenarthrose (patellofemorale bzw. retropatellare Kniearthrose): Knieteilprothese der Patella

Patellofemorale Knieteilprothese: Ein Metallimplantat am Oberschenkel zwischen den beiden Oberschenkelrollen kleidet die Patella-Gleitrinne (Trochlea) aus. Ein gleitfähiges Polyethylen-Implantat auf der Rückseite der Kniescheibe bildet die Gleitpaarung mit dem Titanimplantat. Wir ziehen die einwachsenden, knochensparenden HemiCAP-Implantate den zementierten Implantaten vor.  Patellofemorale Knieteilprothese: Ein Metallimplantat am Oberschenkel zwischen den beiden Oberschenkelrollen kleidet die Patella-Gleitrinne (Trochlea) aus. Ein gleitfähiges Polyethylen-Implantat auf der Rückseite der Kniescheibe bildet die Gleitpaarung mit dem Titanimplantat. Wir ziehen die einwachsenden, knochensparenden HemiCAP-Implantate den zementierten Implantaten vor. © 2med

Die patellofemorale Arthrose ist die seltenste Form der Kniearthrose. Hauptursachen der Arthrose des Patellofemoralgelenks sind Fehlbildung der Patella (Kniescheibe) bzw. der patellaren Gleitrinne (Trochlea). Auch Traumata wie Patellafraktur und osteochondrale Läsionen sind ebenfalls häufige Ursachen.

Die gelenkerhaltende Behandlung der retropatellaren Arthrose steht im Vordergrund.

Durch Weichteileingriffe an den Sehnen, die die Patella führen, kann die Position der Patella sowie die Kraftübertragung auf das femoropatellare Gelenk verbessert werden.

Wenn ein gelenkerhaltendes Vorgehen nicht mehr möglich ist, weil der Knorpel komplett abgenutzt ist, kann das patellofemorale Gelenk durch eine Knieteilprothese ersetzt werden.

Vordere Knieschmerzen: Kniescheiben-Schmerzen

Untersuchung der KniescheibeUntersuchung der Kniescheibe beim patellofemoralen Schmerzsyndrom. © Gelenk-Klinik

Das patellofemorale Gelenk – zwischen Patella (Kniescheibe) und Oberschenkelknochen – ist bei jungen Frauen häufiger schmerzhaft als bei anderen Bevölkerungsgruppen. In dieser Gruppe ist patellofemoraler Schmerz die häufigste orthopädische Erkrankung.

Aber auch Kinder und Jugendliche leiden recht häufig an Schmerzen an der Kniescheibe.

Häufig resultiert der vordere Knieschmerz an der Patella aus sportlicher Überlastung. Schwere körperliche Arbeit oder Übergewicht sind ebenfalls Auslöser dieser Erkrankung. Der Kniespezialist muss durch Röntgen, Ultraschall und manchmal auch eine Kernspinuntersuchung (MRT) die Ursachen des Patellaschmerzes sorgfältig abklären.

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