Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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Anulus fibrosus

Der Anulus fibrosus in der Bandscheibe ist ein Ring aus Faserknorpel, der den gallertartigen Kern (Nucleus pulposus) umgibt. Er sorgt dafür, dass der Gallertkern im Inneren der Bandscheibe bleibt, um seine stoßdämpfende Funktion zwischen den einzelnen Wirbelkörpern ausüben zu können. Reißt der Anulus fibrosus aufgrund von degenerativen Prozessen (Verschleiß), tritt das Bandscheibeninnere aus dem Kern aus und drückt auf die Nervenwurzeln des Rückenmarks. Dann spricht man von einem Bandscheibenvorfall.

Discus-Prolaps ist ein Bandscheibenvorfall: Erklärung, Symptome

Was bedeutet Prolaps?

Ein Prolaps beschreibt erst mal völlig wertneutral ein Vorfall von Material oder eines Organsystems. In den meisten Fällen wird dabei der Vorfall, also der Prolaps, des gallertartigen Kerns der Bandscheibe beschrieben. Ursache für diesen Prolaps sind Veränderungen in diesem Gallertkern umgebenden Faserrings. Dieser wird durch degenerative Veränderungen brüchig und unelastisch. Dann kann es durch plötzliche Druckbelastungen zu Verlagerungen, sogenannten Protrusionen des Gallertkerns kommen.

Nukleoplastie – Dekompression der Nervenfasern nach Bandscheibenvorfall

NukleoplastieDie Nukleoplastie ist ein minimalinvasives Verfahren zur Operation eines Bandscheibenvorfalls. © Viewmedica

Die Nukleoplastie ist ein minimalinvasives Verfahren zur Therapie bandscheibenbedingter Rückenschmerzen und Beinschmerzen. Behandelt werden kleinere Bandscheibenvorfälle oder Bandscheibenvorwölbungen, die den festen Faserring (Anulus fibrosus) der Bandscheibe nicht durchbrochen haben. Solche Bandscheibenprotrusionen werden mittels Nukleoplastie therapiert, da sie einem offenen chirurgischen Verfahren mit operativer Entfernung des Bandscheibenmaterials nicht zugänglich sind. Das Prinzip beruht auf einer minimalen Schrumpfung des gallertartigen Bandscheibenkerns (Nucleus pulposus). Durch den eintretenden Schrumpfungseffekt zieht sich die nach hinten zum Rückenmark vorgewölbte Bandscheibe zurück. Dies entlastet den eingeengten Nerv und die Beinschmerzen und Rückenschmerzen klingen ab.

Diskographie: Untersuchung der Wirbelsäule und Bandscheibendiagnose

Diskographie

Die Diskographie beschreibt ein röntgengestütztes Verfahren zur Darstellung der Bandscheibe mittels Injektion eines Kontrastmittels in den Bandscheibenraum.
Das heißt, es wird unter örtlicher Betäubung mit einer langen dünnen Nadel das Bandscheibenfach punktiert. Über diese lange dünne Nadel wird dann ein röntgendichtes Kontrastmittel in den Bandscheibenkern, den Nucleus pulposus, injiziert.

Anhand der Verteilung des Kontrastmittels kann die Lage und die Situation der Bandscheibe genau dargestellt werden. Mit Hilfe dieser Untersuchung können wir unterscheiden, ob Rückenschmerzen von der Bandscheibe herrühren - also Discogen sind - oder von einer Arthrose der Facettengelenke herrühren.

Bandscheibenvorfall: Symptome und Behandlung der Bandscheibe

BandscheibenvorfallBei der klinischen Untersuchung kann der Neurochirurg häufig bereits die genaue Lage und die Auswirkungen des Bandscheibenvorfalls feststellen. © Gelenk-Klinik.de

(oder Discus-Prolaps)

Bei einem Bandscheibenvorfall rutscht ein Teil des Bandscheibenkerns nach außen. In der Nähe der Wirbelsäule und der Nervenwurzeln kann der Druck der herausgetretenen Masse die Gesundheit und Funktion wichtiger Nerven beeinträchtigen.

Kein Wunder, warum ein Bandscheibenvorfall so häufig auftritt: Die 23 Bandscheiben, die wir besitzen, dienen als Puffer und Federung zwischen den Wirbelkörpern. Sie machen die enorme Beweglichkeit der Wirbelsäule erst möglich und halten unglaublich viel aus. Scherkräfte und Hebelwirkungen vergrößern die Lasten, die bei bestimmten Bewegungen auftreten. So tragen die Bandscheiben ein Vielfaches unseres Körpergewichtes.

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