Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
Alte Bundesstr. 58
79194 Gundelfingen
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Bandscheibenprotrusion

Stadien der Bandscheibendegeneration mit Bandscheibenprotrusion und -extrusion Wenn die zähe Bandscheibenhülle unter dem Druck des Bandscheibenkernes nachgibt und sich nach außen wölbt, spricht man von einer Bandscheibenprotrusion. © bilderzwerg, Fotolia

Die Bandscheibenprotrusion (lat. protrusio „Hervortreten“) beschreibt einen inkompletten Bandscheibenvorfall.

Aufgrund von Alterungsprozessen und Degeneration verliert der Anulus fibrosus (Faserknorpel), der den Gallertkern (Nucleus pulposus) der Bandscheibe schützend umgibt, an Festigkeit. Im Vergleich zum kompletten Bandscheibenvorfall reißt der Faserring allerdings nicht ein, sondern wölbt sich nach außen vor. Auf diese Weise komprimiert er möglicherweise eine Nervenwurzel des Rückenmarks. Auch ein Unfall kann ursächlich für eine solche Bandscheibenprotrusion sein. In einigen Fällen ist die Vorwölbung des Anulus fibrosus schmerzlos. Andere Patienten berichten von lokalen Schmerzen in der Wirbelsäule oder von ausstrahlenden Schmerzen in die Region, die von dem komprimierten Nerven versorgt wird.

Bandscheibenvorfall: Ursachen, Diagnose und Therapie

Schematische Darstellung eines Bandscheibenvorfalls Darstellung eines Bandscheibenvorfalls (Diskusprolaps). Der innere Bandscheibenkern (dunkelblau) durchbricht den äußeren Faserring (hellblau) und kann einen Spinalnerven (gelb) komprimieren. Ausfallerscheinungen und Lähmungen können die Folge sein. © Gelenk-Klinik

Bei einem Bandscheibenvorfall reißt der zähe Faserknorpel der Bandscheibe. Ihr gallertiger Kern tritt in den Wirbelkanal aus. Drückt der Gallertkern auf einen Rückenmarksnerven, leiden Betroffene unter starken Rückenschmerzen, die teilweise bis in Arme und Beine ausstrahlen. Kribbeln, Taubheit und Lähmungen können hinzukommen.

Übungen nach Bandscheibenvorfall

Nach vorne abgestütztes Sitzen auf dem Stuhl nach Bandscheibenvorfall Sie entlasten die Wirbelsäule, wenn Sie sich im Sitzen leicht nach vorne über eine Stuhllehne stützen. © Gelenk-Klinik

Bei einem Bandscheibenvorfall bricht der innere Gallertkern der Bandscheibe durch den umhüllenden Faserring. Die ausgetretenen Kernanteile können auf einen Spinalnerven oder das Rückenmark drücken und beim Patienten starke Rückenschmerzen auslösen.

Sind die Schmerzen für den Patienten erträglich und leidet er nicht unter Lähmungen oder Taubheitsgefühl, ist ausreichend Zeit, den Bandscheibenvorfall konservativ zu behandeln.

HWS-Syndrom: Schmerzen in der Halswirbelsäule

Mann mit Nackenschmerzen Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule: HWS-Syndrom. © Wavebreakmedia, iStock

Ein Halswirbelsäulensyndrom (Zervikalsyndrom) oder kurz HWS-Syndrom ist ein Sammelbegriff für Rückenschmerzen oder Armschmerzen, die den Bereich der Halswirbelsäule betreffen. Meist unterscheidet man zwischen akuten HWS-Syndromen und chronischen HWS-Syndromen. Bei den akuten HWS-Syndromen sind oft Verletzungen durch plötzliche Überbeanspruchung als Ursache festzustellen. Hierunter gehören z. B. die Verletzung der Halswirbelsäule (Zervikalwirbelsäule) bei Verkehrsunfällen, ein sogenanntes HWS-Schleudertrauma.

Es können aber auch akute HWS-Syndrome im Rahmen von ungewohnten Belastungen bei starker körperlicher Betätigung oder bei Aussetzung von Zugluft entstehen.

Chronische HWS-Syndrome basieren meistens auf degenerativen Veränderungen der tragenden Strukturen im Bereich der Halswirbelsäule. Insbesondere ist der Bereich der Zwischenwirbelgelenke betroffen.

Rückenzentrum in Freiburg: Orthopädie, Neurochirurgie, Rehabilitation und Physiotherapie

Rückenzentrum Freiburg Die Gelenk-Klinik ist Zentrum für Orthopädie und Wirbelsäulenchirurgie. © Gelenk-Klinik

Chronische Rückenschmerzen werden häufig von Fachärzten unterschiedlicher Fachrichtungen anders diagnostiziert und behandelt.

Je nachdem, ob man einen Allgemeinmediziner, Psychosomatiker, Orthopäden, Neurochirurgen oder Rehamediziner konsultiert, ändern sich Krankheitserklärungen und Therapien.

Das Rückenzentrum mit eigener Neurochirurgie der orthopädischen Gelenk-Klinik in Freiburg gibt Patienten die interdisziplinäre Sicht auf den Schmerz.

Racz-Katheter: nicht-operative Behandlung von Rückenschmerzen

Behandlung von Rückenschmerzen mittels Racz-Katheter Der Racz-Katheter ist eine nicht-operative Methode zur Behandlung von Rückenschmerzen. © Henrie, Fotolia

Mit dem Racz-Katheter wenden wir seit 1998 sehr erfolgreich eine Methode an, die ursprünglich aus den USA kommt. Ohne offene Operation kann man damit die häufigsten Ursachen vonRückenschmerzen wirksam und dauerhaft bekämpfen. Die Schmerzkatheterbehandlung nach Racz wurde entwickelt, um eine ganze Reihe verschiedner Rückenschmerzen kausal (ursächlich) zu behandeln. Die Therapie erfolgt dabei nicht operativ, sondern über einen flexiblen Katheter, der durch den Spinalkanal (Wirbelkanal) der Wirbelsäule geschoben wird.

Operationen der Wirbelsäule: minimalinvasive Verfahren

Mann mit Rückenschmerzen Bei chronischen Rückenschmerzen können minimalinvasive Operations-Verfahren langanhaltende Beschwerden lindern. © metamorworks, Fotolia

Zur operativen Behandlung von Rückenschmerzen stehen mehrere minimalinvasive Verfahren zur Verfügung. Dazu zählen die Schrumpfung der Bandscheibe im Rahmen einer Nukleoplastie sowie die Betäubung des schmerzauslösenden Nervs mittels spezieller Medikamente oder Hitze. Im Falle eines verengten Wirbelkanals kann ein Implantat (X-Stop) Abhilfe schaffen. Welche Behandlungsmethode sich im Einzelfall eignet, muss der Arzt im persönlichen Gespräch mit dem Patienten und nach eingängiger Untersuchung bestimmen.

BWS-Syndrom: Schmerzen in der Brustwirbelsäule

BWS-Syndrom: Schmerzen in der Brustwirbelsäule Schmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule bezeichnet man auch als BWS-Syndrom. © magicmine, iStock

Unter das BWS-Syndrom (Brustwirbelsäulen-Syndrom) fallen mehrere Ursachen für Schmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule. Häufigste Auslöser für ein BWS-Syndrom sind Blockaden aufgrund von degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule (z. B. Arthrose der Facettengelenke, Bandscheibenvorfälle). Diese sind in vielen Fällen auf unsere zumeist sitzende Tätigkeit und den Bewegungsmangel zurückzuführen. Aber auch angeborene oder erworbene Fehlstellungen der Wirbelsäule (z. B. Skoliose und Morbus Scheuermann), Unfälle oder osteoporotische Wirbelkörperbrüche spielen eine Rolle.

Neben den Schmerzen in den Brustwirbelsäule, die häufig das Atmen erschweren oder bis zur Atemnot führen können, sind auch Muskelverhärtungen typisch für ein BWS-Syndrom. In der Regel lassen sich Schmerzen in der Brustwirbelsäule konservativ behandeln. Hilfreich sind Physiotherapie, physikalische Therapie (Wärme, Kälte) oder spezielle Übungen zur Haltungskorrektur und Kräftigung der Rückenmuskulatur. In seltenen Fällen muss eine Operation durchgeführt werden, um die Rückenmarksnerven zu entlasten.

Nukleoplastie – Dekompression der Nervenfasern nach Bandscheibenvorfall

Nukleoplastie Die Nukleoplastie ist ein minimalinvasives Verfahren zur Operation eines Bandscheibenvorfalls. © Viewmedica

Die Nukleoplastie ist ein minimalinvasives Verfahren zur Therapie bandscheibenbedingter Rückenschmerzen und Beinschmerzen. Behandelt werden kleinere Bandscheibenvorfälle oder Bandscheibenvorwölbungen, die den festen Faserring (Anulus fibrosus) der Bandscheibe nicht durchbrochen haben. Solche Bandscheibenprotrusionen werden mittels Nukleoplastie therapiert, da sie einem offenen chirurgischen Verfahren mit operativer Entfernung des Bandscheibenmaterials nicht zugänglich sind. Das Prinzip beruht auf einer minimalen Schrumpfung des gallertartigen Bandscheibenkerns (Nucleus pulposus). Durch den eintretenden Schrumpfungseffekt zieht sich die nach hinten zum Rückenmark vorgewölbte Bandscheibe zurück. Dies entlastet den eingeengten Nerv und die Beinschmerzen und Rückenschmerzen klingen ab.

Bandscheibenvorwölbung: Disc-FX-Operation der Bandscheibe

Bandscheibenvorfall im Ledenwirbelbereich Die Bandscheibenprotrusion (Vorwölbung der Bandscheibe) tritt häufig im Bereich der Lendenwirbelsäule auf. Werden die dort austretenden Nervenwurzeln komprimiert, kommt es zu Schmerzen und Gefühlsstörungen in den Beinen. © Henrie, Fotolia

Als minimalinvasive Wirbelsäulenoperation bietet Disc-FX eine schonende Methode zur Behandlung von Bandscheibenvorwölbungen. Über einen endoskopischen Arbeitszugang durch eine Hohlnadel mit einem Durchmesser von nur 2 mm kann der Arzt das Bandscheibengewebe innerhalb und außerhalb des Spinalkanals (Wirbelkanals) entfernen. Auch eine Veränderung des Bandscheibenfaserringes (Anulus fibrosus) ist möglich.

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Vortrag zu Rückenschmerzen

PD. Dr. med. David Christopher Kubosch PD. Dr. med. David Christopher Kubosch

Unterschätzte Ursache für Rückenschmerzen „Das Facettensyndrom

Dienstag, 5.10.2021 um 19.30 Uhr

Wirbelsäule und Rücken

PD Dr. med. David-Christopher Kubosch, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie

PD Dr med. Kubosch
Facharzt für Orthopädie, Spezialist für Wirbelsäule

Dr. med. Furat Raslan, Facharzt für Neurochirurgie

Dr med. Furat Raslan
Facharzt für Neurochirurgie