Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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Bandscheibenprotrusion

Die Bandscheibenprotrusion (lat. protrusio „Hervortreten“) beschreibt einen inkompletten Bandscheibenvorfall. Aufgrund von Alterungsprozessen und Degeneration verliert der Anulus fibrosus (Faserknorpel), der den Gallertkern (Nucleus pulposus) der Bandscheibe schützend umgibt, an Festigkeit. Im Vergleich zum kompletten Bandscheibenvorfall reißt der Faserring allerdings nicht ein, sondern wölbt sich nach außen vor. Auf diese Weise komprimiert er möglicherweise eine Nervenwurzel des Rückenmarks. Auch ein Unfall kann ursächlich für eine solche Bandscheibenprotrusion sein. In einigen Fällen ist die Vorwölbung des Anulus fibrosus schmerzlos. Andere Patienten berichten von lokalen Schmerzen in der Wirbelsäule oder von ausstrahlenden Schmerzen in die Region, die von dem komprimierten Nerven versorgt wird.

Discus-Prolaps ist ein Bandscheibenvorfall: Erklärung, Symptome

Was bedeutet Prolaps?

Ein Prolaps beschreibt erst mal völlig wertneutral ein Vorfall von Material oder eines Organsystems. In den meisten Fällen wird dabei der Vorfall, also der Prolaps, des gallertartigen Kerns der Bandscheibe beschrieben. Ursache für diesen Prolaps sind Veränderungen in diesem Gallertkern umgebenden Faserrings. Dieser wird durch degenerative Veränderungen brüchig und unelastisch. Dann kann es durch plötzliche Druckbelastungen zu Verlagerungen, sogenannten Protrusionen des Gallertkerns kommen.

Bandscheibenvorfall Symptome

Typische Symptome eines Bandscheibenvorfalls

Nicht jeder Bandscheibenvorfall geht mit Symptomen einher. Symptome entstehen, wenn die Bandscheibe auf eine Nervenwurzel, das Rückenmark oder eine benachbarte Nervenfaser drückt. Wie sich diese Symptome äußern, hängt wiederum davon ab, wie stark und wie lange der Nerv zusammengedrückt wird, auf welcher Höhe der Bandscheibenvorfall auftritt und welche benachbarten Nervenstrukturen betroffen sind.

Racz-Katheter: nicht-operative Behandlung von Rückenschmerzen

Behandlung von Rückenschmerzen mittels Racz-KatheterDer Racz-Katheter ist eine nicht-operative Methode zur Behandlung von Rückenschmerzen. © Henrie, Fotolia

Mit dem Racz-Katheter wenden wir seit 1998 sehr erfolgreich eine Methode an, die ursprünglich aus den USA kommt. Ohne offene Operation kann man damit die häufigsten Rückenleiden wirksam und dauerhaft bekämpfen. Die Schmerzkatheterbehandlung nach Racz wurde entwickelt, um eine ganze Reihe verschiedner Rückenschmerzen kausal (ursächlich) zu behandeln. Die Therapie erfolgt dabei nicht operativ, sondern über einen flexiblen Katheter, der durch den Spinalkanal (Wirbelkanal) der Wirbelsäule geschoben wird.

BWS-Schmerzen - Schmerz im Brustwirbelbereich

Bei den BWS-Schmerzen handelt es sich meist um dumpfe oder drückende Schmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule. Sehr häufig sind hierbei auch die anliegenden Muskelpartien verhärtet und schmerzhaft. Da die Brustwirbelsäule mit den Rippen gelenkige Verbindungen bildet, sind die Schmerzen bei Blockierungen meist bewegungs- und/oder atemabhängig. Der Schmerz wird von den Patienten zwischen die Schulterblätter lokalisiert und kann als gürtelförmige Ausstrahlung über den Brustkorb verspürt werden.

Nukleoplastie – Dekompression der Nervenfasern nach Bandscheibenvorfall

NukleoplastieDie Nukleoplastie ist ein minimalinvasives Verfahren zur Operation eines Bandscheibenvorfalls. © Viewmedica

Die Nukleoplastie ist ein minimalinvasives Verfahren zur Therapie bandscheibenbedingter Rückenschmerzen und Beinschmerzen. Behandelt werden kleinere Bandscheibenvorfälle oder Bandscheibenvorwölbungen, die den festen Faserring (Anulus fibrosus) der Bandscheibe nicht durchbrochen haben. Solche Bandscheibenprotrusionen werden mittels Nukleoplastie therapiert, da sie einem offenen chirurgischen Verfahren mit operativer Entfernung des Bandscheibenmaterials nicht zugänglich sind. Das Prinzip beruht auf einer minimalen Schrumpfung des gallertartigen Bandscheibenkerns (Nucleus pulposus). Durch den eintretenden Schrumpfungseffekt zieht sich die nach hinten zum Rückenmark vorgewölbte Bandscheibe zurück. Dies entlastet den eingeengten Nerv und die Beinschmerzen und Rückenschmerzen klingen ab.

Bandscheibenvorfall: Symptome und Behandlung der Bandscheibe

BandscheibenvorfallBei der klinischen Untersuchung kann der Neurochirurg häufig bereits die genaue Lage und die Auswirkungen des Bandscheibenvorfalls feststellen. © Gelenk-Klinik.de

(oder Discus-Prolaps)

Bei einem Bandscheibenvorfall rutscht ein Teil des Bandscheibenkerns nach außen. In der Nähe der Wirbelsäule und der Nervenwurzeln kann der Druck der herausgetretenen Masse die Gesundheit und Funktion wichtiger Nerven beeinträchtigen.

Kein Wunder, warum ein Bandscheibenvorfall so häufig auftritt: Die 23 Bandscheiben, die wir besitzen, dienen als Puffer und Federung zwischen den Wirbelkörpern. Sie machen die enorme Beweglichkeit der Wirbelsäule erst möglich und halten unglaublich viel aus. Scherkräfte und Hebelwirkungen vergrößern die Lasten, die bei bestimmten Bewegungen auftreten. So tragen die Bandscheiben ein Vielfaches unseres Körpergewichtes.

Bandscheibenvorwölbung: Disc-FX-Operation der Bandscheibe

Bandscheibenvorfall im LedenwirbelbereichDie Bandscheibenprotrusion (Vorwölbung der Bandscheibe) tritt häufig im Bereich der Lendenwirbelsäule auf. Werden die dort austretenden Nervenwurzeln komprimiert, kommt es zu Schmerzen und Gefühlsstörungen in den Beinen. © Henrie, Fotolia

Als minimalinvasive Wirbelsäulenoperation bietet Disc-FX eine schonende Methode zur Behandlung von Bandscheibenvorwölbungen. Über einen endoskopischen Arbeitszugang durch eine Hohlnadel mit einem Durchmesser von nur 2 mm kann der Arzt das Bandscheibengewebe innerhalb und außerhalb des Spinalkanals (Wirbelkanals) entfernen. Auch eine Veränderung des Bandscheibenfaserringes (Anulus fibrosus) ist möglich.

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