Orthopädische Gelenk-Klinik

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foraminal

Foraminal bedeutet auf ein Foramen (lat. foramen "Loch“) bezogen. Der Begriff foraminal wird vor allem im Zusammenhang mit den Zwischenwirbellöchern (Foramina intervertebralia) der Wirbelsäule verwendet. Bei einer foraminalen Einengung ist das Zwischenwirbelloch verengt, durch die ein Spinalnerv zieht. Aufgrund dieser Verengung kann es zu einem Nervenkompressionssyndrom kommen.

Infiltrationen an der Wirbelsäule: Rückenschmerzen lindern, Schmerzursache einkreisen

Infiltration eines Facettengelenks Schematische Darstellung einer Facetteninfiltration an der Wirbelsäule. Das schmerzstillende Medikament wird über die eingeführte Hohlnadel (grün) direkt an die arthrotischen Facettengelenke (rot) gespritzt. © Gelenk-Klinik

Infiltrationen an der Wirbelsäule lassen sich auf zweierlei Arten nutzen: Zum einen lindern sie als therapeutische Infiltration quälende Rückenschmerzen. Als diagnostische Infiltration sind sie ein wertvolles Mittel, um gemeinsam mit der körperlichen Untersuchung und der Bildgebung die schmerzauslösende Quelle besser einzugrenzen.

Facettengelenksdenervierung: Thermokoagulation bei Spondylarthrose

Facettengelenks-Denervierung Facettengelenks-Denervierung: bei dieser Minimalinvasiven Prozedur wird der Schmerz bei Spondylarthrose bekämpft. © Viewmedica

Wie jedes Gelenk des menschlichen Körpers besitzt auch das Facettengelenk eine Gelenkkapsel, die neben der Gelenkführung auch die Versorgung des Gelenks durch einsprossende Gefässe und Nerven gewährleistet. Kommt es durch die Arthrose des Facettengelenks zur Reizung der Gelenkkapsel, so werden diese Schmerzen als Rückenschmerzen zu den Schmerzzentren im Rückenmark und im Gehirn weitergeleitet. Hierbei spielt ein spezieller Nerv, der Ramus dorsalis, die Schlüsselrolle.

Spinalkanalstenose: Verengung des Rückenmarkkanals der Wirbelsäule

Spinalkanalstenose Spinalkanalstenose ist eine Einengung des Nervenkanals in der Wirbelsäule. © Viewmedica

Eine Spinalkanalstenose ist eine Einengung des Wirbelkanals. Bei einer Wirbelkanalstenose drücken Knochensporne (Spondylophyten) oder Weichgewebe wie eine Bandscheibe auf das Rückenmark, das im Wirbelkanal verläuft, und engen es ein. Der Druck auf die Nerven, die dadurch nicht mehr genügend Platz haben, verursacht bei Betroffenen starke Rückenschmerzen und oft neurologische Ausfälle.

Die Spinalkanalstenose ist eine typische degenerative Erkrankung und betrifft meist ältere Menschen.

Die Folgen der Spinalkanalstenose sind ausstrahlende Rückenschmerzen in Arme oder Beine, Gangstörungen und Störungen der Feinmotorik. Patienten können in ihrem Alltag nicht mehr weit und nur noch unter Schmerzen gehen. Häufig tritt die Spinalkanalstenose in der Lendenwirbelsäule zwischen den Wirbeln L4/5 oder in der Halswirbelsäule aufgrund von Bandscheibenvorfällen der Lendenwirbelsäule bzw. Halswirbelsäule auf.

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Wirbelsäule und Rücken

PD Dr. med. David-Christopher Kubosch, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie

PD Dr med. Kubosch
Facharzt für Orthopädie, Spezialist für Wirbelsäule

Prof. Dr. med. Sven Gläsker, Facharzt für Neurochirurgie

Prof. Dr. med. Sven Gläsker
Facharzt für Neurochirurgie