Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
Alte Bundesstr. 58
79194 Gundelfingen
Tel: (0761) 791170
Mail: patienten@gelenk-klinik.de

Katheter

Ein Katheter ist ein Hilfsmittel in der Medizin. Es handelt sich dabei um ein Röhrchen oder einen Schlauch aus Gummi, Metall, Glas oder Kunststoff mit unterschiedlichen Durchmessern.

Mithilfe eines Katheters können Hohlorgane wie die Blase, der Magen-Darm-Trakt, Blutgefäße oder das Herz sondiert, gefüllt, gespült oder entleert werden. Über einen Blasenkatheter wird bei bettlägerigen Patienten zum Beispiel der Urin in einen Sammelbehälter abgeführt. Im Fall von chronischen oder akuten Rückenschmerzen kann der Arzt mittels eines sogenannten Racz-Katheters schmerz- und entzündungshemmende Substanzen direkt in die betroffene Nervenwurzel injizieren.

Was hilft gegen Rückenschmerzen?

Mann mit Rückenschmerzen Mit den richtigen Maßnahmen und einer rückenfreundlichen Lebensweise kann man selbst einiges gegen Rückenschmerzen tun. © Filip_Krstic, istock

In den meisten Fällen handelt es sich bei Rückenschmerzen um sogenannte unspezifische Rückenschmerzen. Sie beruhen vor allem auf einer lang andauernden, ungünstigen Belastung des Rückens, die zu muskulären Verspannungen und Verkürzungen sowie verkümmerten Faszien oder Bändern führt. Dazu gehören einseitige und übermäßige Belastungen, z.B. durch Fließbandarbeit oder körperlich schwere Tätigkeiten. Bewegungsmangel, eine vorwiegend sitzende Lebensweise, Übergewicht und psychischer Stress begünstigen den ungesunden Druck auf den Rücken.

Mit verschiedenen Maßnahmen im akuten Fall und einer rückenfreundlichen Lebensweise kann man in vielen Fällen gut selbst etwas gegen Rückenschmerzen tun. Je nach Diagnose verschreibt der Rückenspezialist auch spezifische konservative Therapien, Medikamente oder Operationen.

Wirbelsäulen-Operationen: Schonend endoskopisch operieren

PD Dr. med. David Christopher Kubosch PD Dr. med. David Christopher Kubosch, Facharzt für Neurochirurgie an der Gelenk-Klinik Gundelfingen

Gerade bei Eingriffen an der Wirbelsäule bringen minimalinvasive Eingriffe (MIS) gegenüber offenen Operationen erhebliche Vorteile für die Patienten.

Großflächige, schmerzauslösende Narben werden so vermieden. Eine erfolgreiche Operation setzt die genaue Lokalisation der schmerzauslösenden Ursache voraus. So kann die Absicherung der Diagnose eine gezielte, bildwandlergesteuerte Infiltration von Lokalanästhetika erfordern.

Neben den üblichen Komplikationsmöglichkeiten operativer Eingriffe an der Wirbelsäule (Gefäß-/Nervenläsion, Blutung, Infektion) ist die Hauptgefahr offener operativer Eingriffe an der Wirbelsäule die postoperative Narbenbildung, die oftmals erst Jahre nach dem Eingriff eine zunehmende Verschlechterung der Beschwerden für den Patienten verursachen kann. Zur Minimierung dieser Risiken haben wir uns auf minimalinvasive Verfahren, sog. MIS-Techniken, konzentriert.

Epidurale Endoskopie - ein neues Verfahren der minimalinvasiven Wirbelsäulenchirurgie

Viele Patienten mit chronischen Rückenschmerzen können die genaue Lokalisation ihrer Schmerzen nicht angeben: Oftmals stimmt der Ort der Schmerzentstehung nicht mit dem subjektiv als Schmerzort wahr genommenem Ort überein.

Durch vorausgegangene Operationen mit alten Narben, Traumata oder Verwachsungen, treten häufig ähnliche, sich überschneidende Symptome auf, die die Schmerzen auslösen und die Eingrenzung der anatomischen Ursache erschweren. Insbesondere voroperierte Patienten mit Schmerzen nach Entfernung der Bandscheibe (Postdiskektomiesyndrom) entziehen sich aufgrund ihrer Vorgeschichte häufig einer klaren Diagnostik.

Selbst mit bildgebenden Verfahren wie Kernspintomographie oder Computertomographie lässt sich bei ihnen oft keine eindeutige Diagnose stellen. In diesen Fällen stellt die epidurale Endoskopie oder Epiduroskopie eine sinnvolle Ergänzung zu den klassischen Diagnosemethoden dar. Sie ermöglicht oft auch bei schwierigen Einzelfällen die genaue Diagnosestellung bei komplizierten Schmerzsyndromen wie dem Failed back surgery-Syndrom.

Interventionelle Schmerztherapie bei chronischen Rückenschmerzen

Mann mit unteren Rückenschmerzen Trotz langjähriger Therapie leiden viele Menschen unter chronischen Rückenschmerzen. © Filip_Krstic, istock

Viele Patienten leiden trotz langjähriger konservativer und zum Teil operativer Therapie unter chronischen Rückenschmerzen und Schmerzen in den Beinen. Die Ursachen hierfür sind ebenso zahlreich wie komplex. So greifen eine gestörte Schmerzverarbeitung und -weiterleitung auf zellulärer Ebene, biomechanische Störungen (z. B. Bandscheibenvorfall), degenerative Veränderungen oder Operationsfolgen ineinander. Die interventionelle Schmerztherapie kann chronische Rückenschmerzen lindern, wo andere Behandlungen versagt haben.

Racz-Katheter: nicht-operative Behandlung von Rückenschmerzen

Behandlung von Rückenschmerzen mittels Racz-Katheter Der Racz-Katheter ist eine nicht-operative Methode zur Behandlung von Rückenschmerzen. © Henrie, Fotolia

Mit dem Racz-Katheter wenden wir seit 1998 sehr erfolgreich eine Methode an, die ursprünglich aus den USA kommt. Ohne offene Operation kann man damit die häufigsten Ursachen vonRückenschmerzen wirksam und dauerhaft bekämpfen. Die Schmerzkatheterbehandlung nach Racz wurde entwickelt, um eine ganze Reihe verschiedner Rückenschmerzen kausal (ursächlich) zu behandeln. Die Therapie erfolgt dabei nicht operativ, sondern über einen flexiblen Katheter, der durch den Spinalkanal (Wirbelkanal) der Wirbelsäule geschoben wird.

PASHA®-Katheter (EPRF-Therapie): Therapie chronischer Rückenschmerzen

Therapie von Nervenwurzeln mit PASHA-Katheter Therapie von Nervenwurzeln mit PASHA-Katheter: Aus verschiedenen Gründen kann eine Nervenwurzel gereizt sein und chronisch Schmerzsignale an das Gehirn senden. Durch Stimulation mit der PASHA-Elektrode kann die Schmerzweiterleitung im Rückenmark dauerhaft moduliert werden, ohne dem Nerven zu schaden. © Viewmedica

Der PASHA®-Katheter ist eine minimalinvasive Schmerztherapie durch elektrische Neuromodulation: Das ist die dauerhafte Änderung der Schmerzleitung nach hochfrequenter Strombehandlung durch eine in die Nähe der schmerzleitenden Fasern eingebrachte kleine Elektrode, die an einem flexiblen Schlauch (Katheter) befestigt ist. Diese minimalinvasive Schmerztherapie wird als "Epidurale gepulste Radiofrequenztherapie" (EPRF) bezeichnet. Der übliche Name für diese EPRF-Therapie (PASHA®-Katheter) stammt von dem Erfinder dieses Verfahrens (Dr. Omar Pasha).

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