MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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Der Nervus genitofemoralis versorgt sensibel die Haut des äußeren Genitals und die Innenseite des Oberschenkels. Motorisch ist er für den Hodenheber (Musculus cremaster) zuständig. © Gelenk-Klinik
Der Nervus ilioinguinalis (lat. nervus "Nerv", ilium "Flanke", inguen "Leiste") ist ein überwiegend sensibler Nerv mit motorischen Anteilen aus dem Plexus lumbalis (L1), der die Leiste, die äußeren Geschlechtsorgane und den inneren Oberschenkel versorgt.
Er tritt lateral aus dem großen Lendenmuskel (Musculus psoas major) aus, durchbohrt den queren Bauchmuskel (Musculus transversus abdominis) und zieht schließlich durch den Leistenkanal. Er gibt zahlreiche Äste ab, motorisch innerviert er Anteile des inneren schrägen Bauchmuskels (Musculus obliquus internus) und des queren Bauchmuskels (Musculus transversus abdominis). Sensibel versorgt er die Haut der großen Schamlippen bzw. des Skrotums, den Bereich über dem Schambein sowie den oberen inneren Oberschenkel.
Bei Einengung, Reizung oder Verletzung des Nervs drohen stechende Schmerzen in der Leiste, im Genitalbereich oder im rumpfnahen Oberschenkel. Dies kann beispielsweise bei Leistenhernien oder nach operativen Eingriffen wie Appendektomien auftreten. Auch eine Hüftgelenksarthrose oder Operationen an der Hüfte können den Nerven in seinem Verlauf schaden und zu Schmerzen führen.