Orthopädische Gelenk-Klinik

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Psoriasis

Psoriasis (altgriech. psora "Krätze") oder Schuppenflechte zählt zu den chronisch verlaufenden Autoimmunerkrankungen. Psoriasis manifestiert sich hauptsächlich als Hautkrankheit (Dermatose), kann aber auch innere Organe befallen, beispielsweise Gelenke und Bandstrukturen bei der Psoriasisarthritis.

Psoriasis-Betroffene leiden typischerweise unter rötlichen, abgegrenzten, erhabenen Hautbereichen an Kopf, Ellenbogen, Knie, Bauch oder Rücken. Bei Psoriasis verhornt die Haut schneller und die abgestoßene, obere Hautschicht bildet Schuppen. Man nimmt eine genetische Veranlagung (HLA-B27) bei Psoriasis an. Körperliche und seelische Belastungssituationen, Virusinfektionen, Kosmetika, Medikamente und hormonelle Schwankungen können bei Psoriasis einen Krankheitsschub auslösen. Zu den konservativen Therapiemöglichkeiten bei Psoriasis gehören Balneotherapie, Fango, Lichtbehandlungen und die medikamentöse Therapie mit Biologika, Kortikoiden oder Retinoiden.

Synonym: 
Schuppenflechte

Was ist Rheuma?

Gezeichnete Darstellung von sechs Körpergelenken Ob Schulter, Hände, Wirbelsäule, Knie, Hüfte oder Sprunggelenk - rheumatische Erkrankungen können den Körper von Kopf bis Fuß befallen. © Axel Kock, stock.adobe.com

Rheuma hat viele Gesichter – es ist kein eigenständiges Krankheitsbild. Über 400 verschiedene Erkrankungen gehören zum sogenannten rheumatischen Formenkreis. Darunter fallen nicht nur Schmerzen des Bewegungsapparates - nahezu alle Gelenke und Organe des menschlichen Körpers können von Rheuma betroffen sein. Da es viele verschiedene Arten von Rheuma gibt, wird es häufig verzögert oder ungenau diagnostiziert.

Der Verlauf einer Rheumaerkrankung hängt stark von der Intensität und Qualität der Versorgung ab. Entscheidend sind die frühzeitige Diagnose und die konsequente Behandlung. Die optimale Ausschöpfung aller zur Verfügung stehenden Maßnahmen erfordert spezielle Kenntnisse und Erfahrungen des behandelnden Arztes.

Was sind Rheuma-Symptome?

Im Frühstadium kommt es bei der rheumatoiden Arthritis oft zu Schmerzen und Steifigkeit in den Fingergrundgelenken. Im Frühstadium kommt es bei der rheumatoiden Arthritis oft zu Schmerzen und Steifigkeit in den Fingergrundgelenken. © Evrymmnt,stock.adobe.com

Die Anzeichen für Rheuma hängen vom Stadium der Erkrankung ab und davon, welche Gelenke oder Organe betroffen sind. Hauptbeschwerden sind:

  • Stechende oder reißende Gelenkschmerzen,
  • Gelenke können rot, überwärmt und geschwollen sein,
  • Morgens nach dem Aufstehen sind die Gelenke wie eingerostet (Morgensteifigkeit),
  • Im Spätstadium sichtbare Verformungen.

Eine erkrankte Wirbelsäule macht sich durch Rückenschmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit bemerkbar. Auch allgemeine Krankheitszeichen treten bei rheumatischen Erkrankungen auf: Durch die im ganzen Körper schwelende Entzündung sind die Patienten oft abgeschlagen, müde, appetitlos, manchmal haben sie auch Fieber. Sind die Muskeln betroffen, leiden die Patienten unter muskelkaterartigen Schmerzen und Muskelschwäche.

Wie erkennt der Arzt Rheuma?

Ultraschalldiagnose bei Arthritis Mit einer Ultraschalluntersuchung kann der Arzt Entzündungen und Ergüsse in den Hand- und Fingergelenken gut nachweisen. © Africa Studio, Fotolia

Vor allem im Frühstadium sind rheumatische Erkrankungen für den Arzt oft schwierig zu diagnostizieren. Bei den zu Beginn oft unspezifischen Beschwerden erfordert es einen erfahrenen Spezialisten, um zur richtigen Diagnose zu gelangen. Basis dafür sind ein ausführliches Arzt-Patientengespräch, die gründliche klinische Untersuchung, bildgebende Verfahren und vor allem spezielle Laboruntersuchungen. In der Gesamtschau gelingt es in der Regel, entzündlich-rheumatische Erkrankungen einzukreisen und von ähnlichen Krankheitsbildern differentialdiagnostisch abzugrenzen.

Ursachen: Wie entsteht Rheuma?

Genetische Beteiligung bei Rheuma Bei den meisten rheumatischen Erkrankungen nehmen Experten eine Beteiligung der Gene an. © Billion Photos.com, stock.adobe.com

Ob Gelenke, Muskeln, die Haut oder innere Organe betroffen sind: Bei entzündlichem Rheuma zerstören chronische Prozesse die Gewebe. Heute geht man davon aus, dass durch einen unbekannten Auslöser zunächst eine „normale“ Entzündung des Gewebes angestoßen wird. Im Fall der rheumatoiden Arthritis kann dies ein z. B. ein Atemwegsinfekt sein.

Diese Entzündung führt fälschlicherweise zu einer Autoimmunreaktion, durch die sich neue entzündliche Reaktionen gegen das eigene Gewebe richten. Die Autoimmunreaktion wird chronisch und greift dabei nicht nur das erste Zielgewebe an, sondern auch andere Körperstrukturen. Das ist der Grund, warum viele rheumatische Erkrankungen nicht auf die Gelenke beschränkt bleiben und auch Lunge, Niere oder Haut befallen.

Rheuma und Ernährung

Entzündungshemmende Ernährung bei Rheuma Eine antientzündliche Diät zeichnet sich aus durch einen hohen Anteil an ungesättigten und Omega-3-Fettsäuren, Ballaststoffen sowie Vitaminen und Antioxidanzien, wenig Zucker und Salz. Das Essen sollte aus frischen Produkten bestehen und Fertigprodukte und verarbeitete Nahrungsmittel vermeiden. © exclusive-design, stock.adobe.com

Viele Studien konnten inzwischen zeigen, dass sich die Ernährung auf Rheuma auswirkt. So gibt es verschiedene Getränke und Nahrungsmittel, die eine rheumatoide Arthritis klar verschlechtern können. Allgemein empfiehlt sich eine antientzündliche Diät, um die entzündungsschwelenden Prozesse im Körper nicht weiter anzutreiben.

So konnte beispielsweise die Mittelmeerdiät in mehreren Studien Schmerzen und Krankheitsaktivität bei rheumatoider Arthritis senken. Auch intermittierendes Fasten scheint sich günstig auszuwirken, denn es besserte bei Psoriasisarthritis Haut- und Gelenkbeschwerden. Eine vegane Ernährung verringerte in Studien mit Patienten, die an rheumatoider Arthritis litten, Gelenksteifigkeit und die Gelenkschmerzen.

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