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Wie erkennt der Arzt Rheuma?

Ultraschalldiagnose bei Arthritis Mit einer Ultraschalluntersuchung kann der Arzt Entzündungen und Ergüsse in den Hand- und Fingergelenken gut nachweisen. © Africa Studio, Fotolia

Vor allem im Frühstadium sind rheumatische Erkrankungen für den Arzt oft schwierig zu diagnostizieren. Bei den zu Beginn oft unspezifischen Beschwerden erfordert es einen erfahrenen Spezialisten, um zur richtigen Diagnose zu gelangen.

Basis dafür sind ein ausführliches Arzt-Patientengespräch, die gründliche klinische Untersuchung, bildgebende Verfahren und vor allem spezielle Laboruntersuchungen. In der Gesamtschau gelingt es dem Arzt in der Regel, entzündlich-rheumatische Erkrankungen einzukreisen und von ähnlichen Krankheitsbildern differentialdiagnostisch abzugrenzen.

Inhalt: Diagnose: Wie erkennt der Arzt Rheuma?

Welcher Arzt hilft bei Rheuma?

Fachärzte für Innere Medizin können sich durch eine sechsjährige Weiterbildung auf die nicht-operative Behandlung von Erwachsenen mit entzündlichen autoimmun bedingten rheumatischen Erkrankungen spezialisieren. Für die Behandlung rheumakranker Kinder sind Kinder- und Jugendärzte mit der Weiterbildung Rheumatologie zuständig.

Patienten mit seltenen Rheumaformen werden meist in speziellen Zentren betreut und oft in klinische Studien mit einbezogen. Wenn das Rheuma mehr als Gelenke und Wirbelsäule betrifft, ist eine multidisziplinäre Betreuung durch mehrere ärztliche Spezialisten nötig. Augenbeteiligungen erfordern den Augenarzt und Hautprobleme den Dermatologen. Eine besondere Herausforderung sind rheumakranke Frauen mit Kinderwunsch, hier müssen Rheumatologe und Gynäkologe eng zusammenarbeiten.

Orthopäden und Unfallchirurgen sind für eventuell erforderliche Operationen an Gelenken, Weichteilen oder Wirbelsäule zuständig. Ihre Expertise wird zudem bei Behandlungen mit Orthesen, Schienen und Apparatetechnik oder für physikalische Therapiemaßnahmen benötigt.

Klinische Untersuchungen bei Verdacht auf Rheuma

Ausgehend von den Beschwerden und der Krankheitsgeschichte untersucht der Arzt den Bewegungsapparat gründlich. Er achtet auf Überwärmungen, Rötungen, Schwellungen und prüft die Beweglichkeit von Gelenken und Wirbelsäule. Mit Hilfe der Gelenksonographie (Ultraschall) lassen sich Entzündungen und Schwellungen in kleinen und mittelgroßen Gelenken gut nachweisen. Je nach Erfordernissen werden Röntgen, Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) eingesetzt. Bei einem Verdacht auf einen Befall der Augen, der Muskeln oder innerer Organe kommen die dafür erforderlichen Untersuchungen wie beispielsweise das Lungenröntgen, eine augenärztliche Kontrolle oder eine Elektromyographie hinzu.

Welche Laboruntersuchungen weisen auf Rheuma hin?

Wichtige Säule der Rheumadiagnostik sind Laboruntersuchungen. Im Rahmen des autoimmunen Geschehens entwickeln sich je nach Art der rheumatischen Erkrankung bestimmte Autoantikörper, zum Beispiel der Rheumafaktor, CCP-Antikörper, antinukleäre Antikörper (ANA) oder anti-Neutrophile zytoplasmatische Antikörper (ANCA), die zielführend für eine exakte Diagnose sind.

Zum Nachweis einer genetischen Veranlagung für Autoimmunerkrankungen lässt der Arzt häufig das Oberflächenprotein HLA-B27 bestimmen. Sind Muskeln in den Krankheitsprozess involviert, werden Muskelenzyme wie die Kreatinkinase im Blut analysiert. Auch die allgemeinen Entzündungswerte CRP, Leukozytenzahl und Blutsenkung gehören zu den regelmäßig bestimmten Laborwerten. Sie zieht man sowohl zur Diagnose als auch zur Überwachung der Krankheitsaktivität heran.

Welche Laborwerte bei welchem Rheuma?

Laborwerte haben bei der Rheumadiagnose große Bedeutung. Ihr Vorhandensein oder Nicht-Vorhandensein helfen, die spezielle Autoimmunerkrankung zu ermitteln.

Welche Differentialdiagnosen zu Rheuma gibt es?

Gelenkschmerzen- und schwellungen finden sich auch bei anderen Erkrankungen. Wichtig für die spätere Behandlung ist, dass der Spezialist durch eingehende Untersuchung eine rheumatoide Arthritis gegenüber diesen anderen Ursachen abgrenzt. Zu den Differentialdiagnosen gehören beispielsweise:

Wie wird die Schwere von Rheuma gemessen?

Rheumatische Erkrankungen verlaufen chronisch und oft in Schüben. Das Therapieziel besteht in einer Besserung der Schmerzen und Gelenkbeschwerden und der Rückgang der Krankheitsaktivität.

Der Arzt misst den Krankheitsverlauf mithilfe von Punktetabellen (Scores), die aus verschiedenen Parametern zusammengesetzt sind. Zu diesen Parametern gehören z. B. das Ausmaß der Schmerzen, der Grad der Beweglichkeit, die Entzündungszeichen und Antikörper im Blut sowie die Lebensqualität des Patienten.

Beispiele für Rheuma-Scores sind:

  • Simplified Disease Activity Index, abgekürzt SDAI, zeigt die Krankheitsaktivität für die rheumatoide Arthritis. Er beruht auf der Untersuchung von 28 Gelenken, einer Beurteilung der Krankheitsaktivität durch Patienten und Arzt und dem CRP-Wert. Liegt der SDAI ≤ 3,3, befindet sich der Patient in Remission.
  • Disease Activity Index for Psoriatic Arthritis, abgekürzt DAPSA, steht für die Krankheitsaktivität der Psoriasisarthritis. Er wird errechnet aus der Untersuchung von 68 (Schmerz) bzw. 66 Gelenken (Schwellung), dem CRP-Wert und der Einschätzung der Beschwerden durch den Patienten auf einer Skala von 1 bis 10. Liegt der errechnete Wert zwischen 0 und 4, befindet sich der Patient in Remission.
  • Bath Ankylosing Spondylitis Disease Activity Index, abgekürzt BASDAI, misst die Krankheitsaktivität bei Morbus Bechterew. Dazu schätzt der Patient sechs verschiedene Parameter (z. B. Schmerzen, Morgensteifigkeit, Müdigkeit) anhand einer Skala von 1 bis 10 ein. Daraus wird der Score errechnet, Werte ≥ 4 bedeuten eine schlechte Krankheitskontrolle.
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