Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
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subchondral

Subchondral (lat. sub „unter“ und chondros „Knorpel“) bedeutet, dass etwas unterhalb des Knorpels gelegen ist.

Knorpelschaden im Sprunggelenk (Osteochondrose)

Knorpelriss im SprunggelenkBild einer Arthrographie im oberen Sprunggelenk: In der digitalen Volumentomografie unter Belastung ist links ein gesundes Gelenk dargestellt. Von oben kommt das Schienbein, in der Mitte liegt das Sprungbein. Die dunkle Schicht, die die beiden Gelenkpartner überzieht, ist der Knorpel. Die weiße Schicht dazwischen ist das Kontrastmittel. Rechts erkennt man in weiten Teilen einen ähnlichen Aufbau bei intakter Knorpelschicht. Der Pfeil zeigt einen Eintritt des Kontrastmittels unter den Knorpel. Dies ist ein direkter Nachweis des Knorpelschadens am Talus (Sprungbein) innen. © Gelenk-Klinik

Die Knorpelschicht auf dem Sprungbeinknochen (Talus) ist mit einer dichtenden und dämpfenden Gummischicht vergleichbar. Im oberen Sprunggelenk passen die Gelenkpartner sehr gut ineinander. Die Gelenkschmiere (Synovia) wird durch die gute Passform der beiden Gelenkpartner optimal im Gelenk verteilt und in den gesunden Knorpel eingepresst. Dies führt trotz der extrem hohen Belastung im gesunden Gelenk zu einer besonderen Resistenzfähigkeit des Knorpels. Obwohl die Knorpelschicht im Sprunggelenk sehr dünn ist, ist sie extrem stabil.

Im Rahmen einer Verletzung, einer entzündlichen Erkrankung oder Stoffwechselstörung kann es zu einem Riss in dieser Knorpelschicht kommen. In diesem Fall kann die Gelenkschmiere in Kontakt zum Knochen treten und ihn zusätzlich schädigen. Oftmals bildet sich ein Knochenödem mit einer nachfolgenden Veränderung der Durchblutung. Diese Veränderung kann bis zum Knochentod und zum Abbau des Knochens führen. Es bilden sich Knochenzysten.

Arthrose im unteren Sprunggelenk

Schemazeichnung Arthrose des subtalaren GelenksSchemazeichnung des Rückfußes mit Fehlstellung. Die Achse des Rückfußes ist deutlich verändert. Die Gelenkfläche des Subtalargelenks ist nicht mehr glatt und funktional, sondern nach einer Fersenbeinfraktur durch Stufenbildung gestört. Eine Arthrose des unteren Sprunggelenks entsteht. © Gelenk-Klinik.de

Die subtalare Arthrose (Arthrose des unteren Sprunggelenks) verursacht zunächst unklare und diffuse, später aber starke, stechende Schmerzen bei Gewichtsbelastung oder längeren Gehstrecken vor allem im Rückfuß. Der Schmerz ist meist unterhalb der Knöchel, meist außen im Rückfuß lokalisiert. Durch Gehen auf unebenem Untergrund wird dieser Schmerz verstärkt. Meist wird die Arthrose de unteren Sprunggelenks durch Unfälle ausgelöst. Sehr häufig ist der subtalaren Arthrose ein Trauma vorangegangen: Eine Talusfraktur (Sprungbeinfraktur) oder eine Kalkaneusfraktur (Fersenbeinfraktur).

In vielen Fällen ist auch eine Fehlstellung des Fersenbeines die Ursache dieser subtalaren Arthrose der Fußgelenke. Ein angeborener oder erworbener Knicksenkfuß ist häufig die Ursache.

Als konservative Behandlung haben sich Einlagen und Orthesen des Rückfußes bewährt. Auch Hyaluronsäureinjektionen in das untere Sprunggelenk sind oft wirksam gegen Schmerzen.

Als operative Behandlung kann eine arthroskopische, gelenkerhaltende Therapie erfolgreich sein. Häufig wird aber eine Arthrodese (Fusion) des Sprunggelenks durchgeführt.

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