Orthopädische Gelenk-Klinik

Orthopädische Gelenk-Klinik

Alte Bundesstr. 58, 79194 Gundelfingen

Tel: (0761) 55 77 58 0

patienten@gelenk-klinik.de

Orthopaedische Spezialisten für Knie, Fuß, Sprunggelenk. Hüfte, Wirbelsäule und Schulter

Osteoporose der Wirbelsäule und konservative Behandlung

Was kann der Patient gegen Osteoporose der Wirbelsäule tun?

Diese Faktoren begünstigen Osteoporose

  • Zunehmenes Alter
  • Frauen nach der Menopause
  • Ernährung arm an Calcium
  • Bewegungsmangel
  • Medikamente wie z.B. Steroide, Kortison
  • Hormonstörungen und Tumore (eher selten)
  • Immobilisation
  • Gabe vom Markumar (Gerinnungshemmer)
  • Langzeitbehandlung mit Säureblockern

Am wichtigsten ist Vorsorge und eine vorausschauende Lebensweise, die die Skelettgesundheit begünstigt. Neben viel Bewegung gehört dazu eine ausgeglichene Gemüsereiche Ernährung, viel Calcium und Milchprodukte oder Calciumsubstitution. Bewegung im Freien ist unbedingt vorzuziehen: Vitamin D begünstigt den Calciumeinbau in das Skelett.

Der Wirbelkörperfraktur durch gesunde Lebensweise zuvorkommen

Das Zusammenspiel von Knochenaufbau und Abbau ist auch im gesunden Organismus sehr komplex. Der Knochenabbau spielt eine wichtige Rolle bei der Gesunderhaltung des Skeletts

Dieses skeletterhaltende System des Körpers ist empfindlich und kann leicht durch äußere Einflüsse gestört werden.

So geben sich oftmals sinkende Östrogenspiegel, verminderte Zufuhr von Kalzium und Vitamin D sowie verminderte körperliche Aktivität die Hand. Daher gilt es entweder weiteren Knochenabbau zu bremsen oder den Knochenaufbau zu fördern. Betont werden muss, daß jeder Einsatz von Medikamenten durch ausreichende körperliche Betätigung und Bewegung unterstützt werden sollte. Andererseits sollten schädliche Lebensgewohnheiten wie übermäßiger Konsum von Alkohol, Zigaretten oder Kaffee reduziert werden. Darüber hinaus sollte der Hausarzt andere Osteoporose begünstigende Erkrankungen (Schilddrüsenüberfunktion, bestimmte hormonproduzierende Tumoren, Erkrankungen der Niere oder Erkrankungen des Magen-Darm Traktes) ausschließen bzw. bei Frauen mit Beginn der Wechseljahre und Vorliegen von Risikofaktoren für Osteoporose eine Hormonbehandlung in Erwägung ziehen. Bei fortgeschrittenem Krankheitsbild können zusätzlich Calcitonin, und Biphosphonate gegeben werden.

Wie kann man Osteoporose der Wirbelsäule feststellen?

OsteodensitometrieOsteodensitometrie ist ein Verfahren, in dem mit schwachen Röntgenstrahlen die Knochendichte festgestellt werden kann. Der Wert gibt einen frühzeitigen Aufschluss über den Status der Knochendichte. Bei der besonders langwierigen Behandlung von Osteoporose wird durch Früherkennung viel Handlungsspielraum erhalten.

Neben der ärztlichen Befragung bezüglich der Lebensführung, bestehender Erkrankungen und der familiären Vorgeschichte, ist eine Röntgenaufnahme der betroffenen Skelettregion sowie eine Knochendichtemessung (Densitometrie) des Knochens mittels Computertomographie erforderlich.

Diese Verfahren sind einfach und schmerzlos durchführbar und erlauben die Rückschluß auf die Notwendigkeit und Umfang einer medikamentösen Therapie. Desweiteren kann eine Abschätzung hinsichtlich des Frakturrisikos erleichtert werden.

Warum ist Früherkennung wichtig?

Die Dynamik des Knochensystems lässt sich nur in sehr langen Zeiträumen beeinflussen. Ist ein starker Verlust an Knochensubstanz bereits eingetreten, ist eine Behandlung sehr langfristig. Je früher der Patient eine Orientierung über seinen Osteoprosestatus erhält, um so erfolgversprechender kann er durch Änderung der Lebensweise und der Ernährung entgegenwirken. Bei sehr fortgeschrittener Osteoporose ist durch Calciumgaben, Vitaminsubstitution und Änderung der Lebensweise meist wenig zu machen. Bei einer zuverlässigen Früherkennung stehen alle diese Möglichkeiten noch offen.

Welche Therapieformen können eine Schmerzerleichterung bei Wirbelkörperbrüchen erbringen?

Wirbelkörperbrüche gehören zu den häufigsten Brüchen bei Osteoporose. Neben Stürzen kann bei ausgeprägter Osteoporose auch ein Bagatelltrauma oder gar kein Unfall einen Wirbelkörperbruch hervorrufen. Auch können betroffene Wirbelkörper langsam in sich zusammensinken. Allen Formen gemein ist eine sichtbare Abnahme der Körpergröße sowie die Entstehung einer gekrümmten, buckligen Haltung. Leider ziehen aber diese Veränderungen in der Regel starke Rückenschmerzen nach sich. Diese lassen sich durch konservative Maßnahmen wie Schmerzmittel, Osteoporosemedikamente und Korsettversorgungen zum Teil bessern.

Durch die Entwicklung der Kyphoplastie (Operation bei osteoporotischen Wirbelfrakturen), einer Operation, die die zusammengebrochenen Wirbelkörper wieder aufrichtet, ist allerdings eine kleine Revolution eingetreten. So ist es heute möglich, frische gebrochene Wirbelkörper durch Einspritzen von Knochenzement wieder in ihre alte, ursprüngliche Höhe wieder aufzurichten. Die immobilisierenden Rückenschmerzen verschwinden. Auch können alte Wirbelkörperbrüche mit diesem Verfahren gefestigt und gefährdete Wirbelkörper stabilisiert werden. In unserer Praxisklinik kommt in diesem Fall die neueste Generation dieser Operationen - eine Minimal-Invasive Behandlungsform - die Vesselplastie, zur Anwendung.

 

Literaturangaben

  • Audekercke, R. V. & Van der Perre, G. (1994). The effect of osteoporosis on the mechanical properties of bone structures.. Clinical rheumatology, 13 Suppl 1, 38-44.
  • Bonjour, J. P., Theintz, G., Law, F., Slosman, D. & Rizzoli, R. (1995). [Peak bone mass: facts and uncertainties].. Archives de pédiatrie : organe officiel de la Sociéte française de pédiatrie, 2(5), 460-468.
  • Christiansen, C. (1993a). Skeletal osteoporosis.. Journal of bone and mineral research : the official journal of the American Society for Bone and Mineral Research, 8 Suppl 2.
  • Christiansen, C. (1993b). Prevention and treatment of osteoporosis with hormone replacement therapy.. International journal of fertility and menopausal studies, 38 Suppl 1, 45-54.
  • Cizza, G., Primma, S., Coyle, M., Gourgiotis, L. & Csako, G. (2010). Depression and osteoporosis: a research synthesis with meta-analysis.. Hormone and metabolic research = Hormon- und Stoffwechselforschung = Hormones et métabolisme, 42(7), 467-482.
  • Griffith, J. F. & Guglielmi, G. (2010). Vertebral fracture.. Radiologic clinics of North America, 48(3), 519-529.
  • Heini, P. F. (2010). [Vertebroplasty: an update: value of percutaneous cement augmentation after randomized, placebo-controlled trials].. Der Orthopäde, 39(7), 658-664.
  • Jeffcoat, M. K. & Chesnut, C. H. (1993). Systemic osteoporosis and oral bone loss: evidence shows increased risk factors.. Journal of the American Dental Association (1939), 124(11), 49-56.
  • Lewiecki, E. M. (2010). Bone densitometry and vertebral fracture assessment.. Current osteoporosis reports, 8(3), 123-130.
  • Lukert, B. P. (1982). Osteoporosis--a review and update.. Archives of physical medicine and rehabilitation, 63(10), 480-487.
  • Minne, H. W. (1989). [Osteoporosis as a cause of pathologic fracture].. Langenbecks Archiv für Chirurgie. Supplement II, Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. Kongress, 493-502.
  • Reinbold, W. D., Genant, H. K. & Dinkel, E. (1988). [Comparative bone density measurements in healthy women and women with osteoporosis].. Der Radiologe, 28(4), 153-160.
  • Rosenthal, D. I. & Tosteson, A. N. (1989). Bone mass measurement, fracture risk, and screening for osteoporosis.. Public health reports (Washington, D.C. : 1974), 104 Suppl, 31-33.
  • Smith, E. L. & Gilligan, C. (1991). Physical activity effects on bone metabolism.. Calcified tissue international, 49 Suppl.
  • Wahner, H. W. & Riggs, B. L. (1986). Methods and application of bone densitometry in clinical diagnosis.. Critical reviews in clinical laboratory sciences, 24(3), 217-233.
  • Wardlaw, G. M. (1993). Putting osteoporosis in perspective.. Journal of the American Dietetic Association, 93(9), 1000-1006.
  • Wasnich, R. (1993). Bone mass measurement: prediction of risk.. The American journal of medicine, 95(5A).
Bewertung: 
Noch keine Bewertungen vorhanden
Folgen Sie der Gelenk-Klinik auf Facebook oder Twitter

FOCUS-Empfehlung

Focus Empfehlung zu Orthopäden im Freiburg Gundelfingen

Bitte ein Gelenk wählen

Anatomische Struktur
Schulterschmerzen Ellenbogenschmerzen Hand und Handgelenk Huefte Wirbelsäule Hand Fuss Sprunkggelenk und Schmerzen im Knöchel Knieschmerzen und Schmerzen im Knöchel

Jobportal des Gelenk-Klinik MVZ

Wir haben Spaß an unserer Arbeit und möchten dich daran teilhaben lassen. Für unsere Klinikerweiterung in 2019 suchen wir daher Verstärkung:

Wirbelsäule und Rücken

Orthopädische Fachklinik in Freiburg

Bijan Ganepour
Facharzt für Neuro- chirurgie an der Gelenk-Klinik