Orthopädische Gelenk-Klinik

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Elastoplastie

Elastoplastie Die Elastoplastie ist die Wiederaufrichtung und Stabilisierung des Wirbelbruchs mit elastischem Silikon. © Via4spine

Durch Osteoporose verändert sich die Knochenstruktur und Wirbel können einbrechen. Die Elastoplastie ist ein operatives Verfahren zur Behandlung von solchen Wirbelkörperfrakturen. Die endoskopisch mittels kleiner Hautschnitte durchgeführte Operation richtet den Wirbel wieder auf. Dafür wird ein kleiner Ballon in den Wirbel eingeführt und aufgeblasen. Dann stabilisiert man den Wirbel mit Silikon, das im Vergleich zu Knochenzement, der bei einer Kyphoplastie verwendet wird, verträglicher und elastischer sein soll. Die Ergebnisse dieses Verfahrens sind noch widersprüchlich und die Datenlage dünn. Deshalb wird in vielen orthopädischen Kliniken weiterhin vor allem die traditionelle Kyphoplastie mit Knochenzement eingesetzt.

Nackenschmerzen durch eingeklemmten Nerv: Ursachen und Behandlung

Schematische Darstellung einer Bandscheibenvorwölbung und eines Bandscheibenvorfalls Bei einer Bandscheibenprotrusion wölbt sich der Gallertkern der Bandscheibe in den Wirbelkanal vor. Der feste Faserring ist noch intakt, aber geschädigt. Bei einem Bandscheibenvorfall durchbricht der Gallertkern den Faserring und tritt nach außen. © Gelenk-Klinik

Nackenschmerzen aufgrund eines eingeklemmten Nervs können durch muskuläre Verspannungen oder als Folge degenerativer Verschleißprozesse entstehen. Eine weitere Möglichkeit sind Brüche (Frakturen) aufgrund einer verminderten Knochendichte (Osteoporose) oder nach einem Unfall (Trauma).

Elastoplastie: Stabilisierung von gebrochenen Wirbeln bei Osteoporose

Osteoporose im Wirbelkörper Wirbelkörper können aufgrund von Osteoporose porös werden, einbrechen und an Höhe verlieren. Bei der Elastoplastie wird mithilfe von elastischem Silikon dieser Wirbel aufgefüllt und stabilisiert. © Sagittaria

Die Elastoplastie ist ein Verfahren zur Behandlung von osteoporotischen Wirbelkörperbrüchen. Bei diesen sehr schmerzhaften Brüchen kommt es aufgrund von Knochenschwund und schlechter Knochenqualität zum Kollaps der Wirbelkörper. Sie brechen zusammen und verlieren an Höhe. Um den Wirbelkörper wieder aufzurichten, gibt es verschiedene Methoden. Bei der Elastoplastie verwenden die Rückenspezialisten elastisches Silikon, bei der häufiger eingesetzten Kyphoplastie wird der Wirbelkörper mit Knochenzement stabilisiert und aufgerichtet.

Wirbelbruch bei Osteoporose: Schmerztherapie und Behandlung

Wirbelkörperbruch durch Osteoporose Ist das Knochengewebe im Wirbelkörper durch Osteoporose instabil, können harmlose Alltagssituationen zu einem Wirbelkörperbruch führen. Dabei kollabiert der Knochen und die Höhe des Wirbels vermindert sich. © freshidea, Fotolia

Osteoporose beschreibt die Abnahme der Knochensubstanz bei gleichzeitiger Verschlechterung der Knochenqualität. Der Knochenschwund betrifft das gesamte Skelett eines Menschen. Durch Osteoporose können Wirbelkörper so brüchig werden, dass sie einbrechen und dramatisch an Höhe verlieren. Man spricht auch von einer Sinterung oder Sinterungsfraktur des Wirbels. Ein Wirbelkörperbruch ist oft sehr schmerzhaft. Der Höhenverlust des gebrochenen Wirbelkörpers wirkt sich zusätzlich auf die Funktion und Beweglichkeit der Wirbelsäule aus. Auch die Körpergröße kann durch einen kollabierten Wirbelkörper abnehmen.

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Wirbelsäule und Rücken

PD Dr. med. David-Christopher Kubosch, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie

PD Dr med. Kubosch
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezialist für Wirbelsäule