Orthopädische Gelenk-Klinik

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Golferellenbogen

Der Golferellenbogen (lat. Epikondylitis humeri ulnaris) ist eine überlastungsbedingte Reizung des Sehnenansatzes (Epikondylus) an der Innenseite des Ellenbogens. Er entsteht meist durch immer wiederkehrende monotone Bewegungsmuster, wie beispielsweise bei bestimmten Sportarten oder durch Büroarbeit. Betroffene verspüren sowohl Druckschmerzen als auch bewegungsabhängige Schmerzen. Meist reicht eine konservative Behandlung in Kombination mit Schonung aus, um den überlasteten Ellenbogen zu therapieren. Maßnahmen wie Kühlung, Ultraschall oder Stoßwellentherapie wirken der Reizung entgegen. Nichtsteroidale Antirheumatika wie Ibuprofen oder Diclofenac lindern zusätzlich die Schmerzen.

Golferarm (Golferellenbogen): Ursachen, Symptome und Behandlung

Ellenbogenschmerzen bei Golferarm Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogens deuten auf einen Golferellenbogen hin. © Sentello, Adobe Stock

Beim Golferarm oder Golferellenbogen sind die Muskelansätze auf der Innenseite des Ellenbogens gereizt oder geschädigt. Meist liegt die Ursache in einer Überbelastung der Sehnen. Dies kommt nicht nur bei Golfspielern vor, sondern wird deutlich häufiger bei bestimmten Berufs- und Alltagstätigkeiten ausgelöst.

Betroffene Patienten leiden unter Ellenbogenschmerzen an der Innenseite. Die Beugung des betroffenen Handgelenks ist nur eingeschränkt möglich. Im Gegensatz dazu sind beim Tennisellenbogen die Sehnenansätze der Hand- und Fingerstreckmuskeln an der Außenseite des Ellenbogens schmerzhaft gereizt.

Nach genauer Diagnostik durch die Ellenbogenspezialisten der Gelenk-Klinik steht Patienten mit Golferarm eine Vielzahl an konservativen Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Ein operativer Eingriff ist nur sehr selten notwendig. Die Beschwerden des Golferellenbogens klingen in den allermeisten Fällen nach adäquater konservativer Therapie vollständig wieder ab.

Stoßwellentherapie (ESWT) regeneriert Knochen, Sehnen und Bänder

Stoßwellentherapie Die konservative Behandlung mittels Stoßwellentherapie bietet in vielen Fällen eine Alternative zur Operation. © Jeff Penner, iStock

Seit etwas mehr als zehn Jahren steht mit der Stoßwellentherapie eine neue Therapieform zur Verfügung, die in vielen Fällen eine schonende Behandlung von Entzündungen, Verkalkungen oder Verletzungen verspricht. Die Stoßwellentherapie hat zudem praktisch keine Nebenwirkungen und macht viele Operationen unnötig.

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) bietet eine konservative Möglichkeit zur Behandlung verschiedener orthopädischer Erkrankungen. Stoßwellen sind energiereiche Wellen, die Wasser und Weichteilgewebe durchdringen können. Trifft eine Stoßwelle auf einen Festkörper (z. B. Kalkablagerungen in Sehnen), entlädt sie ihre Energie. Auf diese Weise können verschiedene Arten von Sehnenentzündungen wie die Achillessehnenentzündung (Achillodynie) oder Tennis- bzw. Golferellenbogen (Epikondylitis) ohne Operation behandelt werden. Auch bei schlecht heilenden Knochenbrüchen oder bei einer Kalkschulter (Tendinosis calcarea) kommt das Verfahren erfolgreich zum Einsatz.

Ellenbogenschmerzen – welche Ursachen stecken dahinter?

Ellenbogenschmerzen Der Ellenbogen ist ein sogenanntes Drehscharniergelenk. Lediglich Beugung und Streckung sowie Einwärts- und Auswärtsdrehung sind möglich. Drei Knochen bilden das Ellenbogengelenk: Oberarmknochen (Humerus), Elle (Ulna) und Speiche (Radius). Zusätzlich fixieren Bänder und Muskeln die Knochen. © Milton Oswald, Fotolia

Schmerzen im Arm oder Ellenbogen können vielerlei Ursachen haben. Durch starke Belastung entzünden sich Gelenke und Schleimbeutel. Eine Entzündung kann zu Ergüssen und Schwellungen führen. Kalkablagerungen können die Sehnen der Muskeln reizen. Auch Unfallfolgen oder ein Impingement-Syndrom führen zu starken Schmerzen. Nicht selten lassen sich Schmerzen im Arm auch auf eine Halswirbelsäulenerkrankung zurückführen.

Stechende Ellenbogenschmerzen (Tennisarm oder Mausarm) haben meist eine spezifische, berufsbedingte Überlastung als Ursache.

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PD. Dr. med. Bastian Marquaß, Facharzt für Orthopädie in Freiburg

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