Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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Heterotope Ossifikation

Darstellung einer fortschreitenden heterotopen Ossifikation am Hüftgelenk Darstellung einer fortschreitenden heterotopen Ossifikation. Die Brooker-Klassifikation unterteilt die heterotope Ossifikation im Hüftgelenk in vier Stadien. Grad 1: Vereinzelte Knocheninseln im Weichgewebe rund um das Hüftgelenk. Grad 2: Knochenanbauten von Becken und Oberschenkelkopf haben mind. 1cm Abstand. Grad 3: Der Abstand der Knochensporne zwischen Femurkopf und Becken liegt unter 1cm. Grad 4: Knöcherne Verbindung (Ankylose) zwischen Femur und Becken. © Gelenk-Klinik

Heterotope Ossifikation (Myositis ossificans) beschreibt den Prozess, wenn sich Knochengewebe an "falscher" Stelle im Körper bildet, also außerhalb des Skelettsystems.

Nach Gewebeverletzungen oder Operationen können bestimmte Signalstoffe die Entwicklung von bindegewebigen Stammzellen in Knochenzellen bewirken. An der verletzten oder operierten Stelle entwickeln sich störende, nicht funktionelle Knochen.

Männer sind von der heterotopen (griech. hetero "anders", topos "Ort") Ossifikation (lat. os "Knochen", facere "machen") häufiger als Frauen betroffen. Man kann diese Verknöcherung häufig nach der Implantation von künstlichen Hüftgelenken (Endoprothesen) beobachten, aber auch nach Brüchen großer Knochen, wie beispielsweise nach Oberschenkelhals- oder Schultergelenksfraktur. Heterotope Ossifikationen können symptomfrei oder schmerzhaft sein. Sie sind gut durch bildgebende Diagnostik wie Röntgen, MRT und CT darstellbar und werden bei Bedarf mit einem chirurgischen Eingriff (Arthrolyse) behandelt. Es hat sich gezeigt, dass eine Bestrahlung der verletzten Region eine heterotope Ossifikation effektiv verhindern kann, da hierdurch die knochenbildenden Stammzellen inaktiviert werden.

Synonym: 
Myositis ossificans

Hüftprothese: Vorteile, Haltbarkeit und Modelle

Vollprothese der Hüfte Die Hüftprothese, kurz Hüft-TEP, erhält Mobilität und Sportfähigkeit bei Patienten mit schwerer Hüftarthrose. © ARTIQO

Die Hüftprothese wird bei schmerzhafter Hüftarthrose (Coxarthrose) und bei verschobenen Oberschenkelhalsbrüchen mit Durchblutungsstörung des Hüftkopfes (Hüftkopfnekrose) notwendig. Die Hüftarthrose ist charakterisiert durch den schmerzhaften Verschleiß des Gelenkknorpels und knöchernen Veränderungen, die oft mit Entzündungen der Gelenkhaut (Synovialitis) verbunden sind.

Die vielen Behandlungsalternativen, die sich aus Prothesenmodellen, operativen Zugangswegen und Befestigungstechniken ergeben, passt der Hüftspezialist optimal an den jeweiligen Patienten an und berücksichtigt spezifische Faktoren wie Alter, Aktivität, Knochenqualität und individuelle Anatomie bei Planung und Ausführung der Hüftprothesen-Operation.

Minimalinvasive OP-Techniken verschaffen dem Patienten den optimalen Start in die Rehabilitation. Die schonende Implantation kann die Wundheilung verbessern und Komplikationen minimieren.

Syndesmosebandriss im Sprunggelenk sicher erkennen und behandeln

Schema Syndesmosebänder Die Syndesmosebänder stabilisieren die Position von Schienbein (Tibia) und Wadenbein (Fibula). Bei einem Syndesmosebandriss wird das Sprunggelenk instabil und überbeweglich. © Gelenk-Klinik

Die Akutbehandlung einer akuten Verletzung mit Syndesmosebandriss (Syndesmosenruptur) am Sprunggelenk erfolgt meist in einem Krankenhaus in Wohnortnähe. Als Spätfolgen einer nicht umfassend geführten Behandlung der Syndesmosenverletzung oder des Syndesmoserisses drohen den Patienten chronische Sprunggelenkschmerzen, Bewegungseinschränkungen oder fortschreitender Gelenkverschleiß im Sprunggelenk (Sprunggelenksarthrose).

Die Spezialisten für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie der Gelenk-Klinik bieten Betroffenen im Rahmen der Behandlung nach Syndesmosenverletzung die Klärung folgender Fragen:

  • Wie ist die genaue Situation und Beweglichkeit Ihres Sprunggelenks nach der Verletzung?
  • Welche Heilungsprognose besteht in Ihrem Fall nach aktuellem Stand der Wissenschaft?
  • Besteht bei Ihnen die Gefahr einer Sprunggelenksarthrose oder gibt es bereits erste Hinweise?
  • Welche konservativen oder operativen Methoden können die Prognose Ihrer Syndesmosenverletzung verbessern?
  • Wie sieht ein konservativer oder ggf. operativer Langzeitbehandlungsplan bei Ihrer speziellen Verletzung aus?

Steifer Ellenbogen: Gelenksteife und Schmerzen im Ellenbogen

Frau mit Ellenbogenschmerzen Der Ellenbogen ist ein hoch bewegliches Gelenk. Er ermöglicht uns sowohl Beuge- und Streckbewegungen als auch Drehungen des Unterarms nach innen und außen. Eine Gelenksteife im Ellenbogen beeinträchtigt viele Tätigkeiten in Beruf und Alltag und führt zu großem Leidensdruck. © peakSTOCK, iStock

Essen zum Mund führen, eine Brille aufsetzen oder die Haare kämmen ‒ ohne das enorm bewegliche Ellenbogengelenk wäre uns dies alles nicht möglich. Das Ellenbogengelenk gehört zu den Drehscharniergelenken. Diese ermöglichen uns neben dem Strecken und Beugen zusätzlich eine Drehbewegung. Um Gegenstände zu greifen, strecken wir den Ellenbogen und drehen die Handfläche nach unten. Eine Beugung und Drehung im Ellenbogen erlaubt uns, Dinge zum Kopf zu führen.

Von Ellenbogensteife spricht man, wenn nach einem Unfall, einer Operation oder einer anderen Erkrankung die Fähigkeit zur Beugung und Streckung sowie Umwendbewegungen des Unterarmes gestört ist. Eine verringerte und schmerzhafte Beweglichkeit des Ellenbogengelenkes schränken die Funktion des Armes bei den Betroffenen gravierend ein. Die Patienten sind im Beruf und in ihren Freizeitaktivitäten deutlich beeinträchtigt.

Die orthopädischen Fachärzte der Gelenk-Klinik erarbeiten nach gründlicher Diagnostik ein Therapiekonzept zusammen mit dem Patienten. Dieses umfasst eine Vielzahl sehr aussichtsreicher konservativer Behandlungsformen. In wenigen Fällen Sind diese nicht erfolgreich, sieht der Gelenkspezialist die minimalinvasive Arthrolyse als beste Option, um dem Patienten wieder zu Schmerzfreiheit und optimaler Beweglichkeit zu verhelfen.

Komplikationen bei der orthopädischen Operation

chirurgische Instrumente Jede Operation ist mit Risiken verbunden. © romaset, Fotolia

Jede chirurgische Operation birgt gewisse Risiken. So kann es in seltenen Fällen zu Verletzungen von Blutgefäßen, Muskeln oder Nerven kommen. Zudem besteht die Gefahr von Infektionen, insbesondere bei der Implantation von Prothesen. Prophylaktische Maßnahmen und standardisierte Abläufe in Bezug auf Hygiene und Infektionsvermeidung sind daher unverzichtbar. Weitere Komplikationen sind beispielsweise Blutergüsse oder Thrombosen. Durch eine Thromboseprophylaxe versuchen wir dieses Risiko zu minimieren. Die Gelenk-Klinik bietet Ihnen für Ihre orthopädische Operation den Standard eines zertifizierten Endoprothetikzentrums (EPZ) und Zentrums für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie (ZFS).

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