Orthopädische Gelenk-Klinik

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Schleudertrauma

Erklärung des Schleudertraumas Bei einem Schleudertrauma kommt es zu einer unvorhergesehenen Beschleunigung des Kopfes mit abrupter Beugung und anschließender starker Überstreckung der Halswirbelsäule. © hiro, Adobe Stock

Ein Schleudertrauma wird verursacht durch Beschleunigen und ruckartiges Abbremsen des Kopfes gegenüber dem Körper, wie es häufig bei Auffahrunfällen im Straßenverkehr der Fall ist. Insbesondere die Muskeln und Bänder der Halswirbelsäule (HWS) werden gezerrt und gestaucht.

Daher bezeichnet man das Schleudertrauma auch als HWS-Trauma oder HWS-Distorsion. Betroffene leiden unter Kopfschmerzen, Bewegungseinschränkungen und Verspannungen. Schmerzstillende Medikamente, leichte Massage und Wärmeanwendungen helfen den Patienten, den Halsbereich schmerzfrei zu mobilisieren. Das Tragen einer Halskrause wird heute von Ärzten nicht mehr empfohlen. Nach wenigen Wochen ist ein Schleudertrauma in der Regel komplikationslos ausgeheilt, nur selten kommt es zu einer Chronifizierung mit dauerhafter Schmerzsymptomatik.

Synonym: 
HWS-Trauma

Nackenschmerzen behandeln: Tipps und Übungen

Frau mit Nackenschmerzen Nackenschmerzen sind weit verbreitet. Vor allem Menschen, die viel im Büro sitzen, leiden häufig an Verspannungen der Nackenmuskulatur. © Siam, Adobe Stock

Beschwerden im Bereich des Nackens oder auch der Nacken-Schulter-Region stellen ein zunehmendes Problem in den Industrienationen dar. Etwa 71 % aller Menschen leiden irgendwann in ihrem Leben an Nackenschmerzen. Eine dänische Studie zeigt, dass das Risiko für Nackenschmerzen bei Menschen erhöht ist, die beruflich häufig monotone, sich wiederholende Arbeiten ausüben. Weitere Faktoren sind ein hoher Arbeitsdruck mit immer wiederkehrenden Arbeitsschritten oder hohe Arbeitsanforderungen.

HWS-Syndrom: Schmerzen in der Halswirbelsäule

Mann mit Nackenschmerzen Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule: HWS-Syndrom. © Wavebreakmedia, iStock

Treten Rückenschmerzen oder Nackenschmerzen im Bereich der Halswirbelsäule auf, spricht man von einem HWS-Syndrom oder auch Zervikalsyndrom. Die Betroffenen leiden beim HWS-Syndrom unter Schmerzen, die bis in Arme, Hände und Schultern ausstrahlen können. Besonders unangenehm sind neurologische Ausfälle in Armen und Händen.

Ursächlich für ein HWS-Syndrom sind häufig degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule. Aber auch andere Ursachen wie Verletzungen oder Fehlstellungen der Wirbelsäule (z. B. Morbus Scheuermann, Skoliose) können für ein Zervikalsyndrom verantwortlich sein.

In der Regel lassen sich die Schmerzen bei einem HWS-Syndrom am besten mit konservativen Maßnahmen behandeln. Dazu zählen beispielsweise Übungen zur Kräftigung der Muskeln im Nackenbereich oder physikalische und manuelle Therapie. Bei chronischem HWS-Syndrom kann auch eine Operation durch einen Rückenspezialisten notwendig werden.

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