Orthopädische Gelenk-Klinik

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Orthopaedische Spezialisten für Hüfte, Hüftschmerzen, Hüftarthrose

Hüft-TEP Materialien: Keramikgleitpaarung, Kurzschaftprothesen, Oberflächenersatz

Die Kurzschaft-Hüft-TEP mit Keramikkopf ist eine knochensparende, abriebarme Versorgung der Hüftarthrose für jüngere Patienten. Die Kurzschaft-Hüft-TEP mit Keramikkopf ist eine knochensparende, abriebarme Versorgung der Hüftarthrose für jüngere Patienten. Bei guter Knochenqualität ist die Hüft-TEP mit Kurzschaft sehr sicher mit sehr guten Langzeitergebnissen. © Smith & Nephew

Die Haltbarkeit der Hüftprothese wird vor allem von der Haltbarkeit der Gleitpaarung bestimmt: Die Gleitpaarung ist die Kombination an Materialien, die in der Hüftprothese direkt aufeinanderreiben. Das ist deswegen kritisch, weil Prothesenabrieb eine der Hauptursachen für aseptische Osteolyse ist. Das ist eine nichtbakteriell verursachte Entzündungsreaktion die erst zur Ausdünnung der Knochensubstanz und später zur Prothesenlockerung führt. Dieser Vorgang begrenzt und damit potentiell die Lebensdauer der Hüftprothese und kann zu einem Prothesenversagen mit Wechsel der Hüftprothese (Hüftprothesenrevision) führen.

Die Metall-Polyethylen-Gleitpaarung in Verbindung mit einer Langschaftprothese ist die Standard-Hüftprothese. Mit diesem Prothesentyp liegen die größten Erfahrungen vor.

Für jüngere Patienten mit guter Knochenqualität gibt es wichtige Varianten: Die Kurzschaftprothese ersetzt lediglich den Oberschenkelhals, der Oberschenkelknochen wird nicht angetastet. Eine zusätzliche Keramikgleitpaarung ist wesentlich abriebärmer, als die Metall-PET Gleitpaarung.

Weil aus Prothesenabrieb eine Lockerung der Hüftprothese entstehen kann, hat das vor allem Vorteile für jüngere Patienten.

Bei einer Oberflächenersatzprothese bleibt auch der Oberschenkelkopf erhalten: Der Hüftkopf, (Femurkopf) wird bei der McMinn-Prothese lediglich überkront.

Die Kurzschaft-Hüft-TEP mit Keramikkopf ist eine knochensparende, abriebarme Versorgung der Hüftarthrose für jüngere Patienten. Die Kurzschaft-Hüft-TEP mit Keramikkopf ist eine knochensparende, abriebarme Versorgung der Hüftarthrose für jüngere Patienten. Bei guter Knochenqualität ist die Hüft-TEP mit Kurzschaft sehr sicher mit sehr guten Langzeitergebnissen. © Smith & Nephew
 

Wie lange hält eine Hüft-TEP?

Lebensdauer der Prothese ist von der Qualität der Hüft-OP abhängig
Der Partikelabrieb in der Gleitpaarung der Hüft-TEP kann die Lebensdauer begrenzen. Der Abrieb wird von der Passgenauigkeit der Gleitflächen zueinander bestimmt. Diese ist von der Genauigkeit der Prothesenimplantation abhängig. Passen Hüftkopf und Hüftpfanne genau ineinander und sind nicht ineinander verkeilt, bildet sich ein schützender Flüssigkeitsfilm auf dem Gleitfläche der Hüftprothese. Die Belastung, und damit der Abrieb ist dann stark vermindert. Diese spezifische Haltbarkeit der Hüftprothese ist also sehr stark von der persönlichen Erfahrung und Routine des Operateurs abhängig.

Der künstliche Hüftgelenkersatz ist einer der häufigsten und erfolgreichsten orthopädischen Eingriffe überhaupt. Wegen der zuverlässigen Behandlungsergebnisse wird eine Hüftprothese heute auch erfolgreich bei jüngeren Patienten verwendet, die trotz schwerer Hüftarthrose aktiv und mobil bleiben möchten.

Durch die Auswahl bestimmter Hüft-TEP-Modelle können wir uns auf Alter, Lebenssituation und Ansprüche des Patienten individuell einstellen.

Eine Hüftprothese kann zwischen 10-25 Jahre halten. Mit dieser Haltbarkeit können wir dem Patienten durch eine Hüft-TEP eine langfristige Sicherheit hinsichtlich seiner Lebensqualität und Mobilität geben.

 

Welcher Hüftprothesentyp ist der richtige?

Alternativen zur Hüft-TEP

Die Hüftprothese mit dem tief im Oberschenkel verankerten Langschaft hat eine 50 jährige Geschichte. Mit diesem Prothesentyp liegen die größten Erfahrungen vor. Die Standardgleitpaarung ist Metall-Polyethylen-Gleitpaarung.

Doch nicht immer ist die am weitesten verbreitete Hüftprothese die im Einzelfall am besten geeignete.

Die Auswahl der geeigneten Endoprothese ist abhängig von der Ursache der Erkrankung, von Alter, Geschlecht, Knochenqualität und den individuellen Anforderungen des Patienten.

 
Die Kurzschaft-Hüft-TEP mit Keramikkopf ist eine knochensparende, abriebarme Versorgung der Hüftarthrose für jüngere Patienten. Diese Geradschaft-Hüftprothese zeigt das Problem für jüngere Patienten: Die tiefe Verankerung im Markraum des Hüftknochens ist sehr stabil. Sie erfordert aber das tiefe Ausfräsen des Femurs. Für eine spätere Revisionsoperation steht dann weniger Knochensubstanz zur Verfügung. © Smith & Nephew
 

Patienten unter 60 Jahren benötigen eine knochensparende Verankerung der Hüft-TEP

Für relativ junge Patienten mit Hüftarthrose steht heute als Alternative die knochensparende Versorgung im Vordergrund: Die Verankerung der Langschaftprothese im Oberschenkelknochen erfordert ein Ausfräsen des Röhrenknochens.

Mit einem Prothesenwechsel sinkt die verfügbare Knochensubstanz. Daher vermeiden wir bei jungen Patienten unter 60 Jahren die Verankerung einer Langschaftprothese, wann immer möglich. Hier bieten sich knochensparenden Prothesenmodelle an.

 

Oberflächenersatz des Hüftgelenks: Hüftkappenprothese (McMinn-Prothese)

Die McMinn-Prothese ist eine Oberflächenersatzprothese. Der Oberschenkelknochen bleibt vollständig erhalten.Die McMinn-Prothese ist eine Oberflächenersatzprothese. Der Oberschenkelknochen bleibt vollständig erhalten. Der Oberschenkelkopf wird lediglich überkront. Auf der Beckenseite gleitet diese Prothese in einem Metallinlay.© Smith & Nephew

Mit einer Hüftkappenprothese (einem Oberflächenersatz des Hüftgelenkes nach McMinn bleibt der Oberschenkelkopf) vollständig erhalten.

Die Metall-Metall-Gleitpaarung der Oberflächenersatzprothesen ist aber nicht für jeden Patienten ideal.

Wir haben auch sehr gute Erfahrungen mit der Kurzschaftprothese: Die Kurzschaftprothese der Hüfte ersetzt den Oberschenkelkopf, vermeidet aber ein Aushöhlen des Oberschenkelknochens.

Diese Implantate können dem jungen Menschen die Chance geben, trotz der begrenzten Haltbarkeit von Hüftprothesen lange die gewünschte Lebensqualität zu behalten.

 

Kurzschaftprothese als Hüft-TEP

Kurzschaft-Hüftprothese im Markraum verankert.Kurzschaft-Hüftprothese im Hüftknochen verankert: ein tiefes Ausfräsen des Markraumes ist nicht erforderlich. Die Raue Oberfläche der Kurzschaftprothese verbindet sich stabil mit dem einwachsenden Knochen des Oberschenkels.

Die Kurzschaftprothese zeichnet sich durch einen im Vergleich zur klassischen Hüft-TEP stark verkürzten Prothesenschaft aus. Dieser Prothesenschaft wird stets zementfrei als einwachsende Prothese in den Oberschenkel implantiert.

Für ein haltbares Ergebnis der Kurzschaftprothese benötigt der Patient eine gute Knochenqualität (hohe Knochendichte). Daher ist eine Osteoporose eine Kontraindikation für die Verwendung der Kurzschaftprothese. Bei geringer Knochendichte wird stets eine zementierte Langschaftprothese eingesetzt.

Der Träger der Kurzschaftprothese sollte auch über einen nicht zu weiten Markraum im Oberschenkelknochen verfügen: Ist der Markraum zu weit, ist die Krafteinleitung der Prothese in den Oberschenkel evtl. nicht stabil, und die Kurzschaftprothese lockert sich. Die computergestützte Prothesenplanung muss diese Faktoren berücksichtigen.

Die Kurzschaftprothese kann mit verschiedenen Gleitpaarungen kombiniert werden. Wir verwenden sehr gerne den sehr glatten und abriebfesten Keramikkopf.

Diese Keramikprothese kann alternativ mit einer Keramikpfanne verwendet werden. Bei Bedarf kann ein Keramikkopf aber auch mit einem hochvernetzten XLTE-Inlay (Plastik Inlay) in der Hüftpfanne verwendet werden. Die Hart-Weich Gleitpaarung hat den Vorteil, dass bestimmte - seltene - Erscheinungen wie Klickgeräusche oder Knirschen der Prothese gar nicht auftreten können.

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Dr. med. Martin Rinio
Facharzt für Orthopädie, Chirurgie und Unfallchirurgie an der Gelenk-Klinik

 

Dr Thomas Schneider, Facharzt für Orthopädie in Freiburg

Dr. med. Thomas Schneider
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