Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
Alte Bundesstr. 58
79194 Gundelfingen
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Osteolyse

Die Osteolyse (griech. osteon „Knochen“ und lysis „Auflösung“) beschreibt den Prozess des Knochenabbaus im menschlichen Körper, wie er beispielsweise während des normalen Stoffwechsels im Rahmen des Knochenumbaus stattfindet. Bei einem gesunden Menschen besteht ein Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau und -abbau. Es kann aber auch zu einem pathologischen (krankheitsbedingten) Verlust von Knochensubstanz kommen, wie es beispielsweise bei Erkrankungen wie Osteoporose, Störungen des Hormonhaushaltes oder Knochentumoren der Fall ist. Auch Reizungen durch Fremdkörper, wie beispielsweise Endoprothesen, können einen Abbau von Knochensubstanz begünstigen. Die Zerstörung von Knochengewebe kann im schlimmsten Fall zu einer Fraktur (Knochenbruch) oder zu Schmerzen in der betroffenen Körperregion führen.

Osteoporose der Wirbelsäule und konservative Behandlung

Für die Vorbeugung von Osteoporose am Wichtigsten ist die Vorsorge und eine vorausschauende Lebensweise, die die Skelettgesundheit begünstigt. Neben viel Bewegung gehört dazu eine ausgeglichene gemüsereiche Ernährung, viel Calcium und Milchprodukte oder Calciumsubstitution. Bewegung im Freien ist unbedingt vorzuziehen: Vitamin D begünstigt den Calciumeinbau in das Skelett.

Knochendichtemessung: Osteoporose Vorsorgeuntersuchung (Osteodensitometrie)

Knochendichtemessung

Die Knochendichtemessung oder auch Osteodensitometrie ist eine nebenwirkungsfreie, international anerkannte Methode, um die Osteoporose-Gefährdung festzustellen. Mit dieser schmerzfreien Messung kann man das osteoporoseabhängige Fraktur-Risiko bestimmen und das Ansprechen der Therapie kontrollieren.

Mit dieser Untersuchung wird die Dichte, also der Mineralsalzgehalt, des Knochens bestimmt.

Osteoporose und Wirbelkörperfraktur (Wirbelbruch)

WirbelkörperbruchIst das Knochengewebe im Wirbelkörper nicht stabil, können harmlose Alltagssituationen zu einem Wirbelkörperbruch führen

Osteoporose beschreibt eine Verminderung der Knochensubstanz und gleichzeitig eine Verschlechterung der Knochenqualität, die das gesamte Skelett des Menschen betrifft. In diesem Abschnitt interessiert uns die Situation der Wirbelsäule. Durch Osteoporose können Wirbelkörper so brüchig werden, dass sie einbrechen und dramatisch an Höhe verlieren. Ein Wirbelkörperbrüche ist oft sehr schmerzhaft. Der Höhenverlust der gebrochenen Wirbelkörpers beschädigt zusätzlich die Funktion und Beweglichkeit der Wirbelsäule.

Osteoporose (Knochenschwund)

Osteoporose KnochenBei Osteoporose vermindert sich der Calciumgehalt im Knochen, die Knochendichte nimmt ab, der Knochen wird spröde und bricht sehr leicht.

Osteoporose (Knochenschwund) ist eine häufig im Alter auftretende Knochenerkrankung, bei welcher die Knochenmasse abnimmt und der Knochen für Brüche (Frakturen) anfälliger wird. Auch die Knochenstruktur verändert sich und die Tragfähigkeit des Knochens nimmt ab, was zu einer Instabilität des Skeletts führt. Die Krankheit tritt meist postmenopausal (nach den Wechseljahren) und im Alter auf.

Hüftprothese Wechseloperation (Hüftprothesenrevision) nach Lockerung der Prothese

Hüftprothese Hüft TEP, Die Lebensdauer einer Hüftprothese kann durch zahlreiche Faktoren begrenzt werden. 20 bis 25 Jahre sind heutzutage normal. Der Ersatz einer gelockerten oder verschlissenen Hüftprothese heißt Hüftprothesenrevision. © Viewmedica

Hüftprothesen werden zwar immer haltbarer, sie halten aber nicht ewig. Jährlich werden in Deutschland über 37.000 Hüftprothese revidiert, das heisst ersetzt. Bei der Erstimplantation von Hüftprothesen sind Frauen um etwa 50% stärker betroffen als Männer. Bei den Wechseloperationen der Hüftprothesen haben die Männer aber einen etwas höheren Anteil als Frauen. Insgesamt sind 17% der Hüftprothesen OPs bei Frauen und bis zu bis 19% (Männer) der Hüftprothesenoperationen Wechseloperationen. Dabei konzentriert sich sowohl die Zahl der Primärimplantate, als auch die Zahl der Hüftrevisionen, auf den Lebensabschnitt zwischen 70 bis 85 Jahren. (Quelle: Statistisches Bundesamt 2012)

Knieendoprothese (Knie-TEP): künstliches Kniegelenk bei Kniearthrose

Knieprothese AnimationAnimation der Operation einer Knieprothese (Knie-TEP)

Bei einer Knieendoprothese handelt es sich um ein „künstliches Kniegelenk". Die Gelenkfläche wird nach schwerer Arthrose (Gonarthrose ist der medizinische Begriff für Kniearthrose) durch ein Metall-/Kunststoffinlay ersetzt. Dieser Ersatz wird nötig, wenn bereits schwere, fortgeschrittene Verschleißerscheinungen im Kniegelenk vorliegen, die zu Schmerzen oder anderen Beschwerden wie einer eingeschränkten Gelenkbeweglichkeit oder einer Fehlstellung des Kniegelenkes führen.

Hüftprothese: Vorteile, Haltbarkeit und Komplikationen der künstlichen Hüfte (Hüft-TEP)

Vollprothese der Hüfte (Hüft-TEP)Die Hüftprothese kann ein Hüftgelenk mit schwerer Arthrose wieder beweglich und schmerzfrei machen. © Viewmedica

Ein künstliches Hüftgelenk ist eine bewährte Behandlung der Hüftarthrose. Die Hüftprothese erhält die Mobilität trotz Arthrose.

Nur eine ganzheitliche Planung der Operation führt zu einer haltbaren und mobilen Hüftprothese. Der Hüftspezialist muss alle Lebensumstände des Patienten – Alter, Knochendichte, Grunderkrankungen, Sportvorlieben und Beruf – in seine Empfehlung integrieren und aus den verfügbaren Prothesenmodellen die am besten geeignete auswählen.

Minimalinvasive OP-Techniken verschaffen dem Patienten den optimalen Start in die Rehabilitation. Die schonende Implantation kann die Wundheilung verbessern und Komplikationen minimieren.

Hallux rigidus: operative Therapie mittels Hemiprothese

Röntgenbild einer Hemiprothese bei Hallux rigidusRöntgenbild einer Hemiprothese zur Behandlung einer Arthrose des Großzehengrundgelenks (Hallux rigidus). © Gelenk-Klinik

Eine Hemiprothese des Großzehengrundgelenks kann bei fortgeschrittenen Schäden am Gelenkknorpel eingesetzt werden. Die Beschwerden beim Hallux rigidus verstärken sich bei Überstrecken des Gelenkes beim Abrollen. Klinisch fällt diese Erkrankung durch einen eingeschränkten Bewegungsumfang in bisher passendem Schuhwerk oder durch erschwertes Abrollen des Fußes auf. Diese krankhafte Veränderung kann in eine vollständige, schmerzhafte Versteifung des Großzehengrundgelenks übergehen, die häufig von Entzündungszeichen wie Schwellung und Rötung des darüberliegenden Hautareals begleitet wird. Im fortgeschrittenen Stadium macht der Hallux rigidus das Gehen längerer Strecken unmöglich. Die Hemiprothese kann einen schmerzfreien, fast vollständigen Bewegungsumfang im Großzehengrundgelenk wiederherstellen.

Hüft-TEP Materialien: Keramikgleitpaarung, Kurzschaftprothesen, Oberflächenersatz

Die Kurzschaft-Hüft-TEP mit Keramikkopf ist eine knochensparende, abriebarme Versorgung der Hüftarthrose für jüngere Patienten.Die Kurzschaft-Hüft-TEP mit Keramikkopf ist eine knochensparende, abriebarme Versorgung der Hüftarthrose für jüngere Patienten. Bei guter Knochenqualität ist die Hüft-TEP mit Kurzschaft sehr sicher mit sehr guten Langzeitergebnissen. © Smith & Nephew

Die Metall-Polyethylen-Gleitpaarung in Verbindung mit einer Langschaftprothese ist die Standard-Hüftprothese. Mit diesem Prothesentyp liegen die größten Erfahrungen vor.

Für jüngere Patienten mit guter Knochenqualität gibt es wichtige Varianten: Die Kurzschaftprothese ersetzt lediglich den Oberschenkelhals, der Oberschenkelknochen wird nicht angetastet. Eine zusätzliche Keramikgleitpaarung ist wesentlich abriebärmer, als die Metall-PET Gleitpaarung.

Weil aus Prothesenabrieb eine Lockerung der Hüftprothese entstehen kann, hat das vor allem Vorteile für jüngere Patienten.

Bei einer Oberflächenersatzprothese bleibt auch der Oberschenkelkopf erhalten: der Hüftkopf, (Femurkopf) wird bei der McMinn-Prothese lediglich überkront.

Knieteilprothese (Repicci): Gelenkerhaltende Versorgung kleinerer Knorpelschäden

Die Teilprothese deckt nur die Arthrose des medialen (inneren) Anteils der Oberschenkelrolle (Kondyle) ab. Die Knieteilprothese deckt nur die Arthrose des medialen (inneren) Anteils der Oberschenkelrolle (Kondyle) ab. © Prof. Dr. med. Ostermeier

Bei vielen Patienten betrifft die Arthrose der Knorpeloberflächen nur einen Teil des Kniegelenks. Häufig ist nur der innere Gelenkspalt verschlissen und die anderen Anteile vollkommen unversehrt. Dies ist vor allem bei Patienten mit einer verstärkten O-Bein-Fehlstellung (Varusgonarthrose) der Fall. In diesem Fall ist nur ein Oberflächenersatz notwendig. Heutzutage stehen verschiedene Typen des Oberflächenersatzes zur Verfügung.

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