Orthopädische Gelenk-Klinik

Orthopädische Gelenk-Klinik

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Bilddiagnostik und Radiologie der Orthopädischen Gelenk Klinik

Achskorrektur durch Osteotomie am Sprunggelenk

Fehlstellungen am Sprunggelenk können zu Arthrose führen

Sprunggelenksarthrose durch Fehlstellung der Beinachse im SprunggelenkDie Fehlstellung der Belastungs Achse im Sprunggelenk Arthrose verursachen. Der Knorpel stirbt durch die Belastungsspitzen infolge der Fehlstellung in bestimmten Regionen des Sprunggelenks ab. Um der Arthrose im Sprunggelenk vorzubeugen, wollen wir durch eine operative Begradigung des Sprunggelenks Achse (Achskorrektur) die normale Belastung für die Gelenkflächen wiederherzustellen. © gelenk-klinik.de

Eine häufige Ursache für die Entstehung von Arthrose oder Knorpelschäden im Sprunggelenk, sind Fehlstellungen: Eine Fehlstellung des Sprunggelenks bedeutet: Wichtige Knochen im Sprunggelenk weichen von der optimalen Belastungslinie ab.

Diese Achsabweichung am Sprunggelenk führt häufig zu Knorpelschäden und langfristig auch zu Sprunggelenksarthrose.

Die Achsabweichung am Sprunggelenk entstehen häufig durch Unfall oder Knochenbruch an Sprunggelenk, Talus oder Fersenbeinfraktur. Eine weitere Ursache für Fehlstellungen im Sprunggelenk ist die Verletzung des stabilisierenden Bandapparates (Außenbandriss am Sprunggelenk).

Auch Fußfehlstellungen spielen häufig eine Rolle. Ursache der Fehlstellung im Sprunggelenk kann eine Fehlstellung des Fersenbeines nach außen sein. das geschieht z.B. in Folge eines Knick-Senkfußes.

Knorpelschäden am Sprunggelenk entstehen anders als Knorpelschäden am Knie- oder Hüftgelenk daher häufig durch Unfälle bei relativ jungen Menschen. Diese Knorpelschäden führen die im Laufe der Jahre zu zunehmenden Schmerzen am Sprunggelenk führen und entwickeln sich zu einer Sprunggelenksarthrose.

Verletzung am Sprunggelenk heilen häufig leider nur teilweise aus. Häufig resultieren Fehlstellungen der Beinachse, Bandschäden oder Sehnen-Muskelverletzungen aus diesen traumatischen Verletzungen. Die Folgen dieser Ereignisse sind erst viele Jahre später zu erkennen. Analysiert man Gelenke mit Verschleiß des Sprunggelenkes, erkennt man häufig die Folgen des vor Jahren aufgetretenen Traumas. Dies ist wichtig für die Vorhersage der geplanten Therapieschritte.

Die Sprunggelenksspiegelung (Arthroskopie des Sprunggelenks) und moderne, bildgebende Verfahren erleichtern heute die Analyse von Schäden im Sprunggelenk und haben neue Behandlungsmethoden hervorgebracht. Das frühzeitige Erkennen von Ursachen leichter Schmerzen im Sprunggelenk ist für einen gezielten Einsatz notwendig.

Welches Ziel haben achsenkorrigierende Eingriffe für das Sprunggelenk?

Knorpelschaden durch posttraumatische FehlstellungArthroskopisches Bild und Röntgenbild von diversen Bereichen des Sprunggelenks mit Achsfehlstellung.

Ziel aller vorsorglichen Therapien ist es den jungen Menschen vor weiteren Knorpelschäden und einem Verschleiß des Sprunggelenkes zu bewahren. Hierdurch sollen versteifende Operationen am oberen Sprunggelenk vermieden werden, Prothesen des Sprunggelenkes sollen möglichst in einem späten Lebensabschnitt zur Anwendung kommen.
Bei ungleicher Belastung des Sprunggelenkes durch veränderte Zugverhältnisse oder Fehlstellungen der Knochenachsen können im Rahmen von Umstellungsoperationen normalisiert werden.

Wie geht man in der Planung der operativen Therapie vor?

Fersenbeinumstellung zur Korrektur der AchillessehneRöntgenbild nach Operation des Fersenbeines: Veränderung der Zugverhältnisse der Achillessehne durch Umstellung (Osteotomie) des Fersenbeines.

Wir analysieren vor achsenkorrigierenden Eingriff des Beines genau den Ort der größten und mechanisch wirkungsvollsten Fehlstellung und behandeln hier mit dem Ziel die muskulären Zugverhältnisse bei statischer und dynamischer Belastung zu normalisieren. Das Behandlungskonzept kann weitere Schäden oder Fehlstellungen neutralisieren und den Knorpel in bestimmten Arealen des Sprunggelenkes schützen. Bei Fehlstellungen ist nicht nur die Schwerpunktachse zu beachten, gerade am komplex aufgebauten Fuß ist die Analyse besonders erschwert. Anatomisch besteht zwischen dem Vorfuß und dem Rückfuß eine sog. Torsion.

Röntgenbild nach Umstellungsoperation: Achskorrigierender Eingriff durch Umstellung des Fersenbeines in eine neue Position.Röntgenbild nach Umstellungsoperation: Achskorrigierender Eingriff durch Umstellung des Fersenbeines in eine neue Position. © Gelenk-Klinik Gundelfingen

Dies bedeutet die beiden Achsen sind gegeneinander gedreht.  Je nach Fußform - zum Beispiel Hohlfuß - sind die Achsen des Vorfußes gegen den Rückfuß vermehrt gedreht.

Da hierdurch die Belastungsverhältnisse im Sprunggelenk wesentlich beeinflusst werden, ist nicht allein die Stellung des Hüftgelenkes, des Kniegelenkes und des Sprunggelenkes zur Beurteilung der Belastung notwendig, sondern die Fersenbeinstellung in Bezug zum Vorfuß sind ebenfalls entscheidend.

Achskorrigierender Eingriff am Beispiel einer Fersenbeinfehlstellung

Eine Fehlstellung des Rückfußes muss gegenüber dem Vorfuß korrigiert werden. Durch eine Verlagerung oder Verkippung des Fersenbeines kann ein Sprunggelenk wieder besser ausgerichtet werden. Die Belastungsverhältnisse im Sprunggelenk verbessert werden. Teilweise ist eine Kombination des Eingriffes mit Vorfußkorrekturen notwendig, dass der Fuß trotz der Stellungsänderung wieder normal aufgesetzt werden kann.

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Dr Thomas Schneider, Facharzt für Orthopädie in Freiburg

Dr. med. Thomas Schneider
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

 
Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Chirurgie in Freiburg Dr. med. Martin Rinio
Facharzt für Orthopädie
Chirurgie und Unfallchirurgie