Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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Hohlfuß

Darstellung eines Hohlfußes mit podometrischer Fußdruckmessung Mittels Podometrie (Fußdruckmessung) lässt sich das Fußabdruckmuster eines Hohlfußes darstellen. Typisch für den Hohlfuß ist der isolierte, aber sehr stark belastete (Rotfärbung) Druckpunkt an Ferse und Vorfuß. © Gelenk-Klinik

Der Hohlfuß (lat. Pes cavus oder Pes excavatus) zeichnet sich durch eine zu starke Wölbung des Fußlängsgewölbes aus, sodass die Fußsohle zwischen Ferse und Ballen auch unter Belastung nicht mehr auf dem Boden aufliegt. In vielen Fällen ist ein Hohlfuß eine schmerzfreie Normvariante eines gesunden Fußes. Vor allem bei älteren Patienten kann ein Hohlfuß aber auch schmerzhafte Folgen haben: Zehenfehlstellungen, Fersenbeinfehlstellung, Blockade des Sprunggelenks (Impingement), Sprunggelenksarthrose sowie Fersenschmerz und Achillodynie. In vielen Fällen sind neurologische oder muskuläre Erkrankungen (z. B. Kinderlähmung) für die Fußfehlstellung verantwortlich. Sie führen dazu, dass die Sehne des Musculus peroneus longus (langer Wadenbeinmuskel) einen stärkeren Zug ausübt als die Tibialis-anterior-Sehne (Sehne des vorderen Schienbeinmuskels). Die Fehlstellung kann aber auch angeboren sein. Patienten mit Hohlfuß klagen häufig über eine Transfermetatarsalgie (Mittelfußschmerzen), Fersenschmerzen oder Schwielenbildung an den Zehenköpfchen. Man behandelt die Fehlstellung vor allem mit Einlagen oder Schuhzurichtungen sowie mit speziellen Dehnungsübungen. Ist der Hohlfuß durch konservative Maßnahmen nicht mehr schmerzfrei therapierbar, kann eine Operation Abhilfe schaffen.

Charcot-Marie-Tooth: Symptome, Ursachen, Behandlung

Hohlfuß-Fehlstellung durch Charcot-Marie-Tooth Eine häufig auftretende Fußfehlstellung bei Patienten mit Charcot-Marie-Tooth ist der Hohlfuß. © Gelenk-Klinik

Die Charcot-Marie-Tooth-Erkrankung (auch hereditäre motorisch-sensible Neuropathie Typ 2) ist eine seltene genetisch bedingte Erkrankung des peripheren Nervensystems. Sie führt dazu, dass Nervenimpulse aus dem Gehirn nicht mehr bei den entsprechenden Muskeln ankommen. Die Folge ist ein Abbau der Muskulatur. Erste Symptome können bereits im Kindesalter auftreten. Die Muskelschwäche beginnt in den Händen und Füßen und breitet sich dann zum Körper hin aus. Die Bewegungsfähigkeit der Betroffenen nimmt immer weiter ab. Zudem kann es zu Sensibilitätsstörungen, Schmerzen und Muskelkrämpfen kommen. Eine Heilung der Krankheit ist bis heute nicht möglich. In Deutschland sind etwa 30.000 Menschen von der Erkrankung betroffen.

Achillodynie: Achillessehnenentzündung und Achillessehnenruptur

Funktion der Achillessehne Die Funktion der Achillessehne: Der Kraftübertrag des Wadenmuskels auf das Fersenbein ermöglicht das kraftvolle Anheben des Fersenbeins vom Boden. Bei durchtrennter Achillessehne (Achillesehnenruptur) ist diese Bewegung nicht mehr möglich.

Die zwischen Wadenmuskulatur und Fersenbein verlaufende Achillessehne (Tendo calcaneus) ist die stärkste Sehne des menschlichen Körpers. Sie ist durchschnittlich 20 bis 25 cm lang und verbindet (als gemeinsame Endsehne des dreiköpfigen Wadenmuskels) die Wadenmuskulatur über ihren Ansatz am Fersenbein mit dem Fuß. Die Achillessehne sorgt zudem dafür, dass der Fuß beim Abdruck vom Boden im Sprunggelenk zur Fußsohle hin gebeugt und leicht nach innen gedreht wird.

Wenn wir laufen, wirken bei jedem Schritt Kräfte auf die Achillessehne, die das 10-fache des eigenen Körpergewichts überschreiten können. Noch höher sind diese Kräfte bei Sprungbelastungen.

Die Achillessehnenentzündung (Achillodynie) ist eine schmerzhafte degenerative Erkrankung der Achillessehne. Bei weitergehender Überlastung ist sogar ein Achillessehnenriss (Ruptur) möglich. Die Ruptur der Achillessehne erfordert meistens eine operative Naht.

Sprunggelenkschmerzen: Schmerzen im Knöchel

Untersuchung des Sprunggelenks durch den Spezialisten Bei der Untersuchung des Sprunggelenks prüft der Spezialist die Beweglichkeit und achtet auf Blockaden. © Gelenk-Klinik

Das Sprunggelenk muss die größte Belastung aller Gelenke aushalten: Es wird bei normalem Gehen bis zum Siebenfachen des Körpergewichts belastet. Zudem sorgt es für unseren aufrechten Gang und ein normales Gangbild. Das obere Sprunggelenk besteht aus drei Knochen: Sprungbein (Talus), Wadenbein (Fibula) und Schienbein (Tibia). Die Beweglichkeit des oberen Sprunggelenks findet zwischen dem Sprungbein und der Malleolengabel statt.

Sprunggelenkschmerzen sind eigentlich Schmerzen im Knöchel: Das ist die Verbindung zwischen Fuß und Unterschenkel. Das obere Sprunggelenk ist sehr anfällig gegenüber Umknickverletzungen und Verdrehungen (Distorsionen). Umknickverletzungen im Sprunggelenk verursachen nicht nur Schmerzen im oberen Sprunggelenk, sondern haben auch Verletzungen der Fußwurzel zur Folge.

Die Funktion des im Fuß gelegenen unteren Sprunggelenks ist aber untrennbar mit dem oberen Sprunggelenk verbunden: Während das obere Sprunggelenk vor allem für die Beweglichkeit nach oben und unten verantwortlich ist, leistet das untere Sprunggelenk seitliche Kippbewegungen, die für das Gehen auf unebenem Untergrund unerlässlich sind. Daher bilden oberes Sprunggelenk, unteres Sprunggelenk und Fußwurzel eine funktionelle Einheit.

Meist lösen akute Verletzungen durch Umknicken oder durch Prellungen des Knöchels Schmerzen im Sprunggelenk aus. Es gibt aber auch andere Ursachen für Schmerzen im Sprunggelenk und Fuß, die wir im Folgenden vorstellen wollen.

Hohlfuß (Pes excavatus): Symptome, Diagnose, konservative Therapie

Der Hohlfuß (pes excavatus) ist an einer zu starken Wölbung des Fußes erkennbar. Er ist gewissermaßen das Gegenteil des Knick-Senkfußes. Der Fuß ist durch die Fehlstellung des Fußgewölbes stark verkürzt. Es gibt verschiedene Formen des Hohlfußes, je nachdem, ob die Gewichtsverteilung eher hinten oder vorne ist. Die Formen des Fersenhohlfußes und des Hackenhohlfußes werden voneinander unterschieden.

Der Plattfuß und der Hohlfuß unterscheiden sich in der Stellung des Fußlängsgewölbes. Beim Plattfuß ist das Fußlängsgewölbe abgesenkt. Bein Hohlfuß ist das Fußlängsgewölbe deutlich angehoben, der Rist des Fußes ist als besonders stark gewölbt. © Henrie @fotolia Der Plattfuß und der Hohlfuß unterscheiden sich in der Stellung des Fußlängsgewölbes. Beim Plattfuß ist das Fußlängsgewölbe abgesenkt. Beim Hohlfuß ist das Fußlängsgewölbe deutlich angehoben, der Rist des Fußes ist als besonders stark gewölbt. ©Henrie @fotolia

Hohlfuß Operation: Sehneneingriffe, Osteotomie (Knochenumstellung), Arthrodese (Versteifung)

Der Hohlfuß kann durch die Lage des Scheitelpunktes charakterisiert werden. Je nach Lage des Scheitelpunktes können die Folgen für die benachbarten Bewegungsorgane (Vorfuß, Rückfuß, Sprunggelenk) ganz unterschiedlich sein.  © Gelenk-Klinik Der Hohlfuß hat einen deutlich erhöhten Scheitelpunkt im Fußgewölbe. Manchmal kann nur eine operative Therapie © gelenk-klinik.de

Das Ziel der Hohlfußoperation ist ein stabiler, schmerzfreier Fuß, der für den Patienten im Alltag gut belastbar ist. Daneben wollen wir auch für die absehbare Zukunft die noch beweglichen Gelenke am Fuß und Sprungelenk erhalten. Hier steht häufig das wichtige obere Sprunggelenk im Vordergrund, das bei Hohlfuß arthrosegefährdet ist. Der Hohlfuß tritt bei jedem Patienten in unterschiedlicher Form und Intensität auf. Daher muss für jeden Einzelfall ein genaues Verständnis des individuellen Hohlfußes entwickelt werden. Die Analyse der Weichteilsituation, z.B. mögliche Sehnenkontrakturen, Sehnenschäden oder Muskelschwäche, sind daher vor der Operation ein wichtiger Bestandteil der funktionellen Diagnose.

Impingement (Blockade) im oberen Sprunggelenk

Impingement des oberen Sprunggelenks Impingement des oberen Sprunggelenks: Die knöchernen Anbauten am Schienbein (Tibia) und Sprungbein (Talus) führen zu einer Blockade des oberen Sprunggelenks (OSG). © Gelenk-Klinik

Ein Impingement ist eine mechanische Blockade des Gelenks. Zu unterscheiden sind das vordere und das hintere Sprunggelenk-Impingement. Das hintere Impingement tritt durch eine Einklemmung am hinteren Rand des Sprungbeins auf. Ursächlich ist häufig das sogenannte Os trigonom, ein Knochenanbau des Sprungbeins. Bei einem vorderen Impingement ist der vordere Teil des Sprunggelenks von einer Blockade betroffen. Es tritt häufig bei Fußballern auf und wird daher auch als Fußballergelenk bezeichnet. Ein weiteres Impingement des Sprunggelenks ist das fibulocalcaneare Impingement im Gelenk zwischen Wadenbein und Fersenbein. Ursächlich ist in den meisten Fällen ein Knick-Senkfuß.

Die Therapie des Sprunggelenk-Impingements richtet sich nach der Einteilung nach Scanton. Die Einteilung gibt an, in welchem Ausmaß die Knochenveränderungen vorhanden sind.

Klumpfuß bei Neugeborenen: Diagnose und Behandlung

Sehr gutes Behandlungsergebnis bei einseitigem Klumpfuß rechts Die Behandlung eines einseitigen Klumpfußes auf der rechten Seite zeigt bei diesem Kleinkind ein sehr gutes Ergebnis. © Gelenk-Klinik

Die Ausprägung eines Klumpfußes beim Säugling kann unterschiedlich stark sein, aber auch für Laien sind die Veränderungen zu gesunden Füßen unverkennbar: Der betroffene Fuß ist einwärts gedreht und häufig befindet sich eine tiefe Falte an der Fußsohle. Die Ferse fühlt sich weich an und steht wegen einer verkürzten Achillessehne nach oben. Besonders beim einseitigen Klumpfuß fällt auf, dass die Wade am betroffenen Fuß schmächtiger ist als auf der Gegenseite.

Klumpfuß bei Erwachsenen: Symptome, Diagnose und Behandlung

Klumpfüße bestehen aus einer Kombination komplexer Fehlbildungen und haben ihre Ursache in Knochenverschiebungen unterhalb des Sprungbeins (Talus, hier rot dargestellt), zusammen mit krankhaft verändertem Weichteilgewebe. Die komplexen Fußdeformationen beim Klumpfuß haben ihre Ursache in Verschiebungen der Knochen unterhalb des Sprungbeins (Talus, hier rot dargestellt), zusammen mit verkürzten Bandstrukturen und gestörter Muskelspannung. © Gelenk-Klinik

Klumpfüße bei Erwachsenen sind eine schwerwiegende Fußdeformation mit einschneidenden Auswirkungen auf das Gangbild der Patienten. Klumpfüße treten bei Erwachsenen eher selten als Folge einer fehlgeschlagenen Behandlung in der Kindheit auf. Sie sind meist nach Schädigung von Nerven, Muskeln oder Sehnen aufgrund von Unfällen oder Erkrankungen zu beobachten.

Die schwere Fehlstellung eines oder beider Füße bewirkt langfristig schwere arthrotische Beschwerden, die sich mit starken Schmerzen und Funktionseinbußen sehr negativ auf die Lebensqualität des Patienten auswirken. Mit moderner computergestützter Diagnostik, spezieller Physiotherapie und möglichst gelenkerhaltender Behandlung helfen die orthopädischen Fußspezialisten der Gelenk-Klinik den Patienten dabei, die langfristigen Komplikationen so gering wie möglich zu halten.

Orthopädische Bewegungs- und Ganganalyse

Bewegungsanalyse Bewegungsabhängige Schmerzen lassen sich am besten in Bewegung untersuchen. Das Gangbild bzw. der Bewegungsablauf erlaubt eine ganzheitliche Abschätzung aller Aspekte, die die Bewegung beeinflussen: Knochen, Gelenke, Bänder, Muskeln und neurologische Koordination. © DIERS

Die Ganganalyse unterstützt unsere orthopädischen Spezialisten bei der Diagnose von Fehlstellungen der Beinachse, Fußfehlstellungen, Beinlängenunterschieden und Haltungsfehlern. Häufig leiden die Betroffenen unter Rückenschmerzen oder Schmerzen beim Gehen. Bildgebende Verfahren wie Röntgen oder MRT kommen bei der Untersuchung dieser bewegungsabhängigen Schmerzen schnell an ihre Grenzen. In der Gelenk-Klinik bieten wir unseren Patienten die dynamische Ganganalyse, die den Zusammenhang zwischen Bewegung, Haltung und Schmerz herstellt und den Schmerzen auf den Grund geht.

Ursachen für Knieschmerzen außen ("lateraler Knieschmerz")

Knieschmerzen sind ein Warnsignal: Sportverletzungen, Abnutzung, Fehlstellung oder Überlastung ist die Ursache. Knieschmerzen außen, die mit Schwellungen, Ödemen, Ergüssen und Weichteilverletzungen einhergehen, können gut mit dem Ultraschallgerät untersucht werden. Der Ultraschall zeigt den Zustand von Sehnen und Bändern im Kniegelenk und stellt Entzündungszeichen dar. © Gelenk-Klinik / Prof. Dr. Sven Ostermeier

Knieschmerzen an der Außenseite können durch abgelaufene Laufschuhe oder Fußfehlstellungen ausgelöst werden. Bei der Diagnose hilft eine Podometrie (Fußabdruckmessung).

Auch ein Meniskusschaden kann die Ursache für Knieschmerzen außen sein. Die klinische Untersuchung und ein Kernspin (MRT) geben dem Kniespezialist Hinweise auf einen verletzten Meniskus. Röntgenbilder sind bei Meniskusriss weniger aussagekräftig als MRT.

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Seminar "Gesunde Füße"

Stabilisierende Übungen zu den Aussenbändern des Fußgelenks

Halbtageskurs für Patienten - Aktivprogramm für schmerzfreie Füße.

"Fehlbelastungen mit Übungen zu Hause selbst beheben"

Termine
  • Do, 10. Sep. 2020
  • Do, 29. Okt. 2020
  • Do, 17. Dez. 2020

Zeit:
9:00-13:00 Uhr

Seminar Anmeldung

Zentrum für Fuß- und Sprunggelenkschirurgie (ZFS)

Dr Thomas Schneider, Facharzt für Orthopädie in Freiburg

Dr. med. Thomas Schneider
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

 
Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Chirurgie in Freiburg Dr. med. Martin Rinio
Facharzt für Orthopädie
Chirurgie und Unfallchirurgie
 

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