Orthopädische Gelenk-Klinik

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Cauda-equina-Syndrom

Wirbelsäule mit Cauda equina Rückenschmerzen, Inkontinenz und Sensibilitätsstörungen bis hin zu Lähmungen sind Symptome des Cauda-equina-Syndroms. © SciePro, Adobe Stock

Liegt eine Kompression (Quetschung) der Nerven im Bereich der Cauda equina unterhalb des Rückenmarks vor, können verschiedene neurologische Auffälligkeiten resultieren. Neben Rückenschmerzen, die bis in die unteren Extremitäten ausstrahlen, kommt es häufig zu Störungen der Harn- und Stuhlkontrolle, Impotenz oder motorischen Ausfällen der Bein- und Fußmuskulatur. Besonders die Fußhebung ist von derartigen Ausfällen betroffen. Auch Sensibilitätsstörungen mit Taubheitsgefühlen in den Beinen treten auf. Ursächlich für eine solche Querschnittssymptomatik können Tumoren oder Bandscheibenvorfälle sein, die auf die entsprechenden Nerven drücken. Ein akutes Cauda-equina-Syndrom ist immer ein Notfall und sollte dementsprechend behandelt werden. Meist ist eine entlastende Operation unumgänglich.

"Failed back surgery"-Syndrom: Epiduroskopie für Wirbelsäule mit postoperativem Rückenschmerz

Das postoperative Schmerzsyndrom nach Wirbelsäulenoperationen im Lendenwirbelbereich (LWS) tritt relativ häufig nach operativen Dekompression oder nach Versteifung der Lendenwirbelsäule auf. Die Ursache ist eine überschießende Narbenbildung (Fibrose) im Bereich der Operation. Diese Narbenbildung führt zu Druck auf den Nerven sowie zu einer Verklebung (Adhäsion) der Epidura. Die Epidura ist die schützende Hülle des Spinalkanals. Die Epiduroskopie löst die Verklebungen und Narbenbildungen lokal mit Hilfe eines innerhalb der Epidura in den Spinalkanal eingeführten Katheters.

Bandscheibenvorfall: Ursachen, Diagnose und Therapie

Bandscheibenvorfall Bei der klinischen Untersuchung kann der Neurochirurg häufig bereits die genaue Lage und die Auswirkungen des Bandscheibenvorfalls feststellen. © Gelenk-Klinik

Bei einem Bandscheibenvorfall rutscht ein Teil des Bandscheibenkerns nach außen. In der Nähe der Wirbelsäule und der Nervenwurzeln kann der Druck der herausgetretenen Masse die Gesundheit und Funktion wichtiger Nerven beeinträchtigen.

Kein Wunder, warum ein Bandscheibenvorfall so häufig auftritt: Die 23 Bandscheiben, die wir besitzen, dienen als Puffer und Federung zwischen den Wirbelkörpern. Sie machen die enorme Beweglichkeit der Wirbelsäule erst möglich und halten unglaublich viel aus. Scherkräfte und Hebelwirkungen vergrößern die Lasten, die bei bestimmten Bewegungen auftreten. So tragen die Bandscheiben ein Vielfaches unseres Körpergewichtes.

Bandscheibenvorfall Symptome

Typische Symptome eines Bandscheibenvorfalls

Nicht jeder Bandscheibenvorfall geht mit Symptomen einher. Symptome entstehen, wenn die Bandscheibe auf eine Nervenwurzel, das Rückenmark oder eine benachbarte Nervenfaser drückt. Wie sich diese Symptome äußern, hängt wiederum davon ab, wie stark und wie lange der Nerv zusammengedrückt wird, auf welcher Höhe der Bandscheibenvorfall auftritt und welche benachbarten Nervenstrukturen betroffen sind.

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