MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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Der mittlere Gesäßmuskel liegt unter dem großen Gesäßmuskel (Abb. rechts). Unter dem mittleren Gesäßmuskel findet sich der kleine Gesäßmuskel, der den mittleren Gesäßmuskel in seiner Funktion unterstützt (Abb. links). © bilderzwerg, adobe
Bei der Gluteus-medius-Tendopathie handelt es sich um eine Reizung oder Schädigung der Sehne des mittleren Gesäßmuskels (Musculus gluteus medius). Typische Beschwerden dafür sind Schmerzen an der äußeren Hüfte, die bis in den seitlichen Oberschenkel reichen können. Langes Stehen, Gehen oder Treppensteigen verstärken die Sehnenschmerzen oft. Daneben findet sich meist auch ein Druckschmerz über dem großen Rollhügel (Trochanter major), z. B. beim Liegen auf der Seite.
Ursache der Gluteus-medius-Tendopathie sind vor allem Überlastungen der Sehne. Das passiert z. B. Menschen, die sich sonst kaum bewegen und dann im Urlaub eine ganze Stadt erkunden oder einen hohen Turm besteigen. Auch wer beim Sport sein Training zu schnell von 0 auf 100 steigert, läuft Gefahr, eine solche Tendopathie zu entwickeln – insbesondere bei Sportarten mit schnellen Richtungswechseln (Tennis, Fußball). Eine weitere Ursache sind Fehlbelastungen der Sehne, wie sie bei Beinlängendifferenzen oder einem ungünstigen Gangmuster vorkommen.
Zur Linderung der Beschwerden sollten die Belastung angepasst und schmerzauslösende Aktivitäten reduziert werden. In ausgeprägten Fällen kann man vorübergehend entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) einnehmen. Eine Abklärung durch den Arzt ist ratsam. Wichtig ist eine gezielte Physiotherapie, um die Hüftmuskeln zu kräftigen.