Orthopädische Gelenk-Klinik

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Mikrotrauma

Anatomie eines Muskels Ein Mikrotrauma betrifft Strukturen auf kleinster Ebene wie z. B. einzelne Muskelfasern in einem Muskel. © Gelenk-Klinik

Ein Mikrotrauma (griech. mikros "klein", trauma "Verletzung") ist eine minimale Gewebeverletzung, die man nur auf mikroskopischer Ebene erkennen kann. Der Begriff wird vor allem in der Orthopädie und der Sportmedizin verwendet, und dort in Bezug auf Muskeln, Sehnen, Gelenke oder Knochen. Beispiele sind das Reißen von einzelnen Muskelfasern oder minimale Risse in bindegewebigen Hüllen. Das Mikrotrauma löst in der Regel keine Funktionseinschränkungen oder Schmerzen aus. Meist heilen die Verletzungen aufgrund der guten Regenerationsfähigkeit des Körpers unbemerkt aus.

Problematisch kann es werden, wenn Mikrotraumen immer wieder auftreten – z. B. durch Überlastung oder Fehlbelastungen. Dann fehlt dem Körper die Zeit, das betroffene Gewebe zu reparieren. Es drohen Entzündungen und Vernarbungen, am Knochen kann es zu sogenannten Ermüdungsbrüchen kommen.

Osteochondrale Läsion des Talus (OLT): Osteochondrosis dissecans und traumatische Knorpel-Knochenschäden des Sprunggelenks

MRT-Aufnahme einer Osteochondrosis dissecans am Sprungbein MRT einer osteochondralen Läsion, in diesem Fall einer Osteochondrosis dissecans im Sprungbein. Markiert ist ein halbkreisförmiger nekrotischer Bereich im Sprungbein mit Wassereinlagerung (Ödem). © Gelenk-Klinik

Bei osteochondralen Läsionen im Sprunggelenk handelt es sich um Knorpel-Knochenschäden im Bereich des oberen Sprunggelenks. Diese können nach einer Verletzung entstehen oder im Rahmen einer Osteochondrosis dissecans auftreten. Da sich die Ursache häufig nicht sicher bestimmen lässt, wird heute bevorzugt der Oberbegriff „osteochondrale Läsion" verwendet.

Am häufigsten entstehen verletzungsbedingte osteochondrale Läsionen am Talus (Sprungbein). Dann spricht man von osteochondralen Läsionen des Talus (OLT). Die seltene Osteochondrosis dissecans am Sprunggelenk ist eine Sonderform der Knorpel-Knochenerkrankung. Sie betrifft vor allem das Kniegelenk, nur etwa 5 % aller Osteochondrosis-dissecans-Fälle treten am Sprunggelenk auf.

Dem orthopädischen Spezialisten für Sprunggelenkserkrankungen stehen verschiedene operative Möglichkeiten bei der Behandlung von osteochondralen Läsionen im Sprunggelenk zur Verfügung, die er individuell für jeden Patienten abwägt. Die Wahl der Therapie richtet sich dabei vorrangig nach dem Patientenalter, der Defektgröße und dem Stadium der Erkrankung.

Hallux rigidus durch Arthrose: Versorgung mit einer Prothese

Manchmal reichen bei einer fortgeschrittenen Arthrose des Großzehengrundgelenks konservative Maßnahmen und minimalinvasive Verfahren nicht aus, um die Beschwerden wie Schmerzen und eingeschränkte Gehfähigkeit zu lindern. In diesen Fällen gibt es zwei operative Optionen: Die Versteifung (Arthrodese) des Großzehengrundgelenks und das Einpflanzen einer Großzehengrundgelenksprothese.

Eine Prothese hat den Vorteil, dass das Gelenk beweglich bleibt. Dafür stehen verschiedene Prothesenkonzepte zur Verfügung. Wir haben gute Erfahrungen mit der flexiblen Silikonprothese gemacht. Damit lassen sich die Schmerzen lindern, und auch die Funktion bleibt weitestgehend erhalten – die meisten Patienten können mit ihrer Prothese im Alltag gut gehen, wie Langzeitergebnisse zeigen.

Das Sinus-tarsi-Syndrom: Fußschmerzen am Außenknöchel

Lage des Sinus tarsi Beim Sinus-tarsi-syndrom leiden die Betroffenen an Fußschmerzen im Bereich des Außenknöchels, möglicherweise mit Rötung und Schwellung. © Gelenk-Klinik

Das Sinus-tarsi-Syndrom ist eine Diagnose, die über die Lage des Schmerzes vor dem Außenknöchel über der anatomischen Struktur des Sinus tarsi beschrieben wird. Der Sinus tarsi ist eine kanalförmige Vertiefung zwischen Fersenbein (Calcaneus) und Sprungbein (Talus). Der Sinus tarsi grenzt an das hintere untere Sprunggelenk (USG) und vorne an das obere untere Sprunggelenk. Im Sinus tarsi verlaufen eine Vielzahl von Nerven und Bändern.

Die Bezeichnung Sinus-tarsi-Syndrom ist als Überbegriff für mehrere Erkrankungen zu verstehen, die nur verlässlich von einem Spezialisten für Fuß- und Sprunggelenkserkrankungen differenziert und angepasst therapiert werden können.

Golferarm (Golferellenbogen): Ursachen, Symptome und Behandlung

Ellenbogenschmerzen bei Golferarm Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogens deuten auf einen Golferellenbogen hin. © Sentello, Adobe Stock

Beim Golferarm oder Golferellenbogen sind die Muskelansätze auf der Innenseite des Ellenbogens gereizt oder geschädigt. Meist liegt die Ursache in einer Überbelastung der Sehnen. Dies kommt nicht nur bei Golfspielern vor, sondern wird deutlich häufiger bei bestimmten Berufs- und Alltagstätigkeiten ausgelöst.

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