Orthopädische Gelenk-Klinik

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Schienbeinnerv

Schienbeinnerv (Nervus tibialis) Der Schienbeinnerv (Nervus tibialis) zweigt vom Ischiasnerven ab und leitet Impulse an Unterschenkel, Fußsohle und Ferse weiter. Schädigungen oder Kompression können Neuralgien im Fuß- und Fersenbereich auslösen. © stock.adobe.com/SciePro

Der Schienbeinnerv (Nervus tibialis) ist einer der beiden Äste des Ischiasnervs (Nervus ischiadicus). Er zieht vom Oberschenkel über die Kniekehle in die Wade zwischen die beiden Muskelköpfe des Musculus gastrocnemius.

Der Schienbeinnerv versorgt u. a. folgende Muskeln mit motorischen Impulsen: Musculus gastrocnemius, Musculus soleus, Musculus plantaris, Musculus tibialis posterior, Musculus flexor digitorum longus, Musculus flexor hallucis longus. Auf der Innenseite des Sprunggelenks zieht der Schienbeinnerv durch den Tarsaltunnel und kann durch Kompression schmerzhaft eingeengt werden (Tarsaltunnelsyndrom). Im Bereich des Tarsaltunnels spaltet sich der Schienbeinnerv in die Plantarnerven und mehrere Fersennerven (Nervus calcaneus inferior, Nervus calcaneus medialis) auf.

Die Plantarnerven ziehen zwischen den Mittelfußknochen nach vorn in Richtung Zehen und können von einer Neuralgie betroffen sein. Diese schmerzhafte Erkrankung wird als Morton-Neurom oder Morton-Neuralgie bezeichnet.

Die Fersennerven innervieren den Musculus abductor hallucis, die Plantarfaszie, die Haut im Fersen-, Mittelfuß- und Innenknöchelbereich. Kommt es im Bereich der Plantarsehne zu einem Nervenkompressionssyndrom, spricht man von einer Baxter-Neuropathie, da der Nervus calcaneus inferior auch als Baxter-Nerv bezeichnet wird. Eine Lähmung des Schienbeinnervs hat zur Folge, dass Betroffene sich nicht mehr auf die Zehenspitzen stellen können und ein Taubheitsgefühl in der Unterschenkelmuskulatur spüren.

Synonym: 
Nervus tibialis

Morton Neurom: Metatarsalgie (Mittelfußschmerzen) behandeln

Arzt untersucht Fuß Das Morton Neurom ist eine schmerzhafte, entzündliche Verdickung eines Mittelfußnerven. Das sog. Mulder-Zeichen, das sich beim Ertasten der Fußsohle durch ein Klicken äußert, hilft dem Arzt bei der Diagnose des Morton Neuroms. © Gelenk-Klinik

Hauptauslöser von chronischen Mittelfußschmerzen (Metatarsalgie) ist das sogenannte Morton Neurom oder die Morton Neuralgie. Das Morton Neurom ist die häufigste Mittelfußerkrankung bei Frauen. Aber auch Männer – vor allem Laufsportler – sind häufig von einer Metatarsalgie betroffen. Viele Patienten mit Morton Neurom können sich durch eine Änderung ihrer Gewohnheiten und spezielle physiotherapeutische Übungen selbst helfen. Die exakte Diagnose durch orthopädische Fußspezialisten der Gelenk-Klinik ist wichtig, um die Fußschmerzen und Einschränkungen der Betroffenen zu lindern.

Tarsaltunnelsyndrom: Nervenengpass am Sprunggelenk

Anatomie des Tarsaltunnelsyndroms Anatomie des Tarsaltunnelsyndroms: Verschiedene Nerven versorgen die Fußsohle. Sie ist die einzige Kontaktstelle zum Boden beim aufrechten Gang und Stand. Die Gefühlswahrnehmung ist sehr wichtig für die Steuerung des Gleichgewichts. © Dr. Thomas Schneider

Der Tarsaltunnel hinter dem Innenknöchel dient als Durchtrittsstelle für Nerven und Gefäße in die Fußsohle. Beim Tarsaltunnelsyndrom kommt es zur Einengung des Schienbeinnervs (Nervus tibialis). Dadurch entstehen Schmerzen im Fuß, seitliche Fersenschmerzen und Gefühlsstörungen. Viele Patienten berichten von einem Taubheitsgefühl oder Ameisenlaufen in der Fußsohle sowie seitlichen Fersenschmerzen.

Ursächlich sind meist Fußfehlstellungen wie der Knick-Senkfuß oder Verletzungen. Neben Schuheinlagen und Orthesen (Schienen) werden entzündungshemmende Medikamente und Kortisoninjektionen zur Behandlung eines Tarsaltunnelsyndroms eingesetzt. Erst beim Versagen der konservativen Maßnahmen ziehen die Fuß-Spezialisten der Gelenk-Klinik einen operativen Eingriff in Betracht.

Operation des Morton Neuroms: Nervenentlastung oder Nervenentfernung?

Morton Neurom Das Morton Neurom ist die Entzündung und Verdickung der bindegewebigen Hülle des Mittelfußnerven, meist als Folge eines Spreizfußes. © Dr. Thomas Schneider

Meist erfolgt die Entfernung des geschwollenen Mittelfußnerven beim Morton Neurom durch einen offenen operativen Zugang von der Fußsohle aus. Die Fußschmerzen der Patienten verschwinden, allerdings wird das Versorgungsgebiet des Mittelfußnerven gefühllos.

Wenn die Schwellung an der Fußsohle noch nicht zu stark ausgeprägt ist, kann alternativ eine nervenerhaltende Therapie durchgeführt werden, die man als Dekompression (Druckentlastung) des Morton Neuroms bezeichnet.

Fersenschmerzen seitlich: Ursachen, Symptome und Therapie

Frau mit Fersenschmerzen an der Außenseite An der Außenseite der Ferse verlaufen Nerven, die den Fuß versorgen. Eine Einengung oder Reizung dieser Nerven führt zu seitlichen Fersenschmerzen. © kleberpicui, Adobe

Zwei Erkrankungen, welche die nervöse Versorgung des Fußes mit sensiblen Reizen betreffen, können zu seitlichen Fersenschmerzen führen: die Einengung (Kompression) des Schienbeinnervs (Tarsaltunnelsyndrom) und die Baxter-Neuropathie. Beide zählen zu den Nervenkompressionssyndromen und werden nicht selten bei Laufsportlern beobachtet.

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