Orthopädische Gelenk-Klinik

Orthopädische Gelenk-Klinik

Alte Bundesstr. 58, 79194 Gundelfingen

Tel: (0761) 55 77 58 343

patienten@gelenk-klinik.de

Kniespezialist Freiburg untersucht die Kniearthrose

Knorpelschaden, Knorpeltherapie und Knorpelersatz

oder Knorpelschaden Knie - Knorpelschaden Sprunggelenk)

Knorpel rundGesunder Knorpel mit glatter, elastischer Oberfläche.

Kann sich Knorpel regenerieren?

Weltweit leiden Millionen Menschen unter Gelenk- Knorpeldefekten, die durch vielfältige Ursachen hervorgerufen werden. Das führt zu einer Vielzahl von Beschwerden und Schmerzen. Knorpelschäden können mit Hilfe von Knorpeltransplantation behandelt werden. Dabei werden körpereigene Knorpelzellen im Labor nachgezüchtet und in das defekte Gelenk übertragen.

Was ist ein Knorpel?

Knorpel ist ein festes, glattes, elastisches Gewebe, das die Knochenabschnitte überzieht, die sich in einem Gelenk gegenüber liegen. Da Knorpel selbst über keine eigene Blutversorgung verfügt, wird er teils über die Gelenkflüssigkeit, teils über den darunterliegenden Knochen versorgt.

Dies zeigt die Problematik, dass geschädigter Knorpel kaum fähig ist, sich selbst zu regenerieren. Der Knorpel wird jedoch für einen reibungslosen Bewegungsablauf sowohl gemeinsam mit der Gelenkflüssigkeit als Gleitschicht, als auch als „Stoßdämpfer" zum Schutz des Knochens gebraucht.

knorpel2_rund Knorpelschaden Grad 2 knorpel3_rund Knorpelschaden Grad 3 knorpel4_rund Knorpelschaden Grad 4

Knorpelschaden Grad 2 - 4

Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es?

Welche Ursachen gibt es für einen Knorpelschaden?

Konservative Therapie

Knorpelschäden können beispielsweise Folgen von Verletzungen und Traumen sein. Hierbei wird der Knorpel meist nur an einer Stelle mehr oder weniger stark beschädigt. Herausgesprengte Teile des Knorpels z.B. infolge von Gewalteinwirkungen aufs Gelenk können sich im Gelenkspalt verklemmen und so zu starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen.

Ist der Knorpelschaden eine Folge chronischer Abnutzung, so ist er meist großflächiger und an verschiedenen Stellen lokalisiert. Solche Abnutzungserscheinungen kommen einerseits durch einen natürlichen Alterungsprozess zustande, andererseits hängen sie auch mit der Knorpelqualität zusammen. Diese wiederum ist unter anderem genetisch bedingt und von Mensch zu Mensch verschieden. Auch die Art und Stärke der jahrelangen Belastung des Gelenkes spiegelt sich in der Abnutzung des Knorpels und dem damit einhergehenden Knorpelschaden wieder. So führen beispielsweise Fehlstellungen und die damit einhergehende Fehlbelastung des Gelenkes zu einer vorzeitigen Verschleißerscheinung.

Grundsätzlich werden vier Schweregrade des Knorpelschadens unterschieden:
- Grad 1: Erweichung des Knorpels
- Grad 2: Aufrauung der Knorpeloberfläche
- Grad 3: kraterförmiger Defekt des Knorpels
- Grad 4: Fehlen der gesamten Knorpelschicht bis zum Knochen

Welche Folgen hat ein Knorpelschaden?

Knorpelschäden können sich unterschiedlich entwickeln. Liegt eine akute Verletzung vor, hat der Patient meist Schmerzen bei Belastung, Bewegung und manchmal sogar in Ruhe. Das Gelenk reagiert mit Flüssigkeitseinlagerung (Erguss) und lässt dieses anschwellen. Wird ein abgesprengtes Knorpelstück eingeklemmt, so kann dies zu schmerzhaften Bewegungseinschränkungen führen und weiteren Knorpelschaden verursachen.

Chronische Verschleisserscheinungen des Knorpels, die meist mit einer Gelenkspaltverschmälerung und einer Gelenkinstabilität einhergehen, versucht der Körper, durch Knochenanbauten zu ersetzen. Diese Anbauten können die Funktion des ursprünglichen Knorpels jedoch nicht ersetzen und sind stattdessen für eine vollständige Bewegung eher hinderlich. Oft reibt an solchen Stellen Knochen auf Knochen, was als äußerst schmerzhaft empfunden wird. So führt ein Knorpelschaden in den allermeisten Fällen zur Arthrose.

Wie wird ein Knorpelschaden therapiert?

Um das Ausmass des vorliegenden Knorpelschadens abschätzen zu können, wird eine Kernspintomographie durchgeführt. Das exakte Schädigungsausmaß ist jedoch erst bei einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) feststellbar. Bei dieser minimalinvasiven Operation sollte gleichzeitig an Knorpelaufbau gedacht werden. Hierbei gibt es mehrere Techniken, die heute zur Verfügung stehen. Abgelöste Knorpelstücke sollten wenn möglich wieder fixiert, andernfalls entfernt werden. Durch Mikrofrakturierung oder Abrasionschondroplastik kann der Knorpeluntergrund angefrischt und dadurch eine Ersatzknorpelbildung angeregt werden. Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei lediglich um einen Ersatz des ursprünglichen Knorpels, der den ursprünglichen Knorpel auch funktionell nicht vollständig ersetzen kann. Deshalb ist hier eine Knorpeltransplantation die bessere Wahl, wo Knorpel-Knochen-Zylinder an Stellen des Gelenkes, die weniger belastet sind, entnommen und an der geschädigten Stelle eingepflanzt werden. Ausserdem können heute in geeigneten Fällen auch gesunde Knorpelzellen entnommen und in einem Labor angezüchtet werden. Die sich so vermehrten Knorpelzellen werden bei einer zweiten Operation an den Ort des Knorpelschadens ins Gelenk eingebracht. Durch diese Knorpeltransplantation bildet sich wieder ein elastischer Knorpel.

knorpelzellen_chondrosphroideAufnahme von Sphäroiden - gezüchtet aus körpereigenen Knorpelzellen mit je 82.000 Zellen pro Kugel

Die Chondrozyten-Transplantation ist derzeit weltweit das einzige Verfahren, das den Wiederaufbau der originären Gelenkfläche ermöglicht. Es wurde Anfang der 90iger Jahre durch ein schwedisches Forscherteam entwickelt. Dabei musste das Kniegelenk in offener Technik operiert werden, das zu transplantierende Areal wurde dann mit einem Knochenhautlappen bedeckt, unter den die gezüchteten Zellen gespritzt wurden. Die Nachteile der offenen Operation wie große Narbenbildung, erhöhtes Infektions- und Verklebungsrisiko führten zur Weiterentwicklung der Methode hin zur rein arthroskopischen minimal invasiven Knorpeltransplantation

Knorpelzelltransplantation am Kniegelenk - Verlaufsdokumentation

Knorpelzelltransplantation_su_02Ausgangsbefund Knorpelzelltransplantation_su_03Applikation Spheroide Knorpelzelltransplantation3 Monate nach OP Knorpelzelltransplantation_su_1012 Monate nach OP

Liegt eine fortgeschrittene Arthrose vor, so handelt es sich um kranken Knorpel, wobei auch das sich unter dem Knorpel befindende Gewebe nicht mehr ganz gesund ist. In solchen Fällen kann keine Knorpeltransplantation durchgeführt werden, da das Transplantat nicht richtig anwachsen würde. Leidet der Patient unter starken Schmerzen, so kann hier eine Gelenkersatzoperation zum gewünschten Erfolg führen.

 

Literaturangaben

  • Chakravarty, E. F., Hubert, H. B., Lingala, V. B., Zatarain, E. & Fries, J. F. (2008). Long distance running and knee osteoarthritis. A prospective study.. American journal of preventive medicine, 35(2), 133-138.
  • Ding, C., Cicuttini, F., Scott, F., Cooley, H., Boon, C. & Jones, G. (2006). Natural history of knee cartilage defects and factors affecting change.. Archives of internal medicine, 166, 651-8.
  • Felson, D. T. (2010). Arthroscopy as a treatment for knee osteoarthritis.. Best practice & research. Clinical rheumatology, 24, 47-50.
  • Foroughi, N., Smith, R. & Vanwanseele, B. (2009). The association of external knee adduction moment with biomechanical variables in osteoarthritis: A systematic review. The Knee.
  • Klussmann, A., Gebhardt, H., Nübling, M., Liebers, F., Perea, E. Q., Cordier, W. et al. (2010). Individual and occupational risk factors for knee osteoarthritis: results of a case-control study in Germany.. Arthritis research & therapy, 12(3).
  • Ostermeier, S. (2011). [Knee arthritis -- gait analysis for hyaluronic acid treatment].. Zeitschrift für Orthopädie und Unfallchirurgie, 149(1).
  • Radtke, K., Becher, C., Noll, Y. & Ostermeier, S. (2010). Effect of limb rotation on radiographic alignment in total knee arthroplasties.. Archives of orthopaedic and trauma surgery, 130(4), 451-457.
  • Waller, C., Hayes, D., Block, J. & London, N. (2011). Unload it: the key to the treatment of knee osteoarthritis. Knee Surgery, Sports Traumatology, Arthroscopy, 1-7.
  • Zeni, J. A. & Higginson, J. S. (2010). Knee osteoarthritis affects the distribution of joint moments during gait. The Knee.
Bewertung: 
Eigene Bewertung: Keine. Durchschnittlich 3.7 (61 votes)

Bitte ein Gelenk wählen

Anatomische Struktur
Schulterschmerzen Ellenbogenschmerzen Hand und Handgelenk Huefte Wirbelsäule Hand Fuss Sprunkggelenk und Schmerzen im Knöchel Knieschmerzen und Schmerzen im Knöchel

Fachärzte für Orthopädie

Facharzt für Orthopädie in Freiburg Dr. med. Peter Baum
Facharzt für Orthopädie an der Gelenk-Klinik

Dr Thomas Schneider, Facharzt für Orthopädie in Freiburg Dr. med. Thomas Schneider, Facharzt für Orthopädie an der Gelenk-Klinik Freiburg

Facharzt für Orthopädie in Freiburg Prof. Dr. med. Sven Ostermeier, Facharzt für Orthopädie an der Gelenk-Klinik

Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Chirurgie in Freiburg Dr. med. Martin Rinio, Facharzt für Orthopädie, Chirurgie und Unfallchirurgie an der Gelenk-Klinik