Orthopädische Gelenk-Klinik

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Orthopaedische Spezialisten für Schulter

Ruptur der Rotatorenmanschette

Sehnenriss / Riss der Rotatorenmanschette

Rotatorenmanschetten RupturDie Ruptur der Rotatorenmanschette kann als Unfallfolge oder als Folge langfristiger Degeneration (Abnutzung) erfolgen. © Viewmedica

Was ist eine Rotatorenmanschetten-Ruptur? Wir bezeichnen als Rotatorenmanschetten-Ruptur eine Veränderung oder Verletzung der Sehnenhaube, die den Oberarmkopf umgibt.

Die Erkennung und Behandlung der Rotatorenmanschetten-Ruptur führt in der Gelenk-Klinik ein erfahrener Schulterspezialist durch.

Die Ruptur der Rotatorenmanschette hat schwere Folgen für die betroffene Schulter: Unbeweglichkeit und Schulterarthrose können häufig auftreten.

Je nach Ursache des Rotatorenmanschetten-Defekts hat der Schulterspezialist unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten:
  1. Degenerative Ruptur (Abnutzung der Rotatorenmanschette):
    Die Ruptur, die durch Abnützung der Rotatorenmanschette entsteht, kann oft noch konservativ behandelt werden (Krankengymnastik)
  2. Ruptur nach Unfall:
    Rupturen, die durch Unfälle ausgelöst werden, müssen meist operiert werden. Nur eine Sehnennaht kann das Schultergelenk in diesen Fällen wieder zentrieren.

Der Schulterspezialist muss die Ruptur der Rotatorenmanschette durch eine Diagnose sichern. Weil Sehnenrupturen sehr zeitkritisch sind, muss er möglichst schnell konservative oder operative Therapien vorschlagen.

Was ist eine Rotatorenmanschetten-Ruptur?

Die Rotatorenmanschette - eine Sehnenhaube die den Oberarm umgibt - hat eine wesentliche Funktion bei der Armbewegung. Ist sie verletzt, kann das unterschiedliche Einschränkungen nach sich ziehen.

Die Verletzung der Rotatorenmanschette ist dabei eine von mehreren Schädigungen der Schulter die durch Enge unter dem Schulterdach ausgelöst werden kann. Die Funktion der Rotatorenmanschette ist die Zentrierung des Oberarmknochens im Schultergelenk.

Ist sie verletzt, steigt der Oberarmknochen unter dem Schulterdach an, die Enge verstärkt sich: Das ist ein Teufelskreis, der, unbehandelt, zu einer raschen Verschlechterung der Schulterfunktion führen kann.

 

Wer ist von einer Rotatorenmanschetten-Ruptur oder Schädigung der Sehnenhaube betroffen?

Die Rotatorenmanschetten-Ruptur tritt häufig auf. Etwa 25% der Fünfzigjährigen und etwa 50% der Siebzigjährigen sind statistisch davon betroffen. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Häufiger ist die Arbeitshand betroffen, zumeist die rechte. Bei Linkshändern ist das dann die linke Hand.

 

Wie stellen wir die Diagnose der Rotatorenmanschettenruptur?

Röntgenbild Rotatorenmanschetten RupturDie Ruptur der Rotatorenmanschette führt zur Einengung unter dem Schulterdach. Der Oberarmknochen dieses Patienten berührt das Schulterdach. Seine Rotatorenmanschette ist also vollständig gerissen. © Gelenk-Klinik

Eine genaue Erhebung der Krankengeschichte und eine akribische Untersuchung der Schulter ist wesentlich für die Beurteilung des Schadens, der Prognose und der Funktionseinschränkung. Bestimmte Stellen schmerzen bei der klinischen Untersuchung bei Druck. Bestimmte Bewegungen sind immer schmerzhaft oder können gar nicht mehr durchgeführt werden.

 

Welche Schäden können bei der Verletzung der Rotatorenmanschette diagnostiziert werden?

Das Ausmaß des Schadens an der Rotatorenmanschette nach einer Ruptur ist sehr unterschiedlich. Entsprechend unterscheiden sich die Therapieempfehlungen.

Teilsehnenrisse, kleine komplette Risse, große komplette Risse oder sog. Massenrupturen der Rotatorenmanschette werden voneinander abgegrenzt. Die genaue Diagnose der vorliegenden Schädigung sind entscheidend für die Therapiemöglichkeiten und -Notwendigkeit.

Schadensbilder

  • Teilsehnenrisse
  • Komplette Rupturen
  • Massenrupturen

In der Gelenkklinik Gundelfingen machen wir die Therapie von vielen Parametern abhängig. Welche Therapie im Einzelfall angemessen ist, können wir im persönlichen Beratungsgespräch ausführlich besprechen.

 

Therapieverfahren bei der Ruptur der Rotatorenmanschette

Bei einer unfallbedingten Ruptur wird fast immer die minimalinvasive Naht der Rotatorenmanschette durch eine kleine Operation empfohlen. Steht die Degeneration der Rotatorenmanschette und das Schulterimpingement (Enge unter dem Schulterdach) im Vordergrund, kann eine konservative Behandlung das Schultergelenk meist wieder zentrieren.

 

Wie kann eine Ruptur der Rotatorenmanschette entstehen?

1. Ruptur der Rotatorenmanschette durch Unfall
  • Abruptes Abstützen bei Sturz
  • Schweres Heben
  • Traumatische Schulterluxation

Die Rotatorenmanschetten-Ruptur kann bei starker Verletzung der Schulter als frische Schädigung entstehen. In diesen Fällen hat man eine fast 100%-ige Indikation für eine minimalinvasive Naht der Sehne.

Typische Verletzungen, die zur Ruptur der Rotatorenmanschette führen sind kraftvolles Abstützen, beispielsweise bei einem Sturz. Auch das Heben schwerer Gegenstände kann bereits zu einer Verletzung der Rotatorenmanschette führen, vor allem wenn das Gewebe bereits degenerativ vorgeschädigt ist. Bei einer gesunden Rotatorenmanschette bedarf es gewaltiger Kräfte, um sie zu schädigen - beispielsweise einer traumatischen Schulterluxation.

2. Ruptur als degenerative Erscheinung der Rotatorenmanschette

Die Ruptur der Rotatorenmanschette kann ebenfalls im Rahmen eines degenerativen Schadens der Schulter bei langanhaltender mechanischer Reizung unter dem Schulterdach auftreten. Dieser Sehnenverschleiß entsteht dann im Rahmen eines sog. Engpasssyndrom (Impingement-Syndroms) der Schulter. Besonders gefährdet sind Überkopf-Arbeiter im Schichtbetrieb, die sehr monotone Bewegungen ausführen.

 

Welche Beschwerden und Symptome treten bei der Rotatorenmanschettenruptur auf?

Kleine Risse der Rotatorenmanschette können ohne Symptome auftreten oder nur eine kurze Zeit Beschwerden hervorrufen. Größere Risse der Rotatorenmanschetten gehen oft mit einem spürbaren Schnappen einher.

Besonders wenig Schmerzen treten bei verschleißbedingten Erkrankungen auf. Diese werden daher häufig nicht erkannt.

Die Schulterschmerzen beginnen oft vorne (ventral) oder seitlich (lateral) des Akromions (Schulterdachs) und strahlen in das Schulterblatt oder in die Muskeln des Oberarmes und in den Unterarm aus.

Durch Abspreizung gegen einen Widerstand, durch Drehbewegungen des Armes und durch Belastung des Armes verstärken sich die Schmerzen.

Welche Schmerzten und Symptome treten auf?

Ruheschmerzen - unabhängig von einer Bewegung - werden beschrieben. Ebenso häufig berichten die Patienten von der Unfähigkeit, auf der betroffenen Schulter zu liegen. Bei genauem Nachfragen durch den behandelnden Orthopäden wird häufig noch von einer Kraftminderung des Armes berichtet.

Wir befragen Sie genau zu den Schulterschmerzen und Einschränkungen und verwenden diese Informationen zur detaillierten Diagnose. Diese Diagnose ist Grundlage für die Ausarbeitung eines individuellen Behandlungsplanes.

 

Welche Funktionen sind bei der Rotatorenmanschetten-Ruptur gestört?

Die Funktion der Rotatorenmanschette erklärt klar, wieso der Riss in der Sehnenhaube eine gravierende Beeinträchtigung der Schulterfunktion darstellt. Die Biomechanik ist massiv gestört.

Am besten verstehen unsere Patienten die Problematik der Schädigung der Sehnenhaube durch die folgende, bildliche Analogie. Der Oberarmkopf ist vergleichbar mit einer Kugel, die von einer dichten Haube umhüllt ist. Bei einem Schaden der Haube kommt es mit zunehmender Größe des Rotatorenmanschettenrisses zu einem Durchtritt des Kopfes nach oben unter das Schulterdach.

Hierdurch erklären sich weiteren Veränderungen während der Erkrankung. Die entstehenden Veränderungen werden als sog. rotator cuff-Arthropathie bezeichnet. Der verschobene Oberarmkopf tritt in Kontakt zum Schulterdachknochen und zeigt zunehmende Veränderungen.

Die gestörte Funktion der Schulter ist abhängig von dem geschädigten Hauptanteil der Sehne, sowie den möglichen Kompensationsmechanismen der benachbarten Sehnenanteile.

Eine Eigenheilung der Rotatorenmanschette tritt in aller Regel nicht ein.

Welche Therapie bei einer Rotatorenmanschetten-Ruptur sinnvoll ist, kann ganz wesentlich durch eine Ultraschalluntersuchung der Schulter bestimmt werden.

Der wesentliche Vorteil dieser Methode ist, dass man quasi unter Bewegung des Armes den Schaden an den Schultersehnen beurteilen kann.

Die Röntgenuntersuchung ist erst in fortgeschrittenen Stadien der Rotatorenmanschettenruptur aussagekräftig. Ein Höhertreten des Oberarmkopfes kann nachgewiesen werden. Auch Veränderungen am Oberarmkopf durch den veränderten Druck sind darstellbar.

Ohne Hinweis auf die Auswirkung für das Schultergelenk kann der Sehnenriss im Rahmen einer kernspintomographischen Untersuchung dargestellt werden.

Diese statische Untersuchung hilft uns besonders zur Beurteilung des betroffenen Muskels. Wird ein Muskel nach einem Riss über einen langen Zeitraum nicht aktiviert, dann entsteht ein Abbau und eine Verfettung des Muskelbauches (fettige Degeneration).

Ist diese nachweisbar, dann kann eine Naht der Sehne keine erfolgreiche Behandlung mehr darstellen.

 

Welche Therapiemöglichkeiten stehen bei Rotatorenmanschettenruptur zur Verfügung?

Wichtig ist die Wahl des richtigen Therapieverfahren. Es stehen konservative und operative Therapien zur Verfügung.

Patienten mit geringen Beschwerden und älteren kleinen Schädigungen der Rotatorenmanschette können konservativ behandelt werden.

Therapie-Empfehlungen

  • Analgesie mit entzündungshemmenden Medikamenten
  • Physikalische Therapiemaßnahmen
  • Krankengymnastik mit dem Ziel des Bewegungserhaltes und Schmerzlinderung, später der Kräftigung und Kompensation des Schadens durch benachbarte Sehnenanteile.
  • Regelmäßige Verlaufskontrolle der Schädigung.

Operative Therapien bei Rotatorenmanschetten-Ruptur:

Der Schulterspezialist kann den Riss einer Sehne der Rotatorenmanschette im Frühstadium noch arthroskopisch durch eine Naht operieren.Der Schulterspezialist kann den Riss einer Sehne der Rotatorenmanschette im Frühstadium noch arthroskopisch durch eine Naht operieren. Die Wiederverankerung der Sehne kann die Funktion der Rotatorenmanschette wiederherstellen. © Gelenk-Klinik

Die Rotatorenmanschettenruptur kann in Abhängigkeit der Lage, der Größe, des Alters der Verletzung und den Beschwerden in einer offen chirurgischen Technik oder arthroskopisch versorgt werden. Dieses arthroskopische Verfahren wird auch als schlüssellochchirurgische Therapie bezeichnet.

Bei beiden Methoden werden die gerissenen Sehnen verschlossen oder der Riss verkleinert.

 

Wann wird eine operative Therapie des Rotatorenmanschettenrisses empfohlen?

  • Bei sehr starken Schulterschmerzen und Einschränkungen
  • Hohe Ansprüche an die Schulterbeweglichkeit z.B. bei Sportlern
  • Therapieversagen bei konservativer Behandlung nach 6 Monaten
Literatur zur Rotatorenmanschette

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