Orthopädische Gelenk-Klinik

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Degeneration

Als Degeneration bezeichnet man die Schädigung bzw. Rückbildung von Körpergewebe, die meist mit funktionellen Einbußen einhergeht. Degenerative Veränderungen (z. B. Arthrose) können Teil des physiologischen Alterungsprozesses sein oder durch bestimmte Erkrankungen, Stoffwechselveränderungen und Fehlbelastungen ausgelöst werden. Die Therapie degenerativer Gewebeschädigungen richtet sich nach der Ursache und dem Ausmaß der zugrundeliegenden Erkrankung.

Ruptur der Supraspinatussehne

Die Supraspinatussehne der Rotatorenmanschette der Schulter kann reißen. Die Abbildung zeigt die Supraspinatussehne, die direkt unter dem knöchernen Schulterdach liegt.Die Supraspinatussehne der Rotatorenmanschette der Schulter kann entweder durch Trauma oder Reibung unter dem Schulterdach reissen. © Viewmedica

Die Schulter ist das beweglichste Gelenk von allen. Der Gelenkkopf des Oberarmknochens (Humerus) ist nicht fest in der Gelenkpfanne verankert. Vielmehr wird das Schultergelenk durch einen festen Muskelring in Position gehalten.

Dieser gut koordinierte Muskelring wird als Rotatorenmanschette bezeichnet.

Die Rotatorenmanschette wird aus den Sehnen von 4 Muskeln gebildet. Die wichtigste ist die Supraspinatussehne. Sie umschließt den Oberarmkopf flächig, wie eine Manschette.Vor allem die Muskelansätze und Sehnen der Supraspinatussehne liegt unter dem Schulterdach. Somit liegt diese Sehne zwischen zwei gegeneinander beweglichen Knochen und ist gefährdet. Die Sehnen halten den Oberarmkopf im Gelenk und zentrieren ihn bei der Bewegung in der Schulterpfanne.

Arthrose: Knorpelaufbau, Regeneration und Funktion

Prinzip der Knorpelfunktion: Ein dünner Wasserfilm kann tonnenschwere Gewichte tragen.Prinzip des Knorpels: Ein dünner Wasserfilm kann tonnenschwere Gewichte tragen, ohne zu reissen. Bei Belastung wird auf der Knorpeloberfläche durch Kompression des Bindegewebes ein dünner Wasserfilm entstehen, der diese Funktion übernimmt. © Brent Moore über Wikimedia.org

Arthrose ist eine Erkrankung der Gelenk-Knorpel. Knorpel ist ein mikroskopisches Netz das aus langen, regelmäßig wie ein Netz angeordneten Proteinfasern gebildet wird. Dieses Netz ist stark wasserbindend. Korpelgewebe wird von der sogenannten Synovialflüssigkeit (Gelenkschmiere) durchtränkt und ernährt. Durch diese Wasserbindung entsteht die Elastizität des Gelenkknorpels: Sie kann die größten Belastungen standhalten, solange das knorpelbildende Bindegewebe gesund ist. Durch den Flüssigkeitsfilm, den jede Belastung durch Kompression des Knorpelgewebes auf der Oberfläche hervorbringt, entstehen die sehr niedrigen Reibungswerte an der Knorpeloberfläche.

Knorpelgewebe werden nicht direkt durchblutet. Der für die Regeneration wichtige Flüssigkeitsaustausch und Stoffwechsel setzt die Pumpwirkung durch regelmäßige, möglichst sanfte Bewegungen voraus. Knorpelverletzungen oder einseitige Belastungen etwa durch O-Beine oder nach Kreuzbandriss können den mikroskopischen Aufbau der Knorpelgewebe stören. Das kann langfristig zu Arthrose führen. Der Gelenkknorpel unterliegt einer natürlichen Alterung, wie jedes Bindegewebe auch.

Arthrose: Gelenkerhaltende und knochenerhaltende Therapie

ArthroseAlle Gelenke des menschlichen Körpers können von Arthrose befallen sein. Bei Arthrose wird der als gleitende Schicht für die Gelenkbeweglichkeit essentielle Gelenkknorpel abgebaut. Das Gelenk wird schmerzhaft, kann sich entzünden und versteift. © iStockphoto.com/Eraxion

Arthrose - Gelenkverschleiß - kann nach Knorpelverlust und entzündlicher Schwellung des Gelenks zur völligen Einsteifung führen. Arthrose ist heutzutage aber nicht nur nicht nur eine schicksalhafte, unaufhaltsame Erkrankung der Gelenke.

Über 5 Mio. Patienten mit Arthrose gibt es in Deutschland. Damit ist Arthrose die häufigste Gelenkerkrankung.

Konkrete Ursachen der Arthrose lokalisieren wir in der Lebensweise und der allgemeinen körperlichen Verfassung. Vermeidung von Genussgiften, nährstoffreiche entzündungshemmende Ernährung (wenig Alkohol, Kaffe und rotes Fleisch) und Bewegung unterstützen die gesunde Gelenksfunktion.

Arthrose hat bei allen Patienten in ähnlicher Weise beobachtbare Stadien: Der Knorpel wird rissig, bekommt Lücken. Schließlich wird die Knorpelschicht bei Arthrose ganz abgebaut. das Gelenk ist nicht mehr gleitfähig.

Arthrose kann alle Gelenke betreffen: Knie, Hüfte, Sprunggelenk, Schulter, die Finger- und Zehengelenke und die Wirbelsäulengelenke.

Vor allem bei den über 50 Jährigen wird Arthrose zum Massenphänomen. Männer sind etwas früher von Gelenkverschleiß betroffen, Frauen holen im höheren Lebensalter aber deutlich auf und stellen ab dem Alter von 55 Jahren die Mehrzahl der Arthrosepatienten.

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