Orthopädische Gelenk-Klinik

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Knorpel-Knochen-Transplantation (OATS) am Sprunggelenk

Für den Knorpelknochenschaden stehen heute mehrere Therapieansätze zur Verfügung.

  • Anbohrungen des OD Herdes ohne durch den Knorpel zu gehen, sozusagen von hinten (retrograde Anbohrung)
  • Auffüllung des Knochenschadens unter dem Knorpel von hinten (retrograde Spongiosaplastik)
  • Anbohrung des OD Herdes durch den Knorpel (antegrades Anbohren nach Pridie)
  • Stabilisierung des Fragmentes oder Osteochondrosis dissecans Herdes
  • Mikrofrakturierung
  • Osteochondrale Transplantation in den OD Herd
  • Knorpeltransplantation (autologe Knorpeltransplantation)

In einem fortgeschrittenen Stadium der Osteochondrosis dissecans (III-V mit partieller Lösung des Knochenherdes bis hin zur Zystenbildung) sind die gängigen Verfahren mit Anbohrung des Knochens und Mikrofrakturierung nach Abschluss des Knochenwachstums nicht mehr ausreichend.

Für diese Fälle steht die Knorpelknochentransplantation sog. OATS am Sprunggelenk zur Verfügung.

Was ist eine Knorpelknochentransplantation oder OATS?

Anders als bei der Knorpeltransplantation werden hierbei runde Knorpelknochenzylinder aus einer wenig belasteten Region eines Gelenkes entnommen und verpflanzt. (häufig Kniegelenk)

Der Knorpel-Knochen-Zylinder besteht aus Knochen und intaktem Knorpelüberzug. Dieser Zylinder wird ähnlich den Pfählen beim Hausbau im sumpfigen Gelände in den festen Knochenuntergrund des Knorpelknochenschadens eingepresst. Mehrere dieser Zylinder können in große Schäden eingesetzt werden oder auch nur ein Einzelner. Werden mehrere dieser Knorpel-Knochen-Zylinder nebeneinander gesetzt, wirkt dies auf den Betrachter wie ein Mosaik aus kreisrunden Knorpeldeckeln. Man nennt diese Art der Knorpeltherapie daher auch MOSAIKPLATIK.

Am oberen Sprunggelenk ist diese Knorpelknochentransplantation oft nur nach einer geplanten Knochendurchtrennung (Osteotomie) während der Operation möglich. Dieser wird nach Ende der Operation wieder fixiert, damit zur Ausheilung gebracht. Zum Beispiel wird am inneren Teil des Sprunggelenkes häufig der Innenknöchel vorübergehend abgelöst, um die Sprungbeinschäden decken zu können. Dies ist im oberen Sprunggelenk nicht nur am Sprungbein oder Talus möglich, sondern auch an den gelenktragenden Anteilen des Schienbeins. Am Fuß wird diese Methode mehr und mehr bei Knorpelknochenverletzungen, Knochentod (Knochennekrosen) oder Früharthrosen der Mittelfußköpfchen eingesetzt.

Welche Ziele möchte man mit der körpereigenen Knorpel-Knochentransplantation erreichen?

Ziel der Knorpel-Knochentransplantation ist es einen Knorpel-Knochenschaden mit möglichst 'vollwertigem' Knorpel zu ersetzen. Hierdurch soll das Gelenk erhalten und eine rasche Arthroseentstehung vermieden werden. Auch der Ersatz abgestorbenen Knochens wird angestrebt. Die Wiederherstellung einer schmerzfreien Gelenkfunktion ist wichtigstes Ziel der Operation.

Wer kann von einer Knorpel-Knochentransplantation im Sprunggelenk profitieren?

Patienten, die durch einen Unfall oder eine Durchblutungsstörung des Kochens einen umgrenzten Knorpel-Knochenschaden oder eine Hohlraumbildung unter dem Knorpel erlitten haben.

Was müssen Sie nach der Knorpelknochentransplantation am Sprunggelenk beachten?

Anfangs erfolgt eine Ruhigstellung des Sprunggelenkes mit einer Schiene in neutralen Stellung. Diese Phase dauert bis zur gesicherten Wundheilung etwa 12 Tage. Am ersten Tag nach der Operation sollte mit der Krankengymnastik begonnen werden, um die Beweglichkeit des Sprunggelenkes und die Muskulatur zu erhalten. Eine Behandlung mit einer motorgetriebenen Bewegungsschiene des Gelenkes (CPM-Bewegungsschiene) kann besonderes wegen der Knorpelwirksamkeit empfohlen werden. Eine Entlastung des Sprunggelenkes ist für mindestens sechs Wochen notwendig. Nach Röntgenkontrolle mit festen Knochenverhältnissen kann zunehmend belastet werden. Eine Thromboseprophylaxe ist bis zur vollständigen Belastung notwendig.

 

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