Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
Alte Bundesstr. 58
79194 Gundelfingen
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Mail: patienten@gelenk-klinik.de

Gelenkerhaltende Operation von Fuß und Sprunggelenk

Endoskopische Fersenspornabtragung

  1. Was ist ein Fersensporn?
  2. Wie wird die endoskopische Fersenspornabtragung durchgeführt?
  3. Birgt die Operation spezielle Risiken oder Einschränkungen?
  4. Was sind die Vorteile einer endoskopischen Operation des Fersensporns?
  5. Ist eine langwierige Nachbehandlung nach der Operation des Fersensporns erforderlich?
Unterer Fersensporn mit PlantarfasziitisDarstellung eines unteren Fersensporns am Fersenbein (Calcaneus). Der knöcherne Anbau reizt den Ansatz der Plantarsehne (rot dargestellt), der sich daraufhin schmerzhaft entzündet. © Gelenk-Klinik

Ein Fersensporn äußert sich durch stechende Schmerzen an der Fußsohle. Ursächlich ist ein im Röntgenbild deutlich sichtbarer knöcherner Anbau am Fersenbein (Calcaneus), der mit einer Reizung des Sehnenansatzes einhergeht. Ein Fersensporn kann am Ansatz der Achillessehne (oberer Fersensporn) oder am Ansatz der Plantarsehne (unterer Fersensporn) auftreten. Die Erkrankung ist meist überlastungsbedingt, da das Körpergewicht die Sehnen im Fuß und an der Ferse stark belastet. In einem minimalinvasiven endoskopischen Eingriff kann der Arzt den Fersensporn schonend entfernen.

Was ist ein Fersensporn?

Der Fersensporn ist eine Sehnenansatzerkrankung (Enthesiopathie). Die Sehnenverankerung im Knochen (Enthese) ist gereizt und schmerzhaft entzündet. In vielen Fällen bildet sich ein Kalksporn.

Der Fersensporn verursacht stechende Schmerzen bei jedem Schritt. Diese Schmerzen sind belastungsabhängig. Man unterscheidet den oberen Fersensporn am Ansatz der Achillessehne vom häufigeren unteren Fersensporn am Ansatz der Plantarsehne (Sehne an der Fußsohle). Zu Beginn der Bewegung nach einer Ruhephase treten häufig stechende Schmerzen auf (Anlaufschmerzen). Nach kurzem Einlaufen können die Fersenspornschmerzen abklingen.

Dabei ist zu beachten, dass der Fersensporn selbst nicht der Schmerzauslöser ist, sondern die Entzündung des Sehnenansatzes. In den allermeisten Fällen ist eine konservative Behandlung des Fersensporns ausreichend. Eine Operation ist häufig nicht notwendig. In einigen Fällen ist der Kalksporn an der Ferse jedoch so ausgeprägt oder fügt durch seine Lage dem umgebenden Gewebe schmerzhafte Schäden zu, dass er endoskopisch (minimalinvasiv) abgetragen werden muss.

Wie wird die endoskopische Fersenspornabtragung durchgeführt?

Unter Röntgenkontrolle mit einer beweglichen Röntgenröhre (Bildwandler) sucht der Fußspezialist den Fersensporn und markiert ihn mit einer Kanüle (Nadel). Dann führt er über zwei kleine Hautschnitte eine Kamera mit Lichtquelle und spezielle chirurgische Instrumente ein. Durch die Nadelmarkierung kann der Fersensporn leichter gefunden und dargestellt werden. Mit einer kleinen Kugelfräse entfernt der Operateur den knöchernen Vorsprung. Dann glättet er das Fersenbein an der Unterfläche vollständig, um eine weitere Reizung und Entzündung der Sehnen zu verhindern.

Markierung des Fersensporns unter RöntgenkontrolleMarkierung des Fersensporns: Zunächst sucht der Operateur den Fersensporn mit einem beweglichen Röntgengerät und markiert ihn mit einer Nadel. © Gelenk-KlinikAbtragung des Fersensporns mit einer FräseAbtragung des Fersensporns: Nachdem der Fersensporn markiert wurde, bringt der Operateur eine Fräse ein, mit der er den Knochenanbau schonend abträgt. © Gelenk-KlinikRöntgenkontrolle nach der Operation des FersenspornsPostoperative Röntgenkontrolle: Nach der Operation bestätigt eine Röntgenkontrolle das Ergebnis. © Gelenk-Klinik

Birgt die Operation spezielle Risiken oder Einschränkungen?

Durch den minimalinvasiven Eingriff ist nur eine eingeschränkte Einsicht in das OP-Gebiet möglich. Dadurch besteht die Gefahr, dass die Fußfaszie (Plantaraponeurose) zu viel oder zu wenig gespalten wird. Dieses Risiko wird durch den erfahrenen Operateur minimiert. Ungünstig für das Operationsergebnis kann eine sehr lange Beschwerdedauer vor der Operation oder starkes Übergewicht des Patienten sein. Außerdem bestehen wie bei jeder Operation die allgemeinen Risiken wie Thrombose, Embolien, Blutungen, Infektionen und Wundheilungsstörungen.

Was sind die Vorteile einer endoskopischen Behandlung des Fersensporns?

  • kleine Hautschnitte
  • gute Wundheilung
  • geringes Trauma
  • geringe Narbenbildung
  • geringes Infektionsrisiko
  • Beseitigung der Ursache der Beschwerden
  • schnelle Mobilisierung nach der Operation möglich
  • schnelle Rehabilitation

Ist eine langwierige Nachbehandlung nach der Operation des Fersensporns erforderlich?

Wenn es der Wundschmerz zulässt, kann der Patient den operierten Fuß und die Ferse nach dem Eingriff teilbelasten. Allerdings sollten Sie in den ersten zwei bis drei Wochen nicht das volle Körpergewicht auf den Fuß bringen, um die Wundheilung nicht zu behindern. Außerdem sind regelmäßige Wundkontrollen notwendig, um mögliche Infektionen frühzeitig zu erkennen. Wenn die Wunde abgeheilt ist, darf der Patient seinen Fuß wieder voll belasten. Das Endergebnis ist zum Teil erst nach Monaten zu beurteilen. Eine spezielle Einlage zur Stützung des Fußgewölbes wird weiterhin empfohlen.

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Dr Thomas Schneider, Facharzt für Orthopädie in Freiburg

Dr. med. Thomas Schneider
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

 
Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Chirurgie in Freiburg Dr. med. Martin Rinio
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