Orthopädische Gelenk-Klinik

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Gelenkerhaltende Operation von Fuß und Sprunggelenk

Endoskopische Fersenspornabtragung

Unterer Fersensporn mit Plantarfasziitis Darstellung eines unteren Fersensporns am Fersenbein: Der knöcherne Anbau reizt den Ansatz der Plantarsehne (rot dargestellt), der sich daraufhin schmerzhaft entzündet.

Ein Fersensporn äußert sich durch stechende Schmerzen an der Fußsohle. Ursächlich ist ein im Röntgenbild deutlich sichtbarer knöcherner Anbau am Fersenbein, der mit einer Reizung des Sehnenansatzes einhergeht. Ein Fersensporn kann am Ansatz der Achillessehne (oberer Fersensporn) oder am Ansatz der Plantarsehne (unterer Fersensporn) auftreten. Die Erkrankung ist meist überlastungsbedingt, da das Körpergewicht die Sehnen im Fuß und an der Ferse stark belastet. In einem minimalinvasiven endoskopischen Eingriff kann der Fersensporn schonend entfernt werden.

Wann muss ein Fersensporn operiert werden?

Der Fersensporn ist eine Sehnenansatzerkrankung (Enthesiopathie). Der Sehnenansatz bzw. die Sehnenverankerung im Knochen (Enthese) ist also verändert und schmerzhaft entzündet. Das kann in vielen Fällen mit der Bildung eines Kalksporns einhergehen.

Der Fersensporn verursacht stechende Schmerzen bei jedem Schritt. Diese Schmerzen sind belastungsabhängig. Man unterscheidet den oberen Fersensporn am Ansatz der Achillessehne am Fersenbein und den häufigeren unteren Fersensporn am Ansatz der Plantarsehne am Fersenbein. Zu Beginn der Bewegungen nach Ruhe sind die Schmerzen häufig stechend (Anlaufschmerzen). Nach kurzem Einlaufen können die Fersenspornschmerzen abklingen.

Dabei ist zu beachten, dass der Fersensporn selbst nicht der Schmerzauslöser ist, sondern die Entzündung des Sehnenansatzes. In den allermeisten Fällen behandelt man den Fersensporn konservativ, also ohne Operation. In einigen Fällen ist der Kalksporn an der Ferse jedoch so ausgeprägt oder fügt durch seine Lage dem umgebenden Gewebe schmerzhafte Schäden zu, dass er endoskopisch (minimalinvasiv) abgetragen werden muss.

Wie verläuft die endoskopische Fersenspornabtragung?

Unter Röntgenkontrolle mit einer beweglichen Röntgenröhre (Bildwandler) sucht der Arzt den Fersensporn und markiert ihn mit einer Kanüle (Nadel). Dann führt er über zwei kleine Hautschnitte eine Kamera mit Lichtquelle und spezielle chirurgische Instrumente ein. Durch die Nadelmarkierung kann der Fersensporn leichter gefunden und dargestellt werden. Mit einer kleinen Kugelfräse entfernt der Operateur den knöchernen Vorsprung. Das Fersenbein wird an der Unterfläche vollständig geglättet, um eine weitere Reizung der Sehnen zu verhindern.

Markierung des Fersensporns unter Röntgenkontrolle Markierung des Fersensporns: Zunächst sucht der Operateur den Fersensporn mit einem beweglichen Röntgengerät und markiert ihn mit einer Nadel. © Gelenk-Klinik Abtragung des Fersensporns mit einer Fräse Abtragung des Fersensporns: Nachdem der Fersensporn markiert wurde, bringt der Operateur eine Fräse ein, mit der er den Knochenanbau schonend abträgt. © Gelenk-Klinik Röntgenkontrolle nach der Operation des Fersensporns Postoperative Röntgenkontrolle: Nach der Operation wird das OP-Ergebnis durch eine Röntgenkontrolle bestätigt. © Gelenk-Klinik

Video: Ablauf einer Fersenspornabtragung

Birgt die Methode spezielle Risiken oder Einschränkungen?

Durch den minimalinvasiven Eingriff ist nur eine eingeschränkte Einsicht in das OP-Gebiet möglich. Dadurch besteht die Gefahr, dass die Fußfaszie (Plantaraponeurose) zu viel oder zu wenig gespalten wird. Dieses Risiko wird durch den erfahrenen Operateur minimiert. Ungünstig für das Operationsergebnis kann eine sehr lange Beschwerdedauer vor der Operation oder starkes Übergewicht des Patienten sein. Außerdem bestehen auch bei diesem Eingriff wie bei jeder Operation die allgemeinen Risiken wie Thrombose, Embolien, Blutungen, Infektionen und Wundheilungsstörungen.

Was sind die Vorteile einer endoskopischen Behandlung des Fersensporns?

  • kleine Hautschnitte
  • gute Wundheilung
  • geringes Trauma
  • geringe Narbenbildung
  • geringes Infektionsrisiko
  • Beseitigung der Ursache der Beschwerden
  • schnelle Mobilisierung nach der Operation möglich
  • schnelle Rehabilitation

Ist eine langwierige Nachbehandlung nach OP des Fersensporns erforderlich?

Wenn es der Wundschmerz zulässt, kann der Patient den operierten Fuß und die Ferse nach dem Eingriff wieder teilbelasten. Allerdings sollte in den ersten zwei bis drei Wochen nicht das volle Körpergewicht auf den Fuß gebracht werden, um die Wundheilung nicht zu behindern. Außerdem sind regelmäßige Wundkontrollen notwendig, um mögliche Infektionen frühzeitig zu erkennen. Wenn die Wunde abgeheilt ist, darf der Patient seinen Fuß wieder voll belasten. Das Endergebnis ist zum Teil erst nach Monaten zu beurteilen. Eine spezielle Einlage zur Stützung des Fußgewölbes wird weiterhin empfohlen.

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Dr Thomas Schneider, Facharzt für Orthopädie in Freiburg

Dr. med. Thomas Schneider
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

 
Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Chirurgie in Freiburg Dr. med. Martin Rinio
Facharzt für Orthopädie
Chirurgie und Unfallchirurgie