Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
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Zervikalwirbel

Als Zervikalwirbel bezeichnet man die Wirbel der Halswirbelsäule (lat. cervix "Hals"). Diese besteht aus 7 Wirbeln. Der oberste Halswirbel (Atlas) ist mit der Schädelbasis über das obere Kopfgelenk verbunden. An seiner Unterseite befindet sich das untere Kopfgelenk, das den Atlas mit dem zweiten Halswirbel (Axis) verbindet. Insgesamt ist die Halswirbelsäule der beweglichste Teil der Wirbelsäule.

Nackenschmerzen behandeln: Tipps und Übungen

Frau mit Nackenschmerzen Nackenschmerzen sind weit verbreitet. Vor allem Menschen, die viel im Büro sitzen, leiden häufig an Verspannungen der Nackenmuskulatur. © Siam, Adobe Stock

Beschwerden im Bereich des Nackens oder auch der Nacken-Schulter-Region stellen ein zunehmendes Problem in den Industrienationen dar. Etwa 71 % aller Menschen leiden irgendwann in ihrem Leben an Nackenschmerzen. Eine dänische Studie zeigt, dass das Risiko für Nackenschmerzen bei Menschen erhöht ist, die beruflich häufig monotone, sich wiederholende Arbeiten ausüben. Weitere Faktoren sind ein hoher Arbeitsdruck mit immer wiederkehrenden Arbeitsschritten oder hohe Arbeitsanforderungen.

Aktuell leiden etwa 9,5 % der Männern und 13,5 % der Frauen an Nackenschmerzen. Damit zählen Nackenschmerzen zu den häufigsten Beschwerdebildern in der orthopädischen Praxis.

Nackenschmerzen oder das HWS-Syndrom (Halswirbelsäulensyndrom) umfassen viele weitere Symptome. Die Ursache für die Beschwerden sind Störungen einzelner Bewegungssegmente der Wirbelsäule und ihrer Strukturen. Jeder Wirbel besteht aus einem nach vorne gerichteten Wirbelkörper und einem zum Rücken gelegenen Wirbelbogen. Die Wirbelbögen sind über jeweils zwei Gelenkfortsätze oben und zwei Gelenkfortsätze unten miteinander verbunden. Diese Gelenke nennt man Facettengelenke. Zwischen den einzelnen Wirbelkörpern liegen die Bandscheiben.

Hauptsächlich verursachen degenerative Veränderungen im Bereich der Bandscheiben und der Facettengelenke die Beschwerden.

Bei bandscheibenbedingten Veränderungen handelt es sich vor allem um Massenverschiebungen innerhalb der Bandscheiben nach hinten (dorsal) bzw. hinten-seitlich (dorsolateral) und Bandscheibensinterungen, also einem Zusammenfallen der betroffenen Bandscheibe. Ab diesem Punkt kommen oftmals Beschwerden im Bereich der Facettengelenke hinzu.

Bei degenerativen Veränderungen der Wirbelkörper entstehen häufig Verengungen im Bereich der Nervenaustrittsöffnungen. Auslöser für diese sogenannten Rezessusstenosen sind:

  • ein unkontrolliertes Knochenwachstum (Hypertrophie) der arthrotisch veränderten Wirbelgelenke oder
  • Knochenanbauten im Bereich der Zwischenwirbelkörpergelenke der Halswirbelsäule (unkovertebrale Osteophyten).

Nach Operationen an der Halswirbelsäule treten vor allem Instabilitätssyndrome oder wiederkehrende Bandscheibenvorfälle und Verwachsungen auf. Diese engen die Nervenwurzeln narbig ein.

HWS-Syndrom: Schmerzen in der Halswirbelsäule

Mann mit Nackenschmerzen Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule: HWS-Syndrom. © Wavebreakmedia, iStock

Ein Halswirbelsäulensyndrom (Zervikalsyndrom) oder kurz HWS-Syndrom ist ein Sammelbegriff für Rückenschmerzen oder Armschmerzen, die den Bereich der Halswirbelsäule betreffen. Meist unterscheidet man zwischen akuten HWS-Syndromen und chronischen HWS-Syndromen. Bei den akuten HWS-Syndromen sind oft Verletzungen durch plötzliche Überbeanspruchung als Ursache festzustellen. Hierunter gehören z. B. die Verletzung der Halswirbelsäule (Zervikalwirbelsäule) bei Verkehrsunfällen, ein sogenanntes HWS-Schleudertrauma.

Es können aber auch akute HWS-Syndrome im Rahmen von ungewohnten Belastungen bei starker körperlicher Betätigung oder bei Aussetzung von Zugluft entstehen.

Chronische HWS-Syndrome basieren meistens auf degenerativen Veränderungen der tragenden Strukturen im Bereich der Halswirbelsäule. Insbesondere ist der Bereich der Zwischenwirbelgelenke betroffen.

Facettengelenksdenervierung: Thermokoagulation bei Wirbelsäulenarthose

Facettengelenks-Denervierung Facettengelenks-Denervierung: bei dieser Minimalinvasiven Prozedur wird der Schmerz bei Facettengelenksarthrose bekämpft. © Viewmedica

Wie jedes Gelenk des menschlichen Körpers besitzt auch das Facettengelenk eine Gelenkkapsel, die neben der Gelenkführung auch die Versorgung des Gelenks durch einsprossende Gefässe und Nerven gewährleistet. Kommt es durch die Arthrose des Facettengelenks zur Reizung der Gelenkkapsel, so werden diese Schmerzen als Rückenschmerzen zu den Schmerzzentren im Rückenmark und im Gehirn weitergeleitet. Hierbei spielt ein spezieller Nerv, der Ramus dorsalis, die Schlüsselrolle.

Wirbelbruch bei Osteoporose: Schmerztherapie und Behandlung

Wirbelkörperbruch durch Osteoporose Ist das Knochengewebe im Wirbelkörper durch Osteoporose instabil, können harmlose Alltagssituationen zu einem Wirbelkörperbruch führen. Dabei kollabiert der Knochen und die Höhe des Wirbels vermindert sich. © freshidea, Fotolia

Osteoporose beschreibt eine Abnahme der Knochensubstanz bei gleichzeitiger Verschlechterung der Knochenqualität. Der Knochenschwund betrifft das gesamte Skelett des Menschen. Durch Osteoporose können Wirbelkörper so brüchig werden, dass sie einbrechen und dramatisch an Höhe verlieren. Man spricht auch von einer Sinterung oder Sinterungsfraktur des Wirbels. Ein Wirbelkörperbruch ist oft sehr schmerzhaft. Der Höhenverlust des gebrochenen Wirbelkörpers wirkt sich zusätzlich auf die Funktion und Beweglichkeit der Wirbelsäule aus. Auch die Körpergröße kann durch einen kollabierten Wirbelkörper abnehmen.

Bandscheibenprothese: Bewegliche Wirbelsäule trotz Bandscheibendegeneration

Cervikale Bandscheibenprothese kann die Biologische Bandscheibe ersetzen Abbildung einer cervikalen (Halswirbelsäule) Bandscheibenprothese M6-C. © Spinal Kinetics

Seit über 10 Jahren gibt es Bandscheibenprothesen. Nach vielen Verbesserungen sind künstliche Bandscheiben inzwischen eine ernsthafte und weit verbreitete Therapie bei Degeneration der Bandscheiben.

Die Bandscheibenprothese bietet vor allem eine vielversprechende Alternative, wenn nach Degeneration der Bandscheibe die Versteifung von Wirbeln der Wirbelsäule vorgeschlagen wird.

Was versprechen sich Wirbelsäulenexperten von der künstlichen Bandscheibe?

Diese Bandscheibenprothesen sollen zu einer besseren Beweglichkeit in einem von Bandscheibendegeneration betroffenen Segment der Wirbelsäule beitragen.

Spondylodese: Wirbelsäulenversteifung bei Wirbelgleiten

Die Spondylolisthese (Wirbelgleiten) ist eine Instabilität der Wirbelsäule. Degenerative Prozesse können zu einer Instabilität der Wirbelsäule führen. Die sogenannte Spondylolisthese (Wirbelgleiten) verursacht starke Rückenschmerzen. © Henrie, Fotolia

Ein fortschreitender Verschleiß der Wirbelsäule reduziert oft den Abstand zwischen den Wirbeln. Die Wirbelsäule verkürzt sich und wird instabil.

Bei der Spondylolisthesis (Wirbelgleiten) sind die Wirbelkörper nach vorne, hinten oder seitlich verschoben. Die für eine gesunde Wirbelsäule typische Anordnung der Wirbelkörper ist gestört. Die Folge sind anhaltende Rückenschmerzen und neurologische Symptome, z. B. Lähmungen, Gefühlsstörungen und Gangstörungen. Dies macht eine Ruhigstellung, also die Versteifung des schmerzhaften Wirbelsäulenabschnitts, notwendig.

Wirbelsäulenarthrose (Facettengelenksarthrose) verursacht Rückenschmerzen

Facettengelenksarthrose im MRT MRT (Magnetresonanztomografie) einer Wirbelsäule mit Facettengelenksarthrose. © Gelenk-Klinik

Ähnlich wie das Knie oder andere Gelenke können auch die Facettengelenke, die jeweils zwei Wirbelkörper an den Gelenkfortsätzen miteinander verbinden, verschleißen und Arthrose (Gelenkverschleiß) bekommen. Ist der Gelenkknorpel abgenutzt und reiben die Knochen aufeinander, handelt es sich um eine meist schmerzhafte Wirbelsäulenarthrose.

Osteoporose-Behandlung: Kyphoplastie bei Wirbelkörperbruch

Behandlung von Osteoporose mittels Vesselplastie oder Kyphoplastie Behandlung von Osteoporose: Kyphoplastie und Vesselplastie richten einen gebrochenen Wirbel mit Knochenzement wieder auf. © Sagittaria

Die Kyphoplastie wie auch die Vesselplastie sind Verfahren zur Stabilisierung und Aufrichtung von meist osteoporotischen Wirbelkörperbrüchen. Weit verbreitete Nebenwirkungen der Kyphoplastie wie Anschlussfrakturen lassen sich mit elastischem Material besser kontrollieren. Nach der operativen Stabilisierung der Wirbelkörperbrüche klingen die Schmerzen meist sofort ab.

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