Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
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Gelenkerhaltende Operation von Fuß und Sprunggelenk

Fersensporn und Haglundferse: Operation

Haglundferse und Fersensporn: Entstehung und Therapie

Operation des plantaren FersenschmerzesDie Operation des Plantaren Fersenschmerzes ist nur in Ausnahmefällen notwendig © Gelenk-Klinik

Die sogenannte Haglundferse äußert sich in einem stechenden, häufig belastungsabhängigen Schmerz am Rückfuß (Ferse). Dieser Schmerz an der Ferse oder am Ansatz der Achillessehne kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Die Achillessehne kann sich am Ansatz entzünden, und dabei am Sehnenansatz einen Kalksporn ausbilden. Man spricht in diesem Fall auch vom oberen Fersensporn.

Die Achillessehne ist eingebettet in Schleimbeutel. Diese Schleimbeutel können sich bei Überlastung ebenfalls entzünden und schmerzhaft anschwellen: Das führt zu einer entzündlichen Rötung und Überwärmung der Ferse.

Als weitere Ursache für Fersenschmerzen kann auch der Knochen des Fersenbeins an dieser Stelle eine anatomisch ungünstige Wölbung aufweisen (Haglund-Exostose). Diese Wölbung erhöht die Belastungssituation für Weichteile, Schleimbeutel und Achillessehne an der Ferse. Wenn dann noch Druck vom Schuh, etwa durch eine enge Fersenkappe, bei gleichzeitig hoher Laufbelastung dazu kommt, kann das schmerzhafte Haglund-Syndrom entstehen.

In aller Regel behandeln wir den Fersensporn konservativ. Durch passende Schuhe mit ausreichend Fersenraum und durch vorübergehende Entlastung, kann die schmerzhafte Entzündung zurückgehen. Sehnenansatzbeschwerden (Fersensporn) können wir meist konservativ durch Stoßwelle behandeln. Wenn die Entzündung oder der Kalksporn am Sehnenansatz, oder aber Knochenvorwölbung an der schmerzhaften Ferse zu stark ausgeprägt, ist kann uns häufig aber nur noch eine minimal-invasive Operation der Haglundferse helfen.

Operative Behandlung des unteren Fersensporns

Nur in Ausnahmefällen ist ein operativer Eingriff mit endoskopischer Entfernung des Fersensporns nötig.

Die operativen Therapien sind vor allem bei irreversiblen Veränderungen angebracht, die mit konservativen Mitteln nicht mehr behandelt werden können.

Operation der Haglundexostose

Bei Überlastung des Sehnenansatzes, der durch eine Vorwölbung des Fersenbeins bedingt wird, ist eine offene Abtragung des Knochenüberstandes empfehlenswert. Dadurch wird die Sehne entlastet. Auch ein entzündeter Schleimbeutel kann bei diesem Eingriff mit abgetragen werden. Der offene Zugang bietet eine direkte Sicht auf die Achillessehne. Ihr Zustand kann dabei direkt mitbeurteilt werden. Eine Behandlung der Achillessehne kann dann nach Bedarf erfolgen.

Nur bei voraussehbar geringer entzündlicher Veränderung der Achillessehne kann die Operation der Haglundexostose Entfernung durch die Haut, also endoskopisch und unter Röntgensteuerung erfolgen.

Operation der Haglund-Exostose
Operation der Haglundexostose 1. Schritt: Planung des Schnittes in der Fersenregion
Operation der Haglundexostose 2. Schritt: Zugang durch Schnitt in der Fersenregion
Operation der Haglundexostose 3. Schritt
Operation der Haglundexostose 4. Schritt
Operation der Haglundexostose 5. Schritt: Zugang durch Schnitt in der Fersenregion
Operation der Haglundexostose
6. Schritt Operation der Haglundexostose Heilung
Operation der Haglundexostose 1. Schritt: Planung des Schnittes in der Fersenregion
Operation der Haglundexostose 1. Schritt: Planung des Schnittes in der Fersenregion © Dr. med. Thomas Schneider

Sanierung der Achillessehne

Ist der Achillessehnenansatz stark geschädigt oder degeneriert, muss auch der Zustand der Achillessehne mitbehandelt werden. Die geschädigten Anteile der Achillessehne werden dabei entfernt (Debridement) und die gesunden Anteile durch eine Naht verstärkt, ähnlich wie bei einer Achillessehnennaht. Auch Sporne am Achillessehnenansatz erfordern die Sehnennaht: Diese lassen sich operativ nur sehr schwer behandeln. Hierzu müssen Teile des Achillessehnenansatzes abgelöst und nach Entfernen des Spornes wieder fixiert werden. Hierzu werden Fadenanker verwendet und die Sehne darüber straffend vernäht.

Umstellungsoperation zur Korrektur des Sehnenansatzes

Die Abtragung des Knochenüberstandes ist aber nur ein Teil der möglichen Therapien. Je nach Form der Fersekann auch eine Umstellungsoperationen unter Schonung des empfindlichen Sehnenansatzes sinnvoll sein.

Hier wird durch eine Keilentnahme am Fersenbein die Fehlstellung dauerhaft ausgeglichen. Dieses Verfahren nennt man Zadeck-Operation: hier wird je nach Ausmaß der geplanten Korrektur ein Knochenkeil aus dem Fersenbein entnommen. Die Sehne kann dadurch weitgehende geschont werden. Diese Methode hat für manche Patienten zum Teil deutliche Vorteile besonders bei der Haglundferse.

Die Nachsorge nach der endoskopischen Abtragung des Kalksporns dauert trotz des minimalinvasiven Eingriffs bis zu 6 Wochen. Der Fersensporn mit Kalkeinlagerung ist nämlich in den meisten Fällen lediglich eine Folge, nicht aber Auslöser der hartnäckigen Entzündung. Durch die große Nähe entweder zum Achillessehnenansatz oder zum Ansatz der Plantarsehne sollte dieser Eingriff von einem hochspezialisierten Fuß- und Sprunggelenkschirurgen durchgeführt werden. Auch nach operativer Therapie und Fersenspornabtragung können die Beschwerden erneut auftreten. Daher wird eine konservative Therapie des Fersenschmerzes auf Grund der sehr guten Wirksamkeit und Sicherheit von uns eindeutig bevorzugt.

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Dr Thomas Schneider, Facharzt für Orthopädie in Freiburg

Dr. med. Thomas Schneider
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

 
Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Chirurgie in Freiburg Dr. med. Martin Rinio
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