Orthopädische Gelenk-Klinik

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Operation der Lumbalstenose (Wirbelkanalstenose) durch X-STOP

Wie wird die Lumbale Wirbelkanalstenose behandelt?

SpinalkanalstenoseSpinalkanalstenose - das ist eine Einengung des Nervenkanals in der Wirbelsäule. Schmerzen, Taubheit und Brennen in der von dem eingeklemmten Nerven versorgten Gegend des Körpers sind die Folge. © Viewmedica

Bei der lumbalen Stenose der Wirbelsäule entstehen Rückenschmerzen durch Einklemmung der Nerven. Dabei kann das Rückenmark, aber auch die Nervenwurzeln, die vom Rückenmark in den Körper weiterleiten, unter Druck geraten. Für die Nervenkompression bei Lendenwirbelstenose gibt es unterschiedliche Ursachen.

Durch Arthrose der Wirbelkörper können Spondylophyten (Knochenwucherungen) entstehen. Diese Wucherungen engen den für die Nervenwurzeln verfügbaren Raum an den Austrittsfenstern der Nervenwurzeln (Neuroforamina) ein. /p>SpinalkanalstenoseSpinalkanalstenose - das ist eine Einengung des Nervenkanals in der Wirbelsäule. Mit einem Interspinösen Spreizer kann der Druck von dem Rückenmark genommen werden, die Nervenfunktion normalisiert sich wieder. © Viewmedica

Eine weitere Quelle der Lumbalstenose sind degenerierte Bandscheiben: Wenn diese Bandscheiben an Höhe verlieren, quellen ihre Ränder in den Raum, in dem sich das Rückenmark befindet. Bei jeder Bewegung kann so das Rückenmark dauerhaft unter Druck kommen. Symptome der Lumbalstenose sind zB. Kraftverlust, Lähmung, ausstrahlende Schmerzen, Ameisenlaufen und das Ischias-Syndrom.

Meistens genügt eine physiotherapeutische Behandlung zur Therapie der lumbalen Stenose. Wenn der Druck auf die Nerven des Rückenmarks oder der Nervenwurzeln aber zu stark wird und dauerhafte Schädigung und Ausfälle drohen, gibt es operative Therapien der lumbalen Stenose.

Therapie der lumbalen Wirbelkanalstenose durch Spreizung der Wirbelkörper

xstopDer Druck auf die Nerven im Spinalkanal bei der Stenose durch die vorgewölbte Bandscheibe kann durch den spinalen Spreizer wieder reduziert werden. Die schweren Symptome der Spinalstenose gehen wieder zurück.

Das X-STOP®-Implantat stellt eine schonende, minimal-invasive Alternative zu den vorhandenen operativen Maßnahmen bei lumbaler Spinalkanalstenose dar.

Durch das Implantat wird der Abstand zwischen den Dornfortsätzen aufgespreizt und erweitert. Das führt auch zu einer Erweiterung im Wirbelkanal und den Nervenaustrittslöchern (Neuroforamen). Die eingeengten Nervenwurzeln gewinnen wieder Platz, die Rücken- und Beinschmerzen klingen rasch ab.

 

Wie läuft die Operation ab?

Spinalkanalstenose_-_ImpalaDer interspinale Spreizer wird endoskopisch in die Wirbelsäule eingebracht. Eine offene Operation ist dabei nicht erforderlich.

Der X-STOP®- Abstandshalter wird je nach Ausmaß der Spinalkanalstenose vor und während der Operation unterschiedlich groß gewählt. Der Erhalt der freien Beweglichkeit sowie die Einnahme einer normalen Haltung bleibt als Anforderung davon unberührt.

Vorteile der Wirbelsäulenspreizer im Vergleich zur offenen Bandscheiben-Operation

Im Vergleich zur knöchernen Dekompression, also der Entfernung von Anteilen der Wirbelbögen oder gar vollständiger Entfernung der Wirbelbögen mit Entfernung der Dornfortsätze zur Entlastung des betroffenen Rückenmarksbereichs hat das X-STOP®-Verfahren mehrere Vorteile. So muss weder Knochen noch Weichteilgewebe entfernt werden. Die minimalinvasive Operation ist schnell durchzuführen und benötigt daher nur eine Narkose. Bei Begleiterkrankungen ist der Eingriff auch in örtlicher Betäubung durchführbar.

 

Literaturangaben
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  • Markman, J. D. & Gaud, K. G. (2008). Lumbar spinal stenosis in older adults: current understanding and future directions.. Clinics in geriatric medicine, 24(2).
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  • PhD, W. R., MD, J. K. & Thomas. (2008). Essentials of Physical Medicine and Rehabilitation (Frontera, Essentials of Physical Medicine and Rehabilitation) (2 ed). Saunders.
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Bijan Ganepour
Facharzt für Neuro- chirurgie an der Gelenk-Klinik