Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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Meniskus

Anatomie des Kniegelenks von vorne gesehen: Zusammen umgeben die Menisken kreisförmig das Kniegelenk. Sie bilden gemeinsam eine Schale, welche die Oberschenkelknochen aufnimmt, stützt und gemeinsam mit den Kreuzbändern (auf dem Bild spiralförmig in der Mitte angedeutet) im Kniegelenk fixiert. © ttsz @ istockphoto Anatomie des Kniegelenks von vorne gesehen: Zusammen umgeben die Menisken kreisförmig das Kniegelenk. © ttsz / istockphoto

Als Meniskus (griech. meniskos „kleiner Mond“) bezeichnet man den halbmondförmigen Knorpel im Knie auf der oberen Gelenkfläche des Schienbeins (Tibia). Der Meniskus besteht aus festem elastischen Knorpel und dient als Puffer zwischen der Oberschenkelrolle (Femurkondyle) und dem Schienbeinkopf (Tibiakopf). Jedes Kniegelenk verfügt über einen Innenmeniskus und einen Außenmeniskus.

Jeder Meniskus besteht aus einer äußeren, gut durchbluteten Zone und einerm inneren, nicht durchbluteten Bereich. Weiterhin setzen sich beide Menisken aus drei Teilen zusammen: dem Vorderhorn, dem Mittelteil und dem Hinterhorn. Bei Meniskusschäden und Meniskusrissen ist für die Behandlung und die Heilungsprognose wichtig, an welcher Stelle die Schädigung liegt. Der Innenmeniskus ist häufiger von Verletzungen wie einem Meniskusriss betroffen, da er fest mit der Gelenkkapsel verwachsen und daher unbeweglicher ist als der Außenmeniskus. Durch falsche oder übermäßige Belastung verschleißen die Menisken und es kann sich ein Knorpelverschleiß im Kniegelenk (Gonarthrose) ausbilden.

Meniskusriss: Symptome, Ursachen, Behandlung

Innen- und Außenmeniskus von oben gesehen Knie von vorne mit aufgeklappter Kniescheibe: Man sieht den halbmondförmigen Innen- und Außenmeniskus. © Viewmedica

Die halbmondförmigen Menisken im Kniegelenk fangen einen großen Teil der Druckbelastung beim Laufen und Springen ab und schützen so den Gelenkknorpel. Der Meniskusriss ist eine Verletzung dieser paarig angelegten Stoßdämpfer aus festem Faserknorpel.

Ursachen für den Meniskusriss sind oft Sportverletzungen. Vor allem durch Verdrehung (Distorsion) oder bei älteren Patienten durch degenerativen Verschleiß der Menisken kommt es zu einem Meniskusriss.

Es gibt verschiedene Formen von Meniskusrissen. Kleinere Verletzungen heilen zum Teil von selbst aus oder sind folgenlos. In manchen Fällen ist der Meniskusriss aber so gravierend, dass er nicht von alleine vernarbt oder heilt. Dann nimmt der Kniespezialist eine operative Teilentfernung oder eine Naht des Meniskus zur Wiederherstellung der Stoßdämpferfunktion vor. Die Meniskus-Operation soll ihn wieder stabilisieren, um einen vorzeitigen Knorpelverschleiß im Kniegelenk abzuwenden und Kniearthrose vorzubeugen.

Operation nach Meniskusriss: Meniskusentfernung oder Meniskusnaht?

Operation bei Meniskusriss Die Naht des Meniskus ist nur dann möglich, wenn der Meniskusriss in der Nähe der gut durchbluteten Basis des Meniskus liegt. Bei der Meniskusresektion entfernt der Operateur einen Teil des beschädigten Meniskus, um die Oberfläche zu glätten.© Alila Medical Media @ Fotolia

Der Meniskus erfüllt im Knie zwei Funktionen: Er dient als Stoßdämpfer und zur Vergrößerung der Oberfläche. Eine Resektion (Entfernung) bei Meniskusriss führt langfristig in eine Deformität, die chronische Knieschmerzen oder sogar eine Kniearthrose zur Folge haben kann.

Der Meniskusriss selbst verursacht hingegen meist wenig oder nur geringe Knieschmerzen. Dennoch führt ein geschädigter Meniskus, je nach Lage der Verletzung, direkt und innerhalb relativ kurzer Zeit zum Verschleiß des Kniegelenks.

Prinzipiell operieren wir in unserer Klinik arthroskopisch (minimalinvasiv) in sogenannter Schlüssellochtechnik. Wir versuchen dabei, den Meniskus zu erhalten. Da beim Erwachsenen nur der Randbereich des Meniskus durchblutet ist, können Nähte nur in diesem Bereich gelingen, weil die Regeneration hier ausreicht. Ist der Meniskus komplett gerissen, ist eine Wiederannaht unmöglich. In diesen Fällen muss der zerrissene Anteil möglichst schonend und sparsam entfernt werden.

Knieschmerzen nach Meniskusriss: Symptome, Therapie, Operation

Klinische Untersuchung eines Meniskusrisses durch einen Kniespezialisten Nach einer Meniskusverletzung ist eine sorgfältige Diagnose durch einen Kniespezialisten angeraten, um alle Möglichkeiten des Meniskuserhaltes sorgfältig zu prüfen. © Gelenk-klinik.de

Der Meniskusriss ist eine der häufigsten Verletzungen des Kniegelenks. Jeder Unfall, der zu einer gewaltsamen Verdrehung oder einem Abknicken des Kniegelenks führt, kann einen Meniskusriss auslösen. Die Verletzungsgefahr ist umso größer, je mehr Gewicht oder Beschleunigung im Moment der Verletzung auf das Knie wirkt. Je weiter das Kniegelenk nach innen verdreht und in Richtung X-Bein eingeknickt ist, desto höher ist das Risiko einer Meniskusverletzung.

Jedes Kniegelenk hat einen Innen- und einen Außenmeniskus. Es handelt sich dabei um halbmondförmige knorpelähnliche Weichteilstrukturen, die wie Stoßdämpfer zwischen Schienbein- und Oberschenkelknochen liegen. Ein akut gerissener Meniskus führt sofort zu stechenden Schmerzen, einer Schwellung des Kniegelenks und deutlichen Bewegungseinschränkungen beim Strecken oder Beugen des Knies. Manchmal ist das Kniegelenk wie “blockiert”. Dagegen macht sich ein mit der Zeit verschlissener Meniskus durch allmähliche Beschwerden wie Belastungsschmerzen und gelegentliche Blockaden bemerkbar.

In manchen Fällen können die Beschwerden eines Meniskusrisses durch Ruhigstellung, Schonung und begleitende Physiotherapie von alleine ausheilen. Bei chronischen Knieschmerzen oder einer Blockade des Kniegelenks kann der orthopädische Kniespezialist mit einem operativen Eingriff helfen.

Knieschmerzen in der Kniekehle

Grafische Darstellung einer Bakerzyste Verschiedene Knieverletzungen (z. B Meniskusriss) führen dazu, dass das Knie vermehrt Gelenkflüssigkeit produziert. Irgendwann kann die Gelenkkapsel die Flüssigkeit nicht mehr halten und stülpt aus. Eine sogenannte Bakerzyste entsteht. © Artemida-psy, Fotolia

Schmerzen in der Kniekehle entstehen oft durch eine Verletzung am Innenmeniskus. Der Innenmeniskus ist mit der Gelenkkapsel fest verbunden, sodass diese mit verletzt wird, wenn der Innenmeniskus beschädigt wird.

Schmerz in der Kniekehle kann durch eine klinische Untersuchung und durch ein MRT untersucht werden. Kommt eine schmerzhafte Schwellung in der Kniekehle hinzu – die Bakerzyste – verstärkt dies den Verdacht einer Meniskusverletzung an der Innenseite. Eine Ultraschalluntersuchung hilft bei der Diagnose. Auch eine Kniearthrose kann lokalisierte Schmerzen in der Kniekehle verursachen. Bei Verdacht auf Kniearthrose veranlasst der Kniespezialist eine Röntgen- und MRT-Untersuchung.

Schleimbeutelentzündung (Bursitis) im Knie: Ursachen, Diagnose, Übungen und Behandlung

Im Kniegelenk gibt es mehrere Schleimbeutel, die sich schmerzhaft entzünden können Im Kniegelenk gibt es mehrere Schleimbeutel, die sich wegen Überlastung oder Infektion schmerzhaft entzünden können. Man spricht dann von einer Bursitis im Kniegelenk. © Henrie @ fotolia

Schleimbeutel (Bursae) sind flüssigkeitsgefüllte, mit Gelenkschleimhaut (Synovialis) ausgekleidete Hohlräume. Die chronische Entzündung eines Schleimbeutels bezeichnet man als Schleimbeutelentzündung oder Bursitis. Die Aufgabe von Schleimbeuteln ist die Verminderung von Reibung und Druck, wo Sehnen, Muskeln und Knochen sich gegeneinander bewegen.

Patienten mit einer Schleimbeutelentzündung im Knie berichten über stechende Knieschmerzen, Druckschmerzen und teilweise Streckdefizite des Kniegelenks. Häufig sind die Ursachen unklar. Arbeit im Knien, Stöße und Unfälle sowie abgelagerte Kristalle wie bei Gicht gehören zu den möglichen Ursachen einer Bursitis im Kniegelenk.

Häufig ist eine konservative Therapie der Schleimbeutelentzündung im Knie mithilfe von entzündungshemmenden Medikamenten und Physiotherapie erfolgreich. Bei chronischer Bursitis hilft in vielen Fällen eine minimalinvasive Operation: Der entzündete, vernarbte Schleimbeutel im Knie wird in einem operativen Eingriff vom Kniespezialisten entfernt.

Knieschmerzen – Übungen zum Selbermachen

Übung Knie pendeln lassen 1. Übung: Knie pendeln lassen. Die durch Pendeln angeregte Bildung von Gelenkschmiere hilft gegen Knieschmerzen. © Gelenk-Klinik.de

Im Folgenden empfehlen wir Ihnen einfache Übungen gegen Knieschmerzen. Bitte beachten Sie, dass Sie länger andauernde Knieschmerzen stets orthopädisch untersuchen lassen sollten. Diese Übungen sind also nur nach einer ärztlichen Abklärung empfehlenswert.

Knieschmerzen außen am Knie: lateraler Knieschmerz

Knieschmerzen sind ein Warnsignal: Sportverletzungen, Abnutzung, Fehlstellung oder Überlastung ist die Ursache. Knieschmerzen außen, die mit Schwellungen, Ödemen, Ergüssen und Weichteilverletzungen einhergehen, können gut mit dem Ultraschallgerät untersucht werden. Der Ultraschall zeigt den Zustand von Sehnen und Bändern im Kniegelenk und stellt Entzündungszeichen dar. © Gelenk-Klinik, Prof. Dr. Sven Ostermeier

Knieschmerzen an der Außenseite deuten auf Probleme mit Strukturen im äußeren (lateralen) Kompartiment (Bereich) des Kniegelenks hin. Sie können durch abgelaufene Laufschuhe oder Fußfehlstellungen ausgelöst werden. Bei der Diagnose hilft eine Fußdruckmessung (Podometrie).

Auch ein Meniskusschaden kann die Ursache für Knieschmerzen außen sein. Die klinische Untersuchung und ein Kernspin (MRT) geben dem Kniespezialisten Hinweise auf einen verletzten Meniskus. Röntgenbilder sind bei Meniskusriss weniger aussagekräftig als MRT.

Knieschmerzen innen am Knie: medialer Knieschmerz

Grafische Darstellung einer  Ruptur des Innenbandes am Knie Ist eine Ruptur (Riss) des Innenbandes für die Knieschmerzen innen verantwortlich, wird das Kniegelenk instabil. Zusätzlich begleiten Schmerzen und Schwellung die Verletzung. © Gelenk Klinik

Knieschmerzen an der Innenseite des Kniegelenks betreffen die inneren (medialen) Seitenbänder oder Strukturen im inneren Kompartiment (Bereich) des Kniegelenks. Sie können durch unpassende oder einseitig abgenutzte Laufschuhe ausgelöst werden. Als orthopädische Ursache kommt zudem eine Knick-Senkfuß-Fehlstellung der Füße infrage.

Eine klinische Untersuchung durch den Kniespezialisten mit Röntgenbild, Ultraschall und ggf. MRT (Magnetresonanztomografie) schafft Klarheit über die Ursache. Bei Innenbandverletzungen des Knies wird zunächst die Stabilität des Knies klinisch untersucht.

Knieschmerzen beim Beugen und Anwinkeln

Knieschmerzen beim Beugen In hockender Position ist die Belastung für das Kniegelenk maximal. Bestimmte Berufsgruppen (z. B. Fliesenleger) sind daher besonders gefährdet, Knieschmerzen zu erleiden. © Wellnhofer Designs, Fotolia

Die Situation, in der die Knieschmerzen verstärkt auftreten, kann dem behandelnden Orthopäden einen Hinweis auf die Ursache geben. Je nachdem welche Grunderkrankung oder Verletzung vorliegt, lösen verschiedene Bewegungen die Knieschmerzen aus. Meist können Patienten genau benennen, bei welchen Bewegungsabläufen die Knieschmerzen am schlimmsten sind.

Knieschmerzen beim Treppensteigen

Kreuzband Die Funktion des Kreuzbandes kann klinisch durch eine Reihe von Tests geprüft werden. Der Schubladentest zeigt das Wackelknie, das der Patient auch beim Bergabgehen oder beim Hinuntergehen einer Treppe als Instabilität spürt, wenn das vordere Kreuzband nicht mehr richtig funktioniert. © Gelenk-Klinik/Prof. Dr. Sven Ostermeier

Knieschmerzen beim Treppensteigen können durch Kniearthrose hinter der Patella (Kniescheibe) ausgelöst werden. Auch eine Instabilität der Patella kann beim Beugen des Knies oder beim Treppensteigen schmerzhaft werden. Schmerzen beim Treppensteigen sind in der Regel belastungsabhängig.

Röntgenbilder und Kernspin (MRT) zeigen Abnutzungen der Knorpelfläche oder lokale Schäden im Knie.

Knieschmerzen – was tun?

Kniegelenk – Knieschmerzen. Die Ursache Ihres Knieschmerzen kann aufgrund des komplexen Aufbaus des Kniegelenks sehr vielfältig sein. Dieses Bild zeigt die normale Anatomie des menschlichen Knies seitlich von vorne: Man sieht die Kniescheibe (Patella), die Bänder zum Aufhängen der Kniescheibe, den Meniskus als schalenförmigen Puffer zwischen Oberschenkel und Unterschenkel, das stabilisierende vordere Kreuzband im Inneren des Kniegelenks, das Außenband des Knies und die knöchernen Gelenkpartner im Kniegelenk: Oberschenkel (Femur), Unterschenkel (Tibia) und Patella (Kniescheibe) © Istockphoto.com/MedicalArtInc

Nicht alle Knieschmerzen sind gleich: Die Lage der Knieschmerzen - innen, außen, hinter oder vor der Kniescheibe - gibt einen sehr deutlichen Hinweis zu den möglichen Ursachen. Ebenso lohnt es sich, die Situation, in der Knieschmerzen auftreten, genauer zu betrachten: Sind die Schmerzen plötzlich nach einem Unfall oder Sturz aufgetreten? Auch die Qualität des Schmerzes liefert deutliche Hinweise auf die mögliche Ursache: Ist der Schmerz dumpf und tiefliegend? Sind die Knieschmerzen nur vorübergehend und verschwinden sie nach kurzem "Warmlaufen" wieder? Im Folgenden nennen wir Ihnen verschiedene Schmerzqualitäten und mögliche Ursachen, die genau zu diesen Schmerzen passen.

Ist Ihr Knie gerötet, überwärmt, geschwollen, instabil oder spüren Sie Knirschen oder Knacken im Knie, sollten Sie sofort einen orthopädischen Kniespezialisten aufsuchen. Auch wenn Sie das Knie aufgrund von starken, pochenden Schmerzen nicht mehr belasten können, sollte ein Facharzt das Kniegelenk untersuchen.

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