Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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Konservative Behandlung der Arthrose

Streckübung der Wirbelsäule Die Streckung über einen Gymnastikball mobilisiert die Wirbelsäule bei beginnender Wirbelsäulenarthrose. © Gelenk-Klinik

Orthopädischen Fachärzten steht eine Vielzahl an Möglichkeiten für eine konservativen Behandlung der Arthrose zur Verfügung, um in enger Zusammenarbeit mit dem Patienten die degenerativen Vorgänge im Gelenk zu verlangsamen oder ganz zu stoppen.

Arthrose kann sich relativ schmerzfrei bis zu einem weit fortgeschrittenen Stadium entwickeln. Deshalb ist es für Patienten nicht ratsam, auf Besserung zu warten oder eine Behandlung in Eigenregie zu beginnen. Damit gefährden sie die Gesundheit ihrer Gelenke.

Inhalt: Konservative Behandlung der Arthrose

Behandlungspyramide bei Arthrose

Pyramide der Arthrosetherapie. Die Pyramide der Arthrosetherapie umfasst konservative und operative Maßnahmen. Bei jedem Patienten entwickelt der behandelnde Orthopäde einen Therapieplan, der sich auf die individuellen Möglichkeiten und Wünsche bezieht. Zuerst werden die konservativen Möglichkeiten ausgeschöpft, bevor minimalinvasive und endoprothetische Operationen in Betracht gezogen werden. © Gelenk-Klinik

Orthopädische Spezialisten verfolgen im Wesentlichen vier Behandlungsansätze zur Behandlung der Arthrose. Dabei orientieren sie sich stets an der individuellen Situation der Patienten.

  1. Hinführen zu einem gesunden und aktiven Lebensstil; Hilfe bei der Verhaltensanpassung; Ernährungsberatung und Gewichtskontrolle
  2. Physiotherapie und physikalische Anwendungen zur Verbesserung von Gelenkfunktion und Beweglichkeit, unterstützt von pharmakologischer und naturheilkundlicher Schmerztherapie
  3. Minimalinvasive Eingriffe wie Knorpeltransplantation und Arthroskopie bei mäßig ausgeprägter Arthrose
  4. Versorgung stark geschädigter Gelenke mit einem künstlichen Gelenk (Prothese)

Welche konservativen Arthrosetherapien gibt es?

Die Diagnose "Arthrose" wirft eine Reihe neuer Fragen bei den Patienten auf: Wie kann ich Arthrose aufhalten? Wie bleibe ich noch möglichst lange beweglich? Woher kommt meine Arthrose? Und wie kann ich mein Verhalten sinnvoll ändern?

Bei der Beantwortung dieser Fragen unterstützen die Orthopäden der Gelenk-Klinik ihre Patienten, damit sie die Auswirkungen der Arthrose auf verschiedene Lebensbereiche verstehen und keine Zukunftsängste entwickeln. Denn: Arthrose ist nicht nur ein medizinisches Problem.

Der moderne Patient ist informiert

Vertrauen, Mitarbeit und ein gutes Verständnis der Patienten für ihre Erkrankung sind eine wichtige Basis für den Erfolg aller therapeutischer Maßnahmen bei Arthrose. Besondere Unterstützung erhalten Patienten in dieser Phase von ihrem behandelnden Arzt. Zusätzlich geben Physiotherapeuten wertvolle Hinweise zu Bewegungsabläufen und gelenkschonenden Trainingsmöglichkeiten.

Präventions- und Übungsprogramme helfen mit ersten Tipps

Eine weitere Hilfe für Arthrose-Patienten sind Präventionskurse, in denen das Bewusstsein der Betroffenen für einen arthrosegerechten Lebensstil geschult wird. Meist tragen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Präventionsprogramme, wenn entsprechend zertifizierte Übungsleiter sie durchführen.

Die in den Kursen vorgestellten Übungen sind von Experten entwickelt worden und lassen sich ohne viel Aufwand zu Hause in die Alltagsroutine integrieren. Optimal sind 3 bis 4 kurze Übungseinheiten pro Woche. Viele Patienten der Gelenk-Klinik berichten nach einem etwas mühsamen Einstieg, der Überwindung kostet, von einer deutlich besseren Gelenkfunktion und einem positiven Effekt auf Stimmung und Lebensqualität.

Stellenwert von Präventionskursen bei Arthrose

Der Effekt von Programmen zum Erlernen von arthrosegerechtem Verhalten wurde in Studien mit vielen Teilnehmern wissenschaftlich überprüft. Teilnehmer von Präventionskursen wiesen noch vier Jahre nach Abschluss der Kurse ein verbessertes Allgemeinbefinden auf, gingen seltener zum Arzt und nahmen weniger Schmerzmittel ein, verglichen mit einer ungeschulten Vergleichsgruppe.

Wie verhält man sich mit Arthrose im Alltag?

Im Folgenden finden Arthrose-Patienten einige Tipps, wie sie ihre Erkrankung in den Alltag integrieren und ihre Lebensgestaltung an die neue Situation anpassen können. Das setzt ein gewisses Maß an Disziplin, Neugier sowie die Motivation voraus, alte Muster infrage zu stellen.

  • Gehen Sie viel zu Fuß! Je mehr Sie sich bewegen, desto besser geht es Ihren Gelenken. Mit 6.000 bis 8.000 Schritten täglich fördern Sie die Knorpelernährung und beugen effektiv einer Arthrose vor.
  • Bei Übergewicht sollten Sie Ihr Gewicht reduzieren, um die Lebensdauer Ihrer Gelenke zu verlängern. Dabei ist eine nachhaltige Umstellung der Essgewohnheiten erfolgversprechender als radikale Nulldiäten.
  • Eine ausgewogene Ernährung erhöht den Nährstoffgehalt an wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen und unterstützt die Regeneration des Knorpels.
  • Läufern empfehlen wir, einen Teil des Trainings auf dem Fahrrad oder zum Beispiel in Form von Aquajoggen im Wasser zu absolvieren. Ihre Gelenke werden hierdurch deutlich entlastet.
  • Wir motivieren Patienten, die eher Bewegungsmuffel sind, gelenkschonende Sportarten wie Radfahren oder Schwimmen einfach mal auszuprobieren. Die Knorpelregeneration verbessert sich nachweislich und die gestärkte Muskulatur entlastet die Gelenke.

Umstellung der Ernährung und Gewichtsreduktion bei Arthrose

Eine nährstoffreiche und fettarme Ernährung kann Ihre Arthrose positiv beeinflussen. Eine hochwertige, kalorienarme und vorwiegend pflanzliche Ernährung mit ungesättigten Fettsäuren und vielen Ballaststoffen wirkt sich positiv auf Körpergewicht und Gelenke aus. Viele Inhaltsstoffe wirken entzündungshemmend und verlangsamen den Arthroseverlauf. © monticellllo, Fotolia

Zur Basisstrategie der Arthrosetherapie gehört eine individuelle Anpassung der Ernährungsgewohnheiten und eventuell eine Umstellung. Betroffene können durch bewusste Umstellung ungünstiger Verhaltensweisen den Knorpelabbau verlangsamen und die Knorpelregeneration fördern.

Eine Ernährungsumstellung hat zwei Ziele:

  1. Eine qualitativ hochwertige Ernährung verbessert den allgemeinen Gesundheitszustand und die Regenerationsfähigkeit des Körpers.
  2. Eine bewusste Ernährung verringert das Körpergewicht und entlastet die Gelenke.

Studien des Universitätsklinikums Jena bestätigten den positiven Effekt von Fastenkuren auf Schmerzbeschwerden und Gelenkfunktion bei Arthrosepatienten. Auf die Einnahme von Schmerzmitteln konnten die meisten Teilnehmer der Studien ganz verzichten. Auch nach Ende der Fastenkur blieben die Vorteile – verbesserte Beweglichkeit und Belastbarkeit der Gelenke, weniger Schmerzen – für die Arthrose-Patienten über lange Zeit erhalten.

Die positive Wirkung von Vitaminen bei Arthrose ist meist mit ihrer antioxidativen und damit entzündungshemmenden Wirkung verbunden. Als Antioxidantien fangen Vitamine schädliche, reaktive Sauerstoffverbindungen (freie Radikale) ab, die bei Entzündungsprozessen entstehen.

Vitamin D reguliert ergänzend den Knochenstoffwechsel. Studien, die Empfehlungen zur optimalen Dosierung und Art der Einnahme geben, stehen noch aus.

Physiotherapie bei Arthrose

Sanfte Sportarten bei Arthrose

  • Radfahren
  • Aquajogging
  • Schwimmen
  • Hometrainer
  • Crosstrainer

Bei den Orthopäden der Gelenk-Klinik gehört die Verordnung physiotherapeutischer Übungen zu den grundlegenden Empfehlungen, die bei Gelenkarthrose zu jedem Zeitpunkt wichtig sind. Die physiotherapeutische Bewegungstherapie hat mehrere Ansatzpunkte bei Arthrose:

Kräftigung und Verbesserung der Gelenkführung:

Muskelaufbau und -kräftigung verlangsamen den Knorpelverschleiß vor allem bei Kniearthrose und reduzieren deutlich die Schmerzen. Dies lässt sich auch auf andere Gelenke übertragen. Eine gut trainierte Muskulatur entlastet im Alltag alle Gelenke des Körpers.

Verbesserte Knorpelernährung durch Bewegung:

Regelmäßiges sportliches Training und das Einbauen von so vielen Gehstrecken wie möglich in den Alltag verbessern den Stoffwechsel im Gelenk und die Ernährung des Knorpels. Optimal sind 6.000 Schritte oder mehr am Tag. Auch kleinere Strecken helfen!

Die verbesserte Koordination unterstützt das Gelenk:

Die Koordination der Bewegung wird neben der Muskelkraft durch Nervenimpulse gesteuert. Neurologische Defizite sind wichtige Auslöser von Arthrose in den Gelenken und können mithilfe von gezieltem neurologischen Training behandelt werden. Durch besser koordinierte und aufeinander abgestimmte Bewegungen erhält man das Gelenk länger gesund. Bewegungstraining ist daher ein wichtiger Aspekt der Physiotherapie bei Arthrose.

Schwimmen ist auch mit Sprunggelenksprothese möglich. Schwimmen, insbesondere Kraul- und Rückenschwimmen, ist für Arthrosepatienten besonders geeignet, da der Auftrieb die Gelenke entlastet und die Muskulatur trainiert wird. Die Scherbewegung der Beine beim Brustschwimmen sollten Patienten mit Kniearthrose vermeiden. © takoburito, Fotolia

Krafttraining als vorbeugender Knorpelschutz

Nicht nur bei Spitzensportlern steigert Krafttraining die allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit. Zusätzlich wirkt es direkt schützend auf den Gelenkknorpel und beugt einer Arthrose vor. Eine starke Muskulatur entlastet die Gelenke und stabilisiert die Gelenkführung.

Ganz wichtig sind die korrekte Durchführung und eine angepasste Übungsintensität. Die Belastung der Gelenke sollte stets unterhalb der Maximalbelastung der Knorpelstrukturen bleiben, damit Schäden nicht neu entstehen oder sich vergrößern.

Insbesondere bei Patienten, deren Gelenkknorpel bereits arthrotisch verändert ist, liegt eine verringerte Belastungsgrenze für Krafttraining vor. Physiotherapeuten empfehlen Betroffenen mit Vorschädigungen Trainingseinheiten mit geringeren Belastungsspitzen ‒ also weniger Gewicht ‒, dafür mit mehr Wiederholungen. Überlastungsschäden am Knorpel beugt man vor, indem eine endgradige Belastung der Gelenke in voller Streckung oder voller Beugung vermieden wird. Die Belastung der Gelenke während des Krafttrainings bleibt zudem nicht statisch, sondern erfolgt in Bewegung. So kommt es nicht zu einer Überlastung der Knorpelflächen. In jedem Fall sollte ein erfahrener Physiotherapeut die Patienten gründlich in die Übungen einweisen.

ZRT®-Matrix-Therapie

Um das Gelenk und die umgebenden Strukturen vor Überlastungen und Entzündungsreaktionen zu schützen eignen sich zudem vorgeschaltete Maßnahmen zur Reinigung des Gewebes. In der Gelenk-Klinik kommt deshalb die ZRT®-Matrix-Therapie zum Einsatz.

Sie stellt eine Sonderform der physikalischen Therapie dar. Hierbei setzt der Physiotherapeut Vibrationsreize ein, die zu einem schnelleren Abtransport von Stoffwechselendprodukten, einer gesteigerten Durchblutung des Gewebes und damit zu einer höheren Leistungsfähigkeit der Muskulatur führen. Die ZRT-Matrix-Therapie wird in der Gelenk-Klinik bei Arthrose-Patienten erfolgreich eingesetzt und findet insbesondere Anwendung bei:

Medikamentöse Schmerztherapie bei Arthrose

Die Orthopäden der Gelenk-Klinik unterstützen bei Bedarf die Patienten mit schmerzstillenden Medikamenten, deren Dosierung individuell an die Symptomatik angepasst wird. Möglicherweise findet auch die Iontophorese Anwendung ‒ also das Einbringen von Wirkstoffen aus Salben über die Haut mithilfe von elektrischem Strom.

Für viele Arthrose-Patienten mit starken Schmerzen ist eine Behandlung mit Schmerzmitteln und Entzündungshemmern aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) unabdingbar. Zu dieser Medikamentengruppe zählen u. a. Ibuprofen und Diclofenac. Um ihre Magenverträglichkeit insbesondere bei der Langzeitanwendung zu verbessern, kombiniert der behandelnde Arzt sie meist mit magenschützenden Präparaten, wie zum Beispiel Omeprazol.

Um ihre volle Wirkung zu entfalten, ist die regelmäßige Einnahme entsprechend dem Behandlungsplan notwendig. Das bedeutet manchmal, dass auch in schmerzfreien Intervallen die Tabletteneinnahme erforderlich ist. Denn Schmerzmittel aus der NSAR-Gruppe besitzen auch eine entzündungshemmende Wirkung, die einen gleichbleibenden Wirkstofflevel im Körper erfordert.

Eine Alternative zu NSAR-Präparaten sind die sogenannten COX-2-Hemmer oder Coxibe. Sie besitzen ein anderes Wirk- und Nebenwirkungsprofil, sodass der Facharzt abwägt, für welchen Patienten sich bestimmte Präparate eignen.

Physikalische Therapie

Bei der physikalischen Therapie kommen verschiedene Reize zum Einsatz, die Körperfunktionen aktivieren, Schmerzen lindern und Heilungsprozesse beschleunigen. Die physikalische Therapie ist ein Behandlungszweig der Physiotherapie und die Therapeuten setzen zum Beispiel Wärme, Kälte, elektrische oder manuelle Reize zur Behandlung ein.

Physikalische Therapiemethoden findet Anwendung vor allem nach Operationen sowie bei degenerativen und rheumatischen Erkrankungen. Sie umfassen ein breites Spektrum an unterschiedlichen Verfahren. Folgende Methoden zählen u. a. zur physikalischen Therapie:

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