Orthopädische Gelenk-Klinik

Orthopädische Gelenk-Klinik

Alte Bundesstr. 58, 79194 Gundelfingen

Tel: (0761) 55 77 58 0

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Arthroskopie

Die Arthroskopie (von griech. arthron „Gelenk“ und skopein „schauen“) ist eine minimalinvasive therapeutische oder diagnostische Maßnahme. Sie ermöglicht dem Operateur mittels einer kleinen Kamera den Einblick in ein Gelenk. Diese wird über minimale Hautschnitte eingeführt. Zeigen sich Schäden am Gelenk (z. B. Meniskusschaden, Kreuzbandverletzungen) kann der Chirurg diese während des gleichen Eingriffs direkt operieren. Eingesetzt wird diese OP-Technik vor allem zur Abklärung von Gelenkbeschwerden wie Knorpel- und Knochenschäden, Entzündungsprozessen oder nach Verletzungen des Gelenks.

Knieschmerzen durch Arthrose

Knieschmerzen bei Arthrose Bei einer Arthrose des Kniegelenks reiben die Gelenkflächen von Ober- und Unterschenkelknochen schmerzhaft aufeinander. © Henrie, Fotolia

Knieschmerzen bei Arthrose konservativ behandeln:

  • Gewichtsreduktion
  • ausgewogene Ernährung
  • ungesättigte Omega-3-Fettsäuren (z. B. in Fischöl) zur Reduzierung von Entzündungen
  • Hyaluronsäureinjektion
  • Physiotherapie und Knieübungen

Knieschmerzen nachts oder nach dem Aufstehen

Älterer Mann mit Knieschmerzen Knieschmerzen nachts oder in Ruhe sind häufig ein Zeichen für entzündliche Prozesse im Kniegelenk. Rheuma oder Arthrose können dafür verantwortlich sein. © Africa Studio, Fotolia

Treten Knieschmerzen nach dem Aufstehen oder nach Ruhephasen auf, ist häufig eine entzündlich aktivierte Arthrose (Gelenkverschleiß) oder eine rheumatoide Arthritis (Gelenkentzündung) dafür verantwortlich. Während Betroffene die Knieschmerzen anfänglich nur unter Belastung verspüren, können die Beschwerden bei fortschreitender Gelenkzerstörung oder -entzündung auch nachts oder in Ruhe auftreten. Auch Morgensteifigkeit sowie Rötung und Schwellung des Knies sind typische Symptome dieser Erkrankungen.

Knieschmerzen nach dem Joggen oder nach dem Sport

Ursachen für Schmerzen beim Joggen

Joggerin beim Laufen Wenn Sportler an Knieschmerzen leiden, ist häufig falsches Schuhwerk dafür verantwortlich. Aber auch bestimmte Erkrankungen können die belastungsabhängigen Knieschmerzen beim Joggen verursachen. © Daxiao Productions, Fotolia

Viele Läufer haben Knieschmerzen nach dem Joggen. Vor allem bei Trainingsanfängern oder nach längerer Sportpause ist das normal und nicht besorgniserregend. Wir haben für Knieschmerzen beim Joggen folgende Faustregel:

Ursachen für Knieschmerzen außen ("lateraler Knieschmerz")

Ursachen für Knieschmerzen an der Außenseite

  • Außenbandverletzung
  • Meniskusverletzung außen
  • laterale (äußere) Kniearthrose
  • unpassende Laufschuhe
  • Fehlstellung des Knies (X-Bein oder Valgusfehlstellung)
  • Fehlstellung der Füße (Varusfehlstellung oder Hohlfuß)
Knieschmerzen sind ein Warnsignal: Sportverletzungen, Abnutzung, Fehlstellung oder Überlastung ist die Ursache. Knieschmerzen außen, die mit Schwellungen, Ödemen, Ergüssen und Weichteilverletzungen einhergehen, können gut mit dem Ultraschallgerät untersucht werden. Der Ultraschall zeigt den Zustand von Sehnen und Bändern im Kniegelenk und stellt Entzündungszeichen dar. © Gelenk-Klinik / Prof. Dr. Sven Ostermeier

Knieschmerzen an der Außenseite können durch abgelaufene Laufschuhe oder Fußfehlstellungen ausgelöst werden. Bei der Diagnose hilft eine Podometrie (Fußabdruckmessung).

Auch ein Meniskusschaden kann die Ursache für Knieschmerzen außen sein. Die klinische Untersuchung und ein Kernspin (MRT) geben dem Kniespezialist Hinweise auf einen verletzten Meniskus. Röntgenbilder sind bei Meniskusriss weniger aussagekräftig als MRT.

Knieschmerzen vorne

Knieschmerzen vorne Bei Knieschmerzen vorne sind meist die Patella (Kniescheibe) oder umliegende Strukturen wie die Patellasehne beteiligt. © motortion, Fotolia

Bei Knieschmerzen vorne im Kniegelenk ist die Ursache häufig im Bereich der Kniescheibe zu finden. Folgende Krankheitsbilder können Knieschmerzen an der Vorderseite auslösen:

Knieschmerzen beim Beugen und Anwinkeln

Die Situation, in der die Knieschmerzen verstärkt auftreten, kann dem behandelnden Orthopäden einen Hinweis auf die Ursache geben. Je nachdem welche Grunderkrankung oder Verletzung vorliegt, lösen verschiedene Bewegungen die Knieschmerzen aus. Meist können Patienten genau benennen, bei welchen Bewegungsabläufen die Knieschmerzen am schlimmsten sind.

Stechende Knieschmerzen beim Beugen oder in die Hocke gehen

Knieschmerzen beim Beugen In hockender Position ist die Belastung für das Kniegelenk maximal. Bestimmte Berufsgruppen (z. B. Fliesenleger) sind daher besonders gefährdet, Knieschmerzen zu erleiden. © Wellnhofer Designs, Fotolia

Knieschmerzen beim Treppensteigen

Ursachen für Knieschmerz beim Treppensteigen:

Knieschmerzen beim Treppensteigen können durch Kniearthrose hinter der Patella (Kniescheibe) ausgelöst werden. Auch eine Instabilität der Patella kann beim Beugen des Knies oder beim Treppensteigen schmerzhaft werden. Schmerzen beim Treppensteigen sind in der Regel belastungsabhängig.

Röntgenbilder und Kernspin (MRT) zeigen Abnutzungen der Knorpelfläche oder lokale Schäden im Knie.

Schultereckgelenk-Arthrose (AC-Gelenksarthrose)

Schultereckgelenksarthrose

Unter dem Schultereckgelenk (Akromioklavikulargelenk oder AC-Gelenk) versteht man das enge Verbindungsgelenk zwischen Schulterdach (Akromion) und Schlüsselbein (Klavikula). Kommt es in diesem Gelenk zu Verschleißerscheinungen entsteht die Schultereckgelenksarthrose (ACG-Arthrose). Diese AC-Gelenksarthrose kann bis hin zum Sehnenriss führen können. Da das Gelenk direkt unter der Haut liegt, bemerkt der Patient häufig eine Schwellung.

Kniearthrose: Gelenkerhalt bei Arthrose im Kniegelenk

Kniearthrose ist eine sehr häufige Form der Arthrose

Untersuchung der Kniearthrose durch Ultraschall Untersuchung der Kniearthrose: Ultraschall zeigt Schwellungen, Ergüsse und Entzündungszeichen bei aktivierter Kniearthrose. © Gelenk-Klinik

Kniearthrose (Gonarthrose) ist die vorzeitige Abnutzung des Kniegelenks. Sie ist neben der Hüftarthrose die häufigste Form der Arthrose bei Menschen. Unsere komplex aufgebauten Kniegelenke sind besonders starken Belastungen durch das Körpergewicht ausgesetzt.

Im Kniegelenk treffen Oberschenkelknochen (Femur), Kniescheibe (Patella) und Schienbein (Tibia) aufeinander. Sowohl die Gleitverbindung zur Kniescheibe als auch das Gelenk zum Schienbein mit seinen beiden Kammern kann von Arthrose betroffen sein.

Arthrose: Knorpelaufbau, Regeneration und Funktion

Prinzip der Knorpelfunktion: Ein dünner Wasserfilm kann tonnenschwere Gewichte tragen. Prinzip des Knorpels: Ein dünner Wasserfilm kann tonnenschwere Gewichte tragen, ohne zu reissen. Bei Belastung wird auf der Knorpeloberfläche durch Kompression des Bindegewebes ein dünner Wasserfilm entstehen, der diese Funktion übernimmt. © Brent Moore über Wikimedia.org

Arthrose ist eine Erkrankung der Gelenk-Knorpel. Knorpel ist ein mikroskopisches Netz das aus langen, regelmäßig wie ein Netz angeordneten Proteinfasern gebildet wird. Dieses Netz ist stark wasserbindend. Korpelgewebe wird von der sogenannten Synovialflüssigkeit (Gelenkschmiere) durchtränkt und ernährt. Durch diese Wasserbindung entsteht die Elastizität des Gelenkknorpels: Sie kann die größten Belastungen standhalten, solange das knorpelbildende Bindegewebe gesund ist. Durch den Flüssigkeitsfilm, den jede Belastung durch Kompression des Knorpelgewebes auf der Oberfläche hervorbringt, entstehen die sehr niedrigen Reibungswerte an der Knorpeloberfläche.

Knorpelgewebe werden nicht direkt durchblutet. Der für die Regeneration wichtige Flüssigkeitsaustausch und Stoffwechsel setzt die Pumpwirkung durch regelmäßige, möglichst sanfte Bewegungen voraus. Knorpelverletzungen oder einseitige Belastungen etwa durch O-Beine oder nach Kreuzbandriss können den mikroskopischen Aufbau der Knorpelgewebe stören. Das kann langfristig zu Arthrose führen. Der Gelenkknorpel unterliegt einer natürlichen Alterung, wie jedes Bindegewebe auch.

Arthrose: Gelenkerhaltende und knochenerhaltende Therapie

Arthrose Alle Gelenke des menschlichen Körpers können von Arthrose befallen sein. Bei Arthrose wird der für die Gelenkbeweglichkeit und Dämpfung essentielle Gelenkknorpel abgebaut. Das Gelenk schmerzt, kann sich entzünden und versteift. © Sagittaria, Fotolia

Arthrose – Gelenkverschleiß – kann nach Knorpelverlust und entzündlicher Schwellung des Gelenks zur völligen Einsteifung führen. Über 5 Mio. Patienten mit Arthrose gibt es in Deutschland. Damit ist Arthrose die häufigste Gelenkerkrankung.

Konkrete Ursachen der Arthrose lokalisieren wir in der Lebensweise und der allgemeinen körperlichen Verfassung. Vermeidung von Genussgiften, nährstoffreiche entzündungshemmende Ernährung (wenig Alkohol, Kaffee und rotes Fleisch) und Bewegung unterstützen die gesunde Gelenkfunktion.

Arthrose äußert sich bei allen Patienten in ähnlicher Weise: Zunächst wird der Knorpel rissig und bekommt Lücken. Schließlich wird die Knorpelschicht bei Arthrose ganz abgebaut. Das Gelenk ist nicht mehr gleitfähig.

Arthrose kann alle Gelenke betreffen: Knie, Hüfte, Sprunggelenk, Schulter, die Finger- und Zehengelenke und die Wirbelsäulengelenke.

Vor allem bei den über 50-Jährigen wird Arthrose zum Massenphänomen. Männer sind etwas früher von Gelenkverschleiß betroffen, Frauen holen im höheren Lebensalter aber deutlich auf und stellen ab dem Alter von 55 Jahren die Mehrzahl der Arthrosepatienten.

Schulterschmerzen: Symptome, Ursachen, Therapie

Schulterschmerzen - Untersuchung der Halswirbelsäule ist ebenfalls erforderlich Schulterschmerzen - Untersuchung der Halswirbelsäule ist ebenfalls erforderlich. © Gelenk-Klinik

Die Häufigkeit chronischer Schulterschmerzen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Denn inzwischen klagt fast jeder zehnte Patient über Schulterschmerzen. Schulterschmerzen sind häufig quälende, stark einschränkende und langanhaltende Beschwerden.

Der Schulterschmerz und die Steifheit des Schultergelenkes sind ein häufiges Symptom, weshalb sich Patienten in unserer Gelenk-Klinik vorstellen. Der Schulterschmerz ist nicht ein nur Symptom des älteren Menschen.

Hüftarthroskopie: Diagnose und Therapie von Hüftschmerzen

Hüftarthroskopie bei Labrumriss Hüftarthroskopie zur Behandlung eines Labrumrisses (Riss der Gelenklippe) © bilderzwerg, Fotolia

Das Interesse an schlüssellochchirurgischen (arthroskopischen) Eingriffen am Hüftgelenk ist in den letzten Jahren rasant gewachsen. Die Behandlungsmöglichkeiten haben sich hierdurch deutlich verbessert. Gerade für Patienten, die mit konservativen Behandlungsmethoden ohne Erfolg behandelt wurden und deren Röntgenbefunde nur geringe Verschleißerscheinungen zeigen, bietet die Arthroskopie schonende Therapieansätze. So lässt sich in vielen Fällen der Einsatz einer Hüftprothese vermeiden oder hinauszögern.

Wird zu viel arthroskopiert? Meniskusnaht und Meniskusresektion

Meniskusschäden können Belastungsschmerzen, Blockaden und weitere Schädigungen des umliegenden Knorpelgewebes bis hin zur Entwicklung einer Kniegelenksarthrose verursachen. In den meisten Fällen entstehen Meniskusschäden ohne eine erkennbare Ursache und werden daher als nichttraumatische Meniskusläsion bezeichnet. Es werden verschiedene Rissformen beschrieben, die häufigsten sind Horizontal- oder Lappenrisse. Insbesondere Lapenrisse neigen zu Einklemmungserscheinungen im Gelenkspalt und können schmerzhafte Blockaden auslösen.

Naht der Rotatorenmanschette der Schulter

Arthroskopische Sehnennaht der Rotatorenmanschette Minimalinvasive Sehnennaht der Rotatorenmanschette nach Ruptur © Viewmedica

Die tiefe Muskel-Sehnen-Schicht der Rotatorenmanschette ist fast 'eingeklemmt' zwischen zwei Knochen: dem Oberarmkopf und dem Schulterdach. Vor allem bei Überkopfbewegungen, aber auch bei jeder Abspreizbewegung des Armes, wird die Oberarmmuskulatur unter dem Schulterdach eingeklemmt. Das ist der natürliche Preis, den der Mensch für seine einmalig große Beweglichkeit des Schultergelenks bezahlen muss.

Eine Überanstrengung der Sehnen kann zu einer kontinuierlichen Reizung führen, später auch zu degenerativen (verschleißbedingten) Erscheinungen. Die Sehnen verlieren ihre Belastbarkeit.

Die Rotatorenmanschette reagiert auf diese Belastung im höheren Lebensalter durch Kalkeinlagerung oder durch Ruptur bzw. Teilruptur. Wenn die Funktion der Rotatorenmanschette nicht mehr durch Physiotherapie verbessert werden kann, ist eine Naht hilfreich.

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