Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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Subluxation

Schematische Darstellung einer Hüftsubluxation (unvollständige Ausrenkung) Bei einer Subluxation des Hüftgelenks liegt der Oberschenkelkopf noch im Gelenk, ist aber nicht mehr zentriert. Es liegt eine unvollständige Ausrenkung vor. © Gelenk-Klinik

Als Subluxation bezeichnet man eine nicht vollständige Ausrenkung eines Gelenks.

Die beiden Gelenkpartner haben sich dabei so gegeneinander verschoben, dass sie noch miteinander in Kontakt stehen. Es liegt also keine vollständige Luxation (Ausrenkung) vor. Dennoch handelt es sich bei der Subluxation um ein schmerzhaftes Ereignis, das meist durch äußere Gewalteinwirkung (z. B. Sportverletzung, Unfall) entsteht. Ist ein Gelenk ganz oder teilweise aus seiner Gelenkpfanne gesprungen, sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Dieser renkt das Gelenk wieder ein (Reposition) und kontrolliert, ob umliegende Strukturen durch die Verletzung geschädigt wurden.

Schulterluxation und Schulterinstabilität: Auskugeln und Einrenken der Schulter

Luxiertes Schultergelenk Röntgenbild einer Schulter nach Schulterluxation: Der Oberarmkopf ist aus der Gelenkkapsel herausgesprungen und hat sich vom Schulterdach entfernt. Bei der Luxation kommt es häufig zu Verletzungen der Weichteile un der knorpeligen Gelenklippe der Gelenkpfanne. © Gelenk-Klinik

Eine Schulterluxation ist die Ausrenkung des Oberarmkopfes (Humeruskopf) aus der Gelenkpfanne (Glenoid) des Schultergelenks. Meist ist ein traumatisches Ereignis wie beispielsweise ein Sturz auf den Arm ursächlich für die Luxation der Schulter.

In bestimmten Fällen kann ein erfahrener Arzt die Schulter manuell wieder einrenken. Man spricht dann von einer Reposition. Eine Operation ist in diesem Fall nicht unbedingt erforderlich. Häufig kommt es aber im Rahmen der Auskugelung des Humeruskopfes aus dem Schultergelenk zu Begleitverletzungen. Dies können Bänderrisse, Verletzungen der Rotatorenmanschette oder Risse der Gelenklippe (Labrum glenoidale) sein. Ob eine Schulterluxation operativ oder konservativ versorgt wird, entscheidet der Schulterspezialist anhand der klinischen und bildgebenden Diagnostik.

Patellofemorales Schmerzsyndrom: laterale Retinakulumverlängerung bei vorderen Knieschmerzen

Kippstellung der Patella Kippstellung der Patella durch erhöhten Zug der seitlichen Haltebänder. Eine operative Verlängerung entlastet die Kniescheibe und reduziert Knieschmerzen. © Gelenk-Klinik

Wenn durch eine Fehlstellung zu viel Druck auf der seitlichen Kniescheibe (Patella) lastet, kann dies zu Knorpelverschleiß mit anschließendem Knochenschaden führen. Starke Knieschmerzen an der Vorderseite sind das Resultat. Um die Druckbelastung zu minimieren, verlängern wir das laterale (an der Außenseite liegende) Retinakulum (Halteband).

Die laterale Retinakulumverlängerung hat das bisher gängige Verfahren der Retinakulumspaltung (Lateral Release) abgelöst, da bei gleichem therapeutischen Effekt die Gefahr einer Instabilität der Patella reduziert ist.

Riss der langen Bizepssehne: Schulterschmerzen durch Bizepssehnenruptur

Frau mit Schulterschmerzen nach Ruptur der langen Bizepssehne Beim Riss der langen Bizepssehne kommt es zu Schulterschmerzen und Krafteinbußen im Arm. © Anut21ng, iStock

Die meisten Rupturen (Risse) der Bizepssehne betreffen den oberen Ansatzpunkt der langen Bizepssehne, die am Pfannenrand des Schultergelenks verankert ist. Nur selten ist die körperferne (distale) Bizepssehne in der Beuge des Ellenbogens gerissen.

Überlastung, Unfälle oder Verschleiß liegen einer Bizepssehnenruptur zugrunde. Die Betroffenen leiden unter Schulterschmerzen, einem deutlichen Kraftverlust und eingeschränkter Beweglichkeit des gesamten Arms. Der orthopädische Schulterspezialist stellt zügig die Diagnose und behandelt den Riss der langen Bizepssehne meist mit konservativen Therapien. Bei persistierenden Schmerzen stehen dem Arzt verschiedene operative Möglichkeiten zur Verfügung.

Vordere Knieschmerzen: Patelladysplasie, Patellaspitzensyndrom und Patellaluxation

Untersuchung der Patellafunktion Untersuchung der Patellafunktion (Funktion der Kniescheibe) durch Beobachtung des Patellalaufs bei Beugung und Streckung des Kniegelenks. © Gelenk-Klinik

Eine Fehlformung der Kniescheibe bezeichnet der Mediziner auch als Patelladysplasie. Die Patella ist ein von vorne gesehen dreieckiger Knochen. Sie ist gelenkig sowohl mit dem Oberschenkelknochen (Femur) als auch mit dem Schienbein (Tibia) verbunden.

Nicht immer führt die Patelladysplasie zu Knieschmerzen oder muss orthopädisch behandelt werden. Viele Patienten mit Patelladysplasie fühlen sich in ihrem Alltag nicht beeinträchtigt.

Dennoch begünstigt die einseitige Belastung des Gelenkknorpels des patellofemoralen Gelenks (zwischen Kniescheibe und Oberschenkelknochen) Knieschmerzen und Kniearthrose. Die Fehlform der Patella ist meist angeboren.

Beim Älterwerden kann die unebene Oberfläche der Patella im Kniegelenk einen Knorpelschaden verursachen (retropatellare Arthrose). Es ist sehr wichtig, die Patelladysplasie zu behandeln, bevor sich daraus eine Kniearthrose entwickelt. Die Patelladysplasie ist oft im Zusammenhang mit einer Patellaluxation zu beobachten.

Wechseloperation bei Lockerung der Hüftprothese: Revision

Hüft-TEP (Totalendoprothese der Hüfte) Zahlreiche Faktoren können die Lebensdauer einer Hüftprothese begrenzen. Eine Haltbarkeit von 20 bis 25 Jahren ist heutzutage normal. Der Wechsel einer gelockerten oder verschlissenen Hüftprothese heißt Hüftprothesenrevision. © Viewmedica

Hüftprothesen werden zwar immer robuster, sie halten aber nicht ewig. Jährlich werden in Deutschland über 37.000 Hüftprothesen revidiert, also ersetzt. Bei der Erstimplantation von Hüftprothesen sind Frauen um etwa 50 % häufiger betroffen als Männer. Bei Wechseloperationen der Hüft-TEP haben die Männer einen etwas höheren Anteil. Insgesamt sind 17 % der Hüftprothesen-OPs bei Frauen und 19 % bei den Männern Hüftprothesenwechsel. Dabei konzentriert sich sowohl die Zahl der Erstimplantate als auch die Zahl der Hüftrevisionen auf den Lebensabschnitt zwischen 70 bis 85 Jahren (Quelle: Statistisches Bundesamt 2012).

Patellaluxation: Wenn die Kniescheibe aus dem Gelenk springt

Patellaluxation Bei einer Patellaluxation springt die Kniescheibe aus der dafür vorgesehenen Gleitrinne im Oberschenkelknochen. © soupstock, Fotolia

Die Kniescheibe ist ein dreieckig geformter Knochen, der in die große Strecksehne der Oberschenkelmuskulatur eingebettet ist. Sie verläuft in einem v-förmigen Gleitlager des Oberschenkelknochens, in das sie sich ideal einfügt. Der Zug der Sehne des Oberschenkelmuskels kann dann über die Patella störungsfrei auf den Unterschenkel übertragen werden. Dies ermöglicht die Streckung des Knies.

Die Patellaluxation ist eine Knieverletzung, bei der die Kniescheibe aus dem dafür vorgesehenen Gleitlager herausspringt.

Luxation des Ellenbogengelenks führt zu Instabilität

Eine Luxation des Ellenbogens entsteht durch Sturzereignisse. Dabei fängt sich der Mensch instinktiv mit den Armen und den Händen ab, um Verletzungen von Kopf und Gesicht zu vermeiden.

Die dabei auftretende Energie muss von der Hand, dem Unter- und dem Oberarm aufgenommen werden. Der größte Teil der Sturzenergie wird durch den Radius (Speiche) im Bereich des Handgelenkes aufgenommen und dann zum Ellenbogengelenk weitergeleitet, wo es typischerweise zu Radiusköpfchenfrakturen (Radiuskopfbruch) oder Ellenbogenluxationen kommen kann.

Omarthrose: Untersuchung und gelenkerhaltende Therapie der Schulterarthrose

Schulterarthrose (Omarthrose) Das Schultergelenk besteht aus dem runden Oberarmkopf (Caput humeri) und der passgenauen, leicht konkaven Pfanne (Glenoid) des Schultergelenks. Beide Gelenkpartner sind mit einer schützenden Knorpelschicht überzogen. Bei Schulterarthrose ist dieser Gelenkknorpel geschädigt und das Aneinanderreiben der Knochen verursacht Schulterschmerzen. © Viewmedica

Omarthrose ist der Gelenkverschleiß des Schultergelenks. Omarthrose verursacht langfristig die schmerzhafte Einsteifung des Schultergelenks. Patienten mit Schulterarthrose haben am Morgen zunächst Anlaufschmerzen. Auf ein schmerzfreies Intervall folgen Schmerzen bei jeder Art Belastung der Schulter.

Die Beschwerden bei Schulterarthrose beginnen oft schleichend. Betroffene nehmen die Anfangssymptome der Omarthrose häufig nicht ernst und die Beschwerden steigern sich über mehrere Jahre. Bei rechtzeitiger ärztlicher Behandlung kann die Omarthrose durch einen Schulterspezialisten in vielen Fällen gelenkerhaltend behandelt werden. Im Endstadium der Omarthrose stehen dem Spezialisten verschiedene Modelle an Schulterprothesen zur Verfügung, die er individuell an die Bedürfnisse der Patienten anpasst und mit denen er ihnen wieder zu guter Schulterfunktion und -beweglichkeit verhilft.

Rhizarthrose: Arthrose des Daumensattelgelenks

Rhizarthrose Patienten mit Rhizarthrose leiden unter Schmerzen und verminderter Beweglichkeit im Daumengelenk. © Evrymmnt, Adobe

Die Arthrose im Daumensattelgelenk (Rhizarthrose) gehört zu den häufigsten Formen der Arthrose, dem Knorpelverschleiß in Gelenken. Aufgrund der gegenwärtigen Alterspyramide tritt die Rhizarthrose in Deutschland immer häufiger auf. Meist sind Patienten ab 50 Jahren von Rhizarthrose betroffen. Frauen leiden vielfach häufiger als Männer unter dieser schmerzhaften und den Alltag stark einschränkenden Arthroseform.

Eine konservative Therapie kann die Rhizarthrose in vielen Fällen erfolgreich behandeln. Dazu gehören die Entlastung des Sattelgelenks mithilfe von Schienen, Physiotherapie zur Verbesserung von Beweglichkeit und Kraft und eine angepasste Schmerztherapie mit entzündungshemmenden Präparaten. Im fortgeschrittenen Stadium kann der Handspezialist eine fortgeschrittene Arthrose im Daumensattelgelenk operativ behandeln, um die volle Funktion der Hand im Alltag wiederherzustellen.

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