Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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79194 Gundelfingen
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Mail: patienten@gelenk-klinik.de

Orthopaedische Spezialisten für Hüfte, Hüftschmerzen, Hüftarthrose

Minimalinvasive Operation der Hüftprothese

  1. Minimalinvasive Operation der Hüfte: Was bedeutet das?
  2. Hüftgelenkersatz: der ALMIS-Zugang
  3. Vorteile des minimalinvasiven anterolateralen Zugangs (ALMIS)
  4. Erfahrungen mit der minimalinvasiven Operation der Hüftprothese
  5. Ablauf der Operation einer minimalinvasiven Hüftprothese
  6. Was passiert direkt nach der Operation?
  7. Nachbehandlung und Mobilisation nach Hüftendoprothese
  8. Häufige Patientenfragen zur minimalinvasiven Hüftendoprothetik an Dr. med. Martin Rinio von der Gelenk-Klinik Freiburg
Hüftprothese mit Kurzschaft und Keramikgleitpaarung Die minimalinvasive Implantation der Hüftprothese bringt viele Vorteile: schnellere Wundheilung, geringere Narbenbildung und weniger Infektionsrisiken. © ARTIQO

In einigen Fällen können konservative Therapien Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Hüftgelenk nicht mehr lindern. Dann wird das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks, die sogenannte Hüfttotalendoprothese (Hüft-TEP), notwendig. Am häufigsten werden diese Beschwerden durch einen Gelenkverschleiß des Hüftgelenkes (Coxarthrose) ausgelöst. Die Coxarthrose entsteht meist durch ein Impingement-Syndrom der Hüfte. Dabei passen der Oberschenkelkopf und die Hüftpfanne nicht optimal zusammen. Der Gelenkspalt ist verschmälert und bei Bewegung verschleißt der Gelenkknorpel vermehrt. Der Einsatz einer Hüft-TEP erfolgt ebenfalls nach Unfällen, wenn die Knochen des Hüftgelenkes stark verletzt wurden. In den meisten Fällen handelt es sich um komplizierte Oberschenkelhalsbrüche nach Stürzen älterer Menschen. Auch bei Patienten mit rheumatischer Arthritis und Hüftkopfnekrose, kann ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt werden, wenn die Gelenkflächen durch die Erkrankung zerstört wurden.

Bereits die Wahl der Operationsmethode legt den Grundstein für eine schnelle und problemlose Einheilung der Hüftprothese. Der Zugangsweg spielt für den orthopädischen Chirurgen eine entscheidende Rolle. Einerseits benötigt er gute Sicht und Arbeitsraum, andererseits sollten möglichst wenig umgebende Weichteile geschädigt werden.

Bei herkömmlichen Verfahren zur Implantation eines künstlichen Hüftgelenks muss der Arzt zahlreiche Muskeln durchtrennen. Heilungsstörungen, Gangstörungen und lange Genesungszeiten können die Folge sein. Die minimalinvasive Operationstechnik ist die schonendste Methode für eine Hüftoperation, da keine Muskeln und Sehnen auf dem Weg zum Hüftgelenk durchtrennt werden. Das Ergebnis ist eine deutlich schnellere Genesungszeit und Rückkehr in den Alltag. Die Muskelfunktion für berufliche und sportliche Belastungen bleibt unverändert.

Minimalinvasive Operation der Hüfte: Was bedeutet das?

Minimalinvasive Zugänge haben sich für den Einsatz eines künstliches Hüftgelenks bewährt, weil sie besonders gewebeschonend sind. Der Begriff minimalinvasiv bezieht sich hier nicht so sehr auf die Länge des Hautschnittes, sondern vielmehr auf den Erhalt des umliegenden Gewebes. Minimalinvasiv bedeutet, dass die Muskulatur um das Hüftgelenk und alle Sehnen geschont und unverletzt erhalten werden.

Bei der Operation schiebt der Arzt die Muskulatur über dem Hüftgelenk zur Seite, ohne sie zu durchtrennen oder abzulösen. Der Zugang zum Gelenk verläuft zwischen den Muskeln. Die Nutzung dieser natürlichen Muskellücken schont nicht nur die Muskulatur, sondern auch die umliegenden Weichteile und Nerven. Diese Technik hält die Beschwerden nach dem Eingriff gering und ermöglicht eine schnelle Remobilisation.

Zugangsweg beim minimalinvasiven Einsatz einer Hüftprothese Der anterolaterale Zugangsweg beim Einsatz einer Hüftprothese nutzt die natürliche Muskellücke zwischen dem M. gluteus medius und dem M. tensor fasciae latae. © Gelenk-Klinik

Hüftgelenkersatz: Der ALMIS-Zugang

Die Hüftspezialisten der Gelenk-Klinik Freiburg setzen künstliche Hüftgelenke über den anterolateralen (seitlich von vorne) minimalinvasiven Hüftzugang ein. Diesen Operationsweg nennen Mediziner ALMIS-Zugang (Antero Lateral Minimally Invasive Surgery).

Das Hauptziel des ALMIS-Zugangs ist es, Muskeln, Blutgefäße und Nerven zu schonen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Operationstechniken ist der ALMIS-Zugang weitaus weniger traumatisch. Der Arzt setzt den Hautschnitt im vorderen seitlichen Hüftbereich (anterolateral). Die Operation erfolgt über diesen Hautschnitt minimalinvasiv durch natürliche Muskellücken. Der ALMIS-Zugang kommt deshalb ohne die Durchtrennung von Muskelgewebe aus. Auch die Sehnen bleiben unversehrt.

Das Weichteilgewebe über dem Operationsgebiet wird nicht durchgeschnitten oder abgelöst, sondern während der Operation zur Seite gehalten. Die geringen Weichteilschäden durch die minimalinvasive Operation der Hüftprothese vereinfachen eine frühe Rehabilitation. Vor allem in der Frührehabilitation bringt die anterolaterale minimalinvasive Operation dem Patienten erhebliche Vorteile. Er gelangt wesentlich schneller und mit geringerem Risiko zur Schmerzfreiheit und Mobilität.

Vorteile des anterolateralen minimalinvasiven Zugangs (ALMIS)

Vorteile des ALMIS-Zugangs:

  • Schonung von Muskeln, Blutgefäßen, Nerven und Weichteilen
  • weniger Schmerzen nach der Operation
  • weniger Schmerzmittelverbrauch
  • beschleunigte Heilung
  • wesentlich geringere Blutverluste bei der Operation
  • schnellere Rehabilitation
  • kleinerer Schnitt und geringere Narbenbildung
  • keine Gangstörung (z. B. Hinken) nach der Operation
  • bessere Beweglichkeit nach der Operation
  • kürzerer Krankenhausaufenthalt
  • schnellere Rückkehr zu täglichen Aktivitäten
  • muskelschonende Revisionsoperationen oder Prothesenwechsel durch Erweiterung des anterolateralen Zugangs

Das künstliche Hüftgelenk soll die Gelenkfunktion ohne bleibende Schäden und Beschwerden für den Patienten optimal wiederherstellen. Der operative Zugangsweg ermöglicht eine rasche, komplikationsfreie Heilung. Minimalinvasive Zugänge vermeiden Weichteilschäden durch Ablösen der Muskeln oder eine Schädigung der umgebenden Weichteile ebenso wie lange Hautschnitte.

Die Vorteile für Patienten sind vielfältig. Im Vergleich zu den konventionellen Operationstechniken reduziert der minimalinvasive Zugang die postoperativen Schmerzen, da keine Muskeln durchtrennt werden. Die Erhaltung der Muskeln und Blutgefäße minimiert den Blutverlust. Transfusionen sind extrem selten notwendig und die Gefahr von Venenthrombosen (Blutgerinnseln) in den Beinen durch die frühe Mobilisation ist geringer. Der Erhalt der Muskulatur vermindert die Schmerzen und den Kraftverlust nach der Operation. Demzufolge benötigt der Patient weniger Schmerzmedikamente. Er kann zügig mit physiotherapeutischen Maßnahmen beginnen und die Rückkehr zu alltäglichen Aktivitäten wird beschleunigt.

Ein wesentlicher Vorteil der gewebeschonenden Technik ist die schnellere Rehabilitation und ein kürzerer stationärer Aufenthalt. Der minimalinvasive Zugang schont besonders die für das Gehen mit der Hüftprothese wichtige Muskulatur an der seitlichen Hüfte. Dies führt zu einer rascheren Steh- und Gehfähigkeit nach der Operation. Verringerte Muskel- und Sehnenschäden reduzieren das Risiko des Hinkens.

Der mediale (innere) Gesäßmuskel (M. gluteus medius) wird vollständig geschont. Er ist einer der wichtigsten Stabilisatoren der Hüfte. Wird der mittlere Gesäßmuskel geschädigt, hinkt der Patient dauerhaft durch das einseitige Absinken des Beckens. Der Erhalt der muskulären Stabilisatoren minimiert auch das Riskio des Ausrenkens der Hüftprothese (Luxation) nach der Operation.

Das große Gefäß- und Nervenbündel in der Leiste liegt während der Operation geschützt hinter einem Muskel (M. tensor fascia latae). Dadurch ist das Verletzungsrisiko dieser Strukturen deutlich minimiert. Gegenüber anderen operativen Zugängen hat der Operateur eine sehr gute Übersicht über Gelenkpfanne und Hüftschaft. Über den anterolateralen Zugang können ebenso muskelschonend Prothesenwechsel durchgeführt werden. Die Schnittführung kann bei Bedarf sowohl zur Gelenkpfanne als auch zum Oberschenkelknochen erweitert werden. Ein zusätzlicher Zugang muss in diesen Fällen oft nicht erfolgen.

Erfahrung mit der minimalinvasiven Operation der Hüftendoprothese

Die minimalinvasive Technik erfordert deutlich mehr Erfahrung und eine spezielle Ausbildung des Hüftspezialisten. In der orthopädischen Gelenk-Klinik Freiburg führt diesen Zugang nur ein erfahrener Chirurg durch. Alle Patienten werden bei der Hüftoperation über einen minimalinvasiven Zugang mit entsprechender Weichteilschonung behandelt. Unsere Hüftspezialisten sind Dr. Martin Rinio und Dr. Dirk Hömig. Dr. Rinio führt diesen Eingriff bereits seit über 10 Jahren durch und verfügt über ausgezeichnete Expertise mit mehr als 1.000 durchgeführten minimalinvasiven Operationen einer Hüftprothese.

Patientenzufriedenheit Hüftprothese: 97 % der Patienten würden sich nach der Implantation eines künstlichen Hüftgelenks erneut in der Gelenk-Klinik operieren lassen. *Befragung von 65 % aller 2019 in der Gelenk-Klinik operierten Patienten. © Gelenk-Klinik

Ablauf der Operation einer minimalinvasiven Hüftprothese

Die Operation über den ALMIS-Zugang erfolgt in Seitenlage. Dafür wird der Patient mit speziellen Lagerungsmitteln in Seitenlage fixiert. Ein an den Körper angepasstes Lagerungskissen stützt den Patienten vollständig ab. Das Bein wird so abgedeckt, dass es während der gesamten Operation bewegt werden kann. Die Bewegung dient nicht nur der Kontrolle des Operationsergebnisses, sondern ist für die schonende, minimalinvasive Methode notwendig. Durch die Lageveränderung des Beines hat der Chirurg freie Sicht auf das Operationsgebiet.

Der Hautschnitt ist maximal 10 cm lang. Er liegt vor dem seitlichen Knochenvorsprung des Oberschenkelknochens (Trochanter major) und steigt leicht nach vorne oben an. Der Verlauf des Hautschnittes entspricht exakt dem der Gesäßmuskulatur. Die Gesäßmuskulatur wird ähnlich einem Vorhang stumpf längs auseinandergeschoben. Der Chirurg nutzt so die natürliche Lücke zwischen dem M. gluteus medius und dem M. tensor fasciae latae, um die Gelenkkapsel zu erreichen.

Anschließend entfernt er das krankhafte Knochenmaterial des Oberschenkelkopfes. Der verbleibende Knochen wird für das Implantat vorbereitet. Mit speziellen Fräsen bearbeitet der Arzt die Gelenkfläche der Beckenpfanne zur Vorbereitung des Implantatbettes. Der Hüftschaft des Oberschenkelknochens wird geöffnet und mit speziellen Raspeln für den Prothesenschaft aufbereitet.

Das Einbringen des Prothesenschaftes in den Oberschenkelknochen erfolgt nach spezieller Positionierung des Beines ebenfalls über den kurzen Hautschnitt. Der Prothesenschaft kann zementiert oder zementfrei eingepresst werden (Sog. Press-Fit-Verankerung). Welches Verfahren für den Patienten besser geeignet ist, hängt zum Beispiel von der Knochendichte und den Nebenerkrankungen des Patienten ab. Vor dem Einbringen der Implantate wird die korrekte Positionierung der Prothese mit Probe-Implantaten geprüft. Erst nachdem eine optimale Beweglichkeit und Stabilität vorliegt und die Beinlänge korrekt eingestellt wurde, wird in gleicher Position die definitive Prothese eingesetzt.

Die beiseite geschobenen Gesäßmuskeln gleiten nach Entfernen des Operationshakens wieder in ihre natürliche Position. Nach der Hautnaht wird der Patient auf den Rücken umgelagert.

Was passiert direkt nach der Operation?

Am Ende der Operation erfolgt eine erste Röntgenaufnahme, um den korrekten Sitz der Hüftprothese zu kontrollieren und für die Nachbehandlung zu beurteilen. Nach Verlegung auf die Station wird das operierte Bein mit Kissen oder in einer speziellen Schiene bequem gelagert.

Bereits am Operationstag dürfen Sie aufstehen und die Hüfte belasten. Die stabile Hüftprothese erlaubt es Ihnen, tägliche Verrichtungen wie Waschen, Toilettengänge und Ankleiden selbstständig durchzuführen.

Nachbehandlung und Mobilisation nach Hüftendoprothese

Patientin beim Treppensteigen nach einer Hüftoperation Nach der Hüftoperation erlernt der Patient das Treppensteigen mit Unterarmgehstützen. Er wird dabei von geschulten Physiotherapeuten angeleitet. © Gelenk-Klinik

Das schonende Vorgehen durch den ALMIS-Zugang verkürzt die Rehabilitation und vermeidet Komplikationen bei der Wundheilung. Die Mobilisation erfolgt nach der individuellen Verfassung des Patienten mithilfe des Physiotherapeuten. Es schließen sich Gehtraining und spezielle Gangschulung einschließlich Treppensteigen an.

Die intensive Rehabilitation nach der Operation soll helfen, die Muskulatur wieder aufzubauen. Die hüftumgebende, aber auch die gesamte Bein- und Rückenmuskulatur hat sich durch die oft lange Erkrankung verändert. Die Schonhaltung aufgrund der vorher bestehenden Hüftschmerzen hat ein verändertes Zusammenspiel der Muskeln notwendig gemacht. Dieses Zusammenspiel wieder zu normalisieren bzw. in den bestmöglichen Zustand zu bringen, ist Aufgabe der ambulanten oder stationären Rehabilitation und Physiotherapie.

Häufige Patientenfragen zur minimalinvasiven Hüftendoprothetik an Dr. med. Rinio von der Gelenk-Klinik Freiburg

Für welche Altersgruppe ist die ALMIS-Methode bei einer Hüft-TEP geeignet?

Grundsätzlich ist die ALMIS-Methode in allen Altersgruppen und bei jeder Körperkonstitution anwendbar. Außerdem ist der Zugangsweg für Revisionsoperationen von Pfanne und Hüftschaft gut erweiterbar. Ein zusätzlicher Zugang ist nicht notwendig. Dadurch können Prothesenwechsel ebenso muskelschonend durchgeführt werden.

Muss die minimalinvasive Hüft-TEP in Vollnarkose durchgeführt werden?

Die minimalinvasive Implantationstechnik einer Hüftgelenksendoprothese kann sowohl in Vollnarkose als auch in Rückenmarksnarkose (Spinalanästhesie) durchgeführt werden. Während der Rückenmarksnarkose sind Sie als Patient wach, die Beine sind allerdings betäubt, sodass während der Operation keine Schmerzen auftreten.

Wann kann ich nach einer minimalinvasiven Hüft-TEP wieder aufstehen?

Normalerweise kann der Patient nach der minimalinvasiven Hüftoperation bereits am Tag der Operation wieder aufstehen.

Muss ich das operierte Bein nach der minimalinvasiven Hüftoperation entlasten?

Das operierte Bein kann sofort voll belastet werden. Zur Sicherheit sollten zumindest für die ersten Tage nach der Operation Unterarmgehstützen verwendet werden. Die volle Gang- und Standsicherheit erreicht der Patient meist rasch. Die Verwendung von Unterarmgehstützen richtet sich deshalb nach dem individuellen Genesungsfortschritt des Patienten.

Ist nach einer minimalinvasiven Hüft-TEP eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme erforderlich?

Eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme ist nach der minimalinvasiven Implantation einer Hüftgelenksendoprothese möglich, aber nicht zwingend erforderlich. Aus medizinischer Sicht ist eine ambulante Physiotherapie ebenso möglich.

Wann kann ich nach dem Hüftgelenkersatz wieder selbstständig Auto fahren?

Prinzipiell können Sie sehr schnell nach einer Hüft-TEP in minimalinvasiver Technik wieder ein Fahrzeug lenken. Aus versicherungsrechtlichen Gründen empfiehlt es sich allerdings, damit etwa vier bis sechs Wochen nach dem Eingriff zu warten.

Wie lange bin ich nach einer minimalinvasiven Hüft-TEP krankgeschrieben?

Das hängt von Ihrem Beruf ab. Tätigkeiten am Schreibtisch können zügig wieder aufgenommen werden, in der Regel bereits innerhalb der ersten Wochen nach dem Eingriff.

Berufe, die mit schwerer körperlicher Arbeit verbunden sind, verlangen eine längere Pause. Hier sollten Sie mit 2–3 Monaten rechnen. Wenn die Endoprothese zementfrei im Knochen verankert wurde, muss das Implantat zunächst in den Knochen einwachsen. Extreme Belastungen können diesen Heilungsprozess stören.

Wann kann ich nach einem minimalinvasiven Hüftgelenkersatz wieder Sport machen? Welcher Sport ist möglich?

Sportarten, die mit einer Bewegung des Gelenks ohne schlagartige Druckbelastung verbunden sind, können Sie schon kurz nach der Operation wieder ausüben. Radfahren zum Beispiel ist bereits wenige Tage nach dem Eingriff in der Regel wieder möglich. Sobald die Wunde abgeheilt ist, können die Patienten auch schwimmen. Stop-and-Go-Sportarten wie Squash, Fußball oder Volleyball können durch die extreme Belastung des künstlichen Hüftgelenks in der Heilungsphase zur Lockerung der Endoprothese führen.

Prinzipiell sind fast alle Sportarten nach einer Hüftendoprothese mittelfristig wieder möglich. Allerdings beeinflussen High Impact Sportarten (z. B. Tanzen, Wandern) oder Sportarten mit Vollkontakt (z. B. Kampfsport) möglicherweise die Haltbarkeit der Hüftprothese.

Wie lange hält eine Hüftprothese?

Von den heute verwendeten Prothesen darf man eine Standzeit von mindestens 20–25 Jahren erwarten. Allerdings hängt die Haltbarkeit einer Prothese von vielen Faktoren ab: Bei schlechter Knochenqualität, zum Beispiel bei Osteoporose, oder bei täglicher extremer Belastung der Hüfte, ist das Risiko von Verschleiß oder einer frühzeitigen Prothesenlockerung deutlich höher.

Wie erkenne ich, dass sich meine Hüftprothese gelockert hat?

Symptome einer gelockerten Hüftprothese sind Schmerzen vor allem bei Belastung sowie gelegentlich ein Instabilitätsgefühl in der Hüfte. Ist der Bereich um das Hüftgelenk gerötet, geschwollen und überwärmt, kann zusätzlich ein bakterieller Infekt vorliegen. In diesen Fällen ist eine exakte ärztliche Diagnostik unbedingt erforderlich, um den Verdacht und die Ursache einer Lockerung abzuklären.

Wie lange werde ich nach der minimalinvasiven Hüftoperation Schmerzen haben?

Gegen Schmerzen injiziert der Chirurg während der Operation ein Lokalanästhetikum direkt in das Operationsgebiet, die sogenannte lokale Infiltrationsanalgesie (LIA). Zusätzlich setzt der Anästhesist einen Nervenblock, der 24 Stunden anhält. Die größte Schmerzwelle ist dann bereits überwunden.

Für die Zeit danach stehen herkömmliche Schmerzmittel zur Verfügung. Unser Ziel ist es, dass Sie möglichst wenig Schmerzen erleiden müssen. Da das minimalinvasive Verfahren keine Muskeln durchtrennt, kommt es insgesamt zu deutlich weniger Schmerzen als nach konventionellen Operationsmethoden. In der Regel sind nach 2 bis 4 Wochen alle Beschwerden verschwunden.

In welcher Klinik sollte ich mich operieren lassen?

Grundsätzlich sollten Sie bei der Wahl der Klinik auf eine Zertifizierung als Endoprothetikzentrum (EPZ) achten. Dies gilt nicht nur für Hüftprothesen, sondern für jeglichen künstlichen Gelenkersatz. Eine solche Klinik erfüllt ein nachweisbar hohes Niveau in Bezug auf Qualität, Erfahrung, Beratung und Patientenzufriedenheit.

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