Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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Kniespezialist untersucht Knieschmerzen

Schleimbeutelentzündung (Bursitis) im Knie

  1. Was ist ein Schleimbeutel?
  2. Ursachen: Wie entsteht eine Schleimbeutelentzündung im Knie?
  3. Diagnose der Schleimbeutelentzündung am Knie
  4. Therapie der Schleimbeutelentzündung (Bursitis) am Kniegelenk
  5. Wie kann ich einer Bursitis im Kniegelenk vorbeugen?
  6. Wann wird ein Schleimbeutel operiert?
  7. Wie lange dauert die Krankschreibung bei einer Schleimbeutelentzündung im Knie?
Im Kniegelenk gibt es mehrere Schleimbeutel, die sich schmerzhaft entzünden können Im Kniegelenk gibt es mehrere Schleimbeutel, die sich schmerzhaft entzünden können: über der Patella (Bursa praepatellaris), vor und hinter der Patellasehne (Bursa infrapatellaris) und innen am Kniegelenk (Bursa Pes anserinus). © Henrie @ fotolia

Schleimbeutel (Bursae) sind flüssigkeitsgefüllte, mit Gelenkschleimhaut (Synovialis) ausgekleidete Hohlräume. Die chronische Entzündung eines Schleimbeutels bezeichnet man als Bursitis. Die Aufgabe der Schleimbeutel ist die Verminderung von Reibung und Druck im Gewebe, wo Sehnen, Muskeln und Knochen gegeneinander beweglich sind. Die Symptome der Schleimbeutelentzündung im Knie sind stechende Knieschmerzen, Druckschmerz oder Streckdefizite des Kniegelenks. Häufig sind die Ursachen unklar. Arbeit im Knien, Stöße und Traumata, aber auch abgelagerte Harnsäurekristalle (Gicht) gehören zu den Ursachen der Bursitis im Kniegelenk. Häufig gelingt die konservative Therapie der Bursitis mithilfe von entzündungshemmenden Medikamenten und Physiotherapie. Bei chronischer Bursitis hilft meist nur noch eine Operation: Der entzündete und vernarbte Schleimbeutel am Knie wird dann in einer minimalinvasiven Operation entfernt.

Was ist ein Schleimbeutel?

Ein Schleimbeutel (Bursa synovialis) dient als elastisches, flüssigkeitsgefülltes und frei verschiebbares Polster für alle Bewegungsorgane des Körpers. Schleimbeutel schützen Muskeln, Sehnen und Bänder bei der Bewegung und Belastung des Kniegelenks: Sie ermöglichen als Dämpfungsorgane und Gleitflächen einen reibungslosen, entzündungsfreien Bewegungsablauf .Die Schleimbeutel können sich vor allem an druckbelasteten Stellen wie beispielsweise am Knie entzünden.

Ursachen: Wie entsteht eine Schleimbeutelentzündung am Knie?

Ursachen für eine Bursitis:

  • Trauma und Stoß auf den Schleimbeutel am Knie
  • Überlastung, z. B. bei Arbeiten auf den Knien (Fliesenleger, Gärtner)
  • Reibung durch Kristalleinlagerungen (Harnsäurekristalle bei Gicht)
  • bakterielle Entzündungen, z. B. nach Verletzungen

Einer Schleimbeutelentzündung am Knie können unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen. Oft entsteht eine Schleimbeutelentzündung durch eine Dauerreizung und Druckbelastung. Davon betroffen sind vor allem Berufstätige, die ihre Arbeit auf den Knien verrichten, wie z. B. Fliesenleger. Aber auch Sportler, z. B. Fußballspieler oder Ringer, können durch die Dauerreizung von einer Schleimbeutelentzündung am Knie betroffen sein. Weitere Ursachen für die Schleimbeutelentzündung können Verletzungen, Prellungen, Infektionen, rheumatische Erkrankungen, schlechte Immunabwehr oder Autoimmunerkrankungen sein.

Symptome der Schleimbeutelentzündung am Knie

Anfangs bemerkt der Patient bei der Bewegung ein reibendes Gefühl. Bei stärkeren Entzündungen bildet sich vermehrt Gelenkflüssigkeit (Synovia). Es entsteht ein Erguss, der sich prall und elastisch anfühlt. Zudem leiden viele Patienten unter Druckschmerzhaftigkeit, Schwellung, Überwärmung, Knieschmerzen bei Bewegung und manchmal Rötung.

Knie mit Rötung und Schwellung Eine Schleimbeutelentzündung im Knie führt zu Schmerzen und Schwellungen. Das Knie fühlt sich überwärmt an und in einigen Fällen ist eine Rötung von außen direkt sichtbar. © angkhan @ iStock

Diagnose der Schleimbeutelentzündung am Knie

Nach einer ausführlichen Anamnese (Befragung des Patienten) untersucht der Kniespezialist das betroffene Knie. Er erkennt durch den typischen Tastbefund meist sehr rasch, ob es sich um eine Entzündung des Schleimbeutels handelt. Zusätzlich sieht man im Ultraschall eine Schleimbeutelentzündung als eine Art flüssigkeitsgefülltes Kissen. Handelt es sich um eine bereits länger andauernde Entzündungsreaktion, so können die Ränder dieses „Wassersacks" bereits verdickt sein. Obwohl es sich bei einer Schleimbeutelentzündung für den Arzt um eine relativ einfach zu stellende Diagnose handelt, müssen dennoch durch die vorangegangene Anamnese oder ggf. durch weitere Untersuchungen andere Grunderkrankungen ausgeschlossen werden.

Therapie der Schleimbeutelentzündung am Knie

Normalerweise lässt sich eine Schleimbeutelentzündung konservativ behandeln. Wichtig dabei ist die Schonung, Ruhigstellung und Kühlung des betroffenen Knies. Dies geschieht meist mithilfe von Schienen. Das Bein muss hoch gelagert werden. Unterstützend für den schnelleren Heilungsprozess dienen schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente (z. B. Ibuprofen, Diclofenac). Starke Ergüsse können punktiert werden, um so den Druck und die Spannung zu reduzieren. Auch kommen Laser- und Ultraschalltherapie zum Einsatz.

zerstörter Schleimbeutel Infolge der Entzündung können Schleimbeutel vernarben und ihre Elastizität verlieren. Wiederkehrende Entzündungen werden dann immer wahrscheinlicher. Häufig ist dann nur noch die operative Entfernung des Schleimbeutels (Bursektomie) eine effektive Therapie der Bursitis am Knie. © Henrie @ fotolia

Zellbiologische Regulationstherapie (Matrix-Therapie) bei Bursitis

Die biomechanische Stimulation (BMS) mit einer speziellen Vibrationsmassage baut Entzündungen im Weichteilgewebe effektiv ab. Die Vibrationsbehandlung bezieht alle Muskeln und Sehnen in der Umgebung des Kniegelenks ein. Über den Sehnenzug überträgt sich die Vibration auf alle Weichteilgewebe und Schleimbeutel und unterstützt effektiv die Ausheilung der Bursitis.

Neben Entlastung und entzündungshemmender Behandlung verbessert die zellbiologische Regulationstherapie (ZRT®-Matrix-Therapie) in der Region des entzündeten Schleimbeutels durch sanfte, mechanische Schwingungen des Gewebes den Stoffwechsel. Entzündungszeichen und Druckempfindlichkeit der Schleimbeutel bilden sich so meist nach wenigen Behandlungen mit der Matrix-Therapie wieder zurück.

Physiotherapie und Übungen bei Bursitis

Es ist wichtig, das Gelenk nach der Schonungs- und Ruhephase rechtzeitig wieder in Bewegung zu bringen, um Schonhaltungen und Bewegungseinschränkungen zu vermeiden. Halten Sie deshalb Rücksprache mit Ihrem Arzt, wie lange die Ruhigstellung erfolgen soll. Anschließend sollten Sie gezielte Bewegungsübungen durchführen. Die folgenden Übungen können Sie dabei unterstützen.

Übung: Kniependel

Übung Kniependel Übung Kniependel: Das Pendeln regt die Bildung von Gelenkschmiere an. © Gelenk-Klinik

Ausgangsstellung: Sitz auf einem Tisch oder einer waagerechten Oberfläche. Das betroffene Bein hängt frei. Die Füße berühren nicht den Boden.

Durchführung: Lassen Sie das herabhängende Bein ohne Muskelanspannung langsam vor- und zurückpendeln. Ihre Hände umfassen dabei den Oberschenkel oberhalb des Kniegelenks und führen begleitend zum Pendeln rhythmischen Zug aus. Dies mobilisiert das Gewebe oberhalb des Knies.

Wiederholen Sie die Übung pro Bein 20-mal. Dies entspricht einem Satz. Führen Sie 2–3 Sätze durch mit jeweils circa 30 Sekunden Pause zwischen den Sätzen. Üben Sie 2- bis 3-mal pro Woche.

Übung: Boden wischen

Boden wischen im Sitzen Übung Boden wischen: Diese Übung verbessert die Beweglichkeit des Kniegelenks und reduziert Knieschmerzen. © Gelenk-Klinik.de

Ausgangsstellung: Sitzen Sie mit angewinkeltem Bein auf einem Hocker. Der Fuß steht auf einem Tuch, das auf einem Boden mit wenig Widerstand liegt (z. B. Parkett/Fliesen).

Durchführung: Wischen Sie durch Ausstrecken und Anziehen des Beines im Kniegelenk den Boden mit dem Fuß. Führen Sie die Bewegungen gleichmäßig aus.

Wiederholen Sie die Übung pro Bein 20-mal. Dies entspricht einem Satz. Führen Sie 2–3 Sätze durch mit jeweils circa 30 Sekunden Pause zwischen den Sätzen. Üben Sie 2- bis 3-mal pro Woche.

Übung: Verbesserung der Streckung

Ausgangsstellung: Rückenlage, wobei das betroffene Bein ausgestreckt ist. Ist eine volle Kniestreckung noch nicht möglich, können Sie ein zusammengerolltes Handtuch unter die Kniekehle legen.

Ausgangsstellung Übung Verbesserung der Kniestreckung Ein Handtuch in der Kniekehle kann Sie bei der Ausführung der Übung unterstützen. © Gelenk-Klinik

Durchführung: Ziehen Sie die Zehenspitzen an und drücken Sie das Knie auf die Handtuchrolle. Versuchen Sie die Kniekehle in den Boden zu drücken. Halten Sie diese Position für 5 bis 10 Sekunden und kehren Sie anschließend wieder in die Ausgangsstellung zurück.

Wiederholen Sie die Übung pro Bein 20-mal. Dies entspricht einem Satz. Führen Sie 2–3 Sätze durch mit jeweils circa 30 Sekunden Pause zwischen den Sätzen. Üben Sie 2- bis 3-mal pro Woche.

Wie kann ich einer Bursitis im Kniegelenk vorbeugen?

Das Vermeiden der auslösenden Faktoren ist zentral, um einer Bursitis effektiv vorzubeugen. Prävention ist jedoch nicht bei allen Ursachen möglich. Bei rheumatischen Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen etc. richtet sich die Therapie nach der Grunderkrankung. Liegt der Schleimbeutelentzündung eine Dauer- und Überbelastung zugrunde, ist es sinnvoll, Maßnahmen zu ergreifen, um einer erneuten Entzündung vorzubeugen. Betroffene sollten lang anhaltende, monotone Bewegungsabläufe vermeiden. Gleiches gilt für stetigen Druck und andauernde Belastungen.

Möglichkeiten zur Prävention:

Bei sich wiederholenden einseitigen Bewegungen, sollten Sie Pausen einbauen und sich Ausgleichsbewegungen aneignen. Polster (z. B. Knieschützer) schonen die stark beanspruchten Partien des Kniegelenkes bei nicht vermeidbaren Belastungen. Eine gestärkte Muskulatur hilft, Ihr Kniegelenk zu stabilisieren und zu entlasten. Regelmäßige Durchführung von Dehn- und Kräftigungsübungen sind deshalb empfehlenswert. Die folgenden Übungen kräftigen das Kniegelenk und können einer Schleimbeutelentzündung vorbeugen.

Übung: Dehnung der ischiokruralen Muskulatur

Übung zur Dehnung der Oberschenkelrückseite Übung Dehnung der ischiokruralen Muskulatur: Diese Übung dehnt die Oberschenkelrückseite. © Gelenk-Klinik

Ausgangsstellung: Rückenlage auf einer Matte. Die Hände umfassen den Oberschenkel des zu dehnenden Beines und ziehen es in Richtung Brustkorb, bis eine maximale Beugung im Hüftgelenk erreicht ist.

Durchführung: Strecken Sie das Bein nach oben, bis ein deutliches Spannungsgefühl in der Oberschenkelrückseite entsteht.

Halten Sie die Dehnung pro Bein jeweils mindestens eine Minute. Dies entspricht einem Satz. Führen Sie 2–3 Sätze durch mit jeweils circa 30 Sekunden Pause zwischen den Sätzen. Üben Sie 2- bis 3-mal pro Woche.

Übung: Dehnung des Musculus quadriceps

Dehnung des Oberschenkelmuskels (Quadrizeps) Übung zur Dehnung des Oberschenkelmuskels (Quadrizeps): Dieser Muskel trägt wesentlich zur Stabilisierung des Kniegelenks bei. © Gelenk-Klinik

Ausgangsstellung: Bauchlage auf einer Matte. Greifen Sie das zu dehnende Bein am Sprunggelenk. Fällt Ihnen dies schwer, kann ein Gürtel oder ein Handtuch als Armverlängerung dienen.

Durchführung: Drücken Sie das Becken in den Boden. Spannen Sie die Gesäßmuskulatur an. Nun ziehen Sie das betroffene Bein mit der Hand oder einem Handtuch bzw. Gürtel Richtung Gesäß, bis ein deutliches Spannungsgefühl in der Oberschenkelvorderseite entsteht. Vermeiden Sie dabei ein Hohlkreuz im Rücken.

Alternative im Stand mit einem Handtuch: Stehen Sie mit geradem Oberkörper auf einem Bein. Sie können sich zur Stabilisierung des Gleichgewichts an einer Wand oder Stuhllehne festhalten.

Durchführung: Umwickeln Sie das zu dehnende Bein am Sprunggelenk mit dem Handtuch und ziehen Sie den Fuß Richtung Gesäß, bis ein deutliches Spannungsgefühl im vorderen Oberschenkel entsteht. Vermeiden Sie ein Hohlkreuz.

Halten Sie die Dehnung pro Bein jeweils mindestens eine Minute. Dies entspricht einem Satz. Führen Sie 2–3 Sätze durch mit jeweils circa 30 Sekunden Pause zwischen den Sätzen. Üben Sie 2- bis 3-mal pro Woche.

Übung: Dehnung des Musculus gastrocnemius

Dehnung der Wadenmuskulatur Übung zur Dehnung des Wadenmuskels (M. gastrocnemius). © Gelenk-Klinik.de

Ausgangsstellung: Stand vor einer Wand. Stellen Sie das zu dehnende Bein nach hinten auf.

Durchführung: Stützen Sie sich mit den Händen leicht gegen die Wand. Gehen Sie mit dem vorderen Bein in die Beugung und schieben Sie gleichzeitig die Ferse des hinteren Beines Richtung Boden. Sie sollten ein deutliches Spannungsgefühl in der Unterschenkelrückseite spüren. Das zu dehnende Bein ist im Kniegelenk möglichst gestreckt.

Halten Sie die Dehnung pro Bein jeweils mindestens eine Minute. Dies entspricht einem Satz. Führen Sie 2–3 Sätze durch mit jeweils circa 30 Sekunden Pause zwischen den Sätzen. Üben Sie 2- bis 3-mal pro Woche.

Übung: Kniestreckung

Übung mit dem Gymnastikball Übung mit dem Gymnastikball: Diese Übung kräftigt die Oberschenkelmuskulatur und beugt Knieschmerzen vor. © Gelenk-Klinik

Ausgangsstellung: Stand vor einer Wand. Ein Gymnastikball ist zwischen Wand und Rücken eingeklemmt. Die Beine sind gestreckt. Die Füße stehen ein kleines Stück vor den Knien.

Durchführung: Rollen Sie sehr langsam die Wand hinunter. Im Hinunterrollen liegt der Schwerpunkt der Übung. Der Beugewinkel im Kniegelenk sollte dabei 40 Grad nicht überschreiten. Achten Sie auf eine gerade Beinachse: Die Knie sollten während der Übung nicht nach innen oder außen fallen. Anschließend rollen sie wieder nach oben.

Wiederholen Sie die Übung pro Bein 10-mal. Dies entspricht einem Satz. Führen Sie 2–3 Sätze durch mit jeweils circa 60 Sekunden Pause zwischen den Sätzen. Üben Sie 2- bis 3-mal pro Woche.

Übung: Kniebeugen

Kniebeugen (Squads) Übung: Kniebeugen (Squads) kräftigen die Beinmuskulatur. © Gelenk-Klinik.de

Ausgangsstellung: Stand, die Füße stehen schulterbreit.

Durchführung: Gehen Sie langsam in die Kniebeuge, während Sie Ihre Arme nach vorne ausgestreckt halten. Der Beugewinkel im Kniegelenk sollte dabei 40 Grad nicht überschreiten und die Knie in der Endposition nicht über die Fußspitzen hinausragen. Achten Sie zudem darauf, dass Ihre Knie während der Ausführung nicht nach innen oder außen wegknicken.

Wiederholen Sie die Übung 10-mal. Dies entspricht einem Satz. Führen Sie 2–3 Sätze durch mit jeweils circa 60 Sekunden Pause zwischen den Sätzen. Üben Sie 2- bis 3-mal pro Woche.

Übung: Kräftigung der Wadenmuskulatur

Exzentrische Wadendehnung Übung Fersen absenken: Diese Übung dehnt und kräftigt die Wadenmuskulatur. © Gelenk-Klinik.de

Ausgangsstellung: Beide Füße stehen parallel zueinander auf einer niedrigen Stufe. Die Fersen ragen über die Kante hinaus und schweben in der Luft. Die Zehenballen tragen das Körpergewicht.

Durchführung: Stellen Sie sich auf die Zehenspitzen und lassen Sie sich langsam absinken, bis die Fersen knapp über dem Boden sind, diesen aber nicht berühren. Beim Absinken wird das gesamte Körpergewicht von der Wadenmuskulatur abgebremst. Drücken Sie sich anschließend langsam wieder nach oben.

Wiederholen Sie die Übung 10-mal. Dies entspricht einem Satz. Führen Sie 2–3 Sätze durch mit jeweils circa 60 Sekunden Pause zwischen den Sätzen. Üben Sie 2- bis 3-mal pro Woche.

Wann wird ein Schleimbeutel operiert?

Was spricht für eine Operation?

  • Die konservative Therapie kann die Bursitis am Knie nicht erfolgreich behandeln.
  • Es treten immer wiederkehrende (chronische) Schleimbeutelentzündungen auf.
  • Es handelt sich um eine bakteriell verursachte, eitrige Schleimbeutelentzündung.

Bei einer bakteriell verursachten Schleimbeutelentzündung kann eine Operation nötig sein, bei der sowohl der Eiter als auch der gesamte Schleimbeutel entfernt werden. Man bezeichnet diesen Eingriff als Bursektomie. Zusätzlich wird eine bakterielle Schleimbeutelentzündung immer mit Antibiotika therapiert, um die Entzündung zu bekämpfen. So möchte man das Übertreten der Bakterien in die Blutbahn (Sepsis) und damit das weitere Ausbreiten der Bakterien verhindern.

Anstelle des entfernten Schleimbeutels bildet sich innerhalb kurzer Zeit vom Körper ein neuer, unvernarbter Schleimbeutel.

Wie lange dauert die Krankschreibung bei einer Schleimbeutelentzündung im Knie?

Die Dauer der Krankschreibung ist bei einer Schleimbeutelentzündung vom Verlauf der Entzündung und Ihrem ausgeübten Beruf abhängig. In vielen Fällen schreibt der Arzt Sie bei einer akuten Schleimbeutelentzündung im Knie nur für einige Tage krank. Danach dürfen Sie sitzende Tätigkeiten und Bürojobs wieder ausüben. Menschen, die schwer körperlich arbeiten und ihr Kniegelenk dabei übermäßig belasten, benötigen eine längere Krankschreibung. Die Krankschreibung kann bei einer akuten Entzündung bis zu sechs Wochen andauern.

Bei einer chronischen Schleimbeutelentzündung ist oftmals eine Operation notwendig, um eine Sepsis (Blutvergiftung) zu vermeiden. Nach einer Operation (Bursektomie) dauert die Krankschreibung etwa zwei bis vier Wochen. Sie sollten Ihr Knie aber auch nach dieser Zeit noch für einige Wochen schonen und ggf. eine Orthese tragen, um das Kniegelenk zu entlasten. Eine physiotherapeutische Begleitung kann in dieser Zeit hilfreich sein.

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