Orthopädische Gelenk-Klinik

Orthopädische Gelenk-Klinik

Alte Bundesstr. 58, 79194 Gundelfingen

Tel: (0761) 55 77 58 343

patienten@gelenk-klinik.de

Orthopaedische Spezialisten für Schulter

Schulterarthrose - ist eine gelenkerhaltende Therapie möglich?

  1. Was ist Schulterarthrose (Omarthrose)?
  2. Wer bekommt Arthrose in der Schulter?
  3. Symptome
  4. Knorpelverschleiss in der Schulter
  5. Ursachen
  6. Rolle einer defekten Rotatorenmanschette
  7. Haben Sie eine Fraktur von Schulterblatt oder Oberarmkopf gehabt?
  8. Arthritis, Rheuma
  9. Untersuchung und Diagnose
  10. Selbsthilfe: Übungen, pflanzliche Mittel und Ernährung
  11. Konservative Behandlung
  12. Wann hilft eine Schulter-Operation?
  13. Knorpeltransplantation: Biologischer Knorpelersatz
  14. Schulterprothese

Was ist Schulterarthrose?

Schulterarthrose (Omarthrose) Das Schultergelenk aus dem runden Oberarmkopf und dazu passender, leicht konkaver Pfanne des Schultergelenks. Das Schultergelenk wird gebildet vom runden Oberarmkopf (Humerus) und der Pfanne des Schultergelenks (Glenoid). Schulterarthrose ist Gelenkverschleiss im Schultergelenk. Die Knorpel im Gelenk nutzen sich ab, die Schulter wird schmerzhaft und versteift. © Viewmedica

Schulterarthrose ist der Gelenkverschleiß des Schultergelenks. Arthrose führt zu zunehmender schmerzhafter Einsteifung des Schultergelenks. Patienten mit Schulterarthrose haben morgens zunächst Anlaufschmerzen. Wenn diese überwunden sind, kommt nach einer schmerzfreien Zeit irgendwann der Belastungsschmerz der Schulter. Der Beginn ist oft schleichend: Die Anfangssymptome der Schulterarthrose werden oft nicht ernst genommen und können sich über Jahre hinziehen.

Im Endstadium kann die Schulterarthrose mit einer Schulterprothese behandelt werden.

Bei rechtzeitiger Behandlung ist die Schulterarthrose der gelenkerhaltenden Therapie sehr gut zugänglich.

Gelenkerhaltende Therapie bei Schulterarthrose

Im Folgenden wollen wir Ihnen vor allem zeigen, wie der Schulterspezialist Ihr natürliches Schultergelenk trotz Arthrose erhalten kann:

Konsequente Anwendung von Physiotherapie, Knorpeltherapie und gelenkerhaltender Schulter-Arthroskopie können die fortschreitende Arthrose in der Schulter bremsen.

Röntgenbild einer Schulterarthrose Röntgenbild einer linken Schulter mit Schulterarthrose: Der Gelenkspalt zwischen dem Oberarmkopf (humerus) und der Gelenkspfanne (Glenoid) ist nicht mehr vorhanden. Der Oberarmkopf ist relativ weit nach oben in Richtung Schulterdach gewandert. Röntgenbild gesunden Schulter Röntgenbild einer gesunden linken Schulter: Der Gelenkspalt zwischen dem Oberarmkopf (Humerus) und der Gelenkspfanne (Glenoid) ist deutlich sichtbar, weil das Gelenk noch über ausreichend Knorpelgewebe verfügt. Der Oberarmkopf ist relativ weit unterhalb des Schulterdachs, hat also ausreichend Raum.

©Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

 

Was können Sie selbst tun?

Übungen bei Schulterarthrose Wichtige Übungen bei Schulterarthrose, die Sie zu Hause machen können - hier Klicken! © Gelenk-Klinik.de

Die überwiegende Mehrzahl der Patienten mit Schulterarthrose erleidet eine fortschreitende Abnützung des Gelenkknorpels. Allmählich entstehen Knorpeldefekte im Schultergelenk, die die Gleitfähigkeit der Knochen in der Schulter herabsetzen.

Bei rechtzeitiger Diagnose kann eine Schulterarthrose mit Physiotherapie und vorausschauender, gesunder Lebensweise sehr gut kontrolliert werden.

Wer bekommt Schulterarthrose?

Wie viele Patienten haben Schulterarthrose?

Wie viele der 5 Mio Arthrosepatienten in Deutschland an Schulterarthrose leiden ist nicht genau bekannt. Es sind aber deutlich weniger. Es werden demgegenüber nur 10.000 Schulterprothesen jährlich operiert. Bei Hüftprothesen ist diese Zahl 20 mal so hoch. Wahrscheinlich liegt dies daran, dass die Schulter nicht das gesamte Körpergewicht trägt und zugleich ein relativ großes Gelenk ist. In evolutionär früheren Zeiten war die Schulter bei unseren vierfüßigen Vorfahren bei der Fortbewegung gewichttragend. Man spricht daher von einer funktionellen Reserve des Schultergelenks, im Vergleich zu den Gelenken der unteren Extremität.

Die Mehrzahl der Patienten mit Schulterarthrose ist älter als 65 Jahre. Es sind mehr Männer als Frauen von Schulterarthrose betroffen. Patienten mit Schulterarthrose sind also etwas älter als Arthrosepatienten der unteren Extremität (Hüfte, Knie).

In den vielen Fällen wird die Schulterarthrose von einer Schädigung der Rotatorenmanschette (des Muskelringes, der die Schulter umgibt) verursacht. Schäden an der Rotatorenmanschette führen durch die Instabilität nach längerer Zeit zu einer Schulterarthrose. Bei jüngeren Patienten liegt Schulterarthrose liegt meist ein Unfall (Trauma) zu Grunde: Eine Fraktur des Oberarmkopfes oder des Schulterblatts.

Symptome der Schulterarthrose

Symptome der SchulterarthroseDie Zerstörung der Gelenkfläche der Schulter durch Verschleiss, Unfall und Krankheit führt zu direkter Reibung der knöchernen Gelenkpartner im Schultergelenk-. Als Folge bilden sich knöcherne Anbauten (Osteophyten), die den Abrieb des noch vorhandenen Knorpels stark beschleunigen. © Viewmedica

Patienten verspüren bei Schulterarthrose eine allmählich einsetzende, aber zunehmende Schmerzhaftigkeit. Das freibewegliche Schultergelenk verliert bei Arthrose seine Beweglichkeit in alle Richtungen. Der Bewegungsradius der Schulter wird eingeschränkt. Arbeitsleben, Sportfähigkeit und Alltag werden bei Patienten mit Gelenkverschleiß der Schulter immer stärker beeinträchtigt.

Die Beschwerden äußern sich zu Beginn meist in unspezifisch scheinenden Schulterschmerzen und leichten Bewegungseinschränkungen der Schulter.

Patienten mit einem Verdacht auf Schulterarthrose sollten frühzeitig eine orthopädische Beratung aufsuchen. Je früher Diagnose und Behandlung beginnen, um so besser ist der Gelenkverschleiß bei Schulterarthrose kontrollierbar.

Diese Bewegungen sind bei Schulterarthrose zuerst betroffen:

  • Wenn der Patient in ein hohes Regal greifen will
  • Wenn der Patient nach hinten greift, um etwas aus der Hosentasche zu holen
  • Überkopfbewegungen wie Haare waschen oder Haare abtrocknen
  • Wurfbewegungen werden erschwert.
  • Unerklärlicher Kraftverlust

Die Erkrankung lässt sich - wie jede Form der Arthrose - nicht vollständig heilen. Verlorene Knorpelmasse im Schultergelenk ist unter natürlichen Bedingungen nicht regenerierbar. Bei frühzeitiger Behandlung kennt der Schulterspezialist aber zahlreiche Therapien. Ziel der Behandlung: Den Verlauf der Arthrose abzumildern, entzündungsbedingtem Knorpelabbau entgegenzuwirken und die Schulter zu stabilisieren.

Beschwerden bei Arthrose der Schulter

Bei Schulterarthrose sind Kraft und Beweglichkeit oft eingeschränkt Bei Schulterarthrose sind Kraft und Beweglichkeit oft eingeschränkt. Der Schulterspezialist belastet den abgespreizten Arm. Bei Schulterarthrose wird der Widerstand gegen diese Druck viel geringer. © Gelenk-Klinik

Die Beschwerden bei Arthrose im Schultergelenk

Symptome bei der Schulterarthrose

  • Diffuse Schulterschmerzen
  • Bewegungseinschränkungen und Steifheit
  • Druckschmerzen, z.B. beim Liegen
  • Schmerzen beim Drehen (Rotation) des Armes im Gelenk
  • Schonhaltung
  • Schmerzen beim Abspreizen des Armes
  • Knirsch- und Reibegeräusche im Schultergelenk

Die Beschwerden dieser Erkrankung sind relativ unspezifisch. Die Patienten klagen häufig über Schulterschmerzen und Bewegungseinschränkungen des Gelenks.

Das betrifft vor allem Bewegungen über Kopf (Haarewaschen, Wurfbewegung) und Bewegungen mit Abspreizung des Armes nach hinten (Hose hochziehen).

Recht typisch ist ein allmählicher Beginn von diffusen Schulterschmerzen. Sie können zum Beispiel nachts bei bestimmten Liegepositionen auftreten.

Oft spürt man diese Schmerzen in Ruhe nach größeren Belastungen. Man spürt Schulterschmerzen auch während Tätigkeiten, welche die Schulter belasten.

Auch das Liegen auf der betroffenen Schulter kann sehr schmerzhaft sein.

Starke Bewegungseinschränkungen im Schultergelenk treten jedoch erst relativ spät im verlauf der Schulterarthrose auf. Im Lauf der Zeit kommen allgemeine Bewegungsschmerzen der Schulter hinzu: vor allem bei Drehbewegungen (Rotation) des Armes reagiert des verschlissene Gelenk sensibel.

Der Bewegungsumfang des Schultergelenks wird mit zunehmender Erkrankung geringer, beginnend mit der Drehbewegung des Armes nach außen (Außenrotation). Fortgeschrittene Verschleißerscheinungen haben schließlich eine schmerzbedingte Schonhaltung des Armes und der Schulter zur Folge. Das führt zu Weiteren Versteifung, Rückbildung der Muskulatur und dauerhafter Funktionseinschränkungen.

Schulterarthrose beruht immer auf Knorpelverschleiß im Schultergelenk

Das begünstigt Schulterarthrose

  • Zu hohe Arbeitsbelastung
  • Familiär bedingte Knorpelschwäche
  • Knorpelerweichung
  • Zunächst nur dumpfe Schmerzen
  • Leichte Bewegungseinschränkungen
  • Verlust an Knorpelüberzug im Gelenk
  • Kontraktion der Gelenk Kapsel
  • Schulterdislokation (Auskugeln des Schultergelenks)
  • Posteriore Subluxation des Oberarmkopfes: Er drückt dann gegen den hinteren Rand der Gelenkspfanne
  • Gelenkpartner verlieren Passform zueinander
  • Schmerzhaftigkeit und Einsteifung

Allen Arten der Schulterarthrose gemeinsam ist der unabhängig von der konkreten Ursache der zunehmende Verschleiß des Gelenks, der schließlich zu einem völligen Verbrauch des Gelenkknorpels im Schultergelenk führt. Der Gelenkknorpel bedeckt die Oberflächen der am Gelenk beteiligten Knochen (Oberarm und Schultergelenkspfanne) und sorgt für schmerzfreie Beweglichkeit und Gelenkschmiere.

Als Verschleißerkrankung ist Schulterarthrose häufig die Folge von mechanischen Überlastungen durch Sport und Arbeit, Schäden an dem Muskelring (Rotatorenmanschette), der das Gelenk führt, Entzündungen oder Unfällen.

Der Gelenkknorpel wird im Verlauf der Schulterarthrose zuerst in seinem Aufbau beeinträchtigt. Die Matrix zwischen den Knorpelzellen, ein elastisches Geflecht aus Proteinen mit glatter, gleitfähiger Oberfläche, wird bei Arthrose abgebaut. Der Wasseranteil im Knorpel erhöht sich. Der Knorpel wird weich und verliert seine Fähigkeit, Stöße und Belastung auszuhalten.

Viele Sehnen und Bänder stabilisieren die Schulter. Gemeinsam bilden Sie die Rotatorenmanschette. Blick auf Brustkorb und Schulterbereich des menschlichen Skeletts. Das Schultergelenk besteht eigentlich aus zwei Gelenken: 1. Dem GLENO-HUMERALEN Gelenk. Der Oberarmkopf bildet mit der Gelenkspfanne (Glenoid) des Schulterblatts die Schulter. 2. Dem ACROMIO-CLAVICULAREN Gelenk. Das Schlüsselbein (Acromion) bildet mit der Spitze des Schulterblatts (Coracoid). Beide Gelenke können Arthrose ausbilden, entweder OMARTHROSE (Arthrose des Glenohumeralen Gelenks) oder ACG-ARTHROSE (Arthrose des Acmronioclavicularen Gelenks). Viele Sehnen und Bänder stabilisieren die im Gelenk frei aufgehängte Schulter. Gemeinsam bilden Sie die ROTATORENMANSCHETTE. Ist eines dieser Bänder der Rotatorenmanschette gerissen, wird die Schulter instabil. Langfristig führt eine instabile Schulter zu Schulterarthrose (Omarthrose) © Viewmedica

Der nach Entzündungen weiche Knorpel wird schneller abgerieben. Als freie Gelenkkörper lösen sich Knorpelfragmente in der Gelenkflüssigkeit. Diese freien Gelenkkörper können entzündliche Episoden hervorrufen (aktivierte Arthrose), die das Knorpelgewebe weiter schwächen. Entzündungsmediatoren degradieren den Bindegewebeanteil im Knorpel.

Eine Kontraktion der Gelenkkapsel des Schultergelenks als Folge der Arthrose kann die Außenrotation des Armes begrenzen. Sie drückt den Oberarmkopf im Gelenk an den hinteren Rand der Gelenkpfanne. Man spricht hier von einer posterioren Subluxation des Oberarmkopfes. Diese Subluxation ist bei bis zu 45% aller Patienten mit fortgeschrittener Schulterarthrose zu beobachten. Die Gewichtsverteilung in der die Auflagefläche wird so zunehmend ungleichmäßig. Arthrose der Schulter ist daher auch meist am hinteren Rand des Schultergelenks am stärksten fortgeschritten. Diese Subluxation kann sehr gut physiotherapeutisch behandelt werden. Durch Muskeltraining bewirkte Änderung der auf den Oberarmkopf wirkenden Muskeln kann diese Subluxation wieder ausgeglichen werden.

Warum ist Schulterarthrose Schmerzhaft?

Sind Oberarmkopf und Schultergelenkspfanne nicht mehr von Knorpel bedeckt, dringt Gelenksflüssigkeit durch die Knochenflächen in das Knochengewebe und bildet dort Zysten (Hohlräume im Knochen unter dem Gelenk). Dann erst wird die Arthrose schmerzhaft. Das Knorpelgewebe selbst hat keine Schmerzfühler. Arthrose der Schulter kann also bis zum fortgeschrittenen Stadium völlig schmerzfrei sein.

Durch Erosion der Gelenkflächen wird die Stabilität des Schultergelenks weiter herabgesetzt. Die knöchernen Oberflächen, die das Schultergelenk bilden, werden instabil und verlieren ihre Passform zueinander. Sie werden also inkongruent.

Lehrvideo zur Schulterarthrose (englischsprachig)

 

Fortgeschrittene Schulterarthrose führt typischerweise zu dauerhaften, anfangs dumpfen und später stechenden Schmerzen. Dei Schmerzen sind verbunden mit starken Bewegungseinschränkungen im Schultergelenk. Die Patienten sind durch fortgeschrittene Schulterarthrose stark behindert. Der Gesamtzustand und die allgemeine Gesundheit der Betroffenen ist durch Schulterarthrose stark beeinträchtigt.

Welche Arten von Schulterarthrose gibt es?

Man unterscheidet zwischen einer primären und einer sekundären Form der Schulterarthrose (Omarthrose). Dabei ist die primäre die altersbedingte Schulterarthrose mit unklarer Entstehungsursache. Man spricht hier von Verschleiß oder Gelenksalterung.

Die sekundäre Schulterarthrose ist auf bestimmte Ereignisse - Unfälle oder Erkrankungen - zurückzuführen.

Wie entwickelt sich eine Schulterarthrose?

Ursachen der Schulterarthrose

  • Kontinuierliche Abnutzung
  • Bruch des Oberarmkopfes
  • Bruch des Schulterblattes
  • Große Schäden an der Rotatorenmanschette
  • Arthritis oder Rheumatismus der Schulter
  • Bakterielle Infektionen

Ist die Mechanik des Schultergelenks gestört, etwa durch Defekte an der Rotatorenmanschette, verlässt der Oberarmkopf (Humeruskopf) seine ursprüngliche Position im Gelenk. Er verliert seine präzise Auflagefläche in der Pfanne des Schultergelenks. Der Oberarmkopf wird nach oben gezogen bis unter das Schulterdach.

Dadurch kommt es langfristig zu Fehlbelastungen des Knorpels im Schultergelenk. Diese Fehlbelastung führt zum verstärkten Knorpelabrieb und letztendlich, wenn der Knorpel erschöpft ist, zur Arthrose im Schultergelenk. Medizinisch wird diese Arthrose als Omarthrose bezeichnet.

Hat der Oberarmkopf mit dem Knochen des Schulterdaches Kontakt, spricht man von einer sogenannten Defektarthropathie. Durch den Knorpelschaden kann es auch zu oft schmerzhaften Knochenneubildungen (Osteophyten) an den Rändern des Gelenkes kommen.

Primäre Schulterarthrose - der sog. "Schulterverschleiß"

Bei der primären Schulterarthrose bleibt die Ursache der Erkrankung in den meisten Fällen unklar. Eine Rolle können familiäre Häufungen von Gelenkerkrankungen oder langjährige körperliche Belastungen der Schultergelenke spielen.

Sekundäre Schulterarthrose - Gelenksverschleiß mit gesicherter Ursache

Die sekundäre Schulterarthrose dagegen kann ganz spezifische Ursachen haben:

  • Schäden an der Rotatorenmanschette (vor allem Supraspinatusmuskel)
    Diese werden oft durch Degenerationen (Verschleiß) oder Unfallereignisse verursacht und führen zum Verlust der Stabilität und zur Störung der Mechanik im Schultergelenk.

    In 5% aller Fälle haben Patienten mit Arthrose des Schultergelenks auch gleichzeitig eine Schädigung der Rotatorenmanschette. Die Arthrose kann in diesem Fall durch eine Behandlung der Grunderkrankung behandelt werden.

    Weiterlesen zur Rotatorenmanschette
  • Operationen am Schultergelenk
    Wird das Schultergleichgewicht durch Operationen an der Schulter, etwa nach Schultergelenkverrenkungen (Schulterluxation) gestört, können diese eine Schulterarthrose verursachen. Die Raffung der vorderen Schulterkapsel kann dazu führen, dass der Oberarmkopf nach hinten gedrückt wird und zu einer Störung des Bewegungsablaufes führt. Hierbei kommt es zur Überlastung des Pfannengelenkknorpels (Glenoid) im hinteren Schulterbereich.
  • Unfälle und Schultertrauma
    Verletzungen des gelenkbildenden Schulterblattes oder des Oberarmkopfes können zu Unebenheiten der Knorpelflächen oder zu Gelenkfehlstellungen führen. Dadurch kommt es zum vermehrten Knorpelabrieb und schließlich zur Schulterarthrose.
  • Bakterielle Entzündungen
    Selten sind bakterielle Entzündungen der Schulter Ursache der Schulterarthrose. Diese entstehen entweder durch Keimverschleppung über den Blutweg oder durch ärztliche Behandlungsmaßnahmen, beispielsweise nach Operationen oder Spritzengabe. Durch die Bakterien selbst und durch von ihnen gebildete Stoffe kann das Gelenk rasch schwer geschädigt werden.
  • Nicht-bakterielle Schultergelenkentzündungen
    Dazu gehört die chronische Polyarthritis (Gelenkrheuma). Die chronisch entzündete Gelenkschleimhaut wächst in den Gelenkknorpel und zerstört diesen zunehmend.
  • Oberarmkopfsterben (Humeruskopfnekrose)
    Wird der Knochen nicht mehr richtig durchblutet, kann der Oberarmkopf absterben und zur Schulterarthrose führen, wenn der knorpeltragende Anteil des Oberarmkopfes zusammenbricht.

Seltene Ursachen der Schulterarthrose

  • Chondromatose
  • Gicht
  • Hämochromatose
  • Syringomyelie
  • Diabetische Osteoarthropathie

Wie untersucht der Orthopäde die Schulterarthrose?

Untersuchung der Schulterarthrose mit Ultraschall Untersuchung der Schulterarthrose im Ultraschall zeigt Schwellungen, Ergüsse, Kalkdepots, Sehnenrisse und Symptome der Schulterarthrose. © Gelenk-Klinik

Am Anfang der fachärztlichen Untersuchung steht immer das ausführliche Patientengespräch. Der Patient sollte möglichst genaue Angaben zu seiner Lebensweise (Arbeit oder Sportbelastungen) und dem bisher beobachteten Krankheitsverlauf machen (Dauer und Art der Beschwerden). Berichte über Unfälle oder Stürze - auch in der Vergangenheit - können bei der Ursachenermittlung helfen.

Wie bei jeder Arthrose ist auch die Familiengeschichte bedeutsam. Gab es Arthrose oder Schulterarthrose bereits bei Eltern oder Verwandten? Ist eine familiäre Häufung zu beobachten?

Sind auch andere Gelenke von der Arthrose betroffen? Hat der Patient vielleicht eine allgemeine Knorpelschwäche? Gab es eine Infektion oder andere Erkrankung, die mit der Schulterarthrose in Beziehung stehen könnte?

Auch Medikamententherapie kann als Auslöser der Schulterarthrose in Frage kommen. Zum Beispiel Tumorbehandlung mit Steroiden kann das Absterben des Oberarmknochens (Osteonekrose) verursachen und für Arthrose verantwortlich sein.

Checkliste Arztgespräch bei Schulterarthrose

  • Wann sind die Beschwerden erstmals aufgetreten?
    Ein arthrosetypischer Beginn schleichend mit allmählicher Zunahme von Schmerzen und Steifheit.
  • Welche Bewegungen verstärken den Schmerz?
    Vor allem Schmerzzunahme beim Abspreizen des Armes ist typisch für Schulterarthrose.
  • Welche Bewegungen sind beeinträchtigt?
    Schürzengriff (Bewegung wie beim Schürzen binden), Überkopfarbeit und waagerechtes Ausstrecken des Armes.
  • Treten die Beschwerden manchmal stärker auf?
    Plötzliches Aufflammen der Schmerzen spricht für eine entzündlich aktivierte Arthrose.
  • Erinnern Sie sich an Unfälle oder Stürze?
    Ein kurz zurückliegender Unfall legt eine traumatische Schädigung Ihre Schulter nahe. Lange zurückliegende Unfälle, vor allem mit Schulterfraktur, können eine Arthrose der Schulter begünstigen.
  • Gab es vorangegangene Schulteroperationen?
    Verletzungen der Sehnen und Rotatorenmanschette können die Schulter instabil zurücklassen. Auch Operationen nach Schulterdislokation, oder Riss der Gelenklippe (Labrum) des Schultergelenks können Störungen der Gelenksfunktion zurücklassen, die Arthrose begünstigen.
  • Sind andere Gelenke ebenfalls von Arthrose betroffen?
    Das spricht für das Vorliegen einer Polyarthrose, also einer Arthrose in mehreren Gelenken.
  • Vorangegangene Medikamentenbehandlung (Steroide)
    Vor allem nach Steroid-Therapien (Cortisongabe) kann es zu Osteonekrose des Schultergelenks kommen.
  • Welche allgemeinen Erkrankungen in der Vergangenheit?
  • Gibt es eine familiäre Häufung von Arthrose oder Schulterarthrose?
    Manche Patienten haben von Geburt an ein widerstandsfähigeres Knorpelgewebe; andere entwickeln leichter Arthrose. Das hat also auch genetische Ursachen.

Typische Schmerzen bei der Schulterarthrose

Schulterschmerzen - Untersuchung der Halswirbelsäule ist ebenfalls erforderlich Schulterschmerzen - Untersuchung der Halswirbelsäule ist ebenfalls erforderlich. © Gelenk-Klinik

Der Schmerz bei Schulterarthrose ist meistens sehr langsam fortschreitend. Schulterschmerz bei Arthrose ist schwer zu lokalisieren, er scheint diffus und verteilt. Es handelt sich meist um einen dumpfen Schmerz (Im Gegensatz zu stechendem Schmerz). Schmerz bei Schulterarthrose ist auch meist in Ruhe vorhanden, kann aber durch Belastung oder bestimmte Bewegungen situationsabhängig aufflammen. Auch bei entzündeter Arthrose ("aktivierter Arthrose") kann der Schmerz als Ruheschmerz auftreten. Aktivierte Arthrose ist besonders schädlich für den Gelenkknorpel: Die Entzündung fördert den Knorpelabbau im Schultergelenk.

Was beachtet der Orthopäde bei der körperlichen Untersuchung der Schulterarthrose?

Klinische Untersuchung der Schulterarthrose

  • Inspektion des Oberkörpers nach Asymmetrie und Muskelschwäche
  • Abtasten der Schulter (Schmerzpunkte, Sensibilität, Muskeldefekte)
  • Ausschließen einer Problematik mit der Halswirbelsäule
  • Passive Beweglichkeit der Schulter
  • Liegt eine Überwärmung oder Entzündung der Schulter vor?
  • Kraftentwicklung
  • Beweglichkeit bei Abspreizung des Armes
  • Beweglichkeit bei Innenrotation (Arm wird über die Körpermitte hinweggedreht)

Am Oberarmkopf sind vor allem die Zonen von der Knorpelerosion betroffen, die beim Abspreizen des Armes einen Kontaktwinkel von 60-90° zur Schultergelenkspfanne haben. In dieser Stellung der Anpressdruck des Oberarmkopfes in die Gelenkspfanne am größten.

An der Schultergelenkspfanne (Glenoid) selbst betrifft die Knorpelerweichung hauptsächlich den hinteren Bezirk. Sie geht dort mit einem vermehrten Abrieb einher. Bei der Beugung des Armes verschiebt sich die Kontaktfläche zwischen Oberarmkopf und Pfanne des Schultergelenks nach hinten. Fälle mit zentralen Abnutzungserscheinungen in der Mitte der Pfanne des Schultergelenks sind dagegen weitaus seltener.

Typische Bewegungseinschränkung bei Schulterarthrose Der Schürzengriff zeigt eine typische Bewegungseinschränkung bei Schulterarthrose. Das Abspreizen des Armes nach hinten bei vielen Alltagsverrichtungen, wie Schürzen binden oder Hose hochziehen, fällt zunehmend schwer. © Gelenk-Klinik

Radiologie - Röntgenbilder und MRT bei der Schulterarthrose

Fragen an das Röntgen

  • Gibt es Knochensporne am Gelenkrand?
  • Ist der Gelenkspalt schmal geworden?
  • Gibt es Cysten (Hohlräume) im Knochen des Oberarmkopfes?
  • Gibt es Verkalkungen der Weichteile?
  • Ist der Oberarmkopf verformt?
  • Ist der Oberarmkopf nach hinten verschoben (Subluxation)?

Im Röntgenbild kann die typische Verschmälerung des Gelenkspaltes bei Schulterarthrose (Omarthrose) erkannt werden. Die primäre Schulterarthrose zeigt in vielen Fällen einen Knorpelverbrauch der hinteren Anteile der Gelenkpfanne. Sind auf dem Röntgenbild Knochenanbauten (Osteophyten) zu erkennen, ist dies ein Zeichen der bereits fortgeschrittenen Erkrankung. Später kann es auch zu einer Verformung (Deformierung) des Oberarmkopfes kommen.
In einzelnen Fällen kann eine Kernspin-Tomographie erforderlich sein, um die Beschaffenheit der Gelenkpfanne beurteilen zu können. Auch für die Planung einer Schulterprothese und zum Ausschluss anderer Krankheiten ist sie von großer Bedeutung.

Diagnostik des Knorpelgewebes mit MRT-Bildern

In der Gelenk Klinik ist eine differenzierte bildbasierte Knorpeldiagnostik möglich. Mit Hilfe physiologischer Färbetechniken mit einem zu injizierenden Kontrastmittel, kann die tatsächliche Vitalität des Bindegewebes im Gelenkknorpel im Computertomografen sichtbar gemacht werden. Das Stadium und Ausmaß einer Knorpelschädigung kann so auch ohne Schulterarthroskopie genau bestimmt werden. Das ist bedeutsam für die Früherkennung der Schulterarthrose. Das erleichtert die Einleitung einer angemessenen Therapie.

Wie können Sie sich selbst helfen?

Pflanzenmittel gegen Schulterarthrose

  • Brennesselblätter
  • Wurzel der Teufelskralle (Harpagophyti Radix)
  • Kombinationstee aus Pappelblättern, Pappel und Eschenrinde

Entzündungshemmende Pflanzenmittel helfen gegen Gelenkentzündung und Gelenkschmerzen. Je nach Stadium der Schulterarthrose und der Konzentration der verwendeten Wirkstoffe ist die Wirksamkeit von Pflanzenmitteln unterschiedlich gut. Wenn die Pflanzentherapie gelingt, können viele Patienten zum Teil erhebliche Mengen an synthetischen Schmerzmitteln (Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) einsparen. Die wichtigen Pflanzenmittel gegen Arthrose sind: Hier finden sie ausführliche Informationen zu Pflanzenmitteln gegen Arthrose.

Ernährungshinweise bei Schulterarthrose

Ungünstige Nahrungsmittel

  • Gesättigte Fettsäuren aus tierischen Fetten (Käse, Fleisch) oder gehärteten Fetten
  • Kaffee
  • Alkohol
  • Nikotin und
  • Allgemein fleischreiche Ernährung

Günstige Nahrungsmittel:

  • Calciumreiche Nahrungsmittel, z.B. Fettarme Milchprodukte
  • Ungesättigte Fette wie Olivenöl oder Kaltwasserfische
  • Inhaltsstoffe von Knoblauch, Lauch, Zwiebeln sind knorpelschützend

Immer besser wird der Zusammenhang zwischen Arthrose und Ernährung verstanden. Der für Hüfte und Knie so wichtige Faktor Körpergewicht spielt im Bereich der Schulter eine geringere Rolle, weil die Schulter das Körpergewicht nicht trägt.

Auch die Inhaltsstoffe der Nahrung können Arthrose im Schultergelenk positiv oder negativ beeinflussen. Eine ganze Reihe von Nahrungsmitteln sind entzündungsfördernd und beschleunigen dadurch den Knorpelabbau im Schultergelenk: Entzündungshemmend ist demgegenüber ein hoher Anteil an ungesättigten Fetten, etwa aus pflanzlichen Ölen. Einen Ausführlichen Artikel zur Ernährung bei Arthrose finden Sie hier.

Helfen Knorpelaufbaustoffe bei Schulterarthrose?

Knorpelaufbaustoffe wollen Bestandteile des Gelenkknorpels über die Nahrung oder über Nahrungsgergänzungsmittel zuführen. Ob eine Wirkung besteht - die Arthrose also verlangsamt wird - konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Es gibt viele Patienten, die von einer günstigen Wirkung dieser Nahrungsergänzungsmittel auf die Schulterarthrose berichten.

Hyaluronsäure wird vom Arzt direkt in das Gelenk injiziert. Diese Injektion soll dem defekten Knorpel direkt und in hoher Konzentration zur Verfügung gestellt werden. Eine Symptombesserung ist möglich - je nach Stadium und individueller Ursache der Schulterarthrose. Eine Knorpelneubildung wird jedoch nicht unterstützt. Lediglich die Gleitfähigkeit im Arthrosegelenk wird für eine gewisse Zeit heraufgesetzt.

Nahrungsgergänzungsmittel Glycosamin und Chondroitinsulfat: Beide Stoffe sind eine Ergänzung zur täglichen Ernährung und werden oral eingenommen.

Ebenso wie bei der Injektionstherapie gilt aber, dass eine direkte Arthroseursache an der Schulter , z.B. Instabilität, Rotatorenmanschettenriss auch durch Knorpelernährung nicht gebessert werden kann.

Die konservative Behandlung der Schulterarthrose

Rehabilitation und Physiotherapie in Gundelfingen Physiotherapeutische Mobilisierung der versteiften Schulter durch manuelle Therapie. Diese Behandlung wird in der Gelenkreha Physiotherapie durchgeführt. © wwww.gelenkreha.de

Die Schulterarthrose kann, je nach Verlauf, Symptomen und Erkrankungsmechanismus, auf vielfältige Arten konservativ durch Übungen, Behandlungen oder medikamentös) behandelt werden.

Die konservative Behandlung ist in den meisten Fällen ausreichend, um den Verlauf der Schulterarthrose zu managen. Die Operation ist gerade bei Schulterarthrose weniger wahrscheinlich als bei anderen Arthroseformen.

Gerade der langsame und allmähliche Beginn der Schulterarthrose sowie der chronische Verlauf qualifiziert sie besonders für die konservative Behandlung.

Je früher der Therapieeinstieg bei der Arthrose des Schultergelenks erfolgt, um so leichter lässt sie sich langfristig kontrollieren.

Die Behandlung wird, je nach Stadium und fallabhängig auf jeden Patienten gesondert zugeschnitten.

Ziele der Konservativen Therapie

  • Mobilisierung - Aufhebung der Versteifung
  • Lösung der kontrakten (verengten) Schulterkapsel
  • Schmerzlinderung
  • Verlangsamung der Schulterarthrose
  • Kräftigung der Schultermuskulatur
  • Schulung des Patienten im Umgang mit seiner Schulterarthrose
  • Entzündungshemmung

Durch konservative (nicht-operative) Maßnahmen lässt sich eine Omarthrose nicht heilen. Die Behandlung zielt auf eine Schmerzlinderung, Erhaltung und Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit und Muskelkräftigung ab. Dadurch wird die Funktion der Schulter erhalten und das Fortschreiten der Arthrose verlangsamt.

Konservative Therapie der Schulterarthrose

  • Schulterorthese: Schulterorthesen sichern und entlasten das schmerzhafte Schultergelenk. Eine Orthese normalisiert auch die Position das Oberamkopfes im Schultergelenk und unterstützt dadurch den physiotherapeutischen Aufbau.
  • Kryotherapie (Kältetherapie): Die Kältetherapie ist entzündungsreduzierend. Gerade bei aktivierter (entzündlicher) Schulterarthrose verkürzt die Kryotherapie den Verlauf der Entzündung.
  • Physikalische Therapie: Die Physikalische Therapie arbeitet mit Reizen wie Wärme, Kälte oder elektrischen Reizen. Die natürlichen Reaktionen auf diese Reize unterstützen die Heilungsreaktion und sind bei Schulterarthrose schmerzlindernd.
  • Heilstrom: Mit Heilströmen meinen wir nicht die weitverbreiteten TENS, die aus unserer Sicht lediglich Schmerzlindernd sind, sondern Ströme im Bereich der natürlichen Elektrizität im Körper. Diese Ströme fördern die Regeneration sind entzündungshemmend.
  • ZRT®-Matrixtherapie:
    Biomechanische Stimulation und Tiefenwärme (wIRA®) verbessert die Lebensbedingungen der Zellen in Knorpel und Weichteilen der Schulter und verlangsamt Schulterarthrose, reduziert Entzündungen un verbessert die Beweglichkeit.
  • Stoßwellenbehandlung: Energiereiche Schallwellen die in das Gewebe abgegeben werden fördern die Heilungsreaktion und reduzieren Entzündungen.
  • Entzündungshemmende und schmerzhemmende Medikamente: Nichsteroidale Antirheumatika beenden knorpelschädigende Netzündungsrealtionen bei Schulterarthrose; vorsicht wegen der möglichen Magenunverträglichkeit.
  • Injektionen in Schultergelenk: Hyaluronsäure-Inhektionen können Schulterschmerzen bei Schulterarthrose zewitweise reduzieren. Als Dauertherapie nicht sinnvoll, denn Knorpelaufbau mit diesen Injektionen funktioniert nicht.
  • Verhaltensanpassung:
    Regulation der Bewegungen und Belastungen

Einfache Eigen-Übungen gegen Schulterarthrose

Mit dem "Armpendel" fördern Sie die Bildung von Gelenkschmiere in der Schulter

 Schulterarthrose-Übung: Mit dem Armpendel die Bildung von Gelenkschmiere fördern Schulterarthrose-Übung: Das Armpendel steigert die Bildung von Gelenkschmiere in der Schulter © Gelenk-Klinik.de

Ihren Arm locker herabhängen lassen. Die Schulter entweder ohne Gewicht oder mit leichtem Gewicht in der Hand locker hin und herschwingen lassen. Auch eine Wasserflasche kann hier gute Dienste leisten. Die Bewegung unter völliger Entlastung des Schultergelenks bei herabhängendem Arm, hilft bei der Bildung der Gelenkschmiere.

Nutzen gegen Schulterarthrose: Die sanfte Bewegung unter vorübergehender Entlastung der Schulter fördert die Regeneration von Gelenkknorpel bei Arthrose. Durch das Armpendel die Bildung und gleichmässige Verteilung von Gelenkschmiere (Synovialflüssigkeit) gefördert.

Brustmuskeldehnung zentriert das Schultergelenk

 Schulterarthrose-Übung: Brustmuskeldehnung zentriert das Schultergelenk Schulterarthrose-Übung: Brustmuskeldehnung zentriert das Schultergelenk. © Gelenk-Klinik.de

Die Schulter bzw. Brustmuskeln werden durch Anlehnen und Aufstützen im Türrahmen aufdehnt und beweglich. Die Schulter wird durch die nach der Übung entspannte Brustmuskulatur nicht mehr so sehr nach vorne gezogen, sondern sitzt wieder zentriert in der Gelenkpfanne. Das führt zu einer gleichmäßigeren Belastung des Gelenkknorpels im Schultergelenk. Diese Normalisierung der Position des Oberarmkopfes verlangsamt Schulterarthrose und hilft auch gegen Schulterschmerzen.

Durch Außenrotation der Unterarme das Schultergelenk zentrieren

 Schulterarthrose-Übung: Die Außenrotation der Unterarme zentriert das Schultergelenk. Schulter-Arthrose-Übung: Durch Außenrotation der Unterarme das Schultergelenk zentrieren. © Gelenk-Klinik.de

Ellenbogen am Körper anlegen und die waagerecht ausgestreckten Unterarme kreisförmig nach außen bewegen. Wenn Sie wollen, können Sie den Kraftaufwand durch die Verwendung eines Therabandes erhöhen, indem sie diese Bewegung gegen den elastischen Bandwiderstand durchführen.

Auch diese Übung kräftigt die Muskeln der Rotatorenmanschette und zentriert die Schulter. Sie hilft gegen akute Schulterschmerzen stärkt die Außenrotatoren und kräftigt die Rotatorenmanschette.

Medikamente bei Schulterarthrose

Entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR): Ein wichtiger Bestandteil der Arthrosetherapie an der Schulter sind die entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR, z.B. Ibuprofen). Sie nehmen den Schmerz. Zusätzlich hilft die entzündungshemmende Wirkung gegen die für das Knorpelgewebe so gefährlichen entzündlich aktivierten Arthrosen. Damit halten diese nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) auch das Fortschreiten der Arthrose auf. Nachteilig sind ihre Wirkungen auf das Verdauungssystem. Vor allem bei langfristiger Gabe muss oft gleichzeitig ein Magenschutzmittel gegeben werden, um die Nebenwirkungen zu kontrollieren.

Sport und Alltag mit Schulterarthrose

Sport und Schulterarthrose

Was ist beim Sport mit Schulterarthrose zu beachten?

Generell gilt, dass alle für die Schulter extrem belastenden Sportarten tabu sein sollten. Insbesondere Kontakt- und Wurfsportarten sowie Aktivitäten mit großer Hebelwirkung wie Golfen oder Tennisspielen sollten vermieden werden. Dass Sportarten wie Rugby oder American Football nicht zu den empfohlenen Freizeitbeschäftigungen bei Schulterproblemen gehören, versteht sich von selbst.

Sämtliche Bewegungen, bei denen physikalisch große Zug- und Scherbelastungen entstehen, und Sportarten mit erhöhter Sturzgefahr wie Inlineskaten oder Mountainbiken, sind ebenso wenig zu empfehlen.

Sicherlich kommt es dabei immer auf die Intensität der Ausübung des jeweiligen Sportes an. Ein Freizeitsportler, der gelegentlich auf sein Mountainbike steigt, ist sicher weniger gefährdet als Extremsportler.

Zu empfehlen sind dagegen alle Sportarten, die der allgemeinen Fitness dienen, aber die Schulter nicht zu stark gefährden: Walking, Joggen, Radfahren und Brustschwimmen sind gut geeignet. Bei sorgsamer Ausübung sind sogar Golf oder Skilaufen vertretbar.

Wann ist die Schulter-Operation nötig?

Bringen die konservativen Therapie-Maßnahmen keine Besserung, muss an eine operative Therapie der Schulterarthrose gedacht werden.

Schulterarthroskopie

Die arthroskopische Schulteroperation (Schulterarthroskopie) bei Schulterarthrose hat mehrere Ziele. Je nach konkreter Ursache der Omarthrose können Sie eingesetzt werden.

Zunächst kann eine Gelenkreinigung (Debridement) die Schulterschmerzen lindern. Wenn eine Bursitis (Schleimbeutelentzündung) vorliegt kann bei der gleichen Operation eventuell die Entfernung des Schulterdachschleimbeutels ebenfalls eine Linderung der Schulterschmerzen erzielen. Daneben kann die Schulterarthroskopie auch konkrete Ursachen der Schulterarthrose beheben.

Eine besonders wichtige Ursache sind hierbei Schulterinstabilität durch beschädigte Rotatorenmanschetten. Die Rotatorenmanschette kann arthroskopisch wieder genäht werden. Die Instabilität der Schulter, die eine sekundäre Schulterarthrose auslösen kann, wird durch Naht beseitigt.

Knorpeltherapie bei Schulterarthrose: Mikrofrakturierung

In manchen Fällen von Schulterarthrose liegt ein kleiner, definierter Knorpeldefekt im Schultergelenk vor. Bei sehr kleinen Knorpeldefekten kann die Mikrofrakturierung die Knorpelfläche wieder schließen. Durch Anbohrung des unter den Defekt liegenden Knochens wird bei der Mikrofrakturierung gezielt eine Einblutung in die Defektstelle verursacht. Die Heilungsreaktion führt an dieser Stelle dann zu einem lediglich knorpelähnlichen Narbengewebe, die die Arthrose aufhalten kann. Dieser sogenannte Faserknorpel ist weniger elastisch und haltbar. Der Ersatzknorpel nach Mikrofrakturierung besteht nur aus Fasergewebe und hat keine zellulären Bestandteile.

Knorpeltransplantation am Schultergelenk

Auch im Schultergelenk steht bei Knorpelschäden - ähnlich wie am Kniegelenk - die autologe Knorpeltransplantation (ACT=Articular Cartilage Transplant) zur Verfügung. Dabei werden die eigenen Knorpelzellen des Patienten im Spezial-Labor angezüchtet; dann in einer weiteren Arthroskopie werden sie nach 6-8 Wochen in die Defektstelle im Schultergelenk übertragen, wo sie anwachsen und normales, elastisches Knorpelgewebe bilden. Eine gut durchgeführte Knorpeltransplantation ist das derzeit beste Mittel zur Vermeidung von Schulterarthrose und Schulterschmerzen nach Knorpeldefekt im Schultergelenk.

Schulterprothese

schulterprotheseDas Schultergelenk kann trotz Schulterarthrose beweglich bleiben: Mit Schulterprothese kann die Gelenksfunktion erhalten bleiben. © Viewmedica

Liegt eine schwere Schulterarthrose vor, ist die Schulterprothese die empfohlene Therapie zur Wiederherstellung schmerzfreier Beweglichkeit der Schulter. Die verschlissenen Gelenkanteile des Oberarmkopfes und der Schulterpfanne werden durch Prothesen ersetzt.

Der Einsatz der Schulterprothese ist nach fortgeschrittener Schulterarthrose von zentraler Bedeutung: Wird das Schultergelenk nicht mehr bewegt versteifen alle Sehnen und Muskeln. Die Gelenkkapsel schrumpft ein. Wenn die Schulter mit Hilfe des Gelenkersatzes noch bewegt werden kann, findet diese Rückbildung nach Versteifung nicht statt. Mit Hilfe einer Prothese kann der Patient trotz Schulterarthrose seine Schulterbeweglichkeit, und damit auch seine Selbstständigkeit im Alltag erhalten.

Je nach Stadium und Ausprägung der Schultearthrose gibt es mehrere Prothesenmodelle. Die Wahl des geeigneten Modells für eine Schulterprothese hängt von den einzelnen Umständen der Schulterarthrose ab.

Grundsätzlich soll auch bei Schulterarthrose soviel Knochensubstanz wie möglich erhalten werden. Daher setzen wir nach Möglichkeit eine Oberflächenersatzprothese der Schulter ein: Sie überkront lediglich den Oberarm, und wird mit einem kurzen Stiel im Oberarm verankert. Voraussetzung: die Gelenkfläche in der Schulterpfanne (Glenoid) darf noch nicht von Arthrose betroffen sein. Der Verlust an Knochen ist bei der Oberflächenersatzprothese also minimal.

Die Vollprothese der Schulter (Schultertotalendoprothese) ist die Standardversorgung, wenn beide Gelenkflächen von der Schulterarthrose betroffen sind. Der Kopf des Schultergelenks wird ersetzt. Der künstliche Oberamkopf wird mit einem Schaft im Oberarmknochen verankert. Auch die Gelenkspfanne wird durch eine künstliche Gelenkspfanne ersetzt. Wenn die Schulterarthrose beide Gelenkflächen angegriffen hat, ist die Vollprothese des Schultergelenks unvermeidlich.

Häufig werden durch eine entzündliche Schulterarthrose auch die Bänder um das Schultergelenk angegriffen. Vor allem die Rotatorenmanschette ist von zentraler Bedeutung für die Funktion einer Schulterprothese. In den Fällen wo nach Schulterarthrose die Rotatorenmanschette, insbesondere die Supraspinatussehne nicht mehr funktionieren, wird die sogenannte inverse Schulterprothese eingesetzt. Hier befindet sich der Prothesenkopf am Schulterblatt und die Gelenkspfanne im Oberarmkopf.

Auch ohne funktionierende Supraspinatussehne sorgt die inverse Schulterprothese für eine gute Beweglichkeit des Schultergelenks.

Wichtige Fakten für die Operation der Schulterprothese bei Schulterarthrose

Der Schulterspezialist kennt eine Reihe von Prothesenmodellen und Operationsverfahren, mit denen auch bei den oben beschriebenen Umständen noch das Ziel der Prothesen-Operation an der Schulter erreicht werden kann: Möglichst schmerzfreie Beweglichkeit des Schultergelenks im Alltag.

(Weiterlesen zur Schulterprothese)
Bewertung: 
Eigene Bewertung: Keine. Durchschnittlich 4.2 (134 votes)

Bitte ein Gelenk wählen

Anatomische Struktur
Schulterschmerzen Ellenbogenschmerzen Hand und Handgelenk Huefte Wirbelsäule Hand Fuss Sprunkggelenk und Schmerzen im Knöchel Knieschmerzen und Schmerzen im Knöchel

Orthopädie der Schulter

Facharzt für Orthopaedie in Freiburg

Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Facharzt für Orthopädie an der Gelenk-Klinik

Wir suchen einen Wirbelsäulenspezialisten

Wir suchen einen engagierten FA für Orthopädie und/oder Unfallchirurgie oder Neurochirurgie zur Unterstützung unserer Wirbelsäulenabteilung.

Gelenkreha Gundelfingen sucht Physiotherapeuten Teilzeit/Vollzeit. Für nähere Informationen bitte klicken!

Zur Stellenanzeige

Geprüfte Qualität

Beratung in der Gelenk-Klink

EndoProthethikZentrum (EPZ) Gelenk-Klinik

  • Geprüfte Qualität und Erfahrung mit über 200 Prothesen/Jahr
  • Geprüfte Aus- und Weiterbildung unserer Spezialisten
  • Qualität in Diagnose, Operation und Nachsorge
  • Geprüfte Beratung und Aufklärung unserer Patienten

Weiterlesen: EndoProthetikZentrum (EPZ)