Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
Alte Bundesstr. 58
79194 Gundelfingen
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Gelenkerhaltende Operation von Fuß und Sprunggelenk

Fußschmerzen: Ursachen, Diagnose und Hilfe

  1. Wo schmerzt der Fuß?
  2. Wann treten die Fußschmerzen auf?
  3. Ursachen für Fußschmerzen
  4. Fachärztliche Untersuchung von Fußschmerzen
  5. Konservative Behandlung
  6. Welche OP-Verfahren gibt es zur Behandlung von Fußschmerzen?
  7. Fußgymnastik: Übungen zur Kräftigung der Fußmuskulatur und Rehabilitation nach der Fuß-OP
Fußschmerzen: Untersuchung der BeinachseBei Fußschmerzen gehört die Untersuchung der Beinachse und der Stellung der Ferse zu den grundlegenden Aufgaben des Fußspezialisten. © Gelenk-Klinik

Der Fuß ist der Körperteil, der die größte Last durch das Körpergewicht trägt. Folglich ist er anfällig für Überlastungen, die zu Fußschmerzen führen. Aber auch andere Ursachen wie Fehlstellungen (z. B. Hallux valgus), Verletzungen der Knochen, Sehnen und Bänder, Entzündungen oder Gelenkverschleiß (Arthrose) können zu Fußschmerzen führen. Häufig hilft es bereits, das Schuhwerk zu wechseln, damit die Beschwerden abklingen. Dauern die Fußschmerzen allerdings länger als drei Tage an oder ist eine Belastung des Fußes nicht mehr möglich, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Auch starke Schwellungen, Blutergüsse (Hämatome), Überwärmung oder äußere Verformungen des Fußes sind deutliche Warnzeichen, die eine orthopädische Untersuchung verlangen.

Wo schmerzt der Fuß?

Füße müssen gefordert werden, damit Sie sich richtig entwickeln und ihre Form behalten. Kinder, deren Fußgesundheit von der Aktivität des Fußes abhängt, laufen heutzutage immer seltener barfuß. Das hemmt die Fußreifung und die Entwicklung der kindlichen Fußgewölbe.

Wann treten die Fußschmerzen auf?

Verlauf der Fußschmerzen

  • plötzlicher Beginn, z. B. nach langen Belastungen
  • Schmerzen nach einem Unfall
  • wiederkehrend nach einer bestimmten Gehstrecke
  • Anlaufschmerzen im Fuß, die nach einigen Metern wieder verschwinden
  • Anlaufschmerzen in der Ferse oder Achillessehne
  • Schmerzen beim Auftreten
  • chronische Fußschmerzen über mehr als 3 Monate
  • nach dem Joggen
  • Schmerzen in engen Schuhen, die barfuß wieder nachlassen

Die allgemein auch bei Erwachsenen immer geringer werdende Gehstrecke im modernen Alltag schwächt die Füße zunehmend. Dazu kommen häufig extreme Anforderungen der Schuhmode: Füße werden eingeengt und formverändernd eingeschnürt.

Die vielen kleinen Muskeln und Sehnen, die bei der Formung des Fußgewölbes aktiv zusammenarbeiten, können so immer seltener das wichtige Dämpfungssystem im Fuß bei allen Anforderungen unterstützen.

Ursachen für Fußschmerzen

Der aufrechte Gang belastet den Bewegungsapparat und insbesondere die Füße erheblich. Das gesamte Körpergewicht bei durchschnittlich 5000 Schritten am Tag lastet auf ihnen. Dabei sind Füße nicht nur mechanische Stützen, sondern mithilfe ihrer Fußgewölbe auch hocheffiziente Dämpfungsorgane. Beim Springen oder Laufen lastet auf den Fußgelenken häufig ein Vielfaches des Körpergewichts. Ist die intrinsische Muskulatur des Fußes geschwächt, also die Muskeln, die direkt im Fußskelett entspringen, erfüllt das Fußgewölbe diese Dämpfungsfunktion nicht mehr. Die Folge sind Überlastungsschmerzen und Fehlstellungen des Fußes. Aus einem Spreizfuß folgen meist andere schmerzhafte Fußerkrankungen: Hallux valgus, Hallux rigidus, Schneiderballen, Morton Neurom und Mittelfußschmerzen allgemein.

Sport und Trauma als Ursache von Fußschmerzen

Fordern wir unsere Füße, setzen wir sie häufig hohen Ausdauerbelastungen aus. Viele Trainingsanfänger und Wiedereinsteiger übersehen, dass die Binde- und Stützgewebe sich an Belastung viel langsamer anpassen als der Kreislauf und die Muskulatur.

Körperliche Belastung und Überlastung kann zu entzündlichen Veränderungen an den Sehnen oder Bindegeweben führen. Diese Reizungen betreffen auch die zahlreichen Muskel- und Sehnenansätze.

Entzündliche Fußschmerzen treten typischerweise erst nach einer Ruhephase im Anschluss an ungewohnt lange Wanderungen oder Läufe auf. Die Schmerzen können stechend und heftig sein und den Patienten zu einem Schonhinken zwingen.

Teilweise löst der Abrieb in den Gelenken Gelenkreizungen mit Ergussbildung und Schwellung aus. Die Entzündung vermindert oder verzögert die Gelenkschmierung. Nach dem Aufwärmen können die Fußschmerzen wieder verschwinden. Damit treten diese Schmerzen häufig als Anlaufschmerzen im Fuß auf. Sie heilen jedoch meist nach entsprechender Schonung wieder folgenlos von alleine aus.

Fast jeder leidet in seinem Leben einmal an überlastungsbedingten Fußschmerzen. Meist sind diese relativ harmlos und vergehen nach kurzer Zeit von alleine wieder.

Gehen die Schmerzen nicht nach 3 Tagen wieder zurück, kann eine ernstzunehmende Ursache dahinterstecken. Man sollte dann an eine Marschfraktur bzw. Stressfraktur oder an eine Sehnenreizung denken (z. B. Achillessehnenentzündung).

Stressfraktur (Marschfraktur): Fehl- und Überbelastung

Stressfraktur des 2. MittelfußknochensRöntgenbild: Am 2. Mittelfußknochen ist eine Marschfraktur bzw. Stressfraktur sichtbar. © Gelenk-Klinik

Häufig treten Fußschmerzen nach langanhaltenden Belastungen beim Wandern oder Joggen auf: Bei der Marschfraktur bzw. Stressfraktur erfolgt ein Ermüdungsbruch aufgrund der immer wiederkehrenden Dauerbelastung der Knochen. Meist sind die Mittelfußknochen betroffen. Die Marschfraktur ist von Schwellungen und stechenden Schmerzen beim Auftreten begleitet. Diese Symptome treten meist von einem Augenblick auf den nächsten auf.

Achillessehnenentzündung (Achillodynie)

Die Achillessehne ist die stärkste Sehne im menschlichen Körper. Sie verbindet den Wadenmuskel mit dem Fersenbein und sorgt für die Kraftübertragung und Dämpfung beim Laufen und Springen. Plötzliche Belastungswechsel reizen die Achillessehne, wodurch sie sich schmerzhaft entzündet. Auch eine Fehlstellung des Fersenbeins kann zu Schmerzen am Ansatzpunkt der Achillessehne führen. Die Kraftwirkung wird dann nicht mehr optimal übertragen. Eine Achillessehnenentzündung kann unbehandelt zur Ruptur (Riss) der Achillessehne führen.

Fersensporn als Ursache für Fersenschmerzen

Der Fersensporn gehört zu den Sehnenansatzentzündungen (Ansatztendinopathien). Sowohl der Achillessehnenansatz am Fersenbein (oberer Fersensporn) als auch der Ansatz der großen Fußsohlensehne (Plantarsehne) am Fersenbein (unterer Fersensporn) können betroffen sein.

Bänderriss: Umknicktrauma und Unfall

Bei einem Trauma oder Unfall besteht häufig wenig Interpretationsspielraum. Der Patient erinnert sich meistens an den Vorgang, sodass die Ursache schnell identifiziert ist. Die häufigste Verletzung unter Beteiligung des Fußes sind Außenbandrisse, Innenbandrisse und der Riss des Syndesmosebandes.

Schwellung und Schmerzen am Fußrücken (Spann)

Fußwurzelarthrose: Arthrose des Lisfranc-Gelenks Man unterteilt den Fuß in die Abschnitte Zehen, Mittelfuß und Fußwurzel. An der Fußwurzel sind meist die vorderen Gelenke – die Tarsometatarsalgelenke (Lisfranc-Gelenke) zwischen Fußwurzel und Mittelfußknochen – schmerzhaft überlastet. Die Fußwurzelgelenke sind sehr straff eingestellte Gelenke. Sie behalten immer ihre Form und geben bei Belastung nur leicht federnd nach. Verletzungen dieser Gelenke werden sehr häufig übersehen. Sie haben ein hohes Potential, bei nicht angemessener Behandlung chronische, starke Fußschmerzen zu verursachen. © Viewmedica

Am Fußrücken machen sich Probleme der Fußwurzelgelenke (Tarsometatarsalgelenke) bemerkbar. Diese Gelenke sind durch Sehnen und Bänder verbunden. Bei ungewohnten Laufbelastungen kann dieser Bereich am Fußrücken deutlich anschwellen und schmerzen. Ursächlich können nach einer Überlastung beim Laufen oder Wandern eine Sehnenscheidenentzündung, eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis) oder die Bildung eines Ganglions (Aussackung der Sehnenscheide) der Fußsehnen sein.

Da die straffen Fußwurzelgelenke ihre ursprüngliche Form schnell verlassen, kann auch eine Störung des Fußlängsgewölbes (Knick-Senkfuß) zu einer akuten, schmerzhaften Überlastung führen. Hochlegen, Schonung, Kühlung und entzündungshemmende Medikamente sind erste Maßnahmen zur Behandlung der Sehnen- und Weichteilüberlastung am Fußrücken.

Stützende Einlagen oder eine Verbesserung des Fußgewölbes durch Fußgymnastik und Kräftigung der vorderen Wadenmuskulatur können die Belastbarkeit des Fußgewölbes erhöhen.

Davon zu unterscheiden sind schwerwiegende Störungen im Mittelfuß durch Arthrose (Gelenkverschleiß) der Lisfranc-Gelenke: Die Fußwurzelgelenkarthrose führt ebenfalls zu Schmerzen am Fußrücken. In fortgeschrittenen Fällen von Fußwurzelarthrose kann häufig nur noch eine operative Versteifung (Arthrodese) der Fußgelenke die Belastbarkeit wiederherstellen.

Auch Nerveneinklemmungen wie das vordere Tarsaltunnelsyndrom können belastungsabhängige Schmerzen am Fußrücken verursachen.

Überlastungsschmerzen durch Fußfehlstellungen oder Übergewicht

Podometrie, PedobarografieMit einer Fußdruckmessung kann der Arzt den Bewegungsablauf des Fußes genau untersuchen: Rote Flächen sind einem hohen Druck ausgesetzt und blaue Flächen einem niedrigen Druck.

In Verbindung mit einer Fehlstellung des Fußes (Spreizfuß oder Knick-Senkfuß) tritt wesentlich früher eine Überlastung oder Sehnenreizung auf. Das Abrollverhalten des Fußes ist gestört.

Durch einen Hallux valgus (schmerzhafter Ballenzeh) kann sich die Gewichtsbelastung vom großen Zeh auf die sonst weniger belasteten Kleinzehen verschieben. Die dadurch ausgelösten Mittelfußschmerzen bezeichnet der Spezialist als Transfermetatarsalgie.

Um diese Mechanismen zu verstehen, reicht eine Röntgen- oder MRT-Untersuchung häufig nicht aus. Der Orthopäde will den Bewegungsablauf untersuchen, bevor er die Fußschmerzen richtig beurteilen kann. Man bezeichnet das als funktionelle Fußdiagnostik. Der Fußspezialist erkennt atypische Bewegungsabläufe der Füße mit einer Fußdruckmessung (Podometrie, Pedobarografie) oder einer dynamischen Ganganalyse.

Auch Übergewicht kann den Fuß beim langen Stehen oder Gehen statisch überlasten.

Druckstellen, Hühneraugen und Schwielen

Diese Symptome treten als Folge einer Überlastung auf. Nicht unbedingt sind Wandern oder Joggen Auslöser für die Überlastung. Auch ungeeignete Schuhe können ursächlich sein (zu eng oder zu klein, zu hohe Absätze, nicht dämpfende Sohlen). Ebenso führen Fehlstellungen des Fußgewölbes zu einer häufig schmerzhaften Überlastung von Knochen, Sehnen und Bindegeweben im Fuß. Ein typisches Symptom sind Schwielen an der Fußsohle (Hühneraugen), die beispielsweise bei einem Spreizfuß auftreten.

Hallux valgus: Fußschmerzen am Ballen

Der Hallux valgus ist eine weit verbreitete Fehlstellung der Großzehe.Der Hallux valgus ist eine weit verbreitete Fehlstellung, bei der die Großzehe nach außen abweicht. © Gelenk-Klinik

Der Hallux valgus ist eine Folge des Spreizfußes. Die abgespreizte Großzehe kann zu schmerzhafter Arthrose im Großzehengrundgelenk führen (Hallux rigidus). Häufig entzünden sich die Schleimbeutel im Bereich des Fußballens und schwellen schmerzhaft an (Bursitis). Dadurch verstärkt sich die bei Hallux valgus vorhandene Exostose noch und es entstehen – vor allem bei Konflikt mit den Schuhen – starke Schmerzen. Weitere Auffälligkeiten, die aus Vorfußerkrankungen resultieren, sind Hammer- und Krallenzehen. Das sind Fehlstellungen der Kleinzehen, die durch die Schiefstellung der Großzehe und die Überlastung der Kleinzehen begünstigt werden. Als besondere Zehenfehlstellung der Kleinzehe gilt der Schneiderballen: Der kleine Zeh ist dabei im Zehengrundgelenk abgeknickt und verursacht wie der Hallux valgus eine Exostose (Überbein) am Grundgelenk, die sich schmerzhaft entzünden kann (Bursitis).

Schneiderballen: Fußschmerzen an der Außenseite

SchneiderballenSchneiderballen (Digitus quintus varus): Die kleine Zehe weicht nach innen in Richtung Großzeh ab. © Gelenk-Klinik

Der Schneiderballen ist eine Fehlstellung des kleinen Zehs. Ähnlich wie beim Hallux valgus bildet sich ein Überbein (Exostose) und die Kleinzehe weicht nach innen in Richtung des großen Zehs ab. Durch die verstärkte Reibung am Schuh entstehen Druckstellen, Schleimbeutelentzündungen über dem Grundgelenk und Fußschmerzen an der Außenseite. Häufig bilden sich in dem Bereich Schwielen (Hühneraugen). Ursächlich ist meist eine Spreizfußfehlstellung.

Fußschmerzen an der Innenseite bei Knick-Senkfuß-Fehlstellung

Die Knick-Senkfuß-Fehlstellung führt zu einem Absinken des Fußlängsgewölbes. Die Zehen weichen dabei nach außen ab. Bei Erwachsenen ist die Ursache des Knick-Senkfußes meist eine geschwächte Tibialis-posterior-Sehne (Sehne des hinteren Schienbeinmuskels). Sie leistet einen entscheidenden Beitrag zur Stabilisierung des Fußlängsgewölbes. Ist sie verletzt oder geschwächt, kommt es zu Fußschmerzen auf der Innenseite und am Innenknöchel. Der erworbene Knick-Senkfuß tritt meist im Alter von 40–50 Jahren erstmals auf und kann unter Belastung sehr schmerzhaft werden.

Fußschmerzen nachts: Arthrose der Fuß- und Zehengelenke

Der Fuß besteht aus vielen, durch bewegliche Gelenke verbundenen einzelnen Knochen. Diese Gelenke können – vor allem bei Fußfehlstellungen oder nach Knochennekrose (Absterben des Knochengewebes) – Arthrose (Gelenkverschleiß) entwickeln. Die typischen Zeichen einer Arthrose sind anfangs Anlaufschmerzen. Bei entzündlich aktivierter Arthrose kommt es häufig auch zu nächtlichen Fußschmerzen. Wichtige Arthrose-Erkrankungen im Fußbereich sind:

Knochennekrose (Osteonekrose) im Fußbereich

Bei der Knochennekrose der Zehengelenke (Morbus Köhler) stirbt das Knochengewebe der Fußwurzelknochen im Bereich der Zehengrundgelenke ab. Diese verlieren durch die Nekrose Ihre Form und beginnen zu schmerzen. Im Laufe des Lebens können Patienten mit Osteonekrose auch Arthrose entwickeln.

Auch am Talus (Sprungbein) kann sich eine Osteonekrose entwickeln. Sie verursacht einen dumpfen, tiefliegenden, chronischen Schmerz tief im Sprunggelenk. Häufig ist ein Unfall (Trauma) der Auslöser für die Talusnekrose.

Brennende Fußschmerzen oder Taubheit durch Nervenkompression

Die Kompression der Fußnerven ist eine Quelle für Fußschmerzen.Ansicht des Fußes von der Fußsohle aus: Die zahlreichen Nerven tragen zur Sensibilität und Geschicklichkeit des Fußes bei. Werden diese Nerven eingeklemmt, entstehen neurogene (nervenbedingte) Fußschmerzen. Dazu zählen das Morton Neurom, das Tarsaltunnelsyndrom und die Kompression des Baxter-Nervs an der Ferse. © Viewmedica

Am Fuß verlaufen zahlreiche Nerven, die dieses wichtige Bewegungsorgan mit Gefühls- und Steuerungssignalen für Muskeln und Gleichgewicht versorgen. Nerveneinklemmungen oder Nervenverletzungen verursachen ein weites Spektrum an Missempfindungen. Die Schmerzen können von dumpfen Schmerzen und Taubheit (eingeschlafene Füße oder Zehen) bis zu brennenden oder scharfen Schmerzen reichen, die jeden Schritt zur Qual machen.

Morton Neurom oder Morton Neuralgie

Untersuchung des Morton NeuromsKlinische Untersuchung eines schmerzhaften Morton Neuroms durch Tastuntersuchung. © Gelenk-Klinik

Der Name Neurom ist etwas irreführend: Es handelt sich beim Morton Neurom nicht um eine Gewebswucherung der Nervenzelle. Vielmehr schwillt bei dem Nervenkompressionssyndrom die Hülle der beiden Nervenäste des Plantarnervs an der Fußsohle an. Durch die Bildung einer bindegewebigen Geschwulst wird schmerzhafter Druck auf den Nerv ausgeübt. Häufig fühlt es sich an, als hätte man eine Murmel im Schuh.

Tarsaltunnelsyndrom: Fußschmerzen an der Innenseite

Anatomie des TarsaltunnelsyndromsAnatomie des Tarsaltunnels: Die Fußsohle wird von verschieden Nerven versorgt, die durch den Tarsaltunnel verlaufen und in den Fuß ziehen. Diese Nerven sind die einzige Kontaktstelle zum Boden bei aufrechtem Gang und Stand. Die Gefühlswahrnehmung ist sehr wichtig für die Steuerung des Gleichgewichts. © Dr. Thomas Schneider

Der Tarsaltunnel ist eine enge Durchtrittsstelle für den im Fuß weit verzweigten Schienbeinnerven (Tibialisnerv). Wenn Knochen und Bänder die Durchtrittsstelle im Bereich des Sprunggelenks stark einengen, entstehen die für Nervenkompressionen typischen brennenden Fußschmerzen im Versorgungsgebiet des Tibialisnerven. Die Schmerzen betreffen meist den Bereich des Fußrückens oder die ersten beiden Zehen. Da der Nerv im Bereich des Innenknöchels durch Knochen und Bänder eingeengt wird, kommt es häufig zu Fußschmerzen an der Innenseite des Fußes. Häufig verstärkt das Tragen hoher, eng geschnürter Schuhe (Wanderschuhe, Skistiefel oder Skischuhe) das Tarsaltunnelsyndrom.

Einklemmung des Baxter-Nervs

Eine Einklemmung des Baxter-Nervs, meist durch Muskelwachstum und resultierende Nervenkompression, verursacht Nervenschmerzen und wird oft mit dem Fersensporn verwechselt.

Bandscheibenvorfall mit eingeklemmtem Nerv

Nerveneinklemmungen müssen nicht im Bereich des Fußes erfolgen, um brennende Schmerzen, Taubheit und Ameisenlaufen im Fuß auszulösen. Alle peripheren Nerven entspringen an den Nervenwurzeln der Wirbelsäule aus dem Rückenmark. Entsteht im Rückenmark, etwa durch eine Spinalkanalstenose (Verengung des Wirbelkanals) oder einen Bandscheibenvorfall eine Nerveneinklemmung (Nervenkompression), können die Folgen entlang des gesamten Versorgungsgebietes des Nerven bis in den Fuß hinabreichen. Es entstehen Missempfindungen, Schmerzen und Taubheit.

Stoffwechselerkrankungen als Ursache von Fußschmerzen nachts

Durchblutungsstörungen sind häufig ursächlich für FußschmerzenIn dieser Abbildung sind die Arterien rot und die Venen des Fußes grau dargestellt. Durchblutungsstörungen als Folge von Stoffwechselerkrankungen verursachen häufig Fußschmerzen. Dazu gehören vor allem die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) oder der diabetische Fuß. © Viewmedica

Störungen des Stoffwechsels oder der Durchblutung können die Nerven im Bereich der Füße schädigen und Wundheilungsstörungen verursachen. Bei Gicht treten häufig nachts Fußschmerzen im Bereich des Großzehengrundgelenks auf. Der große Zeh ist geschwollen und überwärmt. Die Störung des Harnsäurestoffwechsels führt dazu, dass sich Harnsäurekristalle im Gelenk ablagern.

Stoffwechsel- und durchblutungsbedingte Ursachen für Fußschmerzen sind:

  • Gicht: Störung des Harnsäurestoffwechsels
  • Diabetes mellitus: begünstigt Wundheilungsstörungen
  • Schaufensterkrankheit (pAVK): Verstopfung der Arterien in den Extremitäten
  • Nervenschäden (Polyneuropathie): schmerzhafte Schäden an den peripheren Nerven (können ebenfalls durch Stoffwechseldefizite ausgelöst werden)
  • Alkoholmissbrauch: Entstehung von Schmerzen durch die toxische Wirkung von Alkohol auf Nerven und Gewebe

Dermatologische Ursachen für Fußschmerzen

Nicht nur die Bewegungsorgane und der Stoffwechsel, sondern auch Haut und Zehennägel können Ursache der Fußschmerzen sein.

  • eingewachsener Zehennagel
  • Fußinfektionen, Fußpilz

Entzündliche Erkrankungen als Ursache für Fußschmerzen

  • Hautkrankheiten und Wundheilungsstörungen, z. B. der diabetische Fuß, können ursächlich für Fußschmerzen sein.
  • rheumatoide Arthritis: Rheuma ist im engeren Sinn eine entzündlich wirkende Autoimmunerkrankung, die die Fußgelenke angreifen kann.

Fachärztliche Untersuchung von Fußschmerzen

Untersuchung des Fußes und Sprunggelenks durch den OrthopädenDer Orthopäde untersucht Fuß und Sprunggelenk. Er achtet dabei auf Schmerzen, Gefühlsstörungen und Bewegungseinschränkungen. © Gelenk-Klinik

Fußschmerzen sind häufig schwer einzuordnen. Die Füße gehören zu den komplexesten Bewegungsorganen des Menschen. Wenn nicht gerade ein Unfall geschehen ist, der den Schmerz erklärt, hilft häufig nur eine spezialisierte Untersuchung durch den Orthopäden, um die Ursache der Fußschmerzen abzuklären. Wir wollen Ihnen dabei helfen, ihre Schmerzen und Beschwerden besser zu verstehen.

Einen orthopädischen Facharzt sollten sie aufsuchen, wenn die Schmerzen länger als drei Tage anhalten, sie unter Belastung zunehmen oder sie im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen stehen. Wenn die Schmerzen in den Füßen die Beweglichkeit einschränken, zusätzlich die Körpertemperatur erhöht und die Hautoberfläche rötlich verfärbt oder ein Gelenk geschwollen ist, sollten Sie möglichst schnell zum Arzt gehen.

Im Arztgespräch erkundigt sich Ihr Arzt, seit wann die Fußschmerzen bestehen. Ab 3 Monaten geht man von chronischen Fußschmerzen aus.

Wenn ein Unfall, eine Überlastung oder eine Sportverletzung vorliegt, teilen Sie dem Arzt alles über das auslösende Ereignis mit.

Der Arzt sieht sich zudem Ihre Schuhe an. Einseitiger Abrieb an der Schuhsohle lässt Rückschlüsse auf Ihr Abrollverhalten und Ihre Fußstellung beim Gehen zu. Eine computergestützte Fußdruckmessung (Pedobarografie oder Podometrie) kann das Abrollverhalten oder die Gewichtsverteilung beim Stehen genau bestimmen.

Sofort zum Arzt, wenn...

  • die Schmerzen länger als 3 Tage andauern.
  • eine Gehbehinderung vorliegt.
  • die Schmerzen zunehmen.
  • der Fuß stark geschwollen ist.
  • ein Bluterguss (Hämatom) sichtbar ist.
  • der Fuß überwärmt ist.
  • eine entzündliche Erkrankung vorliegt.
  • Sie an Fehlstellungen des Fußes und Fußgewölbes leiden.

Mit Vibrationsgeräten (Stimmgabel) und anderen Methoden untersucht der Fußspezialist Tastsinn und Nervenfunktion im Fuß. Beobachtungen verschiedener Übungen wie Fersengang oder Zehenspitzengang erlauben Rückschlüsse auf die Funktion verschiedener Sehnen und Bänder im Fuß und im Unterschenkel. Laboruntersuchungen können abklären, ob Stoffwechselprobleme oder Infektionen ursächlich für die Fußschmerzen sind.

Konservative Behandlung

Betroffene sollten versuchen, eine Überlastung der Füße durch langes Stehen oder Gehen und durch Fehlbelastung zu vermeiden. Bequemes, gut passendes Schuhwerk mit Einlagen und dämpfendem Absatz unterstützt diese Maßnahme. Hilfreich ist Fußgymnastik zur Stärkung der Muskulatur und zur Dehnung der Waden und Fußsohlen. Auch Fußbäder, Fußmassagen und Gewichtsreduktion beeinflussen die Fußschmerzen positiv.

Akut auftretende Fußschmerzen durch Fehl- oder Überbelastung verschwinden in der Regel von selbst wieder. Manchmal muss der Fuß durch Bandagen, Salben- oder Gipsverbände ruhiggestellt werden, damit er sich wieder erholen kann. Starke Schmerzen lassen sich mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln lindern. Die Ursache wird dadurch aber nicht behoben. Bei Schmerzen in den Fußgelenken helfen örtliche Betäubungsmittel oder Kortisonpräparate, die der Arzt in das Gelenk spritzt. In einigen Fällen lindert nur eine Operation die Fußschmerzen. Über die geeignete Therapieform berät der Orthopäde ausführlich.

Je nach Art und Schwere des Defekts erzielt man mit konservativen Behandlungsmethoden wie Fußgymnastik, Großzehenadduktion, medikamentöser Behandlung, speziellen Schienen und Schuhzurichtung ein gutes Resultat. Leider suchen viele Patienten erst dann einen Arzt auf, wenn sie schon erhebliche Fehlstellungen an den Füßen haben.

OP-Verfahren zur Behandlung von Fußschmerzen

Wenn die Schmerzsymptomatik nicht abklingt, hilft nur eine Operation. Die OP soll die Zugwirkungen im Fuß ausgleichen, die Pronation (Einwärtsdrehung) aufheben und die Kongruenz (Passgenauigkeit der einzelnen Flächen im Fuß) wiederherstellen. Dies führt wiederum zu einer Balance der Muskeln, insbesondere der Adduktoren.

Die sogenannte Chevron-Osteotomie ist beispielsweise ein gängiges Verfahren zur Korrektur des Hallux valgus. Daneben gibt es noch weitere Verfahren, die je nach Art der Fehlstellung geeignet sind, auch große Winkelabweichungen zu beheben.

Fußgymnastik: Übungen zur Kräftigung der Fußmuskulatur und Rehabilitation nach der Fuß-OP

Bei der Nachbehandlung kommt es darauf an, die muskuläre Balance wiederherzustellen und den Fuß ausreichend zu stabilisieren und zu kräftigen. Dies können mobilisierende Übungen und Massagen oder spezielle Hilfsmitteln erreichen. Nicht nur die Fußmuskulatur selbst, sondern auch die Wadenmuskulatur sollte durch spezielle Übungen gestärkt werden.

Übung 1: Gewölbe bauen

Übung bei Knick-Senkfuß: Gewölbe bauenÜbung bei Knick-Senkfuß: Gewölbe bauen. © Gelenk-Klinik

Übungsziel: Kräftigung der kurzen Fußmuskulatur zur Verbesserung des Längsgewölbes.

Ausgangsstellung: Sitz. Der Fuß ist unbelastet, flächig auf dem Boden platziert.

Ausführung: Ziehen Sie die Zehengrundgelenke kräftig zurück in Richtung Ferse. Sie können beobachten, wie sich das Fußlängsgewölbe hebt. Achten Sie darauf, dass Sie nicht mit den Zehen krallen und dass Groß- und Kleinzehenballen Kontakt zum Boden haben.

Führen Sie 1–2 Minuten eine rhythmische, federnde Bewegung durch.

Übung 2: Kräftigung der kurzen Fußmuskulatur

Übung bei Knick-Senkfuß: Kräftigung der kurzen FußmuskulaturÜbung bei Knick-Senkfuß: Kräftigung der kurzen Fußmuskulatur. © Gelenk-Klinik

Übungsziel: Kräftigung des Längsgewölbes.

Ausgangsstellung: Stand: Das eine Ende des Gymnastikbandes ist unter dem äußeren Drittel der Ferse platziert, das andere Ende unter dem Großzehengrundgelenk. Bringen Sie nun das Gymnastikband auf Spannung.

Ausführung: Achten Sie darauf, dass Sie besonders an den Punkten des Gymnastikbandes fest verwurzelt sind. Auch Kleinzehenballen und die Zehen sollten einen satten Kontakt zum Boden haben. Richten Sie Ihr Längsgewölbe auf, ohne die Enden des Gymnastikbandes zu verlieren.

Übung 3: Kräftigung der tiefen Schienbeinmuskulatur

Übung bei Knick-Senkfuß: Kräftigung des Musculus tibialis posteriorÜbung bei Knick-Senkfuß: Kräftigung des Musculus tibialis posterior. © Gelenk-Klinik

Übungsziel: Kräftigung des Musculus tibialis posterior

Ausgangsstellung: Sitz. Ein Gymnastikband wird seitlich auf Höhe des Fußes befestigt. Wickeln Sie das Band so um den Vorfuß, dass der Zug des Bandes von außen kommt. Positionieren Sie Ihren Fuß in Vorspannung.

Ausführung: Ziehen Sie das Band mit dem Fuß nach innen. Der Fuß sollte zu Beginn der Übung leicht ausgestreckt sein. Die Zehen können verstärkend mitaktiviert werden. Ein Einkrallen ist möglich.

Überprüfung: Der markierte Bereich an der Unterschenkelinnenseite muss sich bei der Übung anspannen. Dies lässt sich tasten.

Übung 4: Kräftigung der tiefen Wadenbeinmuskulatur

Übung bei Knick-Senkfuß: Kräftigung des Musculus peroneus longusÜbung bei Knick-Senkfuß: Kräftigung des Musculus peroneus longus. © Gelenk-Klinik

Übungsziel: Kräftigung des Musculus peroneus longus

Ausgangsstellung: Sitz. Das Knie des betroffenen Fußes ist nach außen gekippt und bleibt dort während der gesamten Übung. Der Fuß liegt auf dem Außenrand auf dem Boden. Schieben Sie das Ende des Gymnastikbandes unter das äußere Drittel der Ferse und ziehen Sie dann eine Schlaufe um das Großzehengrundgelenk. Führen Sie das Band nach außen und halten oder fixieren Sie es dort.

Ausführung: Drücken Sie das Großzehengrundgelenk zum Boden und achten Sie darauf, dass das Knie außen bleibt und die Ferse nur außen belastet ist.

Übung 5: Belastungsverteilung der Fußsohle

Hilfsmittel: Stab/Besenstiel etc.

Übungsziel: Erlernen einer normalen Belastung Ihres verletzten Fußes

Ausgangsstellung: Stand

Durchführung: Führen Sie Pendelbewegungen des Körpers nach vorne/hinten und rechts/links durch. Erspüren Sie die Hauptbelastungszonen, Auflageflächen, Hohlräume und den Spannungszustand der Zehen.

Hinweise: Vergleichen Sie die Änderungen der Druckverteilung zwischen rechtem und linkem Vor- und Rückfuß sowie Außen- und Innenseite.

Variante: Führen Sie die Übung mit geschlossenen Augen durch.

Belastungsverteilung nach vorneBelastungsverteilung nach vorne. © Gelenk-KlinikBelastungsverteilung nach hintenBelastungsverteilung nach hinten. © Gelenk-KlinikBelastungsverteilung nach rechtsBelastungsverteilung nach rechts. © Gelenk-KlinikBelastungsverteilung nach linksBelastungsverteilung nach links. © Gelenk-Klinik

Übung 6: Fuß schleifen im Sitz

Hilfsmittel: Handtuch

Übungsziel: Verbesserung der Beweglichkeit im Sprunggelenk

Ausgangsstellung: Sitz evtl. mit Handtuch unter dem betroffenen Fuß

Durchführung: Schieben Sie mit leichtem Druck den Fuß vor und zurück. Achten Sie darauf, dass Groß- und Kleinzehenballen sowie die Ferse guten Kontakt zum Boden halten und der Fuß senkrecht unter der Kniescheibenspitze verläuft.

Übung zur Verbesserung der Beweglichkeit im SprunggelenkÜbung zur Verbesserung der Beweglichkeit im Sprunggelenk. © Gelenk-Klinik

Übung 7: Stabilität auf dem Wackelkissen

Übungsziel: Verbesserung der Koordination

Hilfsmittel: schräggestellte Matte/Kissen

Ausgangsstellung: hüftbreiter Stand mit leicht gebeugten Knien, die Arme hängen locker neben dem Körper

Ausführung: Bleiben Sie möglichst ruhig auf der Fläche stehen. Variieren Sie die Beugestellung der Kniegelenke.

Steigerung: Führen Sie die Übung im Einbeinstand durch.

Knie sind leicht gebeugt.Knie sind leicht gebeugt. © Gelenk-KlinikVeränderung der Beugestellung der KniegelenkeVeränderung der Beugestellung der Kniegelenke. © Gelenk-Klinik

Übung 8: Ausrichtung des Fersenbeins

Fersenpendel: Übung zur Verbesserung eines Knick-SenkfußesÜbung: Das Fersenpendel reguliert die Stellung des Fersenbeins. © Gelenk-Klinik.de

Übungsziel: Bewusste Regulierung der Fersenbeinstellung

Ausgangsstellung: Stand, die Füße stehen hüftbreit auseinander.

Durchführung: Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf beide Fersen. Führen Sie abwechselnd eine rhythmische Gewichtsverlagerung des Rückfußes (Ferse) auf die Außenkante/Innenkante durch. Langsam mit den Pendelbewegungen kleiner werden, bis die Achillessehne gerade/senkrecht eingestellt ist. Die Ferse sollte nun tendenziell auf der äußeren Seite belastet sein. Versuchen Sie diese Fußstellung immer wieder in Ihrem Alltag einzunehmen.

Übung 9: Kräftigung der Außenbänder

Übungsziel: Kräftigung des Musculus Peroneus tertius und der Zehenstrecker

Ausgangsstellung: Sitz auf einem Stuhl mit ausgestreckten Bein. Befestigen Sie eine Gummibandschleife vor dem Fuß in Verlängerung des Beines. Der Fuß wird in Vorspannung positioniert.

Ausführung: Ziehen Sie das Band mit dem Fuß nach oben. Wichtig ist hierbei die Hebung des Fußaußenrandes. Der Fuß sollte zu Beginn der Übung leicht ausgestreckt sein und dann kontinuierlich angezogen werden.

Überprüfung: Der markierte Bereich an der Unterschenkelinnenseite muss sich bei der Übung spürbar anspannen.

Fuß in Vorspannung positionierenFuß in Vorspannung positionieren. © Gelenk-KlinikBand mit dem Fuß nach oben ziehenBand mit dem Fuß nach oben ziehen. © Gelenk-Klinik

Übung 10: Verbesserung der Koordination im Sprunggelenk

Übungsziel: Verbesserung der Koordination und Kräftigung der Fuß- und Beinmuskulatur

Ausgangsstellung: Stand

Ausführung: Bringen Sie Ihr Körpergewicht auf den betroffenen Fuß und achten Sie darauf, dass die Ferse gerade ist (Achillessehne steht senkrecht). Das Fußgewölbe ist aufgerichtet. Das leicht gebeugte Knie befindet sich lotrecht über dem Vorfuß. „Tappen“ Sie nun mit dem freien Bein in einem Dreieck hin und her. Achten Sie darauf, dass das Standbein stabil stehen bleibt.

Mit dem Fuß nach vorne tappenMit dem Fuß nach vorne tappen. © Gelenk-KlinikMit dem Fuß zur Seite tappenMit dem Fuß zur Seite tappen. © Gelenk-KlinikMit dem Fuß nach hinten tappenMit dem Fuß nach hinten tappen. © Gelenk-Klinik

Übung 11: Kräftigung der Fuß- und Beinmuskulatur

Übungsziel: Verbesserung der Koordination und Kräftigung der Fuß- und Beinmuskulatur

Ausgangsstellung: Stand

Ausführung: Springen Sie zunächst langsam von einem auf das andere Bein. Achten Sie darauf, dass der Fuß stabil bleibt und nicht zu sehr wegknickt. Steigern Sie das Tempo.

Belastung des rechten FußesBelastung des rechten Fußes. © Gelenk-KlinikBelastung des linken FußesBelastung des linken Fußes. © Gelenk-Klinik

Übung 12: Verbesserung der Schutzreflexe im Sprunggelenk

Übungsziel: Verbesserung der Koordination und der Schutzreflexe im Sprunggelenk

Ausgangsstellung: hüftbreiter Stand auf einem Kreisel

Ausführung: Balancieren Sie Ihr Gleichgewicht auf dem Kreisel aus. Am Anfang bietet es sich an, sich mit den Händen an einem Geländer o. Ä. festzuhalten.

Fortgeschrittene können die Schwierigkeit erhöhen, indem sie:

  1. Einen schwereren Ball zwischen den Händen mit großen Bewegungen hin und hergeben. Achten Sie darauf, dass Rumpf und Beine dabei stabil stehen bleiben.
  2. Leichte Kniebeugen machen.
  3. Das Gewicht des Oberkörpers verändern, indem Sie sich langsam in der Hüfte beugen und strecken.
  4. Die Übungen einbeinig durchführen.
Gleichgewicht auf dem Kreisel ausbalancierenGleichgewicht auf dem Kreisel ausbalancieren. © Gelenk-KlinikeinbeinigÜbung einbeinig durchführen, um die Schwierigkeit zu erhöhen. © Gelenk-Klinik

Übung 13: seitlicher Zug mit dem Theraband zur Stabilisierung des Sprunggelenks

Ausgangsstellung: Befestigen Sie das Gymnastikband dicht über dem Boden an einem stabilen Haltepunkt (z. B. Heizung). Nehmen Sie das andere Ende des Gymnastikbandes in die Hand. Stellen Sie sich nun so seitlich zum Ankerpunkt, dass das betroffene Bein näher am Haltepunkt ist. Ihr Körpergewicht lastet auf dem betroffenen Bein.

Durchführung: Ziehen Sie mit dem Arm der nicht betroffenen Seite das Gymnastikband nach schräg oben außen. Achten Sie darauf, dass das Knie des Standbeines immer lotrecht über dem Fuß bleibt und nicht nach innen fällt. Knicken Sie mit dem Fuß nicht nach innen weg.

Seitlicher Zug mit dem Theraband: AusgangspositionAusgangsposition einnehmen. © Gelenk-KlinikeinbeinigSeitlicher Zug mit dem Theraband im Einbeinstand. © Gelenk-Klinik
Literaturangaben
  • Geigner, B. (2019). Konservative Therapie häufiger orthopädischer Fußkrankheiten. Orthopädie & Rheuma, 22(2), 43–47.
  • Hawke, F., Burns, J., Radford, J. A. & du Toit, V. (2008). Custom-made foot orthoses for the treatment of foot pain. Cochrane database of systematic reviews (Online), CD006801.
  • Hermann, W., & Tinta, C. (2017). Der neuropathische Fußschmerz und seine Differenzialdiagnosen. Nervenheilkunde, 36(08), 634–345.
  • Krome, S. (2016). Diabetisches Fußsyndrom–Nonadhärenz bei Entlastungsorthesen. Diabetologie und Stoffwechsel, 11(05), 316–318.
  • Niethard, F. U., Pfeil, J. & Biberthaler, P. (2009). Orthopädie und Unfallchirurgie. Stuttgart: Thieme.
  • Putz, C., Hagmann, S., & Dreher, T. (2018). Bildgebende Diagnostik des Fußes. Der Radiologe, 58(5), 400–405.
  • Schievink, F. (2017). Orthopädieschuhtechnische Versorgung mit Einlagen und orthopädischen Schuhzurichtungen. Fuß & Sprunggelenk, 15(4), 217–224.
  • Springer, F., Horger, M., Al-Badayneh, B., & Albtoush, O. M. (2019, March). Stressfrakturen der unteren Extremität. RöFo-Fortschritte auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen und der bildgebenden Verfahren, 191(3), 173–178.
  • Valderrabano, V., Engelhardt, M. & Küster, H. (2008). Fuß & Sprunggelenk und Sport: Empfehlungen von Sportarten aus orthopädischer und sportmedizinischer Sicht. Deutscher Ärzte-Verlag.
  • Wülker, N. (2005). Taschenlehrbuch Orthopädie und Unfallchirurgie. Stuttgart: Thieme.
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  • Do, 19.09.2019
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Dr Thomas Schneider, Facharzt für Orthopädie in Freiburg

Dr. med. Thomas Schneider
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

 
Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Chirurgie in Freiburg Dr. med. Martin Rinio
Facharzt für Orthopädie
Chirurgie und Unfallchirurgie