Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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Kniespezialist untersucht Knieschmerzen

Knieschmerzen – was tun?

Symptomcheck: Unter welchen dieser Knieschmerzen leiden Sie?

Nicht alle Knieschmerzen sind gleich: Die Lage der Knieschmerzen (innen, außen, hinter oder vor dem Knie) gibt einen sehr deutlichen Hinweis über die möglichen Ursachen. Ebenso lohnt es sich, die Situation, in der Knieschmerzen auftreten, genauer anzuschauen: Sind die Schmerzen nach einem Unfall oder Sturz plötzlich aufgetreten? Auch die Qualität des Schmerzes liefert deutliche Hinweise auf die mögliche Ursache: Ist der Schmerz dumpf und tiefliegend? Sind die Knieschmerzen nur vorübergehend und verschwinden nach kurzem "Warmlaufen" wieder? Im Folgenden zeigen wir verschiedene Schmerzqualitäten auf und nennen mögliche Ursachen, die genau zu diesen Schmerzen passen.

In welcher Situation schmerzt das Knie?

Einer der ersten Hinweise für die Diagnose von Knieschmerzen ist die Situation oder Bewegung, in der diese Schmerzen typischerweise auftauchen. Meist sind damit bestimmte Bewegungsabläufe und Alltagssituationen gemeint, in denen die Knieschmerzen besonders stark sind.

Lokalisation von Knieschmerzen: Wo tut es weh?

Jeder Knieschmerz ist anders. Ein wichtiger Hinweis für die Diagnostik ist die genaue Lage der Schmerzen. Wir unterscheiden Knieschmerzen auf der inneren (medialen) Seite des Kniegelenks von Knieschmerzen außen (lateraler Schmerz) und Knieschmerzen vorne (im Bereich der Kniescheibe) sowie Schmerzen in der Kniekehle (hinterer Knieschmerz). Jede dieser Lokalisationen von Knieschmerzen kann auf bestimmte Schmerzursachen zurückgeführt werden.

Schmerzqualität: stechende, brennende, dumpfe oder ausstrahlende Knieschmerzen

Es gibt unterschiedliche Schmerzqualitäten. Eine exakte Beschreibung der Knieschmerzen kann helfen, die genaue Ursache bei der Diagnose sinnvoll einzugrenzen.

Ursachen stechender Knieschmerzen: Trauma, Arthritis, Entzündung, Kniearthrose

Stechende Knieschmerzen weisen meist auf akute Verletzungen hin, häufig mit Ödembildungen (Wassereinlagerung im Knochen), oder auf akute Entzündungsvorgänge.

Stechende Knieschmerzen nach:

Ursache für Knieschmerzen nach einer Verletzung ist die natürliche Entzündungsreaktion des Kniegelenks. Diese soll Gewebetrümmer beseitigen. So schafft der Körper die Voraussetzungen für die Heilung der erlittenen Verletzung.

Häufig treten diese stechenden Schmerzen zusammen mit Schwellungen und Hämatomen (Blutergüssen) auf.

In das Knie ausstrahlende, stechende Schmerzen

Gründe für ausstrahlende Knieschmerzen:

Klagt ein Patient über Knieschmerzen, ist die Ursache nicht zwingend im Kniegelenk zu finden. Die Schmerzen können auch aus anderen Bereichen in das Kniegelenk hinein ausstrahlen.

Eine sehr anspruchsvolle Differentialdiagnose (Verdachtsdiagnose) ist das Erkennen einer Hüftarthrose (Coxarthrose), wenn diese zunächst als chronischer lateraler (äußerer) Knieschmerz aufgetreten ist.

Auch Nervenschmerzen können bis in das Kniegelenk ausstrahlen. Meistens ist eine Kompression des Ischiasnervs bzw. einer Nervenwurzel der Lendenwirbelsäule für diese ins Knie ausstrahlenden Nervenschmerzen verantwortlich. Eine angemessene neurochirurgische Untersuchung der Lendenwirbelsäule kann Klarheit bringen.

Ursachen dumpfer Knieschmerzen

Dumpfe Knieschmerzen weisen häufig auf chronische, unterschwellig verlaufende Krankheitsprozesse im Kniegelenk hin. Das kann ein Meniskusriss sein, der das Kniegelenk langfristig schädigt. Auch krankhafte Prozesse an den Knochen, z. B. die Unterbrechung der Blutzufuhr im Oberschenkelknochen bei Morbus Ahlbäck (Knochennekrose im Kniegelenk), können nach Abklingen der akuten Phase zu einem langwierigen Verlauf mit dumpfen Schmerzen führen.

Spürt der Patient die dumpfen Knieschmerzen eher vorne im Kniegelenk, direkt hinter der Patella (Kniescheibe), kann eine Patelladysplasie (Fehlform der Kniescheibe) vorliegen. Diese führt langfristig zu einer Knorpelschädigung (Chondromalazie) hinter der Kniescheibe.

Brennende Knieschmerzen: Arthritis, Ischiassyndrom, Nervenschädigung

Brennende Knieschmerzen bei:

Brennende Schmerzen haben auch im Kniegelenk häufig eine neurologische Ursache (Ursache im Nervensystem). Typischerweise treten brennende Schmerzen nach Nerveneinklemmungen oder nach Nervenreizungen auf. Diese Nervenreizungen können aus einem anderen Bereich des Körpers ins Knie ausstrahlen. Vor allem Bandscheibenvorfälle oder spinale Stenosen (Einengung von Rückenmark oder Nervenwurzeln) verursachen brennende Knieschmerzen.

Die Nervenschäden können aber auch lokal verursacht werden. Eine Schädigung der Nervenenden im Rahmen einer durch Diabetes oder Alkoholismus begünstigten Polyneuropathie (Schädigung der peripheren Nerven) können brennende Schmerzen im Knie und Bein auslösen.

Knieschmerzen mit Schwellungen im Kniegelenk

Relativ häufig treten Knieschmerzen gemeinsam mit Schwellungen auf. Schwellungen deuten immer auf eine Entzündung hin. Bei einer Schwellung sammelt sich Körperflüssigkeit entweder in der Umgebung oder in der Gelenkkapsel des Kniegelenks (Gelenkerguss) an. Die Entzündungen, die zur Schwellung führen, sind meist nicht bakteriell. Sie treten häufig aufgrund von Gewebeschäden auf. Mit Entzündungen versucht der Körper, Gewebetrümmer und Schäden zu beseitigen.

Schwellungen im Kniegelenk nach Trauma und Unfällen

Ursachen für traumatische Schwellungen:

In den meisten Fällen haben Verletzungen des Kniegelenks eine Schwellung zur Folge. Die Schwellung beruht auf einer Flüssigkeitsansammlung in der Gelenkkapsel des Kniegelenks oder in umliegenden Weichteilgeweben. Häufig treten diese Schwellungen gemeinsam mit stechenden Schmerzen und Berührungsempfindlichkeit auf.

Schwellung des Kniegelenks durch Überlastung

Schwellungen nach Überlastung durch:

Wenn bestimmte Gewebe überlastet sind, entzünden sie sich und schwellen an. Von der Überlastung sind häufig Muskeln und Sehnen betroffen. Aber auch die Gleitgewebe, die die Beweglichkeit dieser Strukturen unterstützen, können sich entzünden und schmerzhaft anschwellen. Das betrifft vor allem die Bursae (Schleimbeutel) über der Kniescheibe und das Gleitgewebe der Patellasehne.

Schwellung im Kniegelenk durch entzündliche Kniearthrose

Neben Unfällen verursachen vor allem chronische Krankheitsprozesse entzündliche Veränderungen mit schmerzhafter Schwellung im Kniegelenk. Entzündungen entstehen als Antwort auf Knorpelverschleiß oder Knorpelabrieb (Kniearthrose).

In vielen Fällen löst aber nicht mechanischer Knorpelabrieb, sondern eine rheumatische Entzündung die Schwellung im Knie aus. Rheuma ist ein Prozess, bei dem der Körper seine Abwehr gegen körpereigenes Gewebe richtet. Auch Stoffwechselstörungen wie z. B. Gicht (gestörter Harnsäurestoffwechsel) können Schwellungen und Entzündungen in Gelenken auslösen.

Akute oder chronische Knieschmerzen?

Akute Knieschmerzen treten plötzlich auf und werden häufig durch ein bestimmtes Ereignis, eine Überlastung oder ein Trauma (Verletzung) ausgelöst. Sie klingen meist ebenso schnell wieder ab.

Dauern die Knieschmerzen länger als sechs Wochen an, spricht man von chronischen Knieschmerzen.

Akute (plötzlich auftretende) Knieschmerzen nach traumatischen Verletzungen

Traumatische Ereignisse wie ein Sturz, eine Verdrehung (Distorsion) oder ein Aufprall führen meist sofort zu schmerzhaften Verletzungen im Kniegelenk. Häufig gehen solche akuten Verletzungen mit Schwellung (Gelenkerguß) und Entzündungsreaktion (Überwärmung) einher. Das Kniegelenk reagiert in der Regel unmittelbar nach der Verletzung mit diesen Symptomen. Die Untersuchung zur Abklärung der genauen Ursache erfolgt meist mithilfe von Ultraschall und MRT. Diese bildgebenden Verfahren können Weichteilgewebe gut darstellen. Die Beschreibung des genauen Unfallhergangs erleichtert die Diagnose akuter Knieschmerzen sehr.

Bei jungen Patienten sind Überlastung und Unfälle die häufigsten Ursachen von Knieschmerzen.

  • Verdrehung: Distorsion des Kniegelenks mit osteochondraler Läsion (Knochen-Knorpel-Schaden)
  • Prellung oder Schlag auf das Kniegelenk
  • akute Überlastung des Kniegelenks durch Dauertraining

Das Verdrehen des Kniegelenks kann verschiedene Strukturen im Knie schädigen. Ein typischer Hergang ist das Abknicken des Kniegelenks beim Skifahren. Eine solche Verletzung belastet alle Strukturen – Außenbänder, Kreuzbänder, Menisken und Gelenkknorpel. Es können Quetschungen oder andere Schäden entstehen. In der überwiegenden Mehrzahl aller Fälle von Knieverletzungen durch Distorsion werden mehrere Strukturen gleichzeitig verletzt.

Kreuzbandriss durch Verdrehung des Kniegelenks Ein akuter Kreuzbandriss ist meist die Ursache von Knieschmerzen nach Distorsion (Verdrehung des Kniegelenks). Die Kreuzbänder verlaufen innen im Kniegelenk und verbinden Oberschenkel und Unterschenkel. Zusätzlich kann eine Verdrehung auch Knorpel und Menisken beschädigen. © Henrie, Adobe Stock

Fokussiert sich der Arzt bei der Diagnose eines Kreuzband- oder Meniskusrisses nur auf den auffälligsten Befund, übersieht er weitere Schäden am Kniegelenk. Diese können zu chronischen Knieschmerzen oder sogar zu einer Kniearthrose (Gelenkverschleiß) führen.

Frakturen (Knochenbrüche) am Kniegelenk

Frakturen (Knochenbrüche) am Kniegelenk entstehen aufgrund von direkten Traumata (Aufprall, Sturz, Verdrehung). Die aus einer Fraktur resultierende Knieverletzung ist stechend schmerzhaft und führt sofort dazu, dass das Kniegelenk nicht mehr beweglich oder belastbar ist.

Nach einer Patellafraktur (Bruch der Kniescheibe) ist das Kniegelenk nicht mehr beweglich. Der Patient kann es weder anwinkeln noch ausstrecken.

Im Gegensatz dazu ist das Knie nach einer Tibiakopffraktur (Bruch des Schienbeinkopfes) unter Beteiligung der Gelenkfläche noch beweglich. Die stechenden Knieschmerzen verhindern aber die Belastbarkeit des Kniegelenks.

Auch eine Patelladislokation (Ausrenken der Patella) kann zu einer sofortigen Versteifung des Kniegelenks führen. Die Kniescheibe kann sich dann nicht mehr schmerzfrei in der dafür vorgesehenen Gleitrinne im Oberschenkelknochen bewegen.

Jede Fraktur des Kniegelenks muss sofort als Notfall ärztlich versorgt werden. Häufig begleiten zudem Schäden an anderen Geweben des Kniegelenks die Fraktur. Diese muss der Arzt ebenfalls mitversorgen.

Verdrehungen des Kniegelenks: Kreuzbandriss

Vorderer Kreuzbandriss Verdrehungen (Distorsionen) des Kniegelenks führen zum vorderen Kreuzbandriss. Das vordere Kreuzband reißt wesentlich häufiger als das hintere Kreuzband. © janulla, iStock

Neben den Innenbändern des Kniegelenks sind vor allem die Kreuzbänder verletzungsgefährdet. Die Kreuzbänder verlaufen im Inneren des Kniegelenks und verbinden Femur (Oberschenkelknochen) und Tibia (Schienbein). Sie schützen diese beiden Gelenkpartner davor, bei Start-Stopp-Bewegungen aus der Gelenkfläche auszuscheren. Eine Bänderdehnung oder ein Kreuzbandriss sind die Folge. Wenn die Kreuzbänder nicht mehr fest genug oder gar gerissen sind, wird das Kniegelenk überbeweglich und Knochen reiben aneinander. Degeneration des Kniegelenks mit Knorpelschäden und Meniskusriss ist die Folge dieser Kreuzbandschwäche.

In den ersten Wochen nach der Kreuzbandverletzung kann das Knie schmerzhaft, gereizt und geschwollen sein.

Hier helfen entzündungshemmende Medikamente (nichtsteroidale Antirheumatika – NSAR), Kühlung, Ruhigstellen und Hochlagern des Beines. Wenn die akute Kreuzbandverletzung ausgeheilt ist, geht die Verletzungsreaktion des Kniegelenks zurück. Die Instabilität bleibt aber bestehen. Um dem Verschleiß des Kniegelenks vorzubeugen, muss die Funktion des Kreuzbandes wiederhergestellt werden. Das Mittel der Wahl ist eine operative Kreuzbandplastik im Kniegelenk. Man entnimmt eine körpereigene Sehne und implantiert sie anstelle des Kreuzbandes. Immer häufiger ist es aber auch möglich, die gerissenen Kreuzbänder durch eine Kreuzbandnaht wieder zu verbinden.

Außenbandverletzung des Kniegelenks

Schmerzt das Kniegelenk außen, muss man eine Verletzung oder Überdehnung des Außenbandes in Betracht ziehen. Ein solcher Knieschmerz tritt plötzlich und heftig auf. Der Außenbandriss beeinträchtigt die Sportfähigkeit unmittelbar, da das Knie seitlich instabil wird. Außen am Knie kann eine Schwellung auftreten. Eine schnelle Kühlung vermindert diese. Auch eine Orthese zur Ruhigstellung des Kniegelenks kann helfen.

Eine operative Therapie ist bei einer Außenbandverletzung im Kniegelenk meist nicht nötig. Ruhigstellung mit einer Orthese genügt, um die Leistungsfähigkeit des Außenbandes wiederherzustellen. Nur wenn die Ruhigstellung die Stabilität des Kniegelenks nicht wiederherstellt, ist eine operative Therapie erforderlich. Das ist meistens nur bei totalen Abrissen des Außenbandes der Fall.

Innenbandverletzung des Kniegelenks

Knieschmerzen auf der Innenseite weisen auf ein Problem mit dem Innenband des Kniegelenks hin. Dieses Innenband stabilisiert das Kniegelenk und schützt es vor dem Aufklappen nach innen. Eine Zerrung oder ein Riss ist oft die Folge einer Distorsion (Verdrehung) des Kniegelenks. Hier hilft meist eine Ruhigstellung durch eine Orthese.

Meniskusriss: stechende Knieschmerzen an der Innen- oder Außenseite des Knies

Sicht auf das rechte Kniegelenk mit Menisken von oben Sicht auf das rechte Kniegelenk von oben: Der Außen- und der Innenmeniskus umgeben das gesamte Schienbeinplateau. Die Menisken gleichen Scherkräfte im Kniegelenk aus und verteilen die Gelenkflüssigkeit auf den Gelenkknorpel. © Alila Medical Media @ Fotolia

Die Hauptfunktion des halbmondförmigen Außenmeniskus ist die Dämpfung des Kniegelenks. Reißt er, entstehen typische Schmerzen an der Außenseite des Knies. Dabei schmerzt nicht direkt der Meniskus, der selbst als Knorpelgewebe keine Schmerzfühler besitzt. Vielmehr sind die Schmerzen eine Reaktion der Gelenkkapsel auf Trümmer oder entstehen durch scharfe Kanten, die der Riss des verletzten Meniskus verursacht hat.

Zusätzlich treten stechende Schmerzen auf, wenn der Patient in die Hocke geht oder das Kniegelenk nach innen dreht.

Scharfe Kanten am Meniskus nutzen die Knorpelschicht im Kniegelenk ab. Um eine Kniearthrose zu vermeiden, ist eine Operation erforderlich. Dabei reseziert (entfernt) oder näht der Arzt den gerissenen Meniskus. Diese Operation erfolgt arthroskopisch (minimalinvasiv).

Der Meniskusriss ist meistens die Folge einer traumatischen Verdrehung (Distorsion) des Kniegelenks, z. B. durch einen Unfall. Häufig beschädigt eine solche Verdrehung auch die Gelenkknorpel und die Bänder.

Ein Meniskusriss kann aber auch als degenerative Erkrankung (Verschleiß) im mittleren oder höheren Lebensalter auftreten. Bei stechenden Schmerzen innen im Kniegelenk ist häufig eine Verletzung des Innenmeniskus verantwortlich (Meniskusriss). Die Schmerzen treten vor allem beim in die Hocke gehen oder Durchstrecken des Kniegelenks auf.

Patellaluxation (Verrenkung der Kniescheibe) führt zu vorderen Knieschmerzen

Bei der Patellaluxation tritt die Kniescheibe aus der patellaren Gleitrinne im Oberschenkel nach einem Trauma (Schlag, Aufprall) oder aufgrund einer ungenügenden Passform der Kniescheibe aus. Auch eine Störung der Funktion der Bänder, an denen die Kniescheibe horizontal und vertikal aufgehängt ist, kann zu einem Ausrenken der Kniescheibe führen. Bei der Patellaluxation können schmerzhafte Knorpelverletzungen (Chondromalacia patellae) oder Verletzungen von Bändern und Knochen entstehen. Nach der erstmaligen Patellaluxation kann die Kniescheibe immer wieder aus ihrer Gleitrinne springen (rezidivierende Patellaluxation).

Häufig lässt sich das Knie aufgrund der Luxation nicht mehr ganz durchstrecken (Streckdefizit). Eine schmerzhafte Schwellung des Gelenks (Gelenkerguss) ist ebenfalls möglich. Der Bereich rund um die Kniescheibe wird nach der Luxation sehr druckempfindlich. Starke Knieschmerzen können sich nach der Luxation der Patella ausbreiten und eine Belastung des Kniegelenks ist nicht mehr möglich. Mit einem Röntgenbild kann der Kniespezialist die Patellaluxation eindeutig feststellen.

Eine physiotherapeutische Behandlung kann das Ungleichgewicht beim Sehnenzug an der Patella korrigieren. Wenn diese konservative Maßnahme nicht genügt, ist eventuell eine operative Korrektur der seitlichen Bänder erforderlich, die die Position der Patella kontrollieren.

Akute Knieschmerzen bei älteren Patienten mit Gelenkverschleiß

Bei älteren Patienten ist die Ursache von akuten Knieschmerzen häufig kein Trauma (Verletzung), sondern eine degenerative Schwächung des Kniegelenks, die schon lange andauert und bisher schmerzfrei verlaufen ist. Diese Kniearthrose kann sich nach eigentlich harmlosen Belastungen des Kniegelenks plötzlich durch heftige Schmerzen zeigen. Meist haben diese Knieschmerzen bei Kniearthrose einen entzündlichen Verlauf: Schwellung, Rötung und Überwärmung des Kniegelenks gehören dazu.

Chronische Knieschmerzen

Knieschmerzen, Schwellungen und Versteifungen, die länger als sechs Wochen andauern, bezeichnet man als chronische Schmerzen am Kniegelenk. Wenn Knieschmerzen nach 3–4 Tagen nicht verschwinden oder immer wieder auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Chronische Knieschmerzen können unterschiedliche Ursachen haben.

Chronische Knieschmerzen nach Trauma

Traumata, die nicht alleine abheilen:

  • Kreuzbandriss
  • Meniskusriss
  • Tibiakopffraktur (Bruch des Schienbeinkopfes) und andere schlecht verheilte Kniefrakturen, die Stufen im Gelenk und an den Gelenkflächen zurücklassen
  • Zerstörung des Knorpels hinter der Kniescheibe (Chondromalazia patellae) nach Schlag auf die Kniescheibe oder Fraktur der Kniescheibe

Nicht ausgeheilte Verletzungen können immer wiederkehrende Knieschmerzen verursachen. In einigen Fällen reichen Schonung, Ruhigstellung und Kühlung nach einer Verletzung des Knies nicht aus. Es gibt Strukturen, die nicht von alleine ausheilen, sondern eine operative Therapie benötigen.

Die Nichtbeachtung von Schmerzen im Kniegelenk, z. B. durch einen Kreuzbandriss oder Meniskusriss, führt zu dauerhaften Beschwerden.

Zu chronischen Beschwerden können aber auch operativ versorgte Traumata führen. So sind etwa Knochenbrüche (Frakturen des Kniegelenks) unter Beteiligung der Gelenkfläche besonders gefährlich: Eine Störung der Gelenkfläche etwa durch Stufenbildung kann zu einem Knorpelschaden führen.

Chronische Knieschmerzen wegen Überlastung durch Sport

Knieschmerzen nach Lauf-Überlastung:

Vor allem bei Sportlern oder intensiv trainierenden Sportanfängern treten häufig chronische Knieschmerzen durch Überlastung bestimmter Bereiche des Kniegelenks auf. Besonders anfällig für chronische Überlastungsschmerzen sind die Sehnenansatzbereiche. Der Ansatz der Patellasehne ist dabei sehr oft betroffen. Intensives Training kann alle Weichteile des Kniegelenks überlasten und zu Entzündungen von Sehnen und Schleimbeuteln führen. Eine weitere Folgeerkrankung, die durch intensives Training entsteht, ist die Entzündung des iliotibialen Bandes (ITBS = iliotibiales Bandsyndrom).

Fehlstellungen (X- oder O-Beine) im Kniegelenk können das Auftreten von Überlastungsschmerzen noch deutlich verstärken.

Stoffwechselbedingte oder entzündliche Ursachen chronischer Knieschmerzen

Stoffwechselprobleme oder Entzündungen verursachen Knieschmerzen:

Nicht immer sind mechanische Ursachen wie ein Unfall oder chronische Überlastung Auslöser von Knieschmerzen. Auch bestimmte, teilweise erbliche Stoffwechselerkrankungen, können dauerhafte Knieschmerzen verursachen. Die dabei entstehenden Gelenkentzündungen können zwar ebenso wie beispielsweise eine Arthrose plötzlich auftreten, stehen aber im Zusammenhang mit dem Stoffwechsel oder der Funktion des Immunsystems.

Anatomie: So ist Ihr Kniegelenk aufgebaut

Kniegelenk – Knieschmerzen. Die Ursache Ihrer Knieschmerzen kann aufgrund des komplexen Aufbaus des Kniegelenks sehr vielfältig sein. Dieses Bild zeigt die normale Anatomie des menschlichen Knies seitlich von vorne: Man sieht die Kniescheibe (Patella), die Bänder zum Aufhängen der Kniescheibe, den Meniskus als schalenförmigen Puffer zwischen Oberschenkel und Unterschenkel, das stabilisierende vordere Kreuzband im Inneren des Kniegelenks, das Außenband des Knies und die knöchernen Gelenkpartner im Kniegelenk: Oberschenkel (Femur), Unterschenkel (Tibia) und Patella (Kniescheibe) © Istockphoto.com/MedicalArtInc

Die Knochen des Kniegelenks tragen eine große Last

Das komplex aus drei Gelenkpartnern – Oberschenkelknochen, Schienbein und Kniescheibe – aufgebaute Kniegelenk ist das größte Gelenk im menschlichen Körper. Da es mit dem Körpergewicht eine große Last tragen und gleichzeitig als wichtiges Gelenk für die Gangkoordination beweglich sein muss, ist es sehr belastbar und zugleich motorisch flexibel aufgebaut. Im Gelenk treffen mit dem Oberschenkelknochen (Femur) und dem Schienbein (Tibia) zwei der längsten Knochen des Körpers aufeinander. Durch die Hebelwirkung dieser Knochen wirken daher große Kräfte auf die Gelenkflächen des Kniegelenks.

Knorpel und Menisken schützen vor Knieschmerzen

Die Oberflächen der knöchernen Gelenkpartner sind von einer Knorpelschicht überzogen, die verhindert, dass die Knochen direkt aufeinanderreiben. Ist diese Knorpelschicht aufgrund von Arthrose zerstört, kann sie sich von alleine nicht wieder regenerieren. Die an der Innen- und Außenseite des Gelenkspalts sitzenden halbmondförmigen Menisken dienen daher als zusätzliche Puffer gegen Stöße und schützen den Gelenkknorpel durch Vergrößerung der Gelenkfläche vor zu hohem Druck.

Auch wenn der Knorpel selbst keine Schmerzfühler hat, führt der Verlust des Gelenkknorpels durch Arthrose zwangsläufig zu Knieschmerzen. Durch die verlorene Dämpfung beim Gehen und Bewegen des Kniegelenks reiben die Knochen schmerzhaft aufeinander.

Die Kniescheibe als Kraftüberträger zwischen Ober- und Unterschenkel

Vor dem Kniegelenk liegt die scheibenförmige Kniescheibe (Patella), die als Ansatzpunkt für den Oberschenkelmuskel fungiert, sodass seine Kraft auf das Kniegelenk übertragen werden kann. Zudem schützt die Patella das Kniegelenk vor äußeren Einflüssen wie Stößen. Die Patella erlaubt auch das Hinknien. Sie ist an vier Bändern frei aufgehängt. Damit ist die Patella das größte Sesambein im menschlichen Körper: Ein Sesambein ist ein Knochen, der als Abstandhalter zwischen der Sehne des Muskels und dem Knochen liegt und somit ein schmerzhaftes Aneinanderreiben verhindert. Über die Patellasehne steht die Kniescheibe mit dem Schienbein in Verbindung. Bänder an der Knievorderseite sorgen dafür, dass die Patella nicht aus ihrer Gleitrinne im Oberschenkelknochen (Femur) rutscht.

Bänder sorgen für Stabilität im Kniegelenk

Im Inneren des Gelenks kreuzen das vordere und hintere Kreuzband. Gemeinsam mit dem Innen- und Außenband an den Seiten des Gelenks sorgen sie für innere Stabilität, sodass die knöchernen Gelenkpartner sich nicht gegeneinander verschieben können.

Reibungslose Beweglichkeit durch Gelenkkapsel und Gelenkflüssigkeit

Umgeben wird das Gelenk von der schützenden Gelenkkapsel. Die von der Gelenkschleimhaut im Inneren der Kapsel produzierte Gelenkflüssigkeit (Synovia) dient als natürliches Schmiermittel im Gelenk. Da der Gelenkknorpel nicht durchblutet ist, unterstützt die Gelenkflüssigkeit (Synovialflüssigkeit) zudem die Ernährung des Knorpels.

Welche Ursache steckt hinter den Knieschmerzen?

Je nach Ursache können sich Knieschmerzen sehr unterschiedlich bemerkbar machen. Sie können vorne hinter der Kniescheibe, in der Kniekehle oder seitlich auftreten. Auch die Situation, in der die Knieschmerzen auftreten, liefert dem Arzt Hinweise auf mögliche Ursachen.

Ursachen für Knieschmerzen anhand des Schmerzortes:

Knieschmerzen vorne:

Knieschmerzen in der Kniekehle:

  • Riss im Hinterhorn des Meniskus
  • Kniearthrose
  • Baker-Zyste nach Verletzung des Innenmeniskus

Knieschmerzen an der Innenseite (medial):

Knieschmerzen außen (lateral)

Ursachen für Knieschmerzen anhand der Situation

Knieschmerzen beim Treppensteigen

  • retropatellare Kniearthrose (Gelenkverschleiß hinter der Kniescheibe)
  • Ruptur des hinteren Kreuzbandes
  • Patella-Fehlstellung

Knieschmerzen beim Beugen und Anwinkeln

Knieschmerzen nach dem Joggen

Knieschmerzen nachts

Akute (plötzlich auftretende) Knieschmerzen nach traumatischen Verletzungen

Durch den komplexen Aufbau des Kniegelenks kann es an vielen verschiedenen Strukturen zu Problemen kommen: Bänder, Sehnen, Knorpel, Menisken, Muskeln und die knöchernen Gelenkpartner bilden eine belastbare und sensible funktionelle Einheit. Eine Störung an einer Stelle beeinflusst auch die anderen Strukturen und kann das Gleichgewicht des gesamten Kniegelenks durcheinanderbringen.

Schmerzen im Kniegelenk können also viele verschiedene Ursachen haben. Die Fragen nach dem Schmerzort (Lokalisation) und der schmerzauslösenden Situation (wann die Knieschmerzen am schlimmsten sind) helfen dem Arzt bei der Diagnose. Ist eine Verletzung Schuld für die Knieschmerzen, kann die Schilderung des Unfallhergangs dem Arzt weitere wichtige Anhaltspunkte liefern, die ihn zur geschädigten Struktur führen.

Wann müssen Sie mit Knieschmerzen zum Arzt?

Folgende Symptome erfordern einen Arztbesuch:

  • sehr starke, anhaltende Knieschmerzen
  • Rötung, Überwärmung und Schwellung des Kniegelenks
  • Fieber in Verbindung mit Knieschmerzen
  • Knacken oder Knirschen im Kniegelenk
  • Instabilität des Kniegelenks
  • Formveränderung des Kniegelenks

Knieschmerzen sind ein Volksleiden: Allein in Deutschland sind etwa fünf bis zehn Millionen Menschen davon betroffen. Es gibt unterschiedliche Arten von Knieschmerzen. Nur eine gründliche ärztliche Untersuchung kann die genauen Ursachen Ihrer Knieschmerzen klären.

Ähnlich einer rot aufleuchtenden Warnlampe beim Auto sind Knieschmerzen nicht das eigentliche Problem: Knieschmerzen sind eher als hilfreiches Warnsignal zu sehen. Aufgrund dieses Hinweises können Sie mit ihrem Kniespezialisten Probleme erkennen und oft auf einfache Weise behandeln. Das Warnsignal "Knieschmerz" erlaubt den Betroffenen, eine ärztliche Beratung und gelenkerhaltende Therapie rechtzeitig wahrzunehmen. Schwere Schäden am Knie können durch vorbeugende Therapie des Knies vermieden werden, wenn der Patient auf seinen Körper hört.

Halten die Knieschmerzen über einen längeren Zeitraum an oder treten starke Schwellungen, Rötungen oder Schmerzen auf, sollten Sie Ihre Beschwerden schnellstmöglich bei einem Kniespezialisten abklären lassen. Vor allem belastungsunabhängige Knieschmerzen nachts oder im Ruhezustand sind ein Warnsignal, das Sie nicht ignorieren sollten.

Wie untersucht der Arzt die Knieschmerzen?

Der wichtigste Baustein zur Diagnose Ihrer Knieschmerzen ist das Arztgespräch. Dabei erfragt der Arzt alle Umstände, die für die Entstehung der Knieschmerzen relevant sein könnten. Relativ leicht zu diagnostizieren sind Knieschmerzen, die auf einen Unfall zurückgehen, da ein konkretes Unfallereignis für die Entstehung der Schmerzen identifiziert werden kann. In diesem Fall ist der genaue Unfallhergang wichtig für den Kniespezialisten.

Ein weiterer wichtiger Anhaltspunkt für die Diagnose der zugrundeliegenden Erkrankung des Knies ist der Schmerzort. Knieschmerzen an der Vorderseite stehen häufig im Zusammenhang mit der Kniescheibe, wohingegen seitliche Knieschmerzen oder Schmerzen in der Kniekehle ganz andere Auslöser haben können.

Bei chronischen Knieschmerzen ist zudem die Situation, die Tageszeit oder der konkrete Bewegungsablauf, in der die Knieschmerzen am häufigsten auftreten, relevant für die Diagnosefindung. Treten die Schmerzen vorwiegend nachts oder in Ruhe auf, steckt häufig ein entzündlicher Prozess (z. B. rheumatoide Arthritis) dahinter. Knieschmerzen beim Joggen oder beim Sport gehen hingegen meist auf Überlastungsreaktionen (z. B. iliotibiales Bandsyndrom = Läuferknie) zurück.

Zuerst erfragt der Kniespezialist die Krankengeschichte (Anamnese). Dann folgt die körperliche Untersuchung des Patienten. Bei der Tastuntersuchung achtet der Arzt genau auf Schwellungen, Rötungen, bei Druckschmerz empfindlichen Punkten oder Fehlstellungen des Kniegelenks. Zudem prüft er die Beweglichkeit des Kniegelenks. Wichtig ist auch die Stabilität der Bänder, die das Kniegelenk führen. Ein Beispiel für einen solchen Stabilitätstest der Bänder ist der sogenannte Schubladentest, anhand dessen der Arzt einen Kreuzbandriss feststellen kann.

Kreuzband Im Schubladentest prüft der Kniespezialist die Verschiebbarkeit des Schienbeins (Tibia) gegenüber dem Oberschenkelknochen (Femur). Lässt sich das Schienbein nach vorne herausziehen, liegt vermutlich ein Kreuzbandriss vor. Das Kniegelenk ist dann instabil. © Gelenk-Klinik/Prof. Dr. Sven Ostermeier

Patientengespräch und klinische Untersuchung bei Knieschmerzen

Die Anamnese und körperliche Untersuchung liefern dem Arzt also wichtige Anhaltspunkte für eine mögliche Verletzung oder Schädigung des Kniegelenks. Häufig steht eine Diagnose des Knieschmerzes nach der klinischen Untersuchung schon weitgehend fest.

Radiologie und bildgebende Diagnostik bei Knieschmerzen

Im nächsten Schritt müssen häufig noch spezielle bildgebende Untersuchungen durchgeführt werden, mit denen der Kniespezialist seine Diagnose absichert. Dazu gehören beispielsweise das Röntgen, das Auffälligkeiten an knöchernen Strukturen zeigt, das MRT (Magnetresonanztomografie) zur Erstellung detaillierter Schichtbilder des Gelenkinneren oder die Ultraschalluntersuchung, die auch Weichteilverletzungen an Menisken, Sehnen, Bändern oder Muskeln sichtbar machen kann.

Inspektion des Kniegelenks bei der Arthroskopie

Spezielle Fragestellungen machen zudem eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung) notwendig. Bei dem minimalinvasiven Eingriff schaut der Kniespezialist mit einer kleinen Kamera direkt ins Gelenk und kann bestimmte Verletzungen direkt behandeln.

Akute Maßnahmen und Selbsthilfe bei Knieschmerzen

Natürlich ist nicht bei allen Arten von Knieschmerz ein Arztbesuch erforderlich. Bei kleineren, oberflächlichen Verletzungen (z. B. durch einen Sturz auf das Knie oder einer Prellung) können Sie die Knieschmerzen auch selbst behandeln.

Zur Linderung akuter Knieschmerzen, sollten Sie sich an der PECH-Regel orientieren:

P wie Pause: Entlasten Sie Ihr Knie, um es zu schonen.

E wie Eis: Kühlung lindert die Schmerzen und wirkt abschwellend.

C wie Compression: Druck auf das Kniegelenk kann Schwellungen verringern. Legen Sie dafür einen einfachen Kompressionsverband aus elastischen Binden an.

H wie Hochlagern: Um zu vermeiden, dass sich Gewebeflüssigkeit im Gelenk ansammelt, legen Sie Ihr Bein hoch.

Zur Linderung akuter Knieschmerzen werden häufig sogenannte nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) eingesetzt. Diese sind als Tabletten oder schmerzlindernde Gels erhältlich. Gängige Wirkstoffe sind beispielsweise Ibuprofen oder Diclofenac. Sie wirken entzündungshemmend, abschwellend und schmerzlindernd.

Knieschmerzen vorbeugen

Schmerzgel-Behandlung am Knie Viele Schmerzmittel lassen sich lokal (z. B. als Schmerzgel) direkt am Knie anwenden. © Voyagerix, Fotolia

Damit Knieschmerzen gar nicht erst entstehen, sollten Sie einige vorbeugende Maßnahmen berücksichtigen. Achten Sie als Läufer darauf, regelmäßig neue Sportschuhe zu kaufen. Wenn Sie häufig Sport treiben, sollten sie unterschiedliche Schuhmodelle verwenden, um einseitige Belastungen des Kniegelenks zu vermeiden. Auch im Alltag sollten Sie bequemes Schuhwerk tragen und z. B. hohe Absätze vermeiden.

Lassen Sie zudem bestehende Fußfehlstellungen wie zum Beispiel den Knick-Senkfuß, die sich auf das Kniegelenk auswirken, von einem Spezialisten abklären. In vielen Fällen – z. B. bei X- Beinen oder O-Beinen – helfen spezielle Schuhzurichtungen oder Einlagen, belastete Teilbereiche des Kniegelenks zu entlasten und Knieschmerzen gar nicht erst entstehen zu lassen.

Häufig trägt auch eine Gewichtsreduktion zur Schonung der Gelenke bei. Je weniger Gewicht das Kniegelenk tragen muss, desto eher vermeiden Sie Knieschmerzen und Gelenkbeschwerden. Gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren helfen Ihnen bei der Gewichtsreduktion. Sie können das Kniegelenk zudem durch physiotherapeutische Dehn- und Kräftigungsübungen unterstützen. Auf diese Weise kräftigen Sie Ihre Oberschenkelmuskulatur und wirken einer Verkürzung der Muskeln entgegen.

Literaturangaben
  • Knieendoprothetik: Komplikation – Revision – Problemlösung (German Edition). (1998) (1 ed). Steinkopff.
  • Das patellofemorale Schmerzsyndrom (German Edition). (2000) (1 ed). Steinkopff.
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  • Alexander Rümelin, D. (2003). Kursbuch Arthrose: Gelenkerkrankungen effektiv vorbeugen und typgerecht behandeln. Südwest Verlag.
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