Orthopädische Gelenk-Klinik

Orthopädische Gelenk-Klinik

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Kniespezialist Freiburg untersucht die Kniearthrose

Kniearthrose: Gelenkerhalt bei Arthrose im Knie?

  1. Wie kann ich der Arthrose im Knie vorbeugen?
  2. Ursachen und Entwicklung der Kniearthrose
  3. Symptome der Kniearthrose
  4. Sport mit Arthrose im Knie, geht das?
  5. Diagnose und Untersuchung
  6. Typische Knieschmerzen bei Arthrose
  7. Stadien der Kniearthrose
  8. Behandlung der Arthrose im Knie
  9. Kniearthrose Übungen
  10. Knorpelzüchtung gegen Kniearthrose
  11. Knieprothese

Kniearthrose ist eine sehr häufige Form der Arthrose

Untersuchung der Kniearthrose durch UltraschallUntersuchung der Kniearthrose durch Ultraschall. Schwellungen, Ergüsse und Entzündungszeichen bei aktivierter Kniearthrose können mit Ultraschall gut untersucht werden. © Gelenk-Klinik

Kniearthrose (oder: Gonarthrose) ist die vorzeitige, also nicht altersgerechte Abnutzung des Kniegelenks unter Knorpelverschleiß und schmerzhaften Entzündungsprozessen, an deren Ende die schmerzhafte Einsteifung des Kniegelenks steht. Kniearthrose ist die häufigste Form der Arthrose bei Menschen. An zweiter Stelle folgt die Hüftarthrose. Fast die Hälfte aller Patienten mit Arthrose leiden unter Arthrose im Kniegelenk. Das sind etwa 5% aller Erwachsenen. Unsere Kniegelenke sind besonders starken Belastungen ausgesetzt. Das Kniegelenk ist komplex aufgebaut.

Osteophyten bei KniearthroseAnblick des Kniegelenks mit Arthrose von vorne und innen. Sichtbar ist die Kniescheibe, der Meniskus als Puffer zwischen Oberschenkel und Unterschenkel, und das Innenband des Kniegelenks. Charakteristisch für die fortgeschrittene Arthrose ist auch die Bildung von Knochenanbauten (Osteophyten) im Kniegelenk. © Viewmedica

Kniearthrose ist einer der häufigsten Gründe für die Implantation eines künstlichen Gelenks.

Das Knie wird gebildet aus dem Oberschenkelknochen (Femur), der Kniescheibe (Patella) und dem Schienbein (Tibia). Sowohl die Gleitverbindung des Oberschenkels zur Kniescheibe (Patella-Gelenk) als auch das Gelenk zum Schienbein mit seinen beiden Kammern (innen=medial, aussen=lateral) kann von Arthrose betroffen sein.

Arthrose im Knie kann in der Gelenk-Klinik auch in vielen Fällen mit Knorpeltransplantation (Knorpelzüchtung) therapiert werden. Oft kann eine Knieprothese dadurch vermieden werden.

Kniearthrose gehört zu den häufigsten orthopädischen Erkrankungen: Es ist eine "Volkskrankheit". Dass Arthrose im Knie in über 120.000 Fällen pro Jahr mit einer Knieendoprothese behandelt wird, ist inzwischen allgemein bekannt. Die Ansicht, dass man Arthrose im Knie nicht heilen kann, ist inzwischen aber für viele Patienten überholt.

Im folgenden Artikel wollen wir daher auch die gelenkerhaltende Perspektive vieler Patienten zeigen: Immer mehr Patienten mit Knorpelschaden erhalten an spezialisierten Kliniken auch eine Chance auf ein gesundes Knie. Die Spezialisten der Gelenk-Klinik wenden die modernen Verfahren der gelenkerhaltenden Knorpelzüchtung (Knorpeltransplantation) bereits seit über 15 Jahren mit großem Nutzen für die Patienten an.

Kniegelenk - Knieschmerzen.Anatomisches Bild des gesunden Knies mit Kniescheibe (Patella), Seitenbänder, Kreuzbänder und Meniskus. Meniskus als Puffer zwischen Oberschenkel und Schienbein sind wichtig. Der 3-4 mm dicke Gelenk-Knorpel senkt im gesunden Knie die Reibung zwischen Knochen, die das Gelenk bilden. Innen- und Außenmeniskus tragen als wichtige Puffer zur normalen Gelenkfunktion und zum Erhalt des Knorpels bei. Ist einer der Komponenten gestört, droht die Entwicklung der Arthrose im Kniegelenk. © Istockphoto.com/MedicalArtInc

Die Biologische Funktion des Gelenk-Knorpels

Arthrose ist zunächst eine Erkrankung des Gelenk-Knorpels im Knie. Knorpel ist die weiße Substanz, die für die Gleitfähigkeit der Knochen im Kniegelenk sorgt. Zentral für die Funktion des Knorpels sind vitale Knorpelzellen. Diese bilden nämlich um sich herum ein stark wasserhaltiges und elastisches Bindegewebe.

Wenn bei einer Arthrose diese Zellen absterben, wird dieses elastische Bindegwebe nicht mehr gebildet und regeneriert werden.

Gesunder Knorpel sieht aus wie das Innere einer Kokosnuss: Weiß, saftig und elastisch. Gelenk-Knorpel im Kniegelenk hält durch Zähigkeit und Elastizität auch dem Druck von vielen hundert Kilo mühelos stand. Gelenkknorpel ist so einzigartig glatt, dass sogar die Reibung zweier Eisblöcke, die aufeinander gleiten, höher ist.

Diese Belastbarkeit ist im Kniegelenk auch besonders wichtig: Oberschenkelknochen (Femur), Schienbeinknochen (Tibia) und Kniescheiben bilden das Kniegelenk des Menschen. Die Belastung ist so hoch, dass zusätzlich zum Gelenkknorpel noch die Menisken als Kissen zwischen den den Knochen Stöße dämpfen, um die Belastung des Gelenks zu reduzieren.

Ursachen und Entwicklung: Kniearthrose ist eine Erkrankung des gesamten Kniegelenks

Ursachen der Arthrose im Knie
  • Alterung, Überlastung der Gelenke
  • Nebenwirkung von Medikamenten (z.B. bei Chinolon-Antibiotika)
  • Adipositas und metabolisches Syndrom (Hypertonie, hohe Blutfettwerte, reduzierte Glukosetoleranz)
  • Rheumatoide Arthritis
  • Angeborene Fehlstellungen im Kniegelenk (X-Beine oder O-Beine)
  • Fehlbelastung durch Haltungsstörung
  • Unbehandelter Kreuzbandriss führt zur chronischen Instabilität bei Abwärtsgehen oder Abstoppen von Bewegung.
  • Instabilität des Kniegelenks z.B. nach Bandverletzungen.
  • Brüche der Gelenkfläche nach Unfällen (Tibiakopffraktur).
  • Meniskusschäden und Meniskusteilresektion.
  • Komplexe Verletzungen des Knies mit Beteiligung von Kreuzband und Innenmeniskus und Osteochondralen Läsionen vervielfachen das Arthroserisiko.
  • Webliches Geschlecht und Östrogenrückgang in der Menopause.
  • Genetische Knorpelschwäche
  • Entzündungen im Knie (Arthritis)
  • Aspetische Osteonekrose im Knie (Morbus Ahlbäck)

Am Beginn der Kniearthrose steht meist ein auslösendes Trauma, eine Verletzung oder Überlastung durch Arbeit oder Sport. Ausgehend von diesem initialen Ereignis gibt es viele Faktoren aus dem Bereich des Stoffwechsels, des Hormonhaushalts, und der Lebensweise, die die Entwicklung der Kniearthrose beschleunigen können. Man spricht hier von einer Prädisposition zur Arthrose.

Auch wenn der Knorpelverschleiß zunächst im Zentrum der Betrachtung steht, ist die Kniearthrose eine Erkrankung des gesamten Kniegelenks: Damit sind alle Strukturen des Kniegelenks - Knochen, Bänder, Knorpel - von dem Krankheitsprozess betroffen. Alle Strukturen können durch Überlastung, Stoffwechselprobleme oder traumatische Schädigung Auslöser der Arthroseentwicklung sein. Gonarthrose ist daher nicht nur ein Phänomen der Knorpelschicht im Kniegelenk.

Ödeme in den Knochen

Die Knochen lagern mit zunehmendem Knorpelabbau Wasser ein und entwickeln schmerzhafte Ödeme. Ödembildung geschieht z.B.auch bei schmerzhaften Verstauchungen des Gelenks und sorgt auch bei Arthrose für ganz ähnliche Symptome: Stechende Schmerzen und Reizung der Schmerzfühler im Knochen bei stark verminderter Belastbarkeit. Im Inneren des Knochen unter den Gelenkflächen wird der Knochen schließlich durch Wassereinlagerung und Zystenbildung instabil. Die harte Knochenoberfläche kann einbrechen (Geröllzysten).

Knochensporne im Gelenk

Durch die Bildung von Knochenspornen (Osteophyten) auf Grund der erhöhten Reibung wird das Kniegelenk mit Arthrose immer unebener, was den Arthroseprozess verstärkt.

Synovialitis - Gelenkschleimhautentzündung

Der Entzündungsprozes umfasst häufig auch die Gelenkschleimhaut (Synovia). Die entzündete Synovia hypertrophiert (wuchert) und bildet nicht mehr die für den Knorpel lebensnotwendige Gelenkschmiere (mit den wichtigen Hyaluronsäuren). Die Entzündung führt zudem zu einer Veränderung des knorpeligen Bindegewebes: Der Knorpelabbau dominiert. Die Knorpelschicht wird durch Entzündungen immer weicher. Daher beschleunigen Entzündungen im Kniegelenk den Knorpelabbau erheblich.

Meniskusverschleiß

Häufige Ursache für die Kniearthrose ist eine Degeneration der Menisken, die ihre Pufferfunktion nicht mehr richtig ausüben. Diese Meniskusdegeneration beschleunigt sich mit zunehmender Kniearthrose. Auch Instabilität des Knies nach Verlust der Kreuzbandfunktion erhöht den Meniskusverschleiß. Meniskusrisse können z.B. durch Bildung scharfer Kanten auch den Knorpelabrieb erhöhen. Auch der Verlust der Meniskusfunktion (Stoßdämpfung) verstärkt den Arthroseprozess.

Schädigung der Bänder

Kniegelenk Kreuzbänder. Deutlich sichtbar das vordere Kreuzband und das hintere Kreuzband des Knies. Die Knorpelflächen und die Menisken auf der Schienbeinseite sind violett eingezeichnet. Das Kreuzband kann sich bei Scherbewegungen im Knie leicht dehnen oder verletzen. Dann sind Ober und Unterschenkel nicht mehr stabil verbunden. Scherkräfte und Überbeweglichkeit schädigen die Knorpelschicht. Daraus kann Kniearthrose entstehen.© Istockphoto.com/MedicalArtInc

Die Seitenbänder und die Kreuzbänder des Kniegelenks werden durch den Arthroseprozess ebenfalls angegriffen. Sie stabilisieren das Kniegelenk immer weniger, was den Krankheitsprozess wiederum beschleunigt. Auch hier ist eine vorangegangene Lockerung, vor allem der Kreuzbänder, häufig einer der Auslöser des Gelenkverschleißes im Kniegelenk.

Daher kann auch eine initiale Schädigung des Kreuzbandes, etwa durch Kreuzbandriss, kann die Stabilität des Kniegelenks verschlechtern und durch Überbeweglichkeit der Gelenkflächen sowie erhöhte Scherkräfte einen Knorpelabbau begünstigen.

Muskelabbau und Verkürzung

Durch Schmerzen und reflektorische Verspannung der gelenkführenden Muskulatur verschlechtert sich die Muskulatur stetig: Sie verkürzt sich und bildet sich zurück (Muskelatrophie). Die geschwächte Muskulatur kann das Kniegelenk dann auch nicht mehr so effizient führen: Auch hier wirkt das Symptom auf den Krankheitsprozess zurück und verstärkt die Arthrose im Kniegelenk.

Welche Faktoren sprechen für ein rasches Fortschreiten der Arthrose?

Wir suchen immer nach diagnostischen Hinweisen darauf, wie aussichtsreich eine gelenkerhaltende Behandlung im Einzelfall sein kann. Wie groß sind die Aussichten, eine Arthrose in Einzelfall aufzuhalten oder stark zu verlangsamen? Hier zeigt sich, dass Patienten mit einem Knochenödem (Wassereinlagerung in den Knochen) geringere Aussichten auf eine gelenkerhaltende Therapie haben.

Eine starke Gelenkspaltverschmälerung, also ein starker Substanzverlust der Knorpel, ist ebenfalls ein schlechtes Zeichen.

Auch ein Meniskusschaden ist allgemein nachteilig für das Knie und verschlechtert die Aussichten bei Arthrose. Allgemein ist ein starker Knieschmerz und geringe Belastbarkeit ebenfalls ein Risikofaktor für die weitere Arthroseentwicklung. Zudem ist eine niedrige Knochendichte (Osteoprose) nachteilig für den weiteren Arthroseverlauf.

Aktivierte Arthrose: wiederkehrende Entzündungen

Überwärmung des Knies trit tmeist auf als Reaktion auf eine Entzündung des Knies.

  • Der Patient spürt bei entzündeter ("aktivierter") Arthrose eine zunehmende Überwärmung.
  • Diese Wärme ist auch von außen fühlbar und ein wichtiges diagnostisches Arthrosezeichen für den Kniespezialisten.
  • Manchmal zeigt sich diese Erwärmung in Verbindung mit einer Schwellung (sog. Gelenkerguss).

Das sind deutliche Anzeichen einer Entzündungsreaktion. Diese Entzündung wird auch als aktivierte Arthrose bezeichnet. Sie ist ein Anzeichen einer bereits fortgeschrittenen Schädigung des Knorpels im Kniegelenk. In dieser Situation hat die Arthrose bereits zu Abrieb im Knie geführt: Knochen und Knorpeltrümmer, lösen sich und bewegen sich frei in der Gelenkkapsel. Dieser Abrieb wirkt leicht entzündlich. Entzündungs-Episoden wiederum verstärken die für Arthrose im Knie typischen Abbau des Knorpels.

Wenn das Knorpelgewebe einmal gestört ist und der feste Verbund an bindegewebigen Fasern abgebaut wird, führen die täglichen Belastungen des Knies zu einem rasch fortschreitenden degenerativen Verschleiß im Gelenk.

Knieschmerzen und Arthrose

Der Schmerzverlauf einer Arthrose kann bei unterschiedlichen Patienten sehr verschieden sein. Viele Patienten haben sogar bis hin zu höhergradigen Knorpelschäden trotz Arthrose keine Knieschmerzen. Der Grund: Erst wenn die Knorpelschicht bis auf den Knochen abgetragen ist, also am Ende des degenerativen Prozesses, treten massive Symptome wie Steifheit, Entzündung oder Gelenkschmerzen auf.

Auch die schmerzfreie Belastbarkeit des Knies, etwa beim Wandern oder Sport, kann manchmal auch mit einer Kniearthrose noch gegeben sein.

Das tatsächliche Krankheitsstadium bei Arthrose im Knie kann also weder durch die Aussagen des Patienten noch durch radiologische Befunden und apparative Untersuchungen allein eindeutig ermittelt werden: Der Kniespezialist muss eine umfassende Untersuchung durchführen. Der Grund dafür ist, dass Knorpel keine Nervenzellen enthält. Nur die Knochenhaut unter dem Knochen enthält Schmerzfühler. Somit reagieren die Schmerzfühler erst, wenn die Defekte bis zum Knochen reichen.

Arthrose im Kniegelenk vorbeugen

Übergewichtige Patienten erhalten im Schnitt 10 -13 Jahre früher eine Prothese. Übergewichtige Patienten haben eine ungünstigere Langzeitperspektive mit Arthrose: Sie erhalten im Schnitt 10 -13 Jahre früher eine Prothese. © Wikimedia.org
  • Übergewicht vermeiden: Übergewichtige erhalten im Schnitt 12 Jahre früher als Normalgewichtige eine Knieprothese. Jedes Kilo zählt!
  • Viel sanfte Bewegung: Rad, Schwimmen, Skilanglauf fördern den Stoffaustausch im Gelenk-Knorpel bei geringer Stoßeinwirkung. Ein guter Stoffwechsel im Gelenk beugt auch Arthrose vor. Motto: "Viel bewegen, wenig belasten."
  • Alkohol und Nikotin vermeiden: Was Gift für die Zellen des Körpers ist, schadet auch dem Kniegelenk. Stark belastete Gelenke bleiben ohne diese Gifte länger gesund.
  • Früherkennung der Arthrose: Haben Sie Anlaufschmerzen oder schon Ruheschmerzen? Dann Hilfe holen und die Gelenke erhalten.
Arthrose und Gelenkverschleiß werden eher durch Vernachlässigung und Bewegungsmangel als durch Abnutzung der Gelenke verursacht. Arthrose und Gelenkverschleiß werden eher durch Vernachlässigung als durch Abnutzung der Gelenke verursacht. © Wikimedia.org
  • Bewegungsarmut vermeiden: Bewegungsmangel ist schlecht für die Gelenke: Auch im Büro die Beine ausstrecken, umhergehen, nicht immer in der selben Position verharren.
  • Stoßbelastung im Knie vermeiden: Sportarten mit schnellen Richtungswechseln wie Squash, Fußball oder Badminton vermeiden.
  • Günstige Ernährung bei Kniearthrose: Säure-Basen Haushalt beachten: viel Gemüse, wenig rotes Fleisch.

Symptome der Arthrose im Knie

Frühe Symptome

  • Diffuse Knieschmerzen
  • Anlaufschmerzen am Morgen oder nach längerer Ruhe
  • Koordinationsstörungen und Gefühlsstörungen
  • Zunehmende Versteifung des Knies
  • Erwärmung des Gelenks
  • Schmerzen hinter der Kniescheibe vor allem bei längerem Sitzen
  • Wetterfühligkeit im Knie, vor allem Kälteempfindlichkeit
  • Schwellung im Knie
  • Probleme, in der Hocke zu arbeiten
  • Häufigeres Gelenkknacken
  • X und O-Fehlstellungen des Knies können sich verstärken

Anlaufschmerzen

Ein typisches Symptom der Arthrose ist der Anlaufschmerz: Das Gelenk benötigt bei Patienten mit Kniearthrose einige Schritte oder Minuten um sich "warmzulaufen". Dann verschwindet der Schmerz wieder. Aber auch Belastungsschmerzen - Schmerzen die eine Empfindlichkeit des Knies gegenüber Belastungen anzeigen - sind typische Arthrosesymptome.

Die Symptome der Kniearthrose und der Krankheitsverlauf können bei unterschiedlichen Patienten sehr verschieden sein. Anfangs im Frühstadium der Arthroseentwicklung typisch ist ein morgendlicher Anlaufschmerz als deutlichstes Anzeichen. Dieses Symptom ist jedoch nicht eindeutig. Viele Patienten haben sogar bis hin zu höhergradigen Knorpelschäden keine Schmerzen oder Beschwerden.

Wo spürt man die Schmerzen bei Kniearthrose?

Die Schmerzen sind meistens direkt im Gelenkspalt - innen oder außen - fühlbar. Später kann auch ein ringförmiger Gelenkschmerz rund um das Knie auftreten. Die Schmerzen treten gerade bei höheren Belastungen im Kniegelenk auf, z.B. beim Treppensteigen. Beim Treppensteigen ist vor allem der Druck auf die Kniescheibe (Patella) hoch.

Gehbehinderung

Auf Grund der Belastungsschmerzen haben viele Patienten mit Gonarthrose eine reduzierte maximale Gehstrecke. Sie kommen einfach nicht mehr soweit wie früher, ohne große Schmerzen. Bei Patienten über 65 Jahren ist die Kniearthrose die häufigste Ursache von Gehstörungen.

Schwellung und Wärme im Gelenk

Auch eine Schwellung und Überwärmung des Kniegelenks ist ein deutliches Symptom für einen häufig von Arthrose ausgelösten entzündlichen Prozess im Kniegelenk.

Reaktive Schmerzen durch kontrakte Muskulatur

Von erheblicher Bedeutung ist folgende Beobachtung: Nicht alle von Kniearthrose ausgelösten Beschwerden sind im Gelenk lokalisiert. Häufig überwiegen ausstrahlende myofasziale Schmerzen in den das Knie umgebenden Muskeln und Sehnen, die wesentlich stärker sind als die Knieschmerzen auf Grund der Arthrose. Diese begleitenden Schmerzen können besonders gut physiotherapeutisch mit Hilfe der zellbiologischen Regulationstherapie behandelt werden.

Arthrose im Knie bei unterschiedlichen Altersgruppen

Jüngere Patienten

Bei jüngeren Patienten wird die Kniearthrose in der Regel durch Unfälle verursacht. Unzureichend oder gar nicht behandelte Knorpelschäden oder Störungen der Bänder am Knie können Arthrose verursachen. Knorpelschäden heilen fast nie von alleine, sondern verschlechtern sich fortwährend. Gerade bei Knorpelschäden hat die gelenkerhaltende Therapie durch Knorpelverpflanzung aber das größte Potential.

Kniearthrose im mittleren Alter

Ab einem gewissen Alter tritt das Knacken im Knie bei den meisten Menschen - zumindest gelegentlich - auf. Arthrose im Knie wird generell durch Alterung und Abnutzung wahrscheinlicher. Arthrose im Knie ist eine natürliche Begleiterscheinung des Alterns. Sie kann hier aber auch durch berufliche oder sportliche Überlastung ausgelöst werden. Sehr häufig kommt auch als Ursache des Gelenkverschleiß eine mangelhaft versorgte Sportverletzung vor 10 oder 15 Jahren zum Vorschein.

Arthrose im höheren Lebensalter

Erst im hohen Alter erwarten wir Arthrose als Folge von Abnützung. Im Alter wird das Bindegewebe weniger leistungsfähig und rissiger. Der Wassergehalt sinkt, damit auch die Elastizität und Belastbarkeit. Die Regenerationsleistung der Gewebe nimmt allgemein ab.

In den meisten Fällen werden altersbedingte Arthroseanzeichen im höheren Alter nicht unbedingt als Grund für eine medizinische Behandlung angesehen. Die Ansprüche an Beweglichkeit und Belastbarkeit verringern sich auch. Lediglich wenn der Verfall des Kniegelenks für das Alter des Patienten überdurchschnittlich weit fortgeschritten ist, wird die Arthrose als krankhaft angesehen. Auch ältere Patienten sollten sich jedoch ihre Ansprüche an Beweglichkeit und Mobilität bewahren und bei Gelenkverschleiß ihren Kniespezialisten aufsuchen.

Tritt die Kniearthrose jedoch zu früh im Leben auf und schreitet sie zu schnell voran, ist eine Behandlung dringend geboten: Nur durch konsequente Therapie ist Einsteifung und schließlich Verlust des Kniegelenks zu vermeiden. Patienten mit gesunden Gelenken haben auch im höheren Alter einen hohen Bewegungsradius. Damit schaffen sie auch die Bedingungen für ein gesundes Herz und Kreislaufsystem, stabile mentale Fähigkeiten, gesunden Stoffwechsel und hohe Lebenserwartung.

Was bewirkt den Knorpelabbau im Kniegelenk?

Kniearthrose ist stets die mechanische (unfallbedingte) oder degnerative Ausdünnung des Knorpelgewebes. Wesentlich seltener ist die genetische Instabilität von Knorpelgewebe, die auch ohne Unfall oder hohes Alter zu vorzeitigem Knorpelverschleiß führen kann. Aber abhängig von der Ursache: Knorpelgewebe kann vom Organismus nicht mehr ohne Hilfe regeneriert werden. Knorpel ist ein nicht direkt durchblutetes Gewebe, sondern ein nur durch passive "Flüssigkeitsdiffusion "geringfügig ernährtes (sog. bradytrophes) Gewebe. Je länger der Patient aber mit einer kausalen Therapie wartet, um so geringer sind die verbleibenden Möglichkeiten der Knorpeltherapie. Es empfiehlt sich auch nicht zu warten, bis die Schmerzen unerträglich geworden sind: Dann kann die Zeit für eine gelenkerhaltende Therapie schon verstrichen sein.

Mechanische Analogie für die Arthroseentstehung

Das menschliche Knie ist hinsichtlich seiner Alterung in einigen Aspekten durchaus vergleichbar mit einem rotierenden mechanischen Radlager. Abnutzung, aber auch Verkippung (Fehlstellungen) aus der geraden Spur, führen dazu, dass es undicht wird und einseitig abnutzt. Das Lager "zieht Dreck" (im Knie: Abrieb und Knochensplitter), der reibt und die Abnutzung beschleunigt. Irgendwann ist das Lager nicht mehr gleitfähig und muss gewechselt werden.

Ebenso können Stabilitätsprobleme im Knie nach Kreuzbandriss, Fehlstellung oder Meniskusschaden die Arthrose beschleunigen.

Ebenso wie das Radlager, kann auch das menschliche Knie bei Kniearthrose im Endstadium völlig versteifen. Ebenso wie beim defekten Radlager kann die Lebensdauer des Knies mit Arthrose durch Reinigung und Beseitigung von Verkippung (Fehlstellungen) verlängert werden.

Der geläufigste Faktor für das Entstehen der Gonarthrose ist die "Abnutzung" des Kniegelenks. Das soll aber niemanden aus Angst vor Gelenkverschleiß im Knie von regelmäßiger Bewegung abhalten. Im Gegenteil: Sanfte, regelmäßige Bewegung stärkt das Knie, fördert die Ernährung des Knorpels.

Aber auch Fehlbelastung durch Fehlstellung der Beinachse im Knie, etwa durch X-Fehlstellung oder O-Fehlstellung, kann zu Arthrose im Knie führen.

Inspektion der Beinachse bei Gonarthrose (Kniearthrose) Die Inspektion der Beinachse bei Gonarthrose. X- oder O-Fehlstellungen können zu einer Fehlbelastung im Kniegelenk führen und langfristig eine Arthrose im überlasteten Bereich auslösen. Im Verlauf der Arthrose verstärkt sich diese Fehlstellung im Knie meist noch. © Gelenk-Klinik

Die Rolle von Sportunfällen und Trauma

Sehr oft sind es Brüche und Sport-Unfälle, deren Langzeitfolgen zu Arthrose führen. Ein Bruch des Schienbeinkopfes (Tibiakopffraktur) kann die Gelenkfläche des Kniegelenks durch eine Stufe stören und zu schneller Abnutzung des Knorpels führen.

Auch Bandverletzungen - die Aussenbänder oder die Kreuzbänder- können die Belastungslinien im Kniegelenk ändern und zu einer vorzeitigen Arthrose führen. Nur die frühzeitige Wiederherstellung der natürlichen Belastungslinien im Knie, etwa durch arthroskopische Bandrekonstruktion, kann nach Bandverletzungen die Entstehung der Kniearthrose verhindern.

Genetische Ursachen der Arthrose

Auch genetische Faktoren spielen bei der Entstehung der Arthrose im Knie eine große Rolle. Bei manchen Patienten altert der Knorpel einfach früher und ist weniger stabil.

Arthritis und Entzündungen

Ein weitere wichtige Risikogruppe sind Personen mit entzündlichen Prozessen im Knie. Das entzündete Knie ist warm, geschwollen, schmerzhaft und unbeweglich. Arthritis, aber auch bakterielle Infektionen können den Knorpel im Kniegelenk aufrauen und zerstören. Daher ist die Kontrolle entzündlicher Vorgänge ein sehr wichtiger Teil der Therapie.

Entzündlich aktivierte Arthrose beschleunigt den Knorpelabbau

Werden Knorpel abgebaut und reiben die Knochen immer stärker aneinander, können abgelöste Knorpel und Knochenfragmente Entzündung und Knieschmerzen verursachen.

Durch diese Infektionen wird das Milieu im Kniegelenk verändert. Der Krankheitsprozess wird durch Infektion und Schwellung des Knies durch entzündliche Episoden aktivierter Arthrose schubartig beschleunigt.

Stadien der Arthrose im Knie (Gonarthrose)

retropatellare Kniearthrose Kniegelenk mit Arthrose von vorne gesehen. Sichtbar sind die Patella, Innen- und Außenmeniskus und das vordere Kreuzband. Auch hinter der Patella im sogenannten Femoro-Patellar-Gelenk kann Arthrose entstehen. © Viewmedica

Arthrose wird in 4 Stadien unterteilt: Diese Stadien der Kniearthrose werden nach dem Aussehen und der sichtbaren Degeneration des Knorpels eingeteilt.

Am Anfang stehen Anlaufschmerzen und gelegentliche entzündliche Aktivierungen der Arthrose. Im weiteren Verlauf verliert das Gelenk seine Form, die Beinachse wird unregelmäßig. X- oder O-Bein Fehlstellungen verstärken sich.

Knorpelschäden 1. und 2. Grades: Diese Stadien der Kniearthrose sind weitgehend beschwerdefrei, eine operative Behandlung ist meist nicht erforderlich. Der Knorpel wird an der Oberfläche weicher und fasert etwas aus. Die Beweglichkeit des Knies ist trotz beginnender Arthrose aber noch nicht beeinträchtigt.

Hier können noch einige knorpelregenerierende Verfahren erfolgreich zum Einsatz gebracht werden. Das erfolgreichste Verfahren ist die Knorpeltransplantation.

Knorpelschäden 3. Grades: Die Knorpeloberfläche hat in diesem Stadium bereits Risse oder Krater. Die Oberfläche ist nicht mehr glatt. Die Schäden reichen tief in den Knorpel hinein. Doch ist der Knochen noch an allen Stellen mit einer bereits tief eingerissenen Knorpelschicht bedeckt.

In diesen Fällen kann häufig noch eine Teilersatz (Repicci Prothese oder HemiCap) die intakten Anteile des Kniegelenks erhalten. Nur die Schadstellen müssen behandelt werden, um die Degeneration einzudämmen.

Knorpelschäden 4. Grades: In diesem Stadium der Kniearthrose liegen sehr schwerwiegende Knorpelschäden vor. Der Knochen ist an vielen Stellen nicht mehr von Knorpel bedeckt. Man spricht in diesem Stadium der von einer Knochenglatze. Die Knochen reiben direkt aufeinander. Der Abrieb im Gelenk sorgt dafür, dass eine aktivierte Arthrose durch Entzündungen und Schwellung (Gelenkergüsse) schmerzhaft wird und das Gelenk versteift.

In diesen Fällen kann eine Teilprothese noch helfen, wenn die Arthrose im Knie lokalisierbar ist, also nur einen Teil bzw. ein Kompartiment des Kniegelenks betrifft. Ist bereits das gesamte Knie vom Knorpelverschleiß betroffen, kann nur noch eine Knieprothese (Knie-TEP) helfen.

Diagnose der Arthrose im Knie - Untersuchung und bildgebende Verfahren

Anamnese und Beschwerdebild

MRT Bild einer Kniearthrose mit deutlich verschmälertem GelenkspaltMRT Bild einer Kniearthrose. Deutlich zu erkennen ist die durch den Knorpelabbau bedingte Verschmälerung des Gelenkspaltes in der medialen (inneren) Kniegelenkskammer. © Gelenk-klinik.de

Der erste und wichtigste Schritt zur Diagnose der Kniearthrose ist das vom Patienten mitgeteilte Beschwerdebild. Patienten berichten von Morgensteifigkeit und Anlaufschmerzen im Knie, vor allem nach dem Schlaf oder längerem Sitzen.

Untersuchung der Kniearthrose durch den Spezialisten

  • Prüfung der Muskulatur
  • Prüfung der Knie-Außenbänder
  • Prüfung der Kreuzbändern
  • Regulierung des Körpergewichts
  • Beachtung von schonungsbedingter Muskelatrophie
  • Muskelfunktionsmessung (EMG)
  • Untersuchung der Koordination
  • Zustand und Funktion des Meniskus

Patienten berichten auch von belastungsabhängigen Schmerzen: Beim Treppensteigen oder beim in die Hocke gehen wird das Knie besonders stark belastet. Der Orthopäde erkundigt sich nach der noch vorhandenen schmerzfreien Gehstrecke des Patienten. Der Bewegungsradius ist meist schon deutlich eingeschränkt.

Wenn die Diagnose gesichert ist, muss der Kniespezialist die wichtigen Begleitumstände der Kniearthrose ermitteln. Eine Therapie der Gonarthrose ist nur unter ganzheitlicher Einbeziehung der Vorgeschichte und Lebensumstände des Patienten sinnvoll. Der Orthopäde wird sich nach besonderen beruflichen oder sportlichen Belastungen erkundigen. Auch Medikamenteneinnahme, Arthrose an anderen Gelenken, vorangegangenen Infektionserkrankungen (wichtig: Borreliose) und Unfälle sind wichtiger Teil der Krankengeschichte.

Klinische Untersuchung

Zu Beginn wird das Kniegelenk, ebenso wie das gesamte Bein inspiziert. Schwellungen, Rückbildung der Muskulatur und Fehlstellungen sind sofort sichtbar. Eben so sind Fehlstellungen im Sprunggelenk von erheblicher Bedeutung (z.B. Knick-Senkfuß) weil sie das Kniegelenk zusätzlich belasten können.

Durch die Tastuntersuchung (Palpation) werden druckschmerzhafte Gelenkergüsse festgestellt.

Prüfung des Kreuzbands bei der Untersuchung von Kniearthrose Die Funktion des Kreuzbandes steht oft in engem Zusammenhang zur Arthroseentstehung. Ein instabiles Knie kann leichter Arthrose bekommen. © Gelenk-Klinik

Durch Tests des Bewegungsumfanges wird geprüft, ob die Beweglichkeit des Kniegelenks durch die Arthrose bereits vermindert ist. Eine gleichzeitig statfindende Prüfung des Hüftgelenks (Innenrotation) gibt uns Hinweise darauf, ob die Knieschmerzen vielleicht durch eine Arthrose oder Bewegungseinschränkung des Hüftgelenks ausgelöst wurden. Wenn durch Innenrotation des Hüftgelenks Schmerzen im Knie entstehen, ist die Ursache eher im Hüftgelenk zu suchen.

Der Schmerz wird durch Befragung und Untersuchung genau lokalisiert. Je nachdem, ob der Schmerz hinter der Kniescheibe (retropatellar), im gesamten Knie oder in einer der beiden Kammern des Kniegelenks (außen = lateral oder innen = medial) sitzt, kann der Orthopäde Rückschlüsse auf die Kniearthrose ziehen.

Der Zustand des Meniskus wird genau untersucht, denn oft sind unbehandelte Sportverletzungen im Knie Auslöser einer vorzeitigen Kniearthrose.

Differentialdiagnosen

Doch nicht alle Knieschmerzen werden durch Arthrose verursacht. Der Orthopäde muss andere mögliche Ursachen der Schmerzen im Knie sorgfältig ausschließen.

Zu diesen sogenannten Differentialdiagnosen bei Knieschmerzen gehört vor allem auch Hüftarthrose (Coxarthrose): Auch eine Arthrose der Hüfte kann sich auch erstmals als außen liegender Knieschmerz bemerkbar machen. Patienten kommen dann mit einem Verdacht auf ein KNieproblem in die Sprechstunde, es handelt sich jedoch um einen ausstrahlenden Hüftschmerz. .

Auch bei Nervenerkrankungen und Einklemmungen, etwa bei einem Bandscheibenvorfall, können Schmerzen im Knie auftreten.

Differentialdiagnosen der Knieschmerzen

  • Bandscheibenvorfall
  • Hüftarthrose (Coxarthrose)
  • Knick-Senkfuß, allgemein Störungen der Beinachse
  • Meniskusverletzungen
  • Bakterielle Infektionen
  • Arthritis und Rheuma
  • Aseptische Osteonekrose

Sind die anderen möglichen Ursachen der Knieschmerzen ausgeschlossen, wird der Orthopäde eine Arthrose diagnostizieren.

Bildgebende Verfahren: Röntgen, Ultraschall und MRT

Der wichtigste Schritt zur Darstellung von Knorpelschäden bei Kniearthrose im Lager zwischen Oberschenkel und Schienbein (dem femoropatellaren Lager) ist ein Röntgenbild in Verbindung mit einem MRT Bild des Knies. Oftmals gelingt erst die Darstellung von frühen Knorpelschäden im MRT nach Kontrastmittelgabe mit spezialisierten Sequenzen.

Die Abbildung zeigt eine Fehlstellungen des Knies als Ursache der Gonarthrose. Die Kniearthrose ist im Röntgen deutlich sichtbar: Der einseitig schmale Gelenkspalt ist eindeutig sichtbar. Wo der Knorpel im Gelenk abgebaut ist, nimmt der Abstand der Knochen im Röntgenbild ebenfalls ab, der Gelenkspalt wird schmal. Dafür ist es wichtig, dass das Röntgenbild im Stehen unter Gewichtsbelastung des Gelenks erfolgt, weil sonst leicht eine Gelenkspaltschmälerung unterschätzt wird. Bei einer fortgeschrittenen Arthrose des Kniegelenks ist die Röntgendiagnostik meist alleine ausreichend.

Untersuchung der Kniearthrose durch UltraschallMit der Ultraschall-Untersuchung kann Ihr Spezialist Schwellungen, Ergüsse und Entzündungszeichen gut untersuchen. © Gelenk-Klinik

Für die Röntgendiagnostik der Kniearthrose unerlässlich ist die seitenvergleichende Aufnahme des Kniegelenks unter Belastung. Der Patient beugt seine Kniegelenke um 20 Grad, so dass die Aufnahme unter Belastung erfolgt. Röntgenaufnahmen im Liegen - ohne Belastung der Knorpel - zeigen dagegen keine klaren Befunde bei der Diagnose von Kniearthrose. Auch die MRT Aufnahme der Kniearthrose ist oft im Vergleich zu Röntgenaufnahmen unter Belastung der Kniegelenke zu wenig aussagekräftig.

Die Ultraschalluntersuchung (Sonografie) kann Entzündungsprozesse im Kniegelenk zeigen. Eine Gelenkschleimhautentzündung (Synovialitis) oder eine Meniskusdegeneration mit der Folge einer Baker Zyste kann mit Ultraschall besonders gut untersucht werden.

Fakten zur Arthrose im Knie

  • 70% aller Patienten mit Kniearthrose haben eine beidseitige Arthrose in beiden Knien
  • In einem Zeitraum von 11 Jahren entwickelten auch Patienten mit einseitiger Arthrose eine Kniearthrose auf der gegenüberliegenden Seite.
  • Kniearthrose entwickelt sich zu 47% zwischen Oberschenkel und Scheinbeinknochen
  • 10% aller Fälle von Kniearthrose bei Männern entstehen zwischen Oberschenkel und Kniescheibe.
  • Bei Frauen ist die patellofemorale Kniearthrose mit einem Anteil von 21% aber wesentlich häufiger.
  • 41% aller Kniearthrosen sind Mischformen.
  • Bei beiden Geschlechtern ist die mediale Kniearthrose - also Arthrose der inneren Kammer des Kniegelenks am häufigsten.
  • Literatur

Kniearthrose und Sport

Kniearthrose Arthrose im Knie kann zunächst voranschreiten, ohne zu äußerlichen Veränderungen am betroffenen Gelenk zu führen. © Gelenk-Klinik

Kniearthrose hat eine direkte Auswirkung auf die Sportfähigkeit. Die folgenden Beobachtungen macht fast jeder Patient mit Kniearthrose:

  • Das Knie fühlt sich mit Arthrose insgesamt kraftloser an.
  • Die Höchstbelastung, die man dem Knie zumuten will, sinkt mit zunehmender Arthrose stetig.
  • Nach dem gewohnten Sport ist das Knie oft über längere Zeit - 2-3 Tage - geschwollen oder warm: Dieser "Gelenk-Kater" ist ein Entzündungszeichen.
  • Nach Sport fühlen sie nächtlichen Ruheschmerz im Knie.
  • Sie brauchen beim Sport länger, um wieder in die Gänge zu kommen.
  • Sie fühlen sich nicht so sicher auf den Beinen.
  • Ihre Bewegungen werden ungenau, die Koordination nimmt ab.

Die beginnende Kniearthrose bedeutet nicht, dass Sport oder Aktivität eingestellt werden muss. Im Gegenteil: Je besser das Knie trainiert ist, um so langsamer schreitet der Gelenkverschleiß fort. Sanfte Bewegungsformen (Radfahren, Krafttraining, Schwimmen), die mit wenig Stoßbelastung das Knie kräftigen, sind sogar geeignet, die Entwicklung der Arthrose zu verlangsamen.

Günstige Sportarten für Patienten mit Arthrose im Knie:

  • Gymnastik-Übungen zur Kräftigung
  • Wandern
  • Aerobic
  • Wassergymnastik und Schwimmen

Sportliche Einschränkungen durch Arthrose im Knie:

  • Die Patienten können dann auch nicht mehr mühelos in die Hocke gehen.
  • Das Aufräumen der Wohnung oder bei Gartenarbeit fällt plötzlich schwer
  • längere Zeit in der Hocke zu arbeiten.
  • Die Gelenke fangen bei Arthrose im Knie an zu knacken.
  • Die Gelenkgeräusche bei jeder Bewegung werden lauter.

Die Patienten sollten ihre sportlichen Aktivitäten mit Kniearthgrose stark modifizieren. Wenn Sie vorher Jogger waren, sollten sie z.B. Stoßbelastungen reduzieren und eher Nordic Walking praktizieren. Ski-Abfahrt ist mit wesentlich mehr Stoßbelastungen verbunden als z.B. Langlauf. Bei Bergtouren sollte man überlegen, ob man den Abstieg mit Hilfe der Seilbahn bewältigt, um Stoßbelastung im Gelenk einzusparen. Schwimmen und Radfahren sind großartige Sportarten mit wenig Belastung im Gelenk.

Welche Behandlung der Kniearthrose ist in welchem Stadium sinnvoll?

Therapieziel

Vorbeugende Instandhaltung ist die effektivste Behandlung der Gonarthrose. Dabei werden die möglichen Ursachen der späteren Kniearthrose frühzeitig erkannt und kausal behandelt. Die vorausschauende Vermeidung der Kniearthrose oder Therapie zum Gelenkerhalt ist mit unserem zunehmenden Verständnis der Mechanismen, die zu Kniearthrose führen, eine der für unsere Patienten vielversprechendsten und innovativsten Behandlungsformen.

Kniearthrose, als Verschlechterung einer Gelenkfunktion, ist ein normaler Teil des Alterns. Daher ist Kniearthrose meist auch nicht, behandlungsbedürftig, solange eine altersgerechte Belastbarkeit und Beweglichkeit gegeben ist.

Durch eine Behandlung der Arthrose im Knie kann der Knorpel bei manchen Patienten aber vor zu schneller oder vorzeitiger Abnutzung bewahrt werden.

Die Behandlung zielt darauf ab, Schmerzen zu lindern, Entzündungen zu bekämpfen, Beweglichkeit zu erhalten und Behinderungen zu verhindern.

Bei der Arthrosetherapie stellt sich die Aufgabe, die Lebensqualität langfristig nachhaltig zu verbessern.

Bei dem normalen, altersbedingten Verschleiß des Kniegelenks erfolgt dies durch die Milderung der Symptome. Bei vorzeitigen Arthrosen kann die Krankheit aber auch direkt durch eine Behandlung der Ursachen gestoppt werden. Damit sind wir beim spannenden, zukunftsweisenden Bereich der gelenkerhaltenden Orthopädie: Durch Knorpeltherapie, Umstellung von Fehlstellungen (Osteotomie), Knorpeltransplantation (Knorpelzüchtung) kann Kniearthrose vollständig abgewendet werden oder im frühen Stadium erfolgreich behandelt werden: Unsere Patienten kommen wieder nahe an ihren alterstypischen Zustand heran. Rechtzeitige, vorausschauende Behandlung ist also sehr wichtig, um alle gelenkerhaltenden Behandlungsoptionen zu erhalten.

Gelenkerhalt durch vorausschauende Beurteilung der Arthrosentstehung im Knie

Der Orthopäde muss die Situation im Knie daher vorausschauend beurteilen. Ist einer der Faktoren gegeben, die zu vorzeitiger Abnutzung und krankhafter Gonarthrose führen, kann der Orthopäde durch vorbeugende Instandhaltung des Knies eingreifen und die Ursache nachhaltig beseitigen.

Dieses wichtige Prinzip der vorbeugenden Instandhaltung des Knies kommt vor allem bei Strukturschäden am Knie zur Anwendung.

Diese Ursachen der Kniearthrose müssen vorbeugend behandelt werden:

  • Fehlstellungen - angeboren oder als Unfallfolge
  • Knorpelabriss und Osteochondrale Läsion
  • Schädigung des Meniskus
  • Schädigung der Kreuzbänder
  • Schädigung der Seitenbänder am Knie

Wenn diese Voraussetzungen vorliegen, wird der vorausschauende Kniespezialist die resultierende Instabilität des Knies mit meist minimalinvasiven Operationen beheben, um als Voraussetzung die in Jahren zu erwartende Arthrosentwicklung zu verhindern.

Das Herstellen normaler Belastungslinien durch operative Beseitigung von Fehlstellung am Knie kann eine Kniearthrose effektiv aufhalten.

Konservative Behandlung einer Kniearthrose (Gonarthrose)

Die konservative Behandlung der Kniearthrose hat das Ziel, ohne Operation den Verlauf zu verlangsamen.

Kausale Therapie der Kniearthrose im Vergleich zur symptomorientierten Therapie

Durch konservative Behandlung der Kniearthrose kann das Befinden des Patienten verbessert werden. Der Knorpelabbau wird gebremst. Eine erfolgreiche Physiotherapie kräftigt Muskeln und Sehnen und sorgt für gesunde Bewegungsabläufe. Gesunde Bänder und Muskeln stabilisieren auch das Kniegelenk.

Im Einsatz symptomatischer Therapien wie Schmerzmittel und Kortison unterscheidet sich die Arthrosebehandlung in der orthopädischen Gelenk-Klinik sehr deutlich von der gängigen Praxis: Wir suchen, wann immer möglich, die kausale Therapie. Die Ärzte der Gelenk-Klinik wollen also durch Knorpeltherapie oder Beseitigung der Krankheitsursachen die Kniearthrose behandeln. Allgemein wird oft nur symptomorientiert behandelt, um die Zeit bis zum Verlust der Gelenksfunktion mit Prothesenversorgung möglichst symptomfrei zu überbrücken. Die gesundheitlichen Kosten einer symptomorientierten Arthrosetherapie sind aber - im Vergleich zu einer ursachenorientierten Arthrosebehandlung - auf Grund der Nebenwirkungen einer langwierigen medikamentösen Schmerztherapie auf Grund der Nebenwirkungen und der Unverträglichkeit hochdosierter Medikamente sehr hoch.

Es gibt Verfahren um die Symptome des Knorpelschadens zu behandeln: Muskeltraining, Injektionen, Physiotherapie. Der Knorpelschaden kann durch diese Techniken aber nicht wieder zur Heilung gebracht werden. Nur eine Knorpelzelltransplantation kann Knorpelschaden im Knie wieder mit gesundem Gelenk-Knorpel ausfüllen.

Das Therapie-Schema der Arthrose lässt sich in Form einer Pyramide darstellen:

Arthrose-Pyramide-hr-2Die Behandlungspyramide zeigt die allgemeingültigen Verfahren zur Behandlung der Kniearthrose in der Basis. Je weiter man in der Pyramide nach oben kommt, um so seltener kommt das genannte Verfahren zum Einsatz. © Gelenk-klinik.de

Die Basis der Empfehlungs-Pyramide bilden die Maßnahmen, die für alle Patienten gültig sind. Dabei stehen in den neuen Therapieempfehlungen nicht mehr Medikamente, sondern Verhaltensanpassung und Training im Vordergrund.

Die Entlastung des Knies verlangsamt die Kniearthrose

Zuallererst geht es dem Orthopäden um die Entlastung des von Arthrose betroffenen Gelenks. Das lässt sich im Alltag am ehesten mit Gewichtsreduzierung erreichen. Das effizienteste nichtoperative Verfahren in der Behandlung der Kniearthrose ist die Gewichtsreduktion. Hier kann bei Bedarf eine Ernährungsberatung erfolgen. Wir haben besonders gute Erfahrungen gemacht mit einer kohlenhydratreduzierten, proteinreichen Diät (LOGI-Diät).

Neben Bewegung ist Ernährung und Gewichtskontrolle wirksame Vorbeugung gegen Arthrose. Viel Proteine und Gemüse, weniger Kohlenhydrate: eine Ernährung nach der LOGI-Methode hilft, ohne Verzicht Gewicht zu verlieren und entlastet auch die Gelenke. © Wikimedia.org

Vorbeugung und Anpassung der Lebensweise

Zu dieser konservativen Behandlung der Kniearthrose gehört ein Gespräch über die Lebensgewohnheiten des Patienten. Bewegungsmangel, besondere berufliche oder sportliche Belastungen, müssen als Grundlage der Arthrosebehandlung verstanden und bei Bedarf auch geändert werden.

Verschiedene pflanzliche Mittel zur Behandlung der Arthrose → können in dieser Stufe ebenfalls empfohlen werden.

Kniearthrose: Übungen und Physiotherapie

Bei Kniearthrose helfen Übungen aus dem Bereich der Physiotherapie vielen Patienten. Der Zusammenhang ist aber durch Studien schlecht belegt. Sie kräftigen die Muskulatur um das Knie, unterstützen dadurch die Gelenksfunktion und Entlasten die Gelenkflächen.

Eine Entspannung der Muskulatur und Beseitigung schmerzbedingter reaktiver Kontraktheit ist ebenfalls schmerzlindernd. Es ist günstig, wenn die Muskulatur wieder aus Ihrer Verkürzung befreit wird und der Stoffwechsel verbessert wird.

Manuelle Therapie und Physiotherapie bei Kniearthrose Manuelle Therapie und Physiotherapie. Physiotherapie kann Muskeln und Sehnen um das Knie kräftigen und Kniearthrose verlangsamen. © Gelenkreha.de

Muskulatur und Kräftigende Übungen hemmen daher direkt den Gelenkverschleiß bei Kniearthrose. Durch die Verbesserung des Stoffwechsels im Gelenk wird auch die Knorpelernährung gebessert, und Regeneration des noch vorhandenen Knorpels, soweit möglich, gefördert.

Wichtige physiotherapeutische Massnahmen

  • Dehnung, Kräftigung und Verbesserung der Beweglichkeit
  • Lösung der Kontraktheit durch zellbiologische Regulationstherapie (ZRT®-Matrix-Therapie)
  • Bewegungsbad und Wassergymnastik (Gewichtsentlastung)
  • Wärmetherapie als Balneotherapie oder wIRA Strahlung
  • Trainingstherapie (Krafttraining)
  • Aerobe Low impact Sportarten (Radfahren, Schwimmen)
  • Verbesserung von Propriozeption und Koordination

Kniearthrose-Übungen zum Selbermachen

Kniearthrose Übung Die Brücke ist eine Übung zur Kräftigung der Muskulatur und Verbesserung der Koordination und Kraft im Kniegelenk. © Gelenkreha.de
  • Beine schwingen lassen
    Bei dieser Übung sitzen sie auf einer Tischplatte. Lassen Sie die Beine vor und zurück schwingen. Ohne Belastung verteilt sich die knorpelschützende Gelenkschmiere auf der ganzen Knorpelfläche des Knies.
  • Bein kreisen lassen
    Bei dieser Übung stehen sie auf einem Bein. Lassen sie das andere Bein kreisen. Dadurch kräftigen Sie die Haltemuskulatur des Knies im stehenden Bein und fördern die Koordination und Stabilität im Kniegelenk.
  • Brücke
    Bei dieser Übung liegen sie auf dem Rücken, beide Beinde sind angestellt. Sie strecken das Becken und heben das Gesäß vom Boden, bis sie sich um Schulterstand befinden. Dort halten, wieder absenken. Mit dieser Übung kräftigen Sie die Muskulatur um das Kniegelenk.
  • Brücke mit Ausstrecken eines Beines
    Übung wie vorangegangene: sie Liegen mit angestellten Beinen, heben Sie das Gesäß in den Schulterstand, und strecken ein Bein in die Luft. Damit stabilisieren Sie die Kniemuskulatur und erhöhen die Koordinationsfähigkeiten in Ihrem Kniegelenk.

Kniearthrose und Medikamente

Erst, wenn Ernährunsgberatung und Verhaltensanpassung nicht weiterhelfen, kommen weitere Maßnahmen aus der 2. Stufe der Behandlungspyramide zum Einsatz.

Knorpelaufbaustoffe - eine Methode zur Vorbeugung der Kniearthrose?

Knorpelaufbaustoffe sind Bestandteile des Gelenk-Knorpels, die den Knorpelverschleiss reduzieren sollen. Ein eindeutiger Wirkungsnachweis, wie für Medikamente eigentlich erforderlich, wurde aber für knorpelaufbauende oder knorpelschützende Substanzen noch nicht schlüssig erbracht. In Einzelfällen sehen wir deutliche Verbesserungen bei Patienten. Wir empfehlen, eine bis zu dreimonatige Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zu versuchen. Wenn dann im Einzelfall noch keine Verbesserung des Befindens eingetreten ist, sollte die Einnahme nicht fortgesetzt werden.

Es gibt 2 Arten von Knorpelschutz-Medikamenten:

Knorpelaufbauende Nahrungsergänzungsmittel

Glycosamin (1,5 g am Tag) und Chondroitinsulfat (bis 1,2 g am Tag) sind Knorpelbestandteile. Sie werden als Nahrungsmittel eingenommen und haben daher den Status von Nahrungsergänzungsmitteln. Man kann diese beiden Substanzen auch in Kombination nehmen. Die Einnahme sollte über einen längeren Zeitraum erfolgen. In Einzelfällen sind mit dieser Behandlung auch schon erhebliche Beschwerdebesserungen beobachtet worden. Die Wirksamkeit hängt sicher von Grad und Ursache der vorliegenden Kniearthrose ab. Generell gilt: Zuerst wollen wir die Ursache beseitigen, dann ist eine medikamentöse Zusatztherapie sinnvoll.

Knorpelaufbauende Injektionen mit Hyaluronsäure in das Knie

Hyaluronsäure ist ein wichtiger Bestandteil des Bindegewebes, das von Knorpelzellen gebildet wird. Hyaluronsäure wird in das Gelenk eingespritzt und durch viel mehr in Gelenknähe angereichert, als es bei der Gabe von Medikamenten zum Einnehmen möglich ist. Es werden 3-5 Injektionen im Abstand von einer Woche vorgenommen. Die Injektion in das Gelenk ist erfahrungsgemäß effektiver, weil die knorpelaufbauenden Substanzen direkt und in höherer Konzentration zur Verfügung gestellt werden. Auch hier ist eine Symptombesserung möglich, die von der Ursache und der Entwicklung der individuellen Kniearthrose abhängt. Die medizinische Wirkung von Hyaluronsäure-Injektionen ist noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Auch nach unserer Erfahrung findet durch Injektion von Hyaluronsäure keine Knorpelbildung im Knie statt. Es wird lediglich die Viskosität (Schmiereigenschaften der Gelenkflüssigkeit) geändert. Das wirkt dann indirekt schmerzstillend und verbessert die Funktion. Intraartikuläre Hyaluronsäureinjektion hat den Stellenwert einer symptomorientierten Therapie. Wenn wir durch eine Hyaluronsäureinjektion eine Verbesserung von Beweglichkeit und Arthroseschmerzen in einem Zeitraum von mindestens 5-6 Monaten erreichen, empfehlen wir das Verfahren zur Wiederholung, weil im Einzelfall der Nutzen gegeben ist. Die Beseitigung der mechanischen Ursache der Knieathrose ist jedoch weiterhin zwingend erforderlich.

Pflanzliche Medikamente bei Kniearthrose: Die nebenwirkungsarme Alternative

Brennnesselextrakt bei Kniearthrose Brennesselextrakt bei Kniearthrose

Pflanzenmittel gegen Kniearthrose mit Wirkungsnachweisen

  • Wurzel der Teufelskralle
  • Pappelrinde
  • Weidenrindenextrakt
  • Brennnesseltee
  • Goldrutenkraut
  • Hagebuttenpulver
  • Avocado-Soja Extrakt
  • Arnika-Cremes

Pflanzliche Medikamente spielen wegen Ihrer Verträglichkeit und eine Rolle bei der begleitenden Therapie der Kniearthrose. Sie können die Dosis von synthetischen Medikamenten reduzieren oder im günstigsten Fall sogar ganz ersetzen. Damit stellen sie für Menschen, die unter Unverträglichkeit herkömmlicher Schmerzmittel leiden, eine Alternative dar.

Die Wurzel der Teufelskralle wirkt günstig bei Arthroseschmerzen. Morgensteifigkeit und Anlaufschmerzen nehmen ab. Für die Teufelskralle existiert sogar ein wissenschaftlicher Wirksamkeitsnachweis bei Arthrose. Damit liegt für die Teufelskralle ein den synthetischen Medikamenten gegen Kniearthrose vergleichbarer Wirkungsnachweis vor. Die Wirkung der Teufelskralle ist langfristig und überdauert den Einnahmezeitraum bei kurmäßiger Verwendung.

Neben der Teufelskralle sind auch andere Pflanzenmittel wie Brennnessel-Extrakt, Weidenrindenextrakt, Pappel und Eschenrinde gut gegen Kniearthrose.

Arnika-Cremes haben ähnliche schmerzlindernde Wirkungen wie nichtsteroidale Antirheumatika (z.B.Ibuprofen). Auch hier lohnt es sich für Patienten mit Arthroseschmerzen, einen Therapieversuch zu starten um diese nebenwirkungsfreie Schmerztherapie für sich zu nutzen.

Der Patient kann für die für ihn hilfreichen Pflanzenmittel herausfinden. Er gewinnt damit die Möglichkeit, nebenwirkungsfrei Arthroseschmerzen zu therapieren und vielleicht synthetische Schmerzmittel seltener einsetzen zu müssen.

Anders als bei synthetischen Medikamenten ist der Wirkstoffgehalt bei Pflanzenmedikamenten nicht genau standardisiert. Das schränkt die universelle Einsetzbarkeit bei Kniearthrose in den Augen der Schulmedizin ein. Jeder Patient sollte aber testen, ob er durch pflanzliche Medikamente eine Besserung erfährt.

Eine Selbstmedikation sollte allerdings nicht erfolgen. Es ist immer wichtig, diese Behandlung der Arthrose mit Pflanzenmitteln nach einer gründlichen Diagnose und unter ärztlicher Aufsicht durchzuführen.

Nichtsteroidale Antirheumatika: Schmerzmittel und Entzündungshemmung

NSAR-Medikamente bei Kniearthrose
  • Acetlysalicylsäure (Aspirin)
  • Diclofenac
  • Ibuprofen
  • Naproxen

Zu der spezifischen Behandlung von Arthroseschmerzen gehört zuallererst eine spezifische Schmerztherapie durch synthetische Medikamente. Diese Therapie verfolgt zwei Ziele: Die Gelenkschmerzen sollen durch Schmerzmedikamente erträglicher gemacht werden. Die der Schmerzentstehung zugrundeliegenden Entzündungsvorgänge bei schwerer Kniearthrose können durch diese Medikamente reduziert werden.

Dabei kommen nichtsteroidale Antirheumatika zum Einsatz, deren Nebenwirkungen aber sorgfältig beobachtet werden müssen.

Cremes als Alternativen zu Tabletten


Als Creme, die auf die schmerzenden Bereiche aufgebracht wird, haben nichtsteroidale Antirheumatika (u.a. Ibuprofen) eine ähnlich hohe Wirksamkeit wie Tabletten, bei viel geringeren Nebenwirkungen.

Die medikamentöse Therapie der Kniearthrose durch entzündungshemmende Antirheumatika ist oft nebenwirkungsreich und nicht magenfreundlich. Eine dauerhafte hochdosierte Gabe von Schmerzmitteln ist nicht mit einer guten Lebensqualität vereinbar. Daher werden sie bedarfsweise eingesetzt, wenn Schmerzen auftreten. Eine Dauermedikation ist dann empfohlen, wenn eine entzündlich aktivierte Arthrose eintritt mit starker Überwärmung und Schwellung des Kniegelenks. Dann kann dieser Schub durch einen z.B. bis zu zweiwöchige hochdosierte Dauertherapie mit Ibuprofen therapiert werden. Wir kombinieren die Schmerztabletten NSAR dann stets mit Magenschutzmitteln, um den Nebenwirkungen vorzubeugen.

Therapieempfehlung orale Enzyme


Enzymkombinationen (Trypsin, Promelain, Rutin) waren in einer randomisierten Studie mit 150 Patienten über 12 Wochen mit leichter bis schwerer Kniearthrose aus 2015 ähnlich wirksam gegen Arthroseschmerzen wie ein NSAR, aber wesentlich besser verträglich. Die Wirkung war bei dem Schmerzmittel und bei dem Enzympräparat deutlich besser als bei Placebo.
Bolten et al, Arthritis, 2015

Auch entzündungshemmende Spritzen, etwa mit Kortikosteroiden, werden als Dauertherapie nicht empfohlen. Durch diese Therapien wird lediglich die Symptomatik vermindert. Die Ursache wird dadurch jedoch nicht behandelt. Schmerzlinderung ist in der Wirkung genauso einzuschätzen, wie wenn bei einem Auto das flackernde Warnsignal (Kontrolleuchte) abgeschaltet wird, indem die Sicherung der Kontrolleuchte gezogen wird. Der angezeigte Defekt wird dadurch noch nicht behoben, sondern wird weiterbestehen. Bei fehlender Schmerzrückkopplung beschleunigt sich der Abriebprozess noch weiter.

Wie wirken NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika)?

Die nichtsteroidalen Antirheumatika hemmen bestimmte Enzyme (Prostaglandine) und stoppen damit die für aktivierte Arthrose typischen Entzündungsprozesse, aber auch die Übertragung von Schmerzsignalen. Damit haben die NSAR-Medikamente in Kombination mehrfache Wirkungsansätze, die bei Kniearthrose günstig sind.

Ein hochdosierter Dauereinsatz von Medikamente wie den nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) ist keinesfalls zu empfehlen. Ihre Nebenwirkungen - vor allem auf das Verdauungssystem des Patienten (Magenschleimhaut und Darm) - sind erheblich. Auch Patienten mit Herz- und Nierenproblemen sollten auf keinen Fall längere Zeit mit NSAR-Medikamenten behandelt werden.

Alternativen zu NSAR: Coxibe

Vorteile der Coxibe gegenüber NSAR-Medikamenten
  • Bessere Magenverträglichkeit
  • Bessere Leberverträglichkeit
  • Geringeres Blutungsrisiko

Die neue Wirkstoffgruppe der Coxibe (COX-2-Hemmer) ist eine Alternative zu Medikamenten wie den nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Diese neuen Medikamente werden über einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten besser vertragen. Vor allem Patienten älter als 65 Jahren sollten wegen der Magenempfindlichkeit diese moderne Medikamenten-Therapie durchweg erhalten. Aber auch hier sind Durchblutungsstörungen, periphere arterielle Verschlusskrankheit und Zustand nach Schlaganfall eine Kontraindikation.

Behandlung der schweren Kniearthrose und Schmerzlinderung
  • Medikamentöse Behandlung von Schmerzen und Entzündungen
  • Orthopädische Schuhe zur Normalisierung der Belastungslinien im Knie
  • Stoßwellentherapie
  • Entzündungshemmende Spritzen in das Kniegelenk
  • Zellbiologische Regulationstherapie und Matrixtherapie

Orthopädische Maßnahmen

Häufig sind Fehlstellungen im Knie (X-Bein, O-Bein) oder Sprunggelenk (Knick-Senkfuß) Ursache der Kniearthrose. In diesen Fällen gibt es neben operativen auch nichtoperative Maßnahmen, die Ausrichtung des Gelenks zu verbessern (Therapie von Malalignment).

Orthesen am Kniegelenk

Varus- oder Valgusorthesen können die bei Fehlstellung ungleiche Gewichtsverteilung im Kniegelenk verändern und eine X-Bein- oder O-Bein-Fehlstellung ausgleichen. Der biomechanische Effekt auf die Bewegungsänderung ist deutlich. Die Orthese ist auch wirksamer als die Schuhzurichtung, weil sie direkt auf das Gelenk wirkt. Die Akzeptanz dieser etwas klobigen Gestelle am Bein bei den Patienten ist allgemein nicht gut. Sie tragen unter der Hose auch deutlich auf.

Orthopädische Schuhzurichtung: Außenrand - oder Innenranderhöhung

Durch Innen- oder Außenranderhöhung des Schuhs können leichte Fehlstellungen im Kniegelenk ausgeglichen werden. Man kann auch die Belastung auf den bisher weniger verschlissenen Teil des Knies verlagern und den Bereich mit der Gonarthrose (medial/innenliegend oder lateral/außenliegend) entsprechend entlasten. In Studien könnte bei Schuhzurichtungen keine Schmerzverbesserung gezeigt werden. Wahrscheinlich ist der Effekt im Kniegelenk mit einer etwa um 5% veränderten Gewichtsverteiliung zu klein.

Physikalische Therapie bei Kniearthrose

Maßnahmen aus der physikalischen Therapie, wie Aktivierung des Gewebes und Anregung der Selbstheilungskräfte der erkrankten Knorpel, gehören ebenfalls in diese Stufe der Behandlungspyramide. Die zellbiologische Regulationsmedizin (sog. Matrixtherapie) trägt mit sanften physikalisch-therapeutischen Verfahren aus der Rehabilitationsmedizin zur Erhöhung der Gewebsvitalität bei. Optimale Voraussetzungen im Stoffwechsel zum Erhalt und der Regeneration des Knorpels sowie der Verhinderung unspezifischer Schmerzen und des entzündungsbedingten Knorpelabbaus gehören in diese Stufe der Behandlung.

Kniearthrose und Akupunktur

Massagetechniken
In einer placebokontollierten Studie mit 60 Patienten war traditionelle Thaimassage (3x wöchentlich), die ähnlich wie Akupunktur mit dem Meridiansystem und Akupressurpunkten arbeitet, ähnlich gut wie Ibuprofen in der Verbesserung der Kniefunktion bei Kniearthrose. Die gemessenen Parameter waren Beweglichkeit und Schmerzfreiheit des Kniegelenks.
Chiranthanut et al, 2014

In vielen Fällen hilft Akupunktur bei Arthroseschmerzen. Der Nutzen der Akupunktur bei Knieschmerzen ist nachweisbar und nebenwirkungsfrei. Dies wurde in der GERAC-Studie bei 70.000 Patienten gezeigt. Wir nehmen an, dass die AKupunktur nicht direkt auf den Gelenkknorpel wirkt. Stattdessen werden die myofaszialen Begleitschmerzen in der Umgebung des Kniegelenks gemildert. Das ist sinnvoll, weil bei vielen Patienten die ausstrahlenden Schmerzen in der Muskulatur um das Kniegelenk deutlich stärker schmerzen, als die Arthroseschmerzen im Bereich des Gelenks und der Gelenkkapsel.

Dies hat letztlich dazu geführt, dass Akupunktur bei Kniearthrose auch von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet wird. Daher bieten wir seit vielen Jahren Akupunktur als Arthrosebehandlung an. Alle Ärzte der Gelenk-Klinik sind in der Anwendung der Akupunktur ausgebildet und erfahren. Die abschwellende und entzündungshemmende Wirkung von Akupunktur bei Kniearthrose ist laut Studie mit der Wirkung der oralen Antiphlogistika (Schmerzmittel) zu vergleichen.

Grenzen der konservativen Therapie

Der Orthopäde muss den Verlauf genau beobachten. Wenn die Fehlstellungen im Kniegelenk rasch zunehmen, die Achsabweichung im Bein größer wird, oder die Bandstabilität im Knie trotz konservativer Therapie sich verschlechtert, kommt die konservative Therapie an Ihre Grenzen.

 

Kniearthroskopie (operative Gelenksspülung) als gelenkerhaltende Therapie der Kniearthrose

EndoskopieDer Knorpel des Kniegelenks wird unter während der Arthroskopie - einer minimalinvasiven Operation - mit kleinen Kamerasonden untersucht und mit endoskopischer Sicht direkt dargestellt. © Gelenk-klinik.de

Meist erfolgt eine Arthroskopie des Kniegelenks nicht nur zur direkten Feststellung der Situation im Kniegelenk, sondern auch therapeutisch als Gelenksspülung, zur Beseitigung von Bewegungs-Blockaden und Fremdkörpern (Abrieb) in der Gelenkkapsel.

Als Therapie der Arthrose im Kniegelenk wird die Arthroskopie als Therapie nicht mehr empfohlen. Mit Hilfe des arthroskopischen Eingriffs können verschiedene Arten von Operationen im Kniegelenk durchgeführt werden: Knorpel kann geglättet werden. Abscherfragmente von Knochen und Knorpel werden herausgespült. Knorpelschädigende Knochenanbauten (Osteophyten) können entfernt werden. Dadurch wird der für Arthrose typische Knorpelabrieb im Knie wieder vermindert. Eine Kniearthroskopie ist nur noch dann sinnvoll, wenn zugleich Struturschäden wie ein Meniskusriss, eine Einklemmung oder ein frisches osteochondrales Trauma versorgt werden. Bei fortgeschrittener Arthrose ist eine Arthroskopie nicht mehr sinnvoll.

Korrekturosteotomie gegen Kniearthrose

Die Korrekturosteotomie des Kniegelenks ist eine knöcherne Umstellungsoperation, die im Schienbein durchgeführt wird. Sie kommt bei Kniearthrose in nur einem der beiden großen Kompartimente des Knies zum Einsatz. Durch die Umstellung kann das Gewicht auf das noch gesunde Kompartiment verlagert werden. In den meisten Fällen erhalten wir bei vorsichtiger Indikationsstellung einen Zeitgewinn von 10-15 Jahren für unsere Patienten durch die Korrektur in der Beinachse. Diese Korrektur ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Arthrose von einer Fehlstellung des Beines im Kniegelenk begleitet war. Die Korrekturosteotomie kann diese Fehlstellung korrigieren. Das bereits beschädigte Kompartiment wird dadurch entlastet. Wir wollen aber durch diese Osteotomie keine zusätzliche Fehlstellung einführen. In diesem Fall empfehlen wir eher eine Schlittenprothese (Repicciprothese).

Knorpeltransplantation (Knorpelzüchtung) gegen Kniearthrose

Knie mit Chondrospheres in SpritzeDie Knorpelkügelchen (Chondrospheres) werden in den Knorpeldefekt eingefügt. Dort haften sie am Knochen an und füllen den Defekt nach mehreren Monaten mit neuem, elastischem Knorpelgewebe aus.

Eine der aussichtsreichsten Methoden gegen Arthrose im Knie ist die Züchtung neuen Knorpels. Dabei wird dem Patienten in einer arthroskopischen Operation ein kleines Stückchen seines Gelenk-Knorpels aus dem Knie entnommen.

In einem Speziallabor, das mit der Gelenk-Klinik schon seit über 20 Jahren zusammenarbeitet, wird der Knorpel gezielt vermehrt - auf ein vieltausendfaches Volumen.

Diese Knorpelvermehrung ist im Körper der Patienten mit Arthrose im Knie nicht möglich. Nach 6-8 Wochen wird die nachgezüchtete Knorpelmasse, die von den eigenen Knorpelzellen des Patienten abstammt, in einer 2. Arthroskopie wieder in das Gelenk eingebracht. Dort bedeckt es die Knorpelschäden nach Kniearthrose, und stellt die Gelenkfunktion wieder her. Damit kann man erstmals Arthrose im Knie auch wieder ausheilen.

Weiterlesen zu Knorpeltransplantation oder Knorpelzüchtung...

 

Vortragsvideos zum Thema Knorpeltransplantation und Knorpelzüchtung von Prof. Dr. med. Sven Ostermeier auf Youtube ansehen

Wann wird eine Prothesen-Operation bei Arthrose im Knie empfohlen

OP-Entscheidung: Wann empfehlen wir die Prothese?
  • Zunehmende Zerstörung der Gelenkflächen und des darunterliegenden Knochens.
  • Instabilität von Kreuzbändern behindert die Therapie durch Teilprothese.
  • Instabile Seitenbänder stören den Einbau einer konventionellen Knieprothese.
  • Starke Versteifung erzwingt eine Knieprothese.
  • Starke Schmerzen bei hohem Schmerzmitteleinsatz.

An eine Operation denkt man erst, wenn die Verhaltensanpassung und die konservative Behandlung den Funktionsverlust, Steifheit und Schmerzen im Knie nicht mehr kontrollieren können. Wichtig: Der Patient sollte bei endgradiger Kniearthrose auch nicht zu lange mit Ausweichbewegung, Bewegungsmangel und Schmerzmitteln ausharren. Das schädigt auch die benachbarten Gelenke. Die Muskelatrophie behindert den Patienten bei der Rehabilitation. Wir propagieren keine frühe Entscheidung für die Prothese. Wenn Patienten aber wegen ihrer Knieschmerzen nicht mehr vor die Türe kommen, wenn sie sozial eingeschränkt sind und ihre Organsysteme nicht mehr durch Bewegung angeregt werden, dann wird zu langes Abwarten vor der Prothesenoperation sogar schädlich für das Allgemeinbefinden.

Prothetik bei Kniearthrose

KnieprotheseKnieprothese (Knie-TEP) © Viewmedica
  • Hemicap-Prothese: Diese kleine, zementfrei eingebrachte Prothese versorgt kleine Knorpelschäden punktgenau. Die noch intakten Knorpelflächen im Knie bleiben erhalten.
  • Knieteilprothese (Repicci oder Monoschlitten): Die Schlittenprothese versorgt die Abteilung des Knies mit dem Knorpelschaden, der intakte Bereich bleibt erhalten. Die Teilprothese belastet die Patienten nicht so schwer, wie ein Teilprothese, die Mortalität ist geringer. Das Kniegefühl ist eingesamt besser, weil die Kreuzbänder erhalten bleiben.
  • Knie-Totalendoprothese: Die Knievollprothese kann das gesamte Kniegelenk ersetzen und wieder schmerzfreie Beweglichkeit bei Kniearthrose herstellen.
  • Individuelle Knieprothese: Unter computerunterstützter Analyse der Benachse wird die Knieprothese exakt passend zur Beinachse implantiert. Der Tragekomfort der Knieprothese erhöht sich dadurch deutlich.

Je fitter und beweglicher der Patient in die Operation geht, um so besser wird die Lebensqualität nach einer Prothesenoperation sein. Bei zunehmender Arthrose werden auch die Knochen inden Gelenkflächen zerstört. Die Befestigung einer Prothese wird dann immer schwieriger. Auch die Funktion der Seitenbänder des Kniegelenks ist wesentlich. Die Bänder können durch die Arthrose zerstört werden. Es wird dann mit abnehmender Funktion der Seitenbänder immer schwerer, eine ungekoppelte - also den vollen Bewegungsspielraum des Gelenks unterstützende - Prothese mit einem stabilen Ergebnis zu implantieren.

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Dr. med. Thomas Schneider, Facharzt für Orthopädie Dr. med. Thomas Schneider, Orthopäde
"Fortschritte in der Therapie von Spreizfuß, Hallux valgus und Fehlstellungen der Zehen"

 

Dr. med. Martin Rinio, Facharzt für Orthopädie Dr. med. Martin Rinio, Orthopäde
"Arthrose und Schmerzen im Sprunggelenk: So erhalten Sie ihr Gangbild"

Geprüfte Qualität

Beratung in der Gelenk-Klink

EndoProthethikZentrum (EPZ) Gelenk-Klinik

  • Geprüfte Qualität und Erfahrung mit über 200 Prothesen/Jahr
  • Geprüfte Aus- und Weiterbildung unserer Spezialisten
  • Qualität in Diagnose, Operation und Nachsorge
  • Geprüfte Beratung und Aufklärung unserer Patienten

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