Orthopädische Gelenk-Klinik

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Orthopaedische Spezialisten für Schulter

Schmerzen in der Schulter: Arthrose, Sehnenruptur, Kalkschulter oder Schleimbeutelentzündung?

  1. Vom Nacken ausstrahlende Schulterschmerzen
  2. Tief in der Achselhöhle liegende Schmerzen(Schulterarthrose)
  3. Stechende Schmerzen auf dem Schulterdach (Verletzung)
  4. Diffuse Schmerzen (Folgen der sitzenden Lebensweise)
  5. Schmerzen am Schulterblatt
  6. Bewegungsabhängige Schmerzen (in den Arm hineinziehend)
  7. Linker Arm, linke Schulter (Herz und Kreislauf)
  8. Schlafbehindernde Nachtschmerzen in der Schulter

Die Häufigkeit chronischer Schulterschmerzen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen.

Schulterschmerzen sind ernst zu nehmen. Viele Erkrankungen der Schulter können wir im Frühstadium effektiv und wirksam, meist mit Physiotherapie und physikalischer Therapie, behandeln. Verpassen wir den optimalen Behandlungszeitraum, können auch bleibende Einschränkungen auftreten.

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Denn inzwischen klagt fast jeder zehnte Patient über Schulterschmerzen. Schulterschmerzen sind häufig quälende, stark einschränkende und langanhaltende Beschwerden.

Viele Sehnen und Bänder stabilisieren die Schulter. Gemeinsam bilden Sie die Rotatorenmanschette. Schultergelenk: 1. Das GLENO-HUMERALE Gelenk aus Oberarmkopf und Gelenkspfanne (Glenoid) am Schulterblatts. 2. Das ACROMIO-CLAVICULARE Gelenk gebildet aus dem Schlüsselbein (Acromion)mit der oberen Spitze des Schulterblatts (Coracoid). Beide Gelenke können durch Trauma oder Arthrose Schulterschmerzen verursachen. © Viewmedica

Nicht immer ist es die Schulter selbst

Häufig resultiert der Schulterschmerz aber nicht aus einer Erkrankung des Schultergelenks. Meist sind es schulternahe Bereiche, wie Bänder, Sehnen oder die Muskulatur des Schultergürtels, die die Schmerzen auslösen.

Verlauf Ihrer Schulterschmerzen - Unfall oder chronisch?

Sehr wichtig ist auch die Frage nach der Verursachung der Schulterschmerzen: Liegt den Beschwerden ein Unfall (Trauma) zugrunde? Häufig ist ein Unfallhergang ganz offensichtlich. Dann gibt es keine Probleme die Ursache der Schulterschmerzen aus dem Unfallhergang herzuleiten.

Manchmal ist die Unfallursache des Schulterschmerzes aber nicht so offensichtlich: Ein Sturz auf den Ellenbogen kann einen langfristigen Schaden an einer Schultersehne (Rotatorenmaschette) verursachen, der erst nach einiger Zeit zunehmend schmerzhaft wird.

Oft stellen sich Schulterschmerzen auch allmählich und schleichend ein und werden - oft in Abhängigkeit von bestimmten Bewegungen - immer stärker. Dauern die Schmerzen bereits länger als 3 Monate, spricht man von chronischen Schulterschmerzen.

Nachtschmerzen im Schultergelenk

Schulterschmerzen in der Nacht beim Liegen auf der Schulter sind recht diagnostisch unspezifisch. Sie sind aber besonders quälend, weil die Schlafposition eingeschränkt ist und der Patient beim Umdrehen immer wieder aufwacht. Das macht Schulterschmerzen viel einschneidender als vieles andere.

Arthrose bzw. Verletzung des Schultereckgelenks, Bursitis, Kalkschulter oder Schulterarthrose sowie Entzündungen können diesen quälenden Nachtschmerz auslösen. Schulterschmerzen in der Nacht sind also ein schlimmes, aber leider kein diagnostisch sehr aussagekräftiges Symptom. Auf jeden Fall sollten Sie sich mit Nachtschmerzen in der Schulter sofort in ärztliche Behandlung begeben.


Wenn Sie zwei oder mehr dieser Fragen mit "Ja" beantworten müssten, sollten Sie Ihre Schulter bei einem Facharzt zur Untersuchung vorstellen.

Der Schulterschmerz und die Bewegungseinschränkung des Schultergelenkes sind ein sehr häufiger Grund für einen Arztbesuch. Zum Glück ist die Ursache in den meisten Fällen trotz heftiger Schulterschmerzen sehr gut mit konservativen Methoden behandelbar.

Nicht nur ältere Menschen sind betroffen: In allen Altersgruppen können Schulterschmerzen auftreten.

Was sind allgemeine Ursachen für Schulterschmerzen?

Die längere Lebenserwartung führt zu einer höheren Rate von Schultererkrankungen im höheren Alter. Auch der gesellschaftliche Trend zu bestimmten Sportarten - auch im höheren Lebensalter - verursacht immer häufiger auch Schulterschmerzen.

Unzureichende Vorbereitung des Körpers und auch des Bewegungsapparates vor Aktivitäten sind ebenso Auslöser der Probleme, wie die geringen Bewegungsanforderungen in unserer Gesellschaft.

Wann sollten sie mit Schulterschmerzen auf jeden Fall zum Schulterspezialisten?

  • Bei sehr starken, stechenden Schulterschmerzen.
  • Wenn die Schulterschmerzen nie abklingen, also chronisch sind.
  • Chronisch wiederkehrende Schulterschmerzen.
  • Sturz auf die Schulter oder den Arm mit starken Schmerzen.
  • Immer nach einem Unfall.
  • Steifheit und Unbeweglichkeit von Arm und Schulter.
  • Ausstrahlen der Schulterschmerzen in Nacken oder Arm.
  • Gefühlsstörungen wie Taubheit, Ameisenlaufen oder Kribbeln.
  • Plötzliche linksseitige Schulterschmerzen, manchmal in Verbindung mit Schmerzen hinter dem Brustbein und Atemnot (Verdacht auf Herzinfarkt oder Angina pectoris).

Unfallbedingte Schulterschmerzen

Vielfach ist ein Unfall (Trauma) Auslöser von Schulterbeschwerden. Meist sind das Stürze auf die Schulter, das Schultereckgelenk oder auf den Ellenbogen. Ein Trauma als Auslöser von Schulterschmerzen ist aber nicht immer ganz einfach zu erkennen. Häufig kann eine längere Zeit vergehen, zwischen dem unfallbedingten Schaden am Schultergelenk und dem Auftreten von Schulterschmerzen. Besonders trifft das auf Schäden an der Rotatorenmanschette zu. Unfall, also Sturz auf dem Ellenbogen mit Ruptur der Rotatorenmanschette und Schulterschmerzen können durch die resultierende Instabilität Jahre auseinander liegen.

Fraktur des Oberarmkopfes (Humeruskopffraktur)

Dei Fraktur des Oberarmkopfes entsteht durch einen Sturz der mit Hand, Ellenbogen oder Schulter abgefangen wird. Vor allem bei älteren Patienten deren Skelett durch →Osteoporose geschwächt ist, kann die Oberarmkopffraktur auftreten. Die Oberarmkopffraktur ist äußerst schmerzhaft. Der Patient kann Nachts nicht auf die betroffene Schulter liegen. Die Beweglichkeit des Schultergelenks ist stark eingeschränkt. Die Oberarmkopffraktur muss durch Ruhigstellung oder, wenn die Bruchstücke verschoben sind, durch eine Operation behandelt werden.

Osteonekrose des Oberarmkopfes

Eine der möglichen Folgen der Oberarmkopfraktur ist die →Osteonekrose des Oberarmes: Blutgefässe innerhalb des Knochens werden unterbrochen. Das führt zum Absterben des Oberarmkopfes durch Knochennekrose (Osteonekrose). Das führt zu tiefliegenden, dumpfen Schulterschmerzen.

Durch die Osteonekrose im Oberarmkopf werden die Knochenzellen nicht mehr ernährt: Der Knochen wird immer schwächer, bis die Oberfläche schließlich ganz einbricht. Durch eine intensive Frühbehandlung der Osteonekrose kann die Durchblutung des Oberarmkopfes wiederhergestellt werden und die Gelenkfläche gerettet werden. Die Schulterschmerzen haben bei Osteonekrose also die Funktion eines wichtigen Frühwarnsystems.

Eine Spätfolge der Osteonekrose im Oberarm kann die →Schulterarthrose sein.

Labrumläsion: Abriss der Gelenklippe am Schultergelenk

Das Labrum glenoidale ist eine knorpelige, bindegewebige Umrandung der Pfanne (Glenoid)des Schultergelenks. Das Labrum spielt eine große Rolle bei der Führung und Zentrierung des Oberarmkopfes im Schultergelenk. Ist das Labrum nach einem Trauma, Sturz oder nach einer Schulterdislokation (Ausrenken des Schultergelenks) beschädigt, wird das Schultergelenk instabil. Die Beschädigung des Labrum glenoidale,der Gelenk- Lippe, verursacht Schulterschmerzen im Bereich der Achselhöhle.

Ruptur der Rotatorenmanschette (insbesondere der Supraspinatussehne)

  • Schulterschmerzen beim seitlichen Abspreizen des Armes oder nach vorne seitlich Wegführen des Armes deuten auf Veränderungen des Musculus supraspinatus hin.
  • Schulterschmerzen bei Außendrehung des Oberarmes bei am Körper anliegendem Ellenbogengelenk deuten auf eine Veränderung des Musculus infraspinatus hin.
  • Schulterschmerzen bei Innendrehung des Oberarmes bei am Körper anliegendem Ellenbogengelenk deuten auf eine Veränderung des Musculus subscapularis hin.
  • Schmerzen an der Schultervorderseite, die sich beim Innendrehen des Unterarms gegen einen Widerstand verstärken, deuten häufig auf eine Erkrankung der langen Bicepssehne hin.

Die Rotatorenmanschette ist ein Ring aus Muskeln und Sehnen. Sie sorgt für die Kraftentfaltung, die dem gesunden Schultergelenk in jede Richtung gegeben ist. Ist eine Sehne der Rotatorenmanschette beschädigt oder gar gerissen, werden bestimmte Bewegungsrichtungen schmerzhaft, die Muskulatur verkümmert. Oft tritt diese Beschädigung der Rotatorenmanschette infolge eines Engpassyndroms (Impingement) auf. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die Supraspinatussehne der Rotatorenmanschette, die am häufigsten von Defekten der Rotatorenmanschette betroffen ist. Sie spielt eine zentrale Rolle bei der Kraftübertragung die zur Hebung des Armes führt.
Weiterlesen zu → Ruptur der Rotatorenmaschette

Die Supraspinatussehne der Rotatorenmanschette der Schulter.Gerissene Supraspinatussehne der Rotatorenmanschette der Schulter. Sie liegt direkt unter dem knöchernen Schulterdach. © Viewmedica

Schulterluxation (ausgekugeltes Schultergelenk):

Die hohe Beweglichkeit des Schultergelenks kann dazu führen, dass unter Überlastung der Oberarmkopf aus der Gelenkpfanne springt. Ursache ist hier stets ein Unfall oder ein bestimmtes Ereignis. Oft werden bei der Schulterluxation auch noch Strukturen am Gelenk (Gelenklippe bzw. Labrum glenoidale) beschädigt. Das führt zur häufigen Wiederholung dieser sehr schmerzhaften Luxation.

Schultereckgelenksprengung (AC-Gelenksprengung)

AC-Gelenkssprengung und SchulterschmerzenDie Verletzung des Schultereckgelenks (AC-Gelenks)führt vor allem zu einer Bewegungseinschränkung und stechenden Schulterschmerzen bei der Innenrotation des Armes. © Gelenk-Klinik

Die Sprengung des von Acromion (Schlüsselbein) und Clavicula (Schulterblatt) gebildeten AC-Gelenks ist eine weit verbreitete Folge z.B. von Fahrrad und Skiunfällen. Der Sturz erfolgt typischerweise von oben auf die Schulter. Dadurch werden die Sehnen und die Gelenkkapsel des AC-Gelenks gesprengt. Stechende Schmerzen am Schultereckgelenk - besonders bei der Rotation des Armes nach innen - sind die Folge.

Die Instabilität des AC-Gelenks ist auch besonders schmerzhaft beim Tragen schwerer Gegenstände (z.B. Einkaufstaschen) am herabhängenden Arm. Die Schmerzen bei der Instabilität des Schultereckgelenks können auch bis in die Halsregion ausstrahlen. Eine AC-Gelenkssprengung sollte je nach Schweregrad konservativ mit Verband oder operativ mit einer Sehnen-Naht behandelt werden.
Weiterlesen zu → AC-Schultergelenk: Verletzung, Instabilität, Diagnose

Chronische Schulterschmerzen

Chronische Schulterschmerzen dauern länger als 3 Monate. Im Prinzip gibt es zwei Auslöser von chronischen Schulterschmerzen.

Stoffwechseldefizite und Störungen der Mikrozirkulation

Durch lokale Verminderung der Stoffwechselaktivität kann es zu Schmerzen, aseptischen (nichtbakteriellen) Infektionen und Gewebsveränderungen kommen. Frozen Shoulder (Adhäsive Kapsulitis), Kalkschulter (Tendinosis calcarea) und Schleimbeutelentzündungen (Bursitis) gehören als Entzündungserkrankungen oder entzündliche Einlagerung zu diesen Erkrankungen.

Schulterarthrose und Abnutzung des Schultergelenks:

Schulterarthrose verursacht Schulterschmerzen Schulterarthrose führt zu Einschränkungen bei Kraftentwicklung und Beweglichkeit der Schulter. Bei Schulterarthrose wird der Widerstand gegen Druck von oben viel geringer. © Gelenk-Klinik

Wie in jedem anderen Gelenk auch, wird die Schulter durch Knorpelflächen beweglich und gleitfähig erhalten. Die Schulterarthrose verursacht typische dumpfe Schulterschmerzen. Diese Schmerzen können sich zum Beispiel beim Werfen oder beim Überkopfarbeiten belastungsabhängig verstärken. Sind die Gelenkknorpel der Schulter durch Entzündung, Unfall oder Abnützung geschädigt, wird die Schulter nicht nur schmerzhaft, sondern versteift zunehmend. Ein typischer Schmerz bei Schulterarthrose ist in der Achselhöhle zu spüren. Im Vergleich zu den gewichttragenden Gelenken der unteren Extremität (Hüftarthrose, Kniearthrose, Sprunggelenksarthrose) ist die Schulter aber recht selten von Arthrose betroffen. Arthrose ist also sehr viel seltener ein Grund für Schulterschmerzen, als in den gewichttragenden Gelenke. Wenn Schulterarthrose Schmerzen verursacht, treten diese auch erst in höherem Lebensalter auf, als die Arthroseschmerzen anderer Gelenke.
Weiterlesen zur → Schulterarthrose

AC-Gelenks-Arthrose der Schulter

Schulterschmerzen bei AC-Gelenksarthrose Bei AC-Gelenksarthrose ist das Abspreizen des Armes - dabei vor allem der Winkel von 90°-120° - schmerzhaft.

Auch das zweite Schultergelenk, das Akromioklavikulargelenk (AC-Gelenk) kann an schmerzhafter Arthrose erkranken. Man spricht hier von einer AC-Gelenks-Arthrose. Bei einer AC-Gelenksarthrose ist der Schmerz oben auf dem Schultergelenk lokalisiert: Da wo bei Frauen der BH-Träger über die Schulter zieht. Er kann bis in die Halsregion ausstrahlen. Beim Abspreizen des Armes ist vor allem der Winkel von 90-120° schmerzhaft. AC-Gelenksarthrose ist auch schmerzhaft beim Tragen von Rucksäcken. Die Haltegurte von Rucksäcken bringen besondere Last auf das Schlüsselbein, das mit dem Schulterblatt zusammen das Gelenk bildet.
Weiterlesen zur → AC-Gelenksarthrose

Kalkschulter

Wenn Die Schulter auch nachts schmerzt und Sie nicht darauf liegen können, kann eine Kalkschulter vorliegen. Die Kalkschulter führt zu schmerzhaften Bewegungseinschränkungen der Schulter. Mit Kalkschulter können Sie den den betroffenen Arm nicht über Schulterhöhe oder über den Kopf heben.
Weiterlesen zu →Kalkschulter

Entzündliche Ursachen von Schulterschmerzen

Schultergelenksentzündung oder Schleimhautentzündung (Synovitis)

Das Schultergelenk ist - wie jedes Gelenk - innen von einer Gelenksschleimhaut ausgekleidet. Diese produziert Gelenksflüssigkeit (Synovialflüssigkeit oder Gelenkschmiere) zur Ernährung des Knorpels und zur Erhöhung der Gleitfähigkeit der Knorpelflächen im Schultergelenk. Auch an dieser Gelenkschleimhaut (Synovia) können Entzündungen auftreten, die die Gleitfähigkeit des Gelenks beeinträchtigen. Durch Entzündung wird auch die Flüssigkeitsabsonderung erhöht: Es kommt zu einem schmerzhaften Erguss im Schultergelenk. Eine Synovitis kann durch Schulterarthroskopie behandelt werden: Die entzündete Schleimhaut wird dabei entfernt und wächst wieder nach. Bei bakteriellen Infektionen kann der Erreger durch eine ↑Punktion des Schultergelenks nachgewiesen werden. Hier kann eine Behandlung durch Antibiotika. Oft muss sogar eine ↑arthroskopische Spülung der Schulter mit Antibiotika helfen.

Entzündung des Schleimbeutels (Bursitis):

Die Schleimbeutel sorgen für die freie Beweglichkeit der vielen Muskeln und Sehnen der Schulter gegeneinander. Die vielen Muskeln und Sehnen der Schulter können sich dank der frei beweglichen Schleimbeutel mühelos gegeneinander verschieben. Meist sind die Schleimbeutel (Bursa) im Schultergelenk problemlos und funktionieren einfach. Doch Sie können sich auch schmerzhaft entzünden. Reizungen, ungewohnte Belastungen oder Druck führt zu einer Entzündung des Schultergelenks. Meist tritt eine Bursitis des Schultergelenks auch als Begleiterkrankung zum subakromnialen Impingementsyndrom (Enge unter dem Schulterdach): Bei Schulterimpingement kann es zu einer schmerzhaften Entzündung kommen. Sind die Schleimbeutel entzündet, führt das zu stechenden Schmerzen und Versteifung des Schultergelenks. Entfernung von vernarbten und entzündeten Schleimbeuteln kann diese Schulterschmerzen therapieren.
Weiterlesen zu →Bursitis (Schleimbeutelentzündung)

Frozen Shoulder (Adhäsive Kapsulitis)

Die Frozen shoulder ist eine schmerzhafte, nichtbakterielle Entzündung, die zu einer Bewegungseinschränkung der Schulter führt. Nach einer Akutphase bleibt die Schulter häufig über mehr als sechs Monate unbeweglich. Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und Schilddrüsenerkrankungen begünstigen die Frozen Shoulder.
Weiterlesen zu →Frozen Shoulder (Adhäsive Kapsulitis)

Rheumatische Ursachen von Schulterschmerzen

Rheumatismus oder Polyarthritis ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von chronisch verlaufenden, entzündlichen Gelenkserkrankungen. Rheuma kann von den Gelenken auch auf Weichteile, Muskulatur und innere Organe übergreifen. Die Rheumatische Erkrankung wird stets durch Bluttests nachgewiesen. Auch entzündlich aktivierte Arthrose, wenn sie entzündlich aktiviert ist, kann zu rheumaähnlichen Symptomen führen. Durch eine internistische Untersuchung kann die Ursache aber geklärt werden. Anders als Schulterarthrose beginnt Rheuma durch Veränderungen an den Fingergelenken und greift dann auf die Schulter über. Rheuma wird meist medikamentös mit Schmerzmitteln und Entzündungshemmern behandelt. Zwischen den akuten Schüben sind intensive Bewegungsübungen, Bewegungsbäder und Physiotherapie angebracht, um die geschwächte Muskulatur wieder zu kräftigen.

2. Einengung (Impingement) als Auslöser von Sehnen-Degeneration

Mit "Impingement" ist die Einengung der Strukturen unter dem Schulterdach gemeint. Vor allem beim Abspreizen des Armes nach außen kommt es hier oft zum Kontakt zwischen dem Oberarmknochen und dem Schulterdach. Vor allem die Supraspinatussehne der Rotatorenmanschette wird hierdurch beeinträchtigt. Die Sehne degeneriert und kann irgendwann bei kleinen Belastungen reißen. Dadurch wird die Enge unter dem Schulterdach noch vergrößert: Der Oberarm wird durch den Muskelzug ohne den Wiederstand der Sehne weiter nach oben gezogen.

Schulterimpingement (Engpass-Syndrom):

Schulterschmerzen bei Schulterimpingement Bei Schulterimpingement ist das Abspreizen des Armes - dabei vor allem der Winkel von 60°-90° - schmerzhaft.

Das Engpass-Syndrom ist eine häufige Ursache von Schulterschmerzen. Der Verlauf alle wichtigen Muskeln und Sehnen unterhalb des Schulterdachs führt zu einer "Sollbruchstelle" in der Schulter. Werden diese weichteiligen Strukturen eingeengt. Es kommt zur Degeneration der Schultersehne oder zu Entzündungen. Besonders bei Belastung führt das Impingementsyndrom zu Schulterschmerzen. Handballer, Volleyballer, Tennisspieler, aber auch Überkopfarbeiter wie zum Beispiel Maler oder Arbeiter in der Industrie fordern die Beweglichkeit ihrer Schulter durch hohe Kraftentfaltung in der extremen Streckung heraus. Oft führt das zu den typischen Schulterschmerzen beim Impingementsyndrom: Die Schmerzen können von der Schulter in den Arm ziehen. Oft kann der Impingement-Schmerz der Schulter auch ausstrahlen an den Ansatz des den Oberarm bedeckenden Deltamuskels. Für Patienten mit Impingementsyndrom ist dann oft überraschend, dass diese Muskelbeschwerden ihre Ursache im Gelenk selbst haben. Beim Abspreizen des Armes ist bei Impingement vor allem der Winkel von 60°-90° - also bis zum waagerecht ausgestreckten Arm - schmerzhaft.
Weiterlesen zum Thema → Impingement der Schulter

Supraspinatussehne (Teil der Rotatorenmanschette):

Die ↑Supraspinatussehne ist ein Teil der Rotatorenmanschette- sie verläuft zwischen Oberarm und Schulterdach. Durch diesen Verlauf ist die Supraspinatussehne bei Schulterimpingement besonders gefährdet, an Verschleiß oder Abnützung zu erkranken. Ein Sturz oder ein kleines Trauma ist dann häufig nur noch der letzte Auslöser für einen Riss der Supraspinatussehne, der sich als chronischer Prozess schon über Jahre andeutet. Eine Ruptur der Supraspinatussehne ist besonders schmerzhaft beim Abspreizen des Armes nach außen.
Weiterlesen zum Thema → Rotatorenmanschette

Entzündung und Ruptur der Bizepssehne

Häufig begleitend zur Erkrankung der Supraspinatussehne sind Entzündungen oder gar eine Ruptur der Bizepssehne Ursache von Schulterschmerzen. Die Bizepssehne wird bei Schulterimpingement ebenfalls unter Druck gesetzt, wird permanent gequetscht, und kann sich schmerzhaft entzünden. Ist die Bizepssehne lediglich gereizt, spricht man von Bizepssehnentendinitis. Ein typischer Test der Bizepssehnenfunktion ist die Beugung des Armes im Ellenbogen gegen einen Widerstand. Der Arzt kann auch durch Druck auf den vorderen Bereich der Rotatorenmanschette einen typischen Schulterschmerz auslösen. Bei langdauerndem Verschleiß der Bizepssehne kann es auch zu einer Ruptur kommen: Nach Ruptur zeigt sich eine typische Verdickung des nach Sehnenriss tief sitzenden Muskelbauches des Bizepsmuskels.

Psyche, Überlastung, Nerveneinklemmung

Schulterschmerzen - Untersuchung der Halswirbelsäule ist ebenfalls erforderlich Schulterschmerzen - Untersuchung der Halswirbelsäule ist ebenfalls erforderlich. © Gelenk-Klinik

Der schmerzauslösende Mechanismus, über den Verspannungen, Stress oder Nerveneinklemmungen heftige Schulterschmerzen verursachen können, wird immer besser verstanden. Wenn Muskelverspannungen permanent werden sinkt die Stoffwechselaktivität drastisch ab. Die Gewebe werden nicht mehr gut mit Sauerstoff versorgt. Unterversorgte Muskulatur wird hart, weil die Energiebildung im Gewebe nicht mehr intakt ist. Man spricht hier von kontrakter Muskulatur

Muskelverspannungen:

Hier ist häufig monotone Arbeit in verkrampften Positionen in Verbindung mit Bewegungsmangel die Ursache der Schulterschmerzen. Die Verspannung reduziert den Stoffwechsel in der die Schulter umgebende Muskulatur. Die Muskulatur wird also immer härter. Das ist ein sich selbst verstärkender Teufelskreis, den wir in der Regel nur mit Physiotherapie, insbesondere mit stoffwechselfördernder →Zellbiologischer Regulationstherapie, durchbrechen können. Psychische Komponenten wie Konflikte oder Stress erhöhen weiterhin die Spannung der Schultermuskulatur und können zu chronischen Schulter- und Nackenschmerzen führen. Verspannungen im Schulter-Nackenbereich können aber auch die Folge eines Sehnenrisses (→Rotatorenmanschettenruptur) sein. Die Verspannung entsteht, wenn andere Muskeln versuchen, die ausgefallene Funktion bei der Stabilisierung der Schulter zu übernehmen.

Probleme mit der Halswirbelsäule, Bandscheiben, Wirbelsäulenstenose

Nerveneinklemmungen an der Halswirbelsäule können ebenfalls Schulterschmerzen verursachen. Das kann viele Ursachen haben: Bandscheibenvorfall, Rückenmarksstenose (Einengung des Rückenmarks) oder eine degenerative Erkrankung der Bandscheibe können Schmerzen verursachen, die bis in Schulter und Oberarm hinein ausstrahlen.
Weiterlesen zu → Nackenschmerzen

Muskuläre Dysbalancen am Schultergelenk

Schulterschmerzen und Muskuläre Dysbalancen Schulterschmerzen durch Verspannung und Verhärtung der Muskulatur können physiotherapeutisch durch ZRT-Matrix-Therapie behandelt werden © EXTRAZELL

Muskuläre Ungleichgewichte am Schultergelenk können zu einer Vielzahl an oft diffusen Beschwerden führen. Ursache ist oft die sitzende Lebensweise mit nach vorne hängenden Schultern. Der Brustmuskel verkürzt sich, das Schlüsselbein wird nach vorne gezogen. Dadurch vermindert sich der Raum unter dem Schulterdach, der zur für Bewegungen Verfügung steht. Man bezeichnet diese Situation als Scapuladyskinesie. (Scapula = Schulterblatt, Dyskinesie=Bewegungsstörung). Aus dieser im Alltag antrainierten Bewegungsstörung resultieren diffuse Schulterschmerzen im Gelenk. Teilweise auch springende Schmerzen an verschiedene Schulterregionen (Schulterblatt, Schultereckgelenk, Schlüsselbein, Brustbein). Die Scapula-Dyskinesie kann vor allem mit Hilfe physiotherapeutischer Methoden (v.a. →ZRT-Matrix-Therapie und Trainingstherapie) sehr gut behandelt werden.

Wie werden Schulterschmerzen untersucht?

Anamnese

Erfragen der Krankengeschichte und der Umstände der Schulterschmerzen. Die Dauer der Schmerzen, das erste Auftreten, der Verlauf, und der genaue Schmerzort sind wesentlich für die Einschätzung Ihrer Schulterschmerzen.

Inspektion Ihre Schulter und Ihres Oberkörpers

Für die Inspektion Ihrer schmerzenden Schulter machen Sie den Oberkörper frei. Die Untersuchung von Schulterschmerzen findet meistens bei nacktem Oberkörper statt. Schon beim Entkleiden findet der Arzt Hinweise auf schmerzbedingte Bewegungseinschränkungen und Schonhaltungen. Die äußerliche Inspektion des Oberkörpers zeigt Rückbildung von bestimmten Muskeln bei chronischen Schulterschmerzen. Der Arzt betrachtet bei entkleidetem Oberkörper die Schultern, auch im Seitenvergleich, und achtet auf Änderungen der Form, der Muskulatur, Schwellungen und Verdickungen oder knöcherne Veränderungen.

Abtasten

Durch Abtasten der Schulter findet der Arzt besonders schmerzhafte Bereiche (Druckschmerzhaftigkeit). Die Art des ausgelösten Schmerzes, der Ort - wo die Schmerzen durch Druck provoziert werden können - sind wichtig für das Verständnis der Schmerzursache.

Funktionsprüfung und Beweglichkeit des Schultergelenks

Untersuchung der Schulterschmerzen durch Druckausübung auf das Schultergelenk Druckschmerzhaftigkeit in der Untersuchung von Schulterschmerzen ist vor allem bei Entzündungserkrankungen der Schulter (Frozen Shoulder, Impingement) gegeben.

Ein äußerst wichtiger Teil der Untersuchung besteht in der klinischen Bewegungsprüfung. Der Schulterspezialist prüft die aktive Beweglichkeit (Patient bewegt selbst) und passive Beweglichkeit (Arzt führt den Arm) des Schultergelenks. Er bringt eine Reihe spezieller Schultertests für bestimmte Verletzungen und chronische Beschwerden zum Einsatz. Durch Armheben, Innenrotation, Kraftentwicklung gegen Widerstand, "Schürzengriff", also den Griff nach hinten, kann die Funktion der Knochen, Muskeln und Sehnen der Schulter genau geprüft werden.

Die Abhängigkeit der Schmerzentstehung von Bewegungen erlaubt genaue Rückschlüsse auf die geschädigte oder erkrankte Struktur. Auch Druckschmerzhaftigkeit (Schmerzreaktion bei Druck auf die Schulter) ist ein wichtiges diagnostisches Signal. Gerade an der Schulter ist eine differenzierte Klinische Untersuchung von besonderer Bedeutung, weil die Schulter frei an so vielen Muskeln und Sehnen aufgehängt ist. Bevor man anfängt zu röntgen, muss der Schulterspezialist eine genaue Vorstellung von der klinischen Situation gewonnen haben.

Bildgebung: Ultraschall

Untersuchung der Schulterschmerzen durch Ultraschall Die Ultraschalluntersuchung von Schulterschmerzen erlaubt die Darstellung aller Strukturen in auch Bewegung. Alle anderen bildgebenden Verfahren sind leider nur in Ruhe anwendbar.

Die Ultraschalluntersuchung erlaubt die dynamische Untersuchung von Sehnen und Weichteilen unter Bewegung. Auch Flüssigkeitseinlagerungen (etwa bei Bursitis) können mit Ultraschall gut beobachtet werden. Das Ultraschall kommt ohne Strahlenbelastung aus. Auf einem Bildschirm kann das Ergebnis der Ultraschall-Untersuchung sofort gesehen und besprochen werden.

Bildgebung: Röntgen

Untersuchung der schmerzhaften Kalkschulter durch Röntgen Röntgenuntersuchungen können um Beispiel schmerzhafte Kalkeinlagerungen in der Schulter direkt zeigen.

Die Röntgenuntersuchung erlaubt die Untersuchung des Skeletts. Röntgen zeigt auch Kalkeinlagerungen, häufige Ursache von Schulterschmerzen, in das Gewebe.

Auch die Dicke der Knorpelschicht kann über die Messung des Gelenkspaltes zwar indirekt, aber genau bestimmt werden. So kann etwa eine Schulterarthrose festgestellt werden. Auch eine schmerzhafte arthrotische Veränderungen des Knochens durch Osteophyten (Knochensporne) kann im Röntgenbild gezeigt werden.

Über die Messung des Abstands des Oberamkopfes zum Schulterdach kann das Röntgen auch bei Impingementbeschwerden diagnostisch helfen.

Bildgebung: Computertomografie (CT)

Die Computertomografie ist von der Röntgentechnik abgeleitet: Das CT stellt Röntgenbilder einzelner Schichten dar. So können Knochen, Sehnen und Weichteile gut dargestellt werden. Mit Kontrastmittel kann die Aussagekraft von CT-Bilder noch erhöht werden. So können auch Teilbereiche innerhalb der Knochen dargestellt werden. Ein gravierender Nachteil der CT-Untersuchung ist die damit verbundene hohe Belastung mit Röntgenstrahlen.

Bildgebung: Magnetresonanztomographie (Kernspintomographie)

Schulterschmerz mit dem Kernspintomografen untersuchen Schulterschmerz mit dem Kernspintomografen (MRT) untersuchen.

Die MRT-Untersuchung (Kernspintomografie) zeigt in Ruhe feingewebliche Zustände: Flüssigkeitseinlagerung, Ödeme und Beschaffenheit von Sehnen und Bändern. Die Abbildung erfolgt schichtweise. Durch die Arbeit mit magnetischen Feldern entsteht keine Strahlenbelastung. Vor allem Weichteilveränderungen, Entzündungen, Wassereinlagerungen als Ursache der Schulterschmerzen, können mit dem MRT besonders gut dargestellt werden.

Punktion: Untersuchung von Gewebsflüssigkeit bei Schulterschmerzen

Mit einer Punktion von Gewebsflüssigkeit aus der Schulter mit einer Nadel (meist unter Kontrolle durch Ultraschall) kann Gewebsflüssigkeit aus Schleimbeuteln oder dem Gelenks selbst gezogen und genau untersucht werden. Farbe und Konsistenz der Flüssigkeit geben Hinweise für die grundlegenden Krankheitsprozesse. Die Flüssigkeit kann auch mikroskopisch untersucht oder auf Keime und Entzündungen geprüft werden. So können viele Ursachen für Schulterschmerzen, wie z.B. Entzündungen, ↑Synovitis und bakterielle Infektionen ermittelt werden.

Konservative Behandlung der Schulterschmerzen

Konservative Therapie

  • Physiotherapie
  • ZRT®-Matrix-Therapie
  • Stoßwellentherapie
  • Entzündungshemmende Schmerztabletten
  • wIRA-Lampe (Wärmetherapie durch wassergefiltertes Infrarot)
  • Säure-Basentherapie (Basensalze, Balneotherapie, Warme Wickel)

Schulterschmerzen lassen sich mit wenigen Ausnahmen sehr gut durch konservative Verfahren behandeln. Grundlage jeder Behandlungsentscheidung ist natürlich eine genaue Diagnose: Art und Stadium der Erkrankung müssen genau bestimmt werden. Erst dann kann ein passender Behandlungsplan für die konservative Therapie erstellt werden.

Unabhängig von der Diagnose kann Schulterschmerz in der Regel mit physikalischer Therapie gelindert werden. Die Verfahren der →Zellbiologischen Regulationstherapie (ZRT-Matrix-Therapie) haben sich gerade bei Schulterbeschwerden sehr gut bewährt.

Einfache Übungen für zu Hause bei Schulterschmerzen

Die Funktion der Schulter ist von der gleichmäßigen Spannung der Muskeln anhängig, die das Gelenk als funktioneller Ring umgeben: Der Rotatorenmanschette. Übungen, die die Funktion der Rotatorenmanschette stärken, wirken direkt gegen Schulterschmerz. Eine bessere Funktion der Schulter sowie Zentrierung des Schultergelenks durch eine angemessen arbeitende Rotatorenmaschette beugt auch Schulterarthrose und Schulterimpingement vor. Diese Übungen sind auch geeignet, Schulterschmerzen bei Schulterarthrose zu vermindern und die Arthrose zu verlangsamen.

Übung 1: Durch den "Seilzug" die Beweglichkeit des Schultergelenks verbessern

 Schulter-Übung 1: Durch den Seilzug die Beweglichkeit des Schultergelenks verbessern Schulter-Übung 1: Durch den Seilzug die Beweglichkeit des Schultergelenks verbessern. © Gelenk-Klinik.de

Durchführung: "Seilzug" Schulter durch ein in der Tür eingeklemmtes Seil nach oben ziehen - so hoch wie möglich. Bis zu 10 mal wiederholen.

Sinn der Schulterübung: Mobilisieren, also beweglich machen der Schulter. Anregen des Stoffwechsels, etwa bei Frozen Shoulder, Schulterimpingement, Rotatorenmanschettenriss.

Übung 2: Gegen Widerstand mit der Schulter nach unten ziehen

 Übung 2: Gegen Widerstand mit der Schulter nach unten ziehen Übung 2: Gegen Widerstand mit der Schulter nach unten ziehen © Gelenk-Klinik.de

Durchführung: Nach unten ziehen" In der Tür eingeklemmtes Theraband nach unten ziehen, Training der Adduktoren des Schultergelenks. Vorsicht: Ausweichbewegung vermeiden, Schulter nicht nach oben ziehen.

Sinn der Schulterübung:Führt zur Normalisierung der Position des Schulterkopfes bei Schulterimpingement.

Übung 3: Wischübung I zur Seite"

 Schulter-Übung 3: Wischübung I verbessert die Beweglichkeit der Schulter Schulter-Übung 3: Wischübung I verbessert die Beweglichkeit der Schulter. © Gelenk-Klinik.de

Durchführung: Mit angewinkeltem Arm langsam über eine Tischplatte wischen, Ausweichbewegung der Schulter vermeiden; leichter Einsatz des Körpergewichts.

Sinn der Schulterübung: Dehnung der Schulter bei Schultersteife, Mobilisierung und Verbesserung des Schulterstoffwechsels.

Übung 4: Wischübung II nach vorne

 Schulter-Übung 4: Wischübung II nach vorne Schulter-Übung 4: Wischübung II nach vorne © Gelenk-Klinik.de

Durchführung: Gerade nach vorne wischen und dadurch Schulter mobilisieren. Bis zu 10 mal Wiederholen.

Sinn der Schulterübung: Mobilisierung bei Schultersteife (Frozen Shoulder) und Einengung der Schulterkapsel.

Übung 5: Mit dem Armpendel die Bildung von Gelenkschmiere fördern

 Schulter-Übung 5: Mit dem Armpendel die Bildung von Gelenkschmiere fördern Schulter-Übung 5: Mit dem Armpendel die Bildung von Gelenkschmiere fördern. © Gelenk-Klinik.de

Durchführung: Arm locker herabhängen lassen und die Schulter ohne Gewicht oder mit leichtem Gewicht locker pendeln lassen. Auch eine Wasserflasche kann das Gewicht ersetzen.

Sinn der Schulterübung: Entlastung der Schulter, Regeneration von Schulterknorpel bei Arthrose oder Ruptur der Rotatorenmanschette. Bei Schulterarthrose wird durch das Armpendel die Bildung von Gelenkschmiere gefördert.

Übung 6: Durch Brustmuskeldehnung die Zentrierung des Schultergelenks fördern.

 Schulter-Übung 6: Durch Brustmuskeldehnung die Zentrierung des Schultergelenks fördern. Schulter-Übung 6: Durch Brustmuskeldehnung die Zentrierung des Schultergelenks fördern. © Gelenk-Klinik.de

Durchführung: Schulter bzw Brustmuskeln durch Anlehnen im Türrahmen aufdehnen.

Sinn der Schulterübung: Zentrierung der Schulter in der Mitte (hängt nicht mehr nach vorne) Aufrichtung des Rückens und der Schulter, Normalisierung der Position des Schultergelenks.

Übung 7: Durch Außenrotation das Schultergelenk zentrieren.

 Schulter-Übung 7: Durch Außenrotation das Schultergelenk zentrieren. Schulter-Übung 1: Durch Außenrotation das Schultergelenk zentrieren. © Gelenk-Klinik.de

Durchführung: Ellenbogen am Körper anlegen und waagerecht ausgestreckte Unterarme nach außen bewegen.

Sinn der Schulterübung: Zentriert die Schulter, beugt Schulterimpingement vor, bekämpft akute Schulterschmerzen nach langem Sitzen, stärkt die Außenrotatoren und kräftigt die Rotatorenmanschette.

Übung 8: An der Wand abstützen

 Schulter-Übung 8: An der Wand abstützenSchulter-Übung 8: An der Wand abstützen und Schulterblätter nach hinten ziehen. © Gelenk-Klinik.de

Durchführung: "An der Wand abstützen" und Schulterblätter nach hinten ziehen und wieder entspannen.

Sinn der Schulterübung: Normalisiert die Position der Schulterblätter, hilft gegen Schulterschmerzen nach langem Sitzen oder Autofahrten.

Übung 9: Schulter und Nackenmuskel dehnen

 Schulter-Übung 9: Schultermuskel dehnen, achten Sie auf die abgespreizte Hand zur Verstärkung der Dehnung Schulter-Übung 9: An der Wand abstützen und Schulterblätter nach hinten ziehen. © Gelenk-Klinik.de

Durchführung: "An der Wand abstützen" und Schulterblätter nach hinten ziehen und wieder entspannen.

Sinn der Schulterübung:Hilft gegen Schulterschmerzen und Nackenschmerzen nach langem Sitzen, Entspannung der Schulternackenmuskulatur.

Übung 10: Schulter nach Oben ziehen

 Schulter-Übung 10: Schulter nach Oben ziehen Schulter-Übung 10: Schulter nach oben ziehen © Gelenk-Klinik.de

Durchführung: Schulter nach oben ziehen:" Schulter mit leichtem Gewicht (Flasche, 1 kg hanteln) nach oben ziehen, dann nach hinten kreisend wieder fallen lassen.

Sinn der Schulterübung:Zentrierung der Schultern, hilft gegen Schulter und Nackenschmerzen.

Wann kann eine Operation zur Behandlung des Schulterschmerzes notwendig sein?

Eine Therapie der Schulterbeschwerden kann nach genauer Diagnosestellung und erweiterter Krankengymnastik auch operativ erfolgen. Wann eine operative Therapie von Schulterschmerzen notwendig ist, kann nur gesagt werden, wenn die genaue Diagnose und damit auch der Verlauf bekannt ist.

Schulterarthroskopie

Grundsätzlich stehen offene und arthroskopische Operationsverfahren zur Verfügung. Arthroskopische Schulteroperationen sind wesentlich schmerzfreier: Es werden bei diesen minimalinvasiven Eingriffen lediglich kleine Schnitte unter 1 cm gesetzt, durch die Instrumente in schmalen Schläuchen unter Kamerasicht eingeführt werden. Die überwiegende Zahl der Schulteroperationen in der Gelenk-Klink werden arthroskopisch durchgeführt. Mit hinreichender klinischer Erfahrung können auch komplexe Sehnen-Naht Operationen, Schleimbeutelentfernung, Schleimhautentfernungen, Entfernung von Kalkdepots mit dem minimalinvasiven Arthroskop durchgeführt werden.

Der besondere Vorteil der arthroskopischen Operation erklärt sich dadurch, dass keine großflächigen Durchtrennungen von Haut, Weichteilen und anderen Geweben notwendig sind, um in das Operationsgebiet zu gelangen.

Das Operationsgebiet wird durch eine kleine Kamera direkt besichtigt, die am Ende eines Stabes oder eines Schlauches befestigt ist.

Daher entstehen auch - im Vergleich zu offenen Operationen - viele geringere Traumata und Narben, die später ihrerseits zu Schulterschmerzen führen können. Auch die Komplikationswahrscheinlichkeit ist durch die geringere Narbengröße und den schnelleren Heilungsprozess stark vermindert. Schon am Tag nach der arthroskopischen Operation beginnt in der Regel schon wieder das Bewegungstraining der Schulter, weil die Operationen keine großen Verletzungen setzen.

Mehr Informationen zu →Schulteroperationen

 

Literaturangaben

  • Spezialgebiete aus der Schulter- und Ellenbogenchirurgie 2: Update 2006 (German Edition). (2006) (1 ed). Steinkopff.
  • Echtermeyer, V. & Bartsch, S. (2005). Praxisbuch Schulter : Verletzungen und Erkrankungen systematisch diagnostizieren, therapieren, begutachten ; 10 Tabellen. Thieme.
  • Gohlke, F. & Hedtmann, A. (2002). Handbuch Orthopädie, Schulter. Thieme, Stuttgart.
  • Kühlwetter, K., Lehmann, M. & Gokeler, A. (2007). Schulter-Schluss: Aktiv gegen den Schulterschmerz (German Edition) (1. Aufl. 2 ed). Steinkopff.
  • Rupp, S., Seil, R. & Kohn, D. (2000). [Tendinosis calcarea of the rotator cuff]. Der Orthopäde, 29, 852-67.
  • van der Heijden, G. J. (1999). Shoulder disorders: a state-of-the-art review.. Baillière`s best practice & research. Clinical rheumatology, 13, 287-309.
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